Das Geheimnis von Black Castle 1
von
Diamantencop
Prolog: Die Heimkehr
Viele Jahre war ich, Gordon Smith, nicht mehr auf Black Castle gewesen. Ich hatte sie nicht gezählt, denn ich wollte verdrängen. Zu sehr hatte Black Castle mein Schicksal beeinflusst und mir das Liebste genommen, was ich im Leben hatte. Nun war ich wieder hier und lag mit geschlossenen Augen in meinem Bett. Immer wieder hatte ich die Bilder von Elaines Tod vor Augen. Ihre Todesschreie, als sie bei lebendigem Leibe in den Flammen umkam. Das Feuer war im alten Teil des Schlosses ausgebrochen. Ich wusste bis heute nicht, was Elaine dort getrieben hatte. Die Umstände ihres Todes wurden nie geklärt. Auch ich wäre beinah in den Flammen umgekommen, als ich versuchte sie zu retten. Ich wäre garantiert in mein Unglück gerannt, hätte mich Onkel William nicht zurückgehalten. Für Elaine kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die ganzen vergangenen Jahre, gab ich William die Schuld an dem Tod meiner geliebten Frau, doch je mehr Zeit verstrich, wurde mir klar, dass auch ich sie nicht hätte retten können. Aber ich war zu feige, auf Black Castle zurückzukehren. Ich konnte meiner Familie nicht mehr in die Augen sehen. Zu viele Vorwürfe hatte ich ihnen gemacht.
Dann erreichte mich die Nachricht, dass Onkel William gestorben war. Es war kein natürlicher Tod, denn wie ich wenig später bei meiner Ankunft auf Black Castle erfuhr, hatte er Selbstmord begangen und sich aus dem alten Turm gestürzt, in dem sich sein Arbeitszimmer befand. Der Grund für seine Tat war uns ein Rätsel, denn man fand keinen Abschiedbrief und wie ich von Tante Helena erfahren hatte, gab es auch keine Anzeichen für diese Tat. Ich war auf ihren Wunsch hin zu Beerdigung erschienen. Eigentlich hätte ich auch ablehnen können, doch ich brachte es nicht fertig Helena vor den Kopf zu stoßen.
Es war eine Beerdigung im kleinen Kreise gewesen. Außer mir und Tante Helena, waren noch Williams Bruder Harry und ein Freund der Familie Dr. Barnett erschienen. Nach der Trauerfeier saßen Helena und ich noch zusammen im Gesellschaftszimmer und ließen unseren Gedanken freien Lauf. Auch jetzt musste ich noch an dieses Gespräch denken, welches wir in ihm führten. Ihr Haar war grau geworden und auch an ihrem Gesicht waren die letzten Jahre nicht ohne Folgen vorübergezogen. Tiefe Falten hatten sich hineingefressen. So hatte ich sie bei meiner Abreise damals nicht in Erinnerung behalten.
"Es ist gut, dass du wieder da bist, Gordon. Wir haben dich alle sehr vermisst. Fast hätten wir gedacht, du wärest auch gestorben, da man nichts von dir gehört hatte."
"Nun, ich hatte meine Gründe und du kennst sie ganz genau."
"Elaines Tod. Gibst du William immer noch die Schuld dran? Du solltest froh sein, dass er dich damals aus den Flammen gezogen hatte. Du wärst sonst auch noch darin umgekommen."
"Das weiß ich mittlerweile auch. Es tut mir auch Leid, dass ich mich die ganzen Jahre nicht gemeldet habe."
"Aber nun bist du ja hier. Wirst du uns wieder verlassen? Es wäre nicht nötig, unser Schloss ist groß..."
"Hör auf. Ich kann hier nicht bleiben. Seit Elaines Tod werde ich von Alpträumen geplagt, wenn ich hier bin. Ich finde hier keinen Frieden. Ein paar Tage werde ich bleiben, aber dann reise ich wieder ab.", fiel ich ihr ins Wort.
Helena wollte etwas erwidern, als die Tür zum Gesellschaftszimmer geöffnet wurde und Dr. Barnett herein kam. Auch er hatte schon graues Haar, war aber jünger als Helena. Er trug seinen schwarzen Anzug von der Beerdigung und die Brille hing tief in seinem Gesicht.
"Harry lässt dir ausrichten, dass er sich in sein Arbeitzimmer zurückgezogen hat. Er sagte, er hätte noch viel zu tun."
Helenas Gesicht zeigte einen besorgten Ausdruck. Es schien ihr nicht zu passen.
"Auch noch am Tage der Beerdigung seines Bruders? Er ist schon fast wie William, auch er hatte sich in den letzten Tagen immer mehr in seinen Turm zurückgezogen."
"Er ließ sich nicht davon abbringen. Es tut mir Leid, Helena."
"Du kannst ja nichts dafür. Was hast du jetzt noch vor? Setz dich doch zu uns. Gordon würde sich freuen dich kennen zulernen."
Ich nickte dem Dr. zu und schob ihm den Stuhl zu Recht, doch er schüttelte den Kopf.
