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Kategorien > Fabeln & Märchen > Leseprobe

Das Geheimnis von Phynx

von Leanyka

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Diese Kurzgeschichte ist eine Auszug aus meinem neuen Fantasie/Fabel/Märchen Buch mit dem Titel ,,Die Chronistin von Aphelion"
Die Chronistin ist eine alte Priesterin, die ihre letzten Tage damit verbringt ihrer jungen Schülerin alle Geheimnisse, Fabeln, Geschichten und Märchen der Insel Aphelion zu lehren, die sie einst eigens ihn ihrem Buch ,,Die Chronik von Aphelion" festgehalten hat, um die Insel niemals in Vergessenheit bringen zu lassen und sie durch die Geschichten am Leben zu erhalten.
Sagt mir bitte, wenn ihr etwas nicht versteht, nicht dass mit einem großen Fragezeichen im Gesicht davor sitzt. *g* Vielleicht kann man sie auch nur mit dem Prolog verstehen, naja lest mal und sagt es mir dann. LG Lea

Hinter der Sichel des Godgivâr Gebirges, von Steilküsten und den Sümpfen im Norden abgegrenzt und von wilden Wäldern im Süden umschlossen ragte die mächtige Ruine empor in den Himmel, der über der Insel Aphelion im wolkenlosen Blau dalag.
Mit den unwissenden Augen eines Menschen betrachtet ist und bleibt sie das Schloss, welches vor etlichen Jahren seinen einstigen Glanz verlor. Efeugewächs rankte sich zwischen Wildblumen und roten Rosen an den bröckelnden Türmen und Erkern hinein ins Dachgebälk, wo sich die kräftigen Schlingen um die morschen Balken klammerten, als wollten sie das Schloss vor dem endgültigen Verfall bewahren.
Die Zugbrücke, längst vom Wasser des Grabens verschlungen wurde von den Sockeln ehemaliger Obsidianstatuen flankiert, von denen nur noch der abgetrennte, jedoch noch immer stolze, Kopf eines Schwans aus dem modrigen Wasser ragte, der sich in sein Schicksal nicht fügen zu scheinen wollte.
Nur wenn die Sonne im Begriff war im Meer zu versinken und ihre letzten Strahlen auf den verblassten Rubin von Aphelion sandte, da wirkte die Ruine wieder so frisch und voller Leben wie in früheren Zeiten, in denen manchmal die Königstochter auf einem der Altanen gestanden und neugierig dem Treiben im Hof gefolgt war, während tapfere und mutige Krieger zu Pferde der jungen Maid ihre Bereitschaft, ihr eigenes Leben für sie aufs Spiel zu setzen, kundtaten. Nun standen auch die zwei Monumente wieder aufrecht, ein zum Fluge anhebender Schwan und ein Drache, der seinen traurigen aber autoritären Blick ins Nichts gerichtete hatte und zu dessen Füßen ein fauler Stallbusche im Sand hockte. Doch der Moment, der einer Reinkarnation gleich kam war nur von kurzer Dauer, bis die Sonne in ihr nasses Bett tauchte und der Nacht wich, bis das Menschenauge nur noch im Angesichte mit der Ruine war, deren leeren und dunklen Fenster ihm entgegengähnten.
In den Augen eines reinen, unschuldigen Geschöpfes jedoch offenbarte die alte Ruine ihre wahre Gestalt und gab sich als das prunkvolle Schloss zu erkennen, hinter deren Maske es alles andere als leblos ist.
Phynx, der Sitz der Elfenherrscher. Getarnt vor den Menschen, um die Wesen der Magie zu schützen, manchmal sogar um über sie wachen, sie zu bewahren sich nicht selbst zu verraten, um einen erneuten Krieg zu verhindern. Jedes einzelne Geschöpf Aphelions, wo auch immer es lebte, sei es ein Einhorn in den vielen Wäldern, ein Meermädchen in den Tiefen des Sees Nithfîlion oder ein Greif, der in der weiten Wüste von Vastus lebte, jeder wurde seiner Individualität gerecht behandelt, niemand vergessen oder gar ignoriert, um diese Welt noch hunderte von Jahren die Menschenherrscher überdauern zu lassen und sie irgendwann wieder ganz das Eigen der Geschöpfe der Magie nennen zu können.
Sicher, manche der menschlichen Wesen waren nicht so übel wie ihr Ruf vermuten ließ: Gierige, machthungrige und gewalttätige Monster, gefangen in ihrer eigenen Naivität. Es bestand sogar ein Pakt zwischen der Welt der Magie und der der Menschenherrscher, der jedoch manchmal wie ein zu straff gezogener Strick zu reißen drohte, aber ebenso friedlich schwingen konnte.
Und dennoch mussten sie achtsam und vorsichtig mit diesem Bündnis umgehen, denn wo die Grenzen der menschlichen Fantasie gleichzeitig das Ende ihrer Welt erklärten, da fing das Leben der undurchsichtigen Geschöpfe gerade erst an.





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Kommentare

Leanyka schrieb am 2006-05-07 12:50:58:
Klar, kann ich machen, das hier ist aber mehr aus der Mitte gegriffen, den eigentlichen Anfang stelle ich dann noch rein. Und danke für deinen Komment.
Bye Leanyka
Christoph Schlüter schrieb am 2006-05-06 19:05:47:
Gelungener Prolog einer vielleicht vielversprechenden Sage. Sehr wortgewaltig ( im positiven Sinn ), schöne Prosa, gute Metaphern. Sehr visuelle, bildhafte Sprache. Man versinkt als Leser gerne in diese Welt.
Wäre sehr auf die Fortsetzung gespannt. Stellst du die noch rein?
Gruß, Chris.

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