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Kategorien > Fantasy > Vampire

Das Blut der Rose 8 / 9

von Moonwish

1

(Vorwort: Es tut mir leid, dass Kapitel 8 und 9 so (kürzer als) kurz werden, aber ich hatte eine mords Schreibblockade und viele Blätter sind geflogen, ehe ich halbwegs zufrieden war. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse. Kommentare herzlichst erwünscht!)


8. Verwirrend...


Marys Herz drohte vor seinen Augen zu platzen.
Warum sah er sie bloß so an? Hatte sie etwas falsch gemacht?
Romeo stand einfach nur da und betrachtete sie von allen Seiten.
Kein Atemzug schien seine Lungen füllen zu wollen und kein Wort traute sich über seine erblassten Lippen.
Was hatte er bloß?
Das Herz der jungen Frau wollte sich gar nicht mehr beruhigen. Wie gebannt stand sie vor ihm und starrte in seine nebelgrauen Augen.
So ein intensiver Blick!
Ungewollt gaben ihre Kniee nach und beinahe wäre sie gestürzt, hätte sie sich nicht am Türrahmen festgehalten.

Den ganzen Weg zurück sprach keiner der beiden ein Wort.
Zum Glück war es dunkel, sodass Romeo ihr Gesicht nicht sehen konnte, das womöglich all ihre Gedanken verraten hätte.
Warum hatte er sie so seltsam angesehen?
Noch immer hatte sie keine Antwort darauf.
Eilig folgte sie ihm die Rosentreppen hinauf, wobei sie sorgsam darauf achtete, nicht zu stolpern. Die Wanderung hatte sie mehr als erschöpft.
"Wir sind gleich da.", meinte Romeo plötzlich und beschleunigte seinen Schritt.
Das Mädchen tat es ihm gleich und in wenigen Sekunden stand sie vor der Krankenzimmertür. Doch ehe sie hineinging, wollte sie sich nochmal entschuldigen. "Romeo?", begann sie zögernd und zwang sich, ihm in die Augen zu sehen. "Es tut mir leid... Ich wollte dich nicht stören."
"Schon gut.", meinte er nur. "Geh jetzt schlafen."
Eine seltsame Woge aus Ablehnung und Verwirrung durchströmte die junge Frau. War er doch böse auf sie?
Verunsichert trat sie an ihm vorbei, hinein in den Raum, in dem sie die letzten Tage verbracht hatte. Als sie sich umdrehte, war Romeo bereits verschwunden.




