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Kategorien > Krimi > Thriller

Das Geheimnis (2)

von Elbenfreundin

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Die Türklingel riss ihn aus seinen Gedanken. Er ging runter und öffnete John die Tür. „Bist du fertig?“ „Ja. Lass uns fahren.“ „Wo willst du hin?“, fragte die Stimme seiner Mutter aus der Küche. „Ich muss weg, Mum! Es ist wichtig!“ „Na gut, aber komm nicht zu spät nach Hause.“ Dann ging die Tür zu und John und Karlos waren auf den Weg ins Präsidium. Dort angekommen, wurde ihnen mitgeteilt, dass der Verdächtige gestanden hatte. „Was? Das kann doch nicht wahr sein! Und was soll ich jetzt machen?“ „Wir würden uns über ein bisschen Unterstützung freuen, Karlos!“, sagte Felix, der einer der besten Ermittler in der Organisation war. „Gern! Worum geht es?“, fragte Karlos, froh eine neue Aufgabe zu haben. „Ein Mord an einer Frau in ihrer Wohnung. Das Herz wurde entfernt, sie wurde aber zugenäht. Da sonst keine Verletzung an ihr gefunden wurde, glauben wir, dass sie erstochen wurde und zwar mitten ins Herz“, antwortete Felix. „Hatte sie einen Freund oder Ehemann?“, fragte Karlos gelangweilt. „Einen Freund, aber der hatte, unseres Wissens nach, nicht die Kenntnisse, das Herz so sorgfältig zu entfernen.“ „Ist der Tatort noch versiegelt?“, fragte Karlos, denn wenn der Freund ausschied, wurde der Fall interessant. „Ja. Willst du hin?“ „Natürlich.“ „Gut, ich hol den Wagen“, sagte John und stand auf. „Aber dann musst du alleine mit Karlos fahren, denn du, Felix, musst zu einem anderen Einsatzort und zwar schnell!“, sagte Karl. „Tja, der Boss hat gesprochen“, meinte Felix, zuckte mit den Achseln und ging zum Ausgang. „Dann eben nur wir zwei. Auch gut! Kommst du denn gleich mit zum Wagen?“ „Ja.“ Fünf Minuten später waren sie im Wagen und fuhren zu der Wohnung der Frau. Ihr Name war Ida Stein und sie lebte allein. Mit ihrem Freund war sie vier Jahre zusammen und hatte ihn wirklich geliebt. In ihrer Wohnung herrschte das blanke Chaos, es sah aus, als hätte jemand seine Wut an der Einrichtung ausgelassen. „Wo wurde sie ermordet, John?“ „Im Schlafzimmer. Neben ihr wurden einige Fesselspielzeuge und ähnliches gefunden, aber es war vollkommen zerstört.“ „Hm. Das ist seltsam.“ „Was ist seltsam?“ „Na ja, die ganze Wohnung ist total verwüstet worden, jedes Zimmer, sogar das Bad, aber hier im Schlafzimmer ist die einzige Zerstörung die der Fesselspielzeuge und der Rest ist ganz sauber und ordentlich. Selbst das Bett ist ordentlich gemacht. Hatte sie Betäubungsmittel im Blut?“ „Warte, ... nein hatte sie nicht.“ „Dann hat er sie in einem anderen Zimmer getötet, hierher gebracht und ihr dann hier das Herz entfernt.“ „Schön. Könnten wir denn jetzt gehen, mir wird nämlich etwas schlecht.“ „Ja, wir können fahren, aber wenn dir davon schon schlecht wird, solltest du nicht in der Organisation sein“, lachte Karlos. Dann fuhren sie zurück ins Präsidium, wo sie wieder auf Felix trafen. „Na, ist dein anderer Mord etwas einfacher?“, fragte John spöttisch. „Nein, leider nicht, mein Kleiner! Das war ein absolut bestialischer Mord und obwohl die Überreste offen dalagen, will keiner gesehen haben, wie sie dahin gekommen sind“, beschwerte sich Felix. „Darf ich mal sehen?“ „Natürlich, Karlos, vielleicht fällt dir ja was dazu ein.“ Er gab Karlos seine Notizen und wartete ab, was er dazu sagen wird. „Das war derselbe Täter, Felix! Er hat zwar nicht auf die gleiche Art getötet, aber es war der Gleiche, eindeutig!“, sagte Karlos entschieden. „Und da bist du dir sicher?