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Kategorien > Horror > Fantastisches

Darkness (Teil Zwei)

von Gregor Okos

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Paris, den 28. Juni 2007
Es war einen Tag bevor sich Samuel Park umbrachte. Jean Dupont, 28 Jahre alt, arbeitete als Nachtwächter in einem Museum. Er mochte seinen Job, sogar die Nachtschicht, denn da war er alleine und konnte ungestört die Kunstschätze des Museums betrachten. Natürlich war es nicht der Louvre, nicht desto trotz gab es hier einige schöne Kunstwerke. Natürlich keine van Goghs oder Da Vincis, aber dennoch keinen Schund.
Das Museum hatte sich auf religiöse Kunstwerke spezialisiert. Kein bestimmte Religion, man fand christlich angehauchte Werke, neben muslimischen Malereien.
Jean kam grad an der neuen Ausstellung vorbei, sie handelte von christlichen Legenden, Aberglaube und sonstigen Religiösen scheiße, wie Jean immer sagte. Er wurde zwar römisch-katholisch erzogen, war aber kein frommer Kirchgänger oder sonst religiös angaschiert. „Das Christum ist einfach nur lächerlich.“, sagte er.
Ein Lachen kam aus dem Ausstellungsraum, Jean erschreck, hätte fast die Taschenlampe verloren und seine Macht über die Blase.
„Ist da jemand?“, fragte er mit zittriger Stimme, hoffte dass er keine Antwort bekam. Er stand dort eine weile, für ihm kam es aber wie Stunden vor. Langsam entspannte er sich, er hatte sich es wahrscheinlich nur eingebildet. „Du wirst langsam bekloppt.“, sagte er laut zu sich selbst. Er dreht sich von der Ausstellung weg und wollte weiter gehen, als ein weiteres Geräusch aus dem Raum, hinter ihm, kam. Er dreht sich blitzartig um, griff sofort nach seinem Pfefferspray am Gürtel. „Wer… Wer i-ist da?“
Das Geräusch kam näher, es hörte sich wie ein kratzen an. Jean wurde kreidebleich, sein ganzer Körper zitterte und sein Mund war ganz trocken.
Das Kratzen kam immer näher, es war nur noch einige Meter entfernt, aber er konnte noch nichts sein. Der Schein der Taschenlampe huschte hin und her. Und auf einmal war es weg, so unerklärlich es kam, so verschwand das Kratzen.
Jean Ohren vernahmen dann an anderes Geräusch, als würde man durch Fleisch schneiden. Er lies seine Taschenlampe fallen, seine Augen wurde ganz groß und sein Mund formte ein O. Danach fiel sein Kopf von seinem Hals und landete neben der Taschenlampe. Diese funkte dann in seine toten Augen, denen das grelle Licht nichts mehr ausmachte. Sein restlicher Körper stand immer. Als der Kopf angefallen war, spritzte noch das Blut aus den Adern auf den Boden, danach war der Druck in den Adern nicht mehr so stark und das Blut floss den Rücken so wie der Brust entlang. Vermutlich stand Jean Duponts Körper noch eine Minute bis er wie ein nasser Sack zu Boden viel und noch mehr Blut über den Boden verteilte.

Das Licht, was vom Vollmond ausging, strahlte durch eines der Fenster auf Jean Duponts Leiche. Neben der Leiche tauchten ein paar alte Sneakers auf. Der Mann packte den Kopf von Jean an den Haaren und hielt ihn hoch. Die blauen Augen des Mannes starrten in die braunen von Jean. Ein kleines lächeln spielte sich auf dessen Mund ab. Man konnte etwas von den schneeweißen Zähnen sehen. „Das Christentum ist einfach nur lächerlich.“, sagte er und begann zu Lachen, so laut er nur konnte. Danach ließ er das Haar los und der Kopf klatschte auf den Boden. Blut spritze auf die dunkle Hose des Mannes, aber es störte ihn nicht. „Christentum!“, schrie er. „Oh ja. Es ist lächerlich.“, dann lachte er weiter und verschwand mit einer Urne in seiner Hand.

