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Kategorien > Fantasy > Vampire

Das Blut der Rose 8

von Moonwish

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Vorwort: Das ist die verbesserte Version und ich hoffe, sie gefällt euch wirklich besser. Ich wäre euch sehr dankbar für viele Kommentare, da ich gerade in Selbstzweifeln stecke.




8. Träume

Marys Herz drohte vor seinen Augen zu platzen.
Warum sah er sie bloß so an? Hatte sie etwas falsch gemacht?
Dieser sie durchdringende Blick irritierte sie, machte ihr beinahe Angst.
Was sollte sie nun tun?
Romeo stand einfach nur da und betrachtete sie, so, als wüsste er etwas und würde nach einer Bestätigung suchen. Kein Atemzug schien seine Lungen füllen zu wollen und kein einziges Wort traute sich über seine erblassten Lippen.
Was hatte er bloß? War es ihm so unangenehm, dass sie hier gewesen war?
Das Herz der jungen Frau wollte sich gar nicht mehr beruhigen. Wie gebannt stand sie vor ihm uns starrte in seine nebelgrauen Augen. Fast glaubte Mary, sich darin zu sehen, doch sah sie anders aus. Schöner, eleganter und graziler. Aber das war doch unmöglich!
Ungewollt gaben ihre Kniee nach und beinahe wäre sie gestürzt, hätte Romeo sie nicht aufgefangen.
"Du solltest... nun wirklich ins Bett, Mary.", sagte er auf eine Art, die Beamte oft nutzten.
Mary nickte nur und versuchte die Röte, die in ihr Gesicht schoss, mit aller Macht zu unterdrücken. "Danke.", murmelte sie beschämt und wandte sich zum Gehen um. Ihr Puls raste und ihr Gesicht gewann gegen ihren Willen immer mehr an Farbe. Bevor sie allerdings den Weg Richtung Krankenzimmer einschlagen konnte, hielt er sie mit einer sanften Berührung an der Schulter zurück.
"Ich begleite dich.", meinte er in einem seltsam unterwürfigen Ton, während er die Tür hinter sich schloss.

Den ganzen Weg zurück sprach niemand ein Wort.
Zum Glück war es relativ dunkel, sodass Romeo ihr Gesicht nicht sehen konnte, das womöglich all ihre Gedanken verraten hätte:
Warum hatte er sie so angesehen? Hatte sie ihn vielleicht bei irgendetwas gestört? Wollte er nichts mehr mit ihr zu tun haben? Aber... Wieso klang er so unterwürfig? Hatte er plötzlich Schuldgefühle? Das war doch purer Schwachsinn! War ihm vielleicht erst jetzt aufgefallen, wie hässlich sie war? In seinen Augen, wenn sie es sich nicht eingebildet hatte, war sie aber überhaupt nicht hässlich. Zumindest für sie selbst nicht.
Und was hatte Collin mit Löwe und Antilope gemeint? Dachte er etwa, sie aß keine Schokolade? Oder war in ihr etwas enthalten, dass ihr nicht schmecken könnte?
Die Antworten auf ihre Fragen würde sie jetzt wohl noch nicht bekommen und danach zu fragen traute sie sich nicht. Zumindest nicht nachdem, was eben passiert war.
Eilig folgte Mary ihrem Retter die Rosentreppen hinauf, wobei sie sorgsam darauf achtete, nicht zu stolpern. Die Wanderung hatte sie mehr als erschöpft. Nur zu deutlich nahm das Mädchen wahr, wie er immer wieder nach ihr sah. Wahrscheinlich wollte er sichergehen, dass die auch folgte. Oder aber...
"Wir sind gleich da.", meinte Romeo plötzlich und beschleunigte seinen Schritt.
Mary tat es ihm gleich und in wenigen Sekunden stand sie vor der Krankenzimmertür.
Sollte sie einfach reingehen? Das wäre doch unhöflich!
"Romeo?", begann sie zaghaft und zwang sich, ihm dabei in die Augen zu sehen. "Es tut mir leid... Ich wollte dich nicht stören, sondern mich bedanken. "Es tut mir leid... Ich wollte dich nicht stören, sondern mich bedanken. Ich wollte keine weiteren Umstände machen."
"Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Es war mir..." Er unterbrach den Satz als fürchte er, etwas Geheimes zu verraten. Sanft schob er sie ins Zimmer und verschwand, noch ehe sie etwas sagen konnte.
Eine seltsame Woge aus Ablehnung und Verwirrung durchströmte die junge Frau.
Was hatte er bloß?
Vollkommen durcheinander schloss sie die Tür und zog sich um. Durch die Gedanken, die wie lebendig in ihrem Kopf umherschwirrten, bekam sie nicht mit, wie sie sich wusch und die Haare kämmte. Erst als sie im Bett lag, kam sie wieder zu sich.
'Erst wirkt er unnahbar und böse, dann beinahe freundlich und zum Schluss verhält er sich wie ein Diener oder sonst was. Was soll ich davon halten?', dachte sie völlig verunsichert, während sie den Lichtschalter an der Wand neben ihrem Bett ausknipste.
Momentan wurde es dunkel. Nur das winzige Licht der Sterne warf hier und da einen blassen Fleck auf das Fenster.
Müde schloss Mary die Augen. Das leise Rauschen des Windes trug allmählig ihr Bewusstsein davon, hin zu einem merkwürdigen Traum:
Es war neblig und düster und der Wind wehte, wobei er die letzten verwelkten Blätter der Bäume von den Ästen riss. Eine Frau lag in einem Zimmer in den Wehen. Es war warm hier drinnen und Kerzen sorgten für gedämpftes Licht. Viele Frauen standen um die Gebärende herum und versuchten ihr mit Worten Mut und Kraft zuzusprechen. Eine alte Hebamme kniete zwischen ihren Beinen und wartete auf das Kind.
Plötzlich war Mary von Dunkelheit umgeben, die sie einengte. Ihr Kopf wurde stark zusammengedrückt und doch erstickte sie nicht. Trotzdem fürchtete sie sich und wünschte, endlich aufzuwachen. Ein gequälter Schrei ließ sie zusammenzucken.
Wieder änderte sich die Perspektive und Mary sah das Kind, wie es aus der Mutter kam und von der Hebamme in Empfang genommen wurde.
Es war ein hübsches hellhäutiges Mädchen mit rosigen Wangen und einer dünnen Statur. Vollkommen hilflos lag es in den Armen der Alten, die es gründlich untersuchte und mit einem leichten Klaps auf den Po zum Schreien und damit auch zum Atmen brachte.
Die Mutter der Kleinen sackte kraftlos in die Kissen, lächelte aber als sie ihr Töchterchen in die Arme nahm.
Das letzte Bild war das Gesicht des Babys, dass mit bereits smaragdgrünen Augen direkt in die von Mary blickte.

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Kommentare

TJ Omar schrieb am 2008-07-11 16:31:13:
Die Geschichte ist wirklich gut geworden. Ich versteh nicht, wieso du selbstzweifel hast. Schreib weiter und ich werde es auch lesen

MfG TJ Omar
hannah-victoria schrieb am 2008-07-06 13:02:12:
ui.....schreibt ruihg weiter is echt schön geschrieben du kannst dat echt gut......also kene selbstzweifel bitte
haha liebe grüße hannah

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