Das Blut der Rose 19
von
Moonwish
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Sorry, dass hier jetzt "shopping" als Überschrift steht, obwohl die Mädchen nun wirklich nicht viel umhergelaufen sind, aber ich hasse Shopping und kann sowas echt nicht beschreiben^^
19. Shopping
"Ich bin hier das erste Mal und schon gefällt es mir!", schwärmte Lavender und hielt sich ein hellblaues Shirt an die Brust. "Steht es mir?"
"Und wie!" Auch Helen probierte ein Oberteil, das ihr allerdings keine Freude bereitete. Doch ließ sie sich dadurch nicht den Spaß verderben. Fast zwei Monate war sie nicht in einer Stadt gewesen. Heute würde ihr nichts den Tag vermiesen!
"Wir wollten uns doch eigentlich Kostüme suchen."
Drei gereizte Gesichter sahen zu Daphne. "Das wollen wir auch immer noch, aber lass uns doch den Spaß!"
Die Schwarzhaarige seufzte übertrieben und sah sich notgedrungen nach Hosen um. Ihre Jeans war vor Kurzem gerissen.
Auch Annabella war dabei, obwohl sie eigentlich keinen Grund dazu hatte, da sie sowieso die Ferien über zu Hause war. Trotzdem wollte sie den Tag nicht alleine im Klassenschlafzimmer verbringen. "Meinst du, die Jacke steht mir?", fragte sie leise, damit nur Mary es hören konnte und legte sich das Kleidungsstück an ihren Körper.
"Ich finde schon, aber eine hellere Farbe passt besser." Zielsicher griff das Mädchen in den Ständer und hielt kurz danach eine graue Fliesjacke in den Händen. "Schwarz lässt dich so düster aussehen."
Anna nickte zustimmend, nahm mit einem "Danke!" das Oberteil und verschwand in einer der vielen Umkleidekabinen des Ladens.
'Und ich brauche dringend ein neues Shirt.', dachte die Braunhaarige, während sie sich auf den Weg zu den hinteren Ständern machte, bei denen sie ein spitzenbesetztes Top gesehen hatte. Vielleicht würde sie es ja auch kaufen.
Nachdenklich fischte sie es heraus und betrachtete Form und Farbe, das sie stark an die Gothic-Szene erinnerte. Besonders die feine schwarze Spitze... Allerdings beschäftigte sie dieses Thema nur so lange, bis sie sich ungewollt an das Gespräch im Wald erinnerte.
Laut Eleonora konnte sie, ihr Bruder und Romeo Gedanken lesen. Hieß das, dass diese drei von einer bestimmten Rasse abstammten? Welche Rasse hatte ihre Freundin eigentlich gemeint? Da gab es Chinesen, Europäer und Dunkelhäutige, Indianer und Eskimos. Doch ging das Ganze in die falsche Richtung. Sicherlich hatte Eleonora etwas Anderes gemeint. Welche Rassen gab es denn noch? Sie kannte viele Nationalitäten, aber das war bestimmt der falsche Ansatz. Vielleicht ging es um eine Art, die zu Zeiten des Rokoko gelebt hatte? Schließlich stammten die drei auch daher. Wenn dem der Fall war, müsste Lilith doch eigentlich ebenfalls Gedanken lesen können und sie wiederum auch. Einen Versuch war es wert.
Heimlich sah Mary in Richtung der Verkäuferin und lauschte... und lauschte... und hörte nichts. Empört über ihre Naivität wandte sie ihren Blick ab. Wie konnte sie glauben, so etwas zu können?
'Wenn sie hören können, was ich denke, will ich es auch!'
Plötzlich schlug die Erkenntnis in ihr ein.
Was hatten die drei gehört? Hatte sie in deren Gegenwart jemals etwas Peinliches gedacht? Etwas, das nie jemand hätte wissen sollen? Ein unangenehmes Gefühl stieg in ihr auf als sie an den Probentanz dachte. Er hatte alles verstanden, alles gewusst, was in ihr vorgegangen war. Seine allzu passenden Reaktionen, wie das sanfte Streichen über ihren Handrücken, machten nun einen Sinn. Er hatte sie nur ablenken wollen als sie traurig geworden war! Doch was hatte er selbst dabei gedacht? Was hatte Eleonora so erbost?
Dann fiel es ihr endlich wie Schuppen von den Augen: Ihre Freundin hasste es, wenn Romeo in ihrer Nähe war. Sicherlich hatte sie seine Gedanken gehört, die Unerlaubtes enthielten.
