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Kategorien > Fantasy > Abenteuerreise

Das Amulett 22

von Lilly

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Hallo ihr LIeben,
es ist etwas mehr, da ich zur Zeit nicht so zum Schreiben komme .... ich hoffe euch gefällts und ihr verzeiht mir?!?!?!

Lg Lilly


Das Bündel fest in seinen Armen haltend, lief er zu dem frisch geschaufelten Grab und legte es neben den Leichnam des Bauers. Lilly sah was es einmal war, auch wenn es nur noch schwer zu erkennen war und es bestätigte sich somit ihre Ahnung.
Alles war mit einander verschmolzen und doch sah man die Konturen eines Säuglings, der höchstens ein bis zwei Monate alt war.
Ohne das sie es bemerkte, liefen ihr immer mehr Tränen über die Wangen und hinterließen hässliche Schlieren auf ihre schmutzigen Gesicht. Doch der Schmerz und die Trauer über diesen grotesken Anblick, über die Unnützigkeit dieser Tat, brach ihr das Herz. Wieder einmal war sie froh, aus einer Zeit zu stammen, in der so etwas nicht als so selbstverständlich hingenommen wurde. In der man unglaublich entsetzt war, wenn so etwas oder etwas ähnliches geschah. Sie verstand MacDougens Ruhe und Gelassenheit nicht. Sie verstand nicht, wie er so still und gleichgültig damit umgehen konnte, während sie nur allein der Anblick so unglaublich hilflos machte.
MacDougen war wieder zurück zum Haus gelaufen und kramte wieder im Schutt herum, während Lilly kaum ihre Augen von dieser Abscheulichkeit nehmen konnte. Nach einer Weile lief er wieder an ihr vorbei und trug die verbrannte Leiche der Frau auf seinen Armen. Auch sie war bis zur Unendlichkeit entstellt und kaum noch als Mensch identifizierbar. Es stank fast unerträglich, als er mit ihr an Lilly vorbei lief und eine unglaubliche Übelkeit stieg in ihr auf. Ihre Nase und ihren Mund fest in ihre Armbeuge gedrückt, beobachtete sie, wie er die drei Körper in die Grube legte und dann begann das Loch zu schließen. Als er fertig war, schmiss er die Schaufel achtlos beiseite, senkte seinen Blick und sagte knapp:“ Beannachd leibh (Lebt wohl).“
Dann wandte er sich ab und als er auf Lilly zuging sagte er, als wäre nichts schreckliches passiert:“ Ich brauche etwas zum anziehen“, und schon war er an ihr vorbei. Sie sah ihm mal wieder nach und beobachtete wie er zu den toten Soldaten ging. Unsanft drehte er den einen, mit dem Messer in seinem Rücken, herum und knöpfte sein Hemd auf.
„Das ist jetzt nicht Euer ernst?“
Fragte Lilly vollkommen schockiert, doch er blieb gelassen und meinte, ohne damit aufzuhören:“ Natürlich, sonst ist hier nichts und ich kann nicht so“, er zeigte auf seinen nackten und schmutzigen Oberkörper:“ Durch ganz Schottland laufen.“
Sie wusste, dass er recht hatte, aber irgendwie empfand sie das als widerlich. Es hatte etwas von fleddern einer Leiche. Doch was sollte sie tun, also verschränkte sie ihre Arme vor der Brust, wandte sich etwas ab und versuchte nicht ganz so angewidert auszusehen.
MacDougen zog ihm das weiße Hemd aus und es störte ihn nicht, das ein Blutfleck die Rückseite verunstaltete. Er ging nicht gerade zimperlich mit dem Körper um und als er ihm dann auch noch die Hose auszog, wurde es Lilly zu viel. Sie stampfte einfach in Richtung Wald davon. Verwundert sah er ihr nach, hörte aber nicht auf. Er schlüpfte in die etwas enge Hose des Soldaten und zog seinen Kilt aus, dann zog er das Hemd über seine staubige Haut und knüpfte es zu, während er ihr folgte.
Er fand Lilly im Wald auf einen kleinen Felsen sitzend. Sie saß mit dem Rücken zu ihm gekehrt und starrte starr zwischen die von Schatten verhangenen Bäume hindurch. Dicht hinter ihr blieb er stehen und fragte besorgt:“ Geht es Euch gut?“
Doch anstatt einer Antwort bekam MacDougen nur ein Kopfschütteln und er sah, dass ihre Schultern leicht bebten. Jetzt war er etwas hilflos und wollte eine Hand auf ihre Schulter legen, doch er zog sie wieder zurück. Er war es nicht gewohnt zu trösten. Die ganze Zeit konnte er es ignorieren, weil er beschäftigt war, doch nun …
„So etwas kennt Ihr nicht, habe ich recht?“
Und wieder nur ein stummes nicken.
„Gibt es in Eurer Zeit denn keinen Krieg?“
Da ertönte ein bitteres Lachen und Lilly zog nicht gerade damenhaft ihre Nase hoch.
„Ihr habt gar keine Ahnung was Krieg bedeutet“, murrte sie abfällig klingend:“ In meiner Zeit sterben tausende an einem Tag, auf verschiedenen Kontinenten zur gleichen Zeit … das ist Krieg … das ist Massenvernichtung.“
„Und in meiner Zeit verhungern sie, Frauen werden vergewaltigt, Kinder versklavt, Männer gefoltert, erhängt, gevierteilt und noch schlimmeres und das nur ihrer Herkunft wegen.“
Er klang etwas wütend, weil er das Gefühl hatte, dass sie das Leid seiner Welt zu einem nichts herunterstufte.
Auf einmal drehte sich Lilly ihm zu und er sah ihre verweinten Augen, doch ihre Stimme klang fest und gefasst, als sie ihm offenbarte:“ Und es wird nicht besser werden!“
Mit tief gerunzelter Stirn sah er sie forschend. Jetzt stand sie auf und ging langsam auf ihn zu.
„Unsere Welt wird größer werden, neue Welten werden entdeckt und die Habgier der Menschen steigt mit jedem eroberten Quadratmeter. Es wird globaler, brutaler und es wird kein Krieg mehr von Mann zu Mann. In meiner Zeit muss man seinem Gegner nicht mehr Aug in Aug gegenüber stehen. Es gibt Mittel und Wege auf einen Schlag tausende grausam zu töten und das ist es was der Mensch am besten kann … Töten.“
Jetzt stand sie vor ihm und sah ihm fest auf die Brust. Das Hemd schrie fast Mörder zu ihr und ohne darüber nach zu denken, legte sie eine Hand auf seine Brust, als könne sie somit das Rufen zum Schweigen bringen. Lilly spürte nicht, wie MacDougen den Atem anhielt und sagte:“ Ich kenne so etwas wie das dort, wir bekommen so etwas tag täglich zu Gesicht, doch ich stand dem Tot noch niemals Leibhaftig so dicht gegenüber.“
Er verstand sie kein bisschen. Wie bekam sie das immer zu sehen, aber stand ihm nicht gegenüber? Wie konnte das gehen? Das war doch unmöglich.
„Wie könnt ihr etwas sehen, ohne ihm gegenüber zu stehen?“
Wollte er skeptisch klingend wissen. Lilly sah noch immer nicht zu ihm auf, aber er konnte sehen, das sich ein weiches Lächeln auf ihrem Mund abbildete. Es war ihm, als würde sie mal wieder abwiegen, was sie ihm erzählen konnte und was nicht. Nach einem Augenblick meinte sie dann endlich zu ihm aufblickend:“ Es würde Euer Verständnis bei weitem überschreiten und ich wüsste ganz ehrlich auch nicht, wie ich es Euch erklären sollte.“
„Ihr haltet mich also für so einfältig?“
Seine Stimme klang weich. Fast schon zärtlich streichelte es ihr Gemüt und Lilly brauchte einige Sekunden bis sie ihm Antworten konnte, denn für den Bruchteil einer Sekunde war absolute Leere in ihrem Kopf.
„Nein, ganz bestimmt nicht“, sie bemerkte gar nicht wie er einen Arm um sie legte, währen sie versöhnlich klingend sprach:“ Nur es wird sich in den nächsten Jahrhunderten so viel ändern. So viele Dinge wird es geben, von denen Ihr keine Vorstellung habt, dass es überhaupt möglich wäre.“
„Gebt mir nur ein einziges Beispiel und ich werde schweigen … das verspreche ich Euch.“
Er konnte wieder sehen, wie sie darüber nach