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New York, den 17. Juli 2007
Jim Mason saß verschwitzt und schwer schnaufend in seinen Boxershorts am Bett rannte. Sein Kopf lag in beiden Händen, durch den Ring und Mittelfinger starrte sein linkes Auge die Digitaluhr auf der Nachkommode. 4:24 Uhr zeigte sie an und als er anfing darauf zu starren war es erst 3:58 Uhr. Jetzt fuhr er sich mit den Händen durch die rot unterlaufenden Augen, danach massierten sie die Schläfen, Kopfschmerzen plagten ihn. Er dachte an seinen Traum, denn er schon seit… Gott sein wann hab ich diesen Traum? Juni? Mai? April? Ja, April. Irgendwann im April hat es angefangen.
Er lies sich nach hinten fall und streckte die Arme zur Seite. wie Jesus am Kreuz, meinte eine kleine Stimme im Hinterkopf. Bei diesem Gedanken lachte er kurz auf.
Mit glasigen Augen starrte er die Decke, seine Augen wurden zunehmend schwerer. Kurz darauf driftete er in die Traumwelt zurück.
Er war wieder an diesem dunklen Ort, von dem er schon seit April träumte. Nur wo er stand war Licht, direkt über ihm. Um ihn herum herrschte völlige Finsternis, aber in dieser Finsternis war etwas, dass spürte er ganz deutlich. Immer wieder hörte er kratzen oder scharren, mal weiter weg, dann wieder ganz nah, kurz vor seinem Lichtkreis. Und als die Geräusche aufhörten, kam er. Mason wusste nicht wer ER war, aber etwas stimmte mit ihm nicht. Angst hatte er keine, nur Unwohlsein.
Im Dunkeln blitzten seine blauen Augen auf, und grinsen entstand um seinen Mund, so das seine weisen Zähne erschienen. Waren es Zähne oder doch Reiszähne?
Und jetzt, wie bei jedem seiner Träume stand er vor ihm, der Pfauliege Atem des Mannes drang an Masons Nase. Sein grinsen wurde Intensiver und dann packt er Mason am Kragen.
In diesem Moment wachte Mason immer schweiß gebadet auf. Wie auch jetzt. Schnaufend lag er wieder im Bett, draußen war schon die Sonne aufgegangen und versuchte durch die Wolkenkratzer zu dringen. Mason richtete sich wieder auf und blickte auf die Uhr. 7:48 Uhr, „Zeit zum aufstehen und etwas Gutes für die Gesellschaft leisten.“, sagte er leicht verbittert.

Er hatte geduscht und jetzt stand er, ein Handtuch um die Hüften hängen, vor dem Waschbecken und wischte mit der rechten Hand über den Spiegel. Eine geisterhafte Figur sah ihn an. Ein kleines Lächeln formte sich auf dem Mund, im Spiegel sah es grotesk aus. Er hatte blutunterlaufene Augen, darunter riesige Tränensäcke. Der Kopf ging näher an den Spiegel, er blickte sich direkt in die Augen, in ihnen fand er nur leer, kein bisschen Leben. „Ah, scheiße.“, sagte er und zog den Kopf wieder zurück. Mit der rechten Hand strich er sich durchs Gesicht. Es war an der Zeit sich zu rasieren, er sah aus wie ein Penner. „Aber rieche wenigstens nicht mehr wie einer.“
Und da war wieder das groteske Grinsen im Spiegel. Er wandte sich ab, entschied sich nicht zu rasieren, zog sich stattdessen an.
Jim Mason war sicherlich der einzige Detektiv der New Yorker Mordkommission, der nicht mit Anzug zur Arbeit ging. Der Captain hatte ihn schon oft ermahnt, er solle sich gefälligst wie ein menschliches Wesen anziehen und nicht wie ein Junkie. Er kam am nächsten Tag trotzdem wieder in seiner Cargohose und Hemd zur arbeit. Es war nicht so, dass er den Captain nicht respektierte, er hasste einfach Anzüge. Danach wurde er für 2 Wochen suspendiert. Als er zur Arbeit wieder kam, hatte er immer noch keinen Anzug an, der Captain fluchte rum, drohte mit rausschmiss, aber nach einer Zeit regte er sich nicht mehr auf und lies Mason wie einen Penner rumlaufen. Wenn Mason nicht so ein verdammt guter Detektiv gewesen wäre,

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