Schamesröte färbte ihre Wangen. Er l...
"Was stehst du denn da so rum, Mary? Willst du das Shirt oder nicht? Wir müssen weiter, sonst verpassen wir am Ende noch den Bus.", holte Helen sie ins Hier und Jetzt zurück.
"Oh... Ähm... Ja, ich komme gleich." Schnell zahlte das Mädchen und folgte ihrer Gruppe in ein Geschäft für Kostümverleih.
"Hier ist es aber voll!", platzte es aus Lavender hervor als sie den zugestopften Laden erblickte, der in verschiedene Anlässe aufgeteilt war.
Der linke Teil, dessen Wand etwa fünf Meter lang war, diente als Raum für Kinderkostüme von A bis Z. Die hinteren Ständer hielten Kostüme für Feste wie Weihnachten und Halloween. Die Wand rechts war geteilt und vollgestellt mit Kleidern, die Mary nicht zuordnen konnte. In der Mitte führte ein kleiner Gang in die Umkleidekabinen, direkt davor die Klasse, an der ein Mann und eine Frau standen. Der ganze Laden war schwarz gestrichen worden, was die Vorliebe der Beiden verdeutlichte.
"Kann ich Ihnen helfen?", wollte der Mann wissen, dessen Haar in kinnlangen schwarzen Strähnen herabfiel. Bestimmt war er Mitte vierzig, doch durch seine dunkle Kleidung und der Schminke sah er jünger aus.
"Ja, gerne.", meldete sich Daphne zu Wort, die allein schon wegen ihrer düsteren Ausstrahlung hier hereinpasste. "Wir suchen Kostüme für Halloween. Haben sie viel..."
"Mary?", flüsterte Annabella plötzlich und stellte sich unbemerkt neben die Angesprochene. Sie blickte zu Boden, doch sah man deutlich die vor Angst geweiteten Augen. "Die Frau sieht mich so seltsam an."
Alarmiert musterte Mary die Kassiererin, die dastand als würde sie einen Geist sehen. Ihr Mund stand offen, der Körper reglos.
"Elvira!"
Endlich war sie wieder bei sich, riss eine Geldrolle auf und schüttete die Münzen in die Kasse. Die Kiefer angespannt.
"Das ist meine Tochter. Entschuldigt ihr Glotzen, sie ist neu hier." Dann führte er die Gruppe zu den hintersten Kleidern, über denen "Horror" stand. "Hier ist unsere Gruselecke.", verkündete er, wobei er das letzte Wort mit einem Lächeln aussprach. "Wenn ihr Hilfe braucht, sagt Bescheid."
Daphne nickte und suchte auch gleich nach etwas Passendem, ebenso Helen und Lavender.
"Mach dir nichts draus. Sie ist neu."
Anna nickte, blieb die ganze Suche lang aber dicht neben Mary. Die blutrothaarige Kassiererin hatte sie mehr als erschreckt.
Am Ende hatte jedes der Mädchen, die hier blieben, das passende Kostüm gefunden. Helen ging als Kräuterhexe, Lavender als Zombiefrau und Daphne als gefallener Engel mit schwarzen Miniaturflügeln. Mary hatte sich entschieden als untote Braut auf das Fest zu gehen und dem entsprechend sah auch ihr Kleid aus: Es war gelblich grau verfärbt, sodass nur noch ganz wenig Weiß zu sehen war. Der Rock war zerrissen und mit Fake-Dreck beschmutzt. Im Oberteil prangte ein Loch, genauso im zerschlissenen Schleier. Der Baumwollblumenstrauß war so bemalt worden, dass er verwelkt aussah. Schuhe gab es glücklicherweise auch, doch waren sie ihr ein wenig zu groß. Egal. Das konnte sie mit Ausstopfen der Spitzen regeln.
"Fünf Euro, bitte."
Schnell zahlte Daphne und tauschte dabei einen vieldeutigen Blick mit Elvira. Die nickte verschüchtert und legte den Schein in die Kasse. Daphne
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Kommentare
jenny schrieb am 2008-09-11 21:46:23:
mehr mehr mehr bitte!!!!!!!!!!!!!!!!!:)
TJ Omar schrieb am 2008-09-09 20:53:48:
Schreib weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Du bist gut, Madam. Du hast es drauf.
MfG TJ Omar
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