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Kommentare

Ori schrieb am 2010-05-25 18:49:55:
HALLO HALLO HALLO????
Wo bist du??? Warum schreibst du nicht weiter??????
HALLO HALLO HALLO????
Lilly schrieb am 2010-03-13 17:02:13:
@Nessy:
Vielen lieben Dank für deinen netten Kommentar.
Ich versuche wirklich alles um es leserliche auf zu schreiben und ich freue mich immer wieder, wenn es jemanden gefällt, das motiviert ungemein.
Ja ja, meine Rechtschreibung, ist halt meine Schwäche und auch meine eigene Mauer, weshalb ich nichts veröffentliche. Ich habe zu sehr Angst vor einer negativen Zurückweisung und eigentlich bin ich so auch ganz zufrieden. Das hier ist ohne Zwang und Druck und ich kann mit Zeit lassen, was mit einem Säugling gerade auch sehr nötig ist.
Ich gehöre zu den Menschen, die unter Druck etwas Schaffen zu müssen, gar nichts Kreatives mehr auf die Reihe bekommen, so funktioniere ich einfach nicht. Und man sieht ja, wie schnell ein Buch immer dem anderen folgen muss, dass viele Bücher einfach dadurch grotten schlecht werden.

Liebe Grüße und ich hoffe das der Rest auch noch gefällt
Lilly
Nessi schrieb am 2010-03-05 20:34:10:
Oh man, ich liebe Deine Geschichten, die machen süchtig.
Ich finde auch,dass Du eine der Wenigen bist, die versuchen die damalige Zeit möglichst autentisch und realitätsnah zu zeigen und eben auch die grausamen Seiten nicht auslassen. Nicht wie es in manch anderen Geschichten passiert, die sich auf eine zu romantische Vorstellung der damaligen Zeit beschränken.
Ich finde, Du solltest Deine Geschichten mal versuchen an einen Verlag zu bringen - vom Inhalt her haben sie auf jeden Fall das Zeug, nur die Rechtschreibung und ggf. Grammatik müssten überarbeitet werden.

LG
MonaLisa schrieb am 2010-02-23 22:19:00:
WOW, kann ich da nur sagen, eine echt klasse Geschichte und ich hoffe, dass du sehr bald weiter schreibst.
LG
MONALISA
CoraLove schrieb am 2010-02-23 21:59:12:
Hallo liebe Lilly,
natürlich verzeihen wir dir, schließlich bist du jetzt ne frischgebackene Mama und da hat man halt nicht mehr so die Zeit.
Wir warten geduldig auf den nächsten Teil, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn dieser hier ist sehr vielversprechend :-)

LG
Cora
Moon Dancer schrieb am 2010-02-23 16:41:49:
echt hamm! mach weiter so=) find die geschichte sehr interessant
lg

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