9. Eine neue Annabella?


Zwei Monate waren bereits nach dem Angriff vergangen und so einiges hatte sich geändert.
Der Herbst hatte sich auf dem Anwesen niedergelassen und die Bäume in seinen Farben erstrahlen lassen. Unzählige Blätter wirbelten angetrieben vom kühlen Wind über die Wege und verstopften beinahe alle Abflüsse, die den unaufhörlichen Regen auffangen sollten.
Viele Vögel waren in den Süden verschwunden und nur hin und wieder sah man eine Amsel nach einem Wurm suchen.
Die Rosen in den großen Vasen des Gartens und auch die an den Innenwänden des Schlosses waren verwelkt und zu Hagebutten geworden.
Auch die Bewohner der Akademy hatten sich verändert.
Annabella beispielsweise suchte mit immer stärker werdendem Ehrgeiz den Kontakt zu ihren Klassenkameradinnen. Daphne war ganz ruhig geworden und sprach mit kaum jemandem mehr ein Wort. Die sonst so fröhliche Eleonora saß fast jeden Abend in der Bücherei und studierte ihrer Aussage nach die Geschichte des Schlosses. Romeo war kaum mehr zu sehen. An jedem freien Tag war er in der Stadt. Einzig Mary war die Alte geblieben.
Die Proben zu Eleonoras Stück hatten sich inzwischen gehäuft, sodass der erste Part bereits saß und der zweite begann.
An den dritten wollte Mary noch gar nicht denken.
Halbherzig folgte sie den Erklärungen ihres Mathelehrers, während sich ihre Gedanken um ihre Familie drehten. In den Ferien würde sie sie besuchen und ihr immer stärker werdendes Heimweh zu mildern.
Leider musste sie noch ein paar Wochen warten.
"Hierbei müsst ihr auf die Wurzel achten...", hörte sie nebenbei Mr Bridge sagen.
Er war Lavenders Lieblingslehrer und hatte allein schon durch das ihre Note verbessert.
"Auf diesen Blättern stehen eure Hausaufgaben. Auf wiedersehen."
Die Klingel ertönte keine Sekunde zu früh und entließ die Schüler endlich in die Mittagspause.
Schnell stürmten die Jungs in den Hof, um Fußball zu spielen. Die Mädchen hingegen traten eher langsam auf den Lehrerpult zu, nahmen sich je ein Blatt und gingen danach hinaus. Rennen konnten sie sowieso nicht, da die Sommeruniform durch die Wintergarderobe gewechselt wurde.
Jede Schülerin trug nun einen abstehenden knöchellangen Rock, der beinahe genauso aussah, wie der vorrige. Das weiße Hemd wurde durch einen Rollkragenpullover ersetzt, der durch einen wunderschönen Mantel verdeckt wurde. Das einzige, was daran störte, war, dass man darin nur kleine Schritte machen konnte.
So schnell es ging eilte Mary in den Esssaal und stellte sich an die glücklicherweise kurze Schlange an. Heute gab es Suppe, von der jeder behauptete, sie sei köstlich. Warum nicht auch einmal probieren?
"Hallo, Mary!", grüßte Annabella freundlich und stellte sich hinter das Mädchen. "Wie geht's?"
Ein wenig genervt wandte sie sich der Blonden zu. "Ganz gut und dir?"
"Mir auch. Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht irgendwann einmal Lust hättest, mit mir in die Stadt zu gehen?"
Was sollte das jetzt?
"Wieso?"
Ein verunsicherter Ausdruck erschien auf Annabellas Gesicht. "Ich... habe gedacht... dass du vielleicht Interesse hättest."
Mary musste zugeben, dass Annabella eingebildet war und sich durch den Stadtbummel eventuell eine neue Freundschaft erhoffte, aber was war dagegen einzuwenden? Sie hatte die Möglichkeit, ein paar neue Klamotten zu kaufen und vielleicht auch eine neue CD oder Hefte. Das Geld, das sie monatlich von ihrem Eltern überweißt bekam, würde schon dafür reichen.
"Natürlich habe ich Interesse. Wann?", gab Mary zurück und rückte auf den "Natürlich habe ich Interesse. Wann?", gab Mary zurück und rückte auf den freien Platz vor ihr.
"Samstag?"
"Treffen wir uns um zwölf beim Haupttor?"
Die Blonde nickte eifrig und lächelte glücklich.
Automatisch lächelte auch Mary und ließ sich von der Köchin die Suppe einfüllen. Noch ehe sie sich umdrehen konnte, wurde sie auch schon gerufen.
"Hier ist noch Platz frei, Mary!", verkündete Helen lautstark und klopfte auf den Stuhl neben ihr.
"Ich komme!" Vorsichtig, um ja nichts zu verschütten, setzte sie sich neben ihre Freundin.
"Hat sie dich also auch schon bequasselt?", fragte Helen gutmütigt. "Sie tut mir leid. Ihre beste Freundin hat ihr die Freundschaft gekündigt."
"Da hat sie selbst Schuld.", meinte Lavender, die gerade dazukam. "Wenn man so egoistisch ist, kann sowas nicht lange gut gehen."
Helen zuckte nur die Schultern. "Trotzdem."
"Sie hat mich gerade zu einer Shoppingtour eingeladen.", lenkte Mary ein und begann ihre Suppe zu löffeln. "Am Samstag."
"Du hast doch nicht etwa zugesagt?"
"Doch. Ich brauche neue Kleider und sie wirkte ganz nett."
Vielleicht würde sich das Fäulein doch noch zum Besseren ändern?

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Kommentare

hannah-victoria schrieb am 2008-06-11 19:08:31:
haii na du...is echt ziemlch kurz aber ich bin dir net böse....^.-
schnell weiter schreiben is echt spannend und voll süß......^.^
ganz ganz lieb grüße hannah-victoria

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