"Ich würde gerne noch in die Bibliothek gehen. Mir ist danach etwas zu lesen, wenn du nichts dagegen hast, Helena."
"Nein, mein Lieber. Fühle dich wie zu Hause."
"Wir sehen uns beim Essen."
Er verabschiedete sich von uns beiden und verließ das Zimmer. Helena und ich waren wieder alleine. Ich wollte das Gespräch nicht dort fortsetzen, wo wir es beendet hatten und kam auf eine anderes Thema zu sprechen, welches mich brennend interessierte.
"Du sagtest, William hätte sich in den letzten Tagen immer mehr zurückgezogen?"
"Ja, leider. Er hat sich nur noch in seinem Arbeitzimmer im alten Turm zurückgezogen. Du weißt schon, der einzige Teil des alten Schoßes der von den Flammen verschont worden ist. Es ist mir bis heute ein Rätsel warum, es ist fast so, als wollte das Feuer den Turm nicht vernichten."
"Muss wohl am Wind gelegen haben. Und was trieb William dort oben?"
"Ich weiß es nicht. Er machte immer ein großes Geheimnis darum. Einmal wollte ich hoch in den Turm zum ihm, doch er kam mir schon entgegen und hielt mich davon ab ihn zu betreten."
"Was geschah am Tag seines Todes?"
"An dem Tag tobte ein höllisches Gewitter, die Blitze und der Regen schossen nur so vom Himmel. Stundenlang lag ich alleine im Bett, doch ich schlief nicht. Ich hatte mir angewöhnt, erst zu schlafen, wenn auch William ins Bett kam. Er hatte sich an dem Tag nicht einmal blicken lassen. Gleich am frühen Morgen war er im Turm verschwunden. Dann vernahm ich draußen diesen schrecklichen Schrei. Ich stand aufrecht im Bett, denn ich wusste wer ihn ausgestoßen hatte. Mir war klar, dass dort nur etwas Schreckliches passiert sein konnte. Im Nachthemd lief ich die Treppe herunter um nachzuschauen, was dort passiert war. Mortimer, unser Butler, kam mir schon auf dem halben Wege entgegen und stoppte mich. Er wollte mir Williams schrecklichen Anblick ersparen, doch ich wollte ihn sehen. Ich stieß ihn zur Seite und lief zum Ort des Unglücks. Es war ein Bild des Grauens. William war direkt auf den Zaun gestürzt, der um den Turm gezogen wurde und wurde von ihm aufgespießt."
Ich merkte wie sehr das Gespräch Helena anstrengte. Es tat ihr nicht gut davon zu sprechen. Dicke Tränen liefen ihr Gesicht herab und sie begann schwer zu atmen.
"Du musst nicht weiter sprechen. Ich sehe doch, wie sehr es dich mitnimmt."
"Ja, vielleicht sollte ich mich etwas hinlegen. Der Tag war anstrengend."
"Das habe ich auch vor. Bis zum Essen wird uns eine wenig Schlaf gut bekommen."
Von wegen Schlafen, stattdessen drehte ich mich nun im Bett hin und her und wurde von meinen Gedanken gequält. Immer wieder schaute ich auf meine Uhr. Es war noch etwas Zeit bis zum Essen. Sollte ich hier weiter herumliegen? Ich entschied mich dagegen. Viel lieber wollte ich noch mehr über den Tod meines Onkels herausfinden. Ich wusste auch schon den Ort, an dem ich meine Antworten finden wollte. Es war der alte Turm, der Ort an dem sich William zuletzt vor seinem Tod aufgehalten hatte. Wenn ich Glück hatte, erwischte ich vorher vielleicht auch noch Dr. Barnett in der Bibliothek. Er war derjenige, der die Leiche meines Onkels untersucht hatte. Vielleicht konnte er mir auch noch einiges Neues erzählen.
FORTSETZUNG FOLGT..
Kommentare
Shakti1420@gmx.de schrieb am 2006-07-02 14:40:08:
Naja, die Geschichte ist bisjetzt nicht gerade sehr weltbewegend, da es Teil ^ist kann ich dir nur raten,
lass es noch einen Zweiten zu schreiben! ich habe einige andere deiner geschichten gelesen und die
einen wesentlich höheren Standart!
Und höre ja nicht auf den 1. Kommentator und schreibe eine Liebesgeschichte, dann kannst du gewiss
sein das du wieder von mir hörst aber nix positives! Aber nebenbei ein sehr dickes Lob für deine
Sinclair geschichten!
ashuashu@aol.de schrieb:
Naja wenn du denkst das die story Hohe verkaufszahlen erreicht dan hast du dich gewaltig getäuscht...
Nimm dir ein bisschen mehr Zeit bei deiner nächsten Geschichte.
Sonst wird die auch so ein Flopp wie diese hier.
Schreib doch als nächstes malk ne Liebesgeschichte...
xxx@ccc.com schrieb:
hm nette Beschreibung des Adventures "Black Mirror" von DTP ;-)
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