“, fragte Felix ungläubig nach, obwohl er wusste, dass Karlos Recht hatte, er hatte immer Recht. „Natürlich bin ich mir sicher. Nachdem was du aufgeschrieben hast, ist der Mord zwar mehr als grausam, aber sehr sauber und präzise. Das ist wie mit dem Mord an der jungen Frau. Ich würde mir gerne den Tatort ansehen.“ „Wir auch! Die Überreste von dem Opfer wurden in dem kleinen Park hier um die Ecke gefunden, aber da war nur eine kleine Blutlache unter dem Sack, wo sie drin waren.“ „Tja, dann gibt es für mich nichts mehr zu tun“, meinte Karlos und stand auf. „Gut, dann fahre ich dich nach Hause“, antwortete John und stand ebenfalls auf. „Dann bis zum nächsten Mal!“, sagte Felix.
Die Fahrt im Auto war relativ still und keiner der beiden hatte große Lust dazu, das zu ändern, doch kurz bevor Karlos ausstieg, bat er John noch, ihn auf dem Laufenden zu halten wegen dem Fall. Er versprach es und fuhr los. Wieder in seinem Zimmer, hatte Karlos keine große Lust, sich auf den morgigen Unterricht vorzubereiten und machte stattdessen Fernseher an. Dort sah er die Bestätigung, dass die Morde an Ida Stein und der Leiche im Park von ein und der selben Person ermordet worden war. „Die Polizei hüllt sich in Schweigen, doch wir bekamen Mitteilung vom Mörder selbst, der darauf besteht, dass wir über seine Taten berichten“, sagte die Nachrichtensprecherin, „Dieses Geständnis schickte uns der Mörder, neben anderen Beweisen seiner Tat: Ich habe die Geliebte meines Freundes, Ida Stein, getötet.“ „Verdammt! Das ist nicht nur so 'n Psychopath erster Klasse, sondern der ist auch noch mediengeil!“ Sein Handy vibrierte wieder und dieses Mal ging er gleich ran. „Was gibt's?“, schrie er ins Handy. „Du hast es also auch schon gehört?“, fragte John. „Ja, natürlich! Jetzt wird die ganze Stadt in Panik verfallen.“ „Ja und darum müssen wir den Mörder so schnell wie möglich finden.“ „Ich weiß! Pass auf, ich komme morgen gleich nach der Schule zu euch und ihr müsst bis dahin alles zusammentragen, was für uns relevant sein könnte.“ „Klar! Also dann, bis morgen.“
In der Schule konnte er sich kaum konzentrieren, weil er nur an den Mordfall dachte. Als die Lehrer ihn ansprachen, wusste er nie worüber sie gerade gesprochen hatten, was aber nicht das erste Mal war, denn genau solche Situationen waren der Grund dafür, dass er sitzengeblieben war. Als die letzte Stunde zu Ende war stürzte er aus dem Raum, um den Mädchen aus dem Weg zu gehen, die wieder auf ihn zu kamen. „Was hat er bloß?“, fragte Kathrin. „Keine Ahnung!“, antwortete Lisa. Karlos stürzte weiter in Richtung Straßenbahn, um so schnell wie möglich ins Präsidium zu kommen. Während der Fahrt betete er regelrecht, dass die Anderen etwas herausgefunden hatten, was sie weiter brächte. Im Präsidium wurde er schon sehnsüchtig erwartet. „Was gibt es neues?“, war seine erste Frage. „Der Mann hieß Carlos Müller und war ein einfacher Beamter und es scheint auch keine Verbindung zwischen den beiden gegeben zu haben. Er ist 20 Jahre älter sie und es gibt keine offensichtlichen Schnittstellen. Vorstrafen hatte keine der beiden. Sie hatte Medizin studiert und er arbeitete auf den Arbeitsamt“, antwortete John prompt. „Tiefer graben! Es muss eine Verbindung zwischen ihnen geben! Wie sieht es mit den Spuren aus, Felix?“, sagte Karlos, als würde ihm die Abteilung gehören. „Keine verwertbaren Spuren, aber dafür haben wir den wirklichen Beweis, dass es derselbe war! Beide hatten diese Zettel in den Taschen.“ „Was? Der Müller hatte noch Sachen an? Der wurde doch zerstückelt!“, fragte Karlos etwas verwirrt. „Wurde er auch, aber in seinen Sachen.“

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