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Kategorien > Drama > drama

Das Cello (Teil 3)

von Black-Lady

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Claire war noch nicht ganz wach. Um sie herum sah alles verschwommen und dunkel aus. Langsam sah sie immer schärfer. Sie erkannte nun, dass sie auf dem Boden eines kleinen Raumes lag. Kalte Wände und keine Fenster. Nur eine graue, harte Eisentür. Sie versuchte sich umzudrehen, doch sie konnte nur ihren Kopf etwas zur Seite neigen. Plötzlich spürte sie Schmerzen am ganzen Körper. Ein pulsierender Schmerz am Kopf, ein stechender Schmerz an den Handgelenken und an den Füßen. Sie war gefesselt. Claire bekam Angst versuchte sich irgendwie zu befreien, doch je mehr sie sich gegen die Fesseln wehrte desto mehr schmerzte es. Nach ein paar verzweifelten Versuchen, gab sie es unter Schmerzen auf und begann zu weinen und um Hilfe zu schreien. Doch nichts geschah. Niemand kam um ihr zu helfen, niemand lies Licht in ihr Gefängnis fallen.
Es vergangen Stunden, vielleicht Tage. Claire war eingeschlafen, sie wusste nicht wie viel Uhr es war, ob Tag oder Nacht. Nichts. Sie wurde von einem Geräusch geweckt. Sie öffnete die Augen ganz weit, denn das Geräusch schien von außen zu kommen. Es klang dumpf, aber sie erkannte es. Sanfte, weiche, durchdringende Töne. Bach gespielt auf einem Cello.
Wer spielt dort draußen?
Wo bin ich?
Warum bin ich gefesselt?
„HALLO?! IST DA JEMAND???“ rief Claire. „Hallo…“ ihre Stimme wurde leiser als sie keine Antwort bekam.
Plötzlich *klack* und die Tür öffnete sich ganz langsam.
Eine maskierte Gestalt im Umhang betrat den kleinen Raum, und lies einen ganzen Haufen Licht und Musik mit hinein. Claire war geblendet und betäubt von der lauten Musik und dem Licht. Der Maskierte trat näher, doch die gefesselte Claire konnte immer noch nur seine Umrisse erkennen.
„Was soll das?! Wer sind sie? Lassen sie mich sofort los!“ forderte Claire. Doch der Maskierte schwieg und blieb einfach neben ihr stehen und schaute sie mit gesenktem Kopf an. Dann beugte er sich plötzlich runter und löste Claires fesseln während er ruhig sagte: „Entschuldige, dass ich dich überfallen und gefesselt habe, aber das musste sein. Anders ging es leider nicht. Ich löse jetzt deine Fesseln aber du musst mir bitte versprechen nicht wegzulaufen, auch wenn das unsinnig klingt, Claire.“ In diesem Moment hörte plötzlich die Musik auf.
Claire konnte für einen kurzen Moment nichts sagen, sie begriff nicht was passiert war, wo sie sich befand und vor allem, wer der Mann war, der sie erst gewaltsam entführt und in einem Kellerloch eingesperrt hatte und sie nun losband!
Als der Mann Claire vollständig befreit hatte setzte sie sich auf und lehnte sich ganz ruhig an die Wand. Sie verstand nicht, warum sie nicht aufgeregt und panisch war. Sie verstand nicht wieso.
„Hast du Hunger?“ fragte der Maskierte.
Claires Augen hatten sich an die Helligkeit gewöhnt. Sie sah nun mehr als nur Umrisse und
erkannte die Maske des Mannes nun genauer. Sie war weiß, aus Plastik und bedeckte nur Augen Stirn und Nase, der Mund war frei.
„Woher kennst du meinen Namen?“ fragte Claire mit einer leisen angerauten Stimme.
„Wenn du Hunger hast, da links um die Ecke ist eine kleine Kochecke, ich habe Spiegelei für dich gemacht“ sagte er und lächelte freundlich, den gehobenen Mundwinkeln nach zu urteilen. Doch Claire blieb stur sitzen. Sie wusste nicht was sie nun tun sollte, sie schwankte zwischen Vertrauen und Panik, sie war verängstigt, beruhigt, voller Hoffnung und hoffnungslos. Der Mann ging Richtung Tür, es sah so aus als wollte er gehen, doch er blieb in der Tür mit dem Rücken zu Claire stehen. Nun war nichts mehr zu hören. Es war völlig still. Claire war erschöpft. Sie spürte ein Kitzeln in ihrer Nase, dann bemerkte sie eine angenehme Nässe in ihren Augen und eine heiße Träne lief ihr über die rechte Wange. Bis nach unten zu ihrem Kinn, wo sie sich in den Abgrund stürzte.
„Nicht weinen Claire, es wird alles wieder gut.“

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Kommentare

Maddie schrieb am 2008-01-10 19:42:12:
Super Geschichte!!! Will den nächsten Teil! Total spannend! Klasse

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