"Das Geräusch" Die Geschichte eines Mörders "Da
von
Luigi
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Das Geräusch
Die Geschichte eines Mörders
Es war Nacht, kalt, Winter. Die Erde die dem Tau verfiel, war von dem grauen Dezembermorgen hin und hergerissen, denn auf dem Boden lag ein Kind. Das Kind war nicht besonders schön, und hässlich war es auch nicht. Es war normal. Von außen, doch was sich in dem Inneren verbarg, ahnte die Mutter, und das Kind selbst auch noch nicht. Die Mutter lag erschöpft neben dem schreienden Kind. Wie sie ihr Fünftes, gebahr, mit den Presswehen die ihr die Luft abschnürten und sie dann kaum noch atmete. Grausam wie Frauen leiden müssen, vor allem sie. Denn sie wusste daß sie das Kind nicht behalten konnte. Denn Sie hatte nicht kein Geld, und ein Zuhause hatte Sie auch nicht. So blieb sie erst mal liegen bis die Nachgeburt schon fast von den ersten Sonnenstrahlen erfasst wurde. Sie schlief und ihr Kind auch.
Noch bevor es Tag wurde, legte Sie das Kind in der Nähe eines Hofes, auf einen Heuhaufen, behutsam daß es nicht erwachte. Der Hof und das Heu waren an einem Waldrand und der Wald lag auf eine Anhöhe. Sie wollte gehen, aus dem Waldstück in dem Ihr Kind auf dem Heuhaufen lag, neben der Kapelle. Gerade wollte sie dem Kind den Rücken kehren und loslaufen…
„Los!, aber leise!“ rief ein Kommandant des 9. Kommandos. Sie schlichen den Weg hoch. Und dann schauten sie ob sie feindliche Truppen sehen. „Ihr habt den Befehl auf alles, auf alles zu schießen was sich bewegt!“ sagte Gunnery Sergeant Alex Ander. Sie gingen weiter, den Weg immer weiter. Es ging immer steiler hinauf. Sie liefen, und wussten dass bald geschossen werden musste, den Sie waren Amerikaner. Dann robbten sie durch den Wald, sie sahen einen Heuhaufen, und als sie ihn sahen schossen sie. Mehrere Schüsse… Sie lag am Boden. Die Mutter des Kindes war tot. Kaltblütig, aber so war der Befehl. Sie liefen weiter, rechts und links Kästchen auf dem Kreuzweg Jesu. Jetzt waren sie am letzten Kästchen, er wurde gekreuzigt. Dann wieder Schüsse, doch nur eine Katze. Der Sergeant war auch bekannt dafür, dass er Katzen mag, sehr sogar, denn er hatte keine Frau, sondern nur eine Katze, die sein Vater während der Zeit des Krieges fütterte. So ging Gunnery Sergeant Alex Ander zu dem Tier, das mit Metall nur so durchbohrt war, und nahm dem Tier das Halsband ab. „Hans Josef“ stand auf dem Papier das an dem Band in einer Metallschatulle hing. Eine kleine Schatulle. Er stand auf und ging dann weiter, doch sichtlich gerührt von dem Tod der Katze. An der toten Frau verschwendete er nicht einmal eine winzige Sekunde mit Reue und gab den Befehl dass seine Männer den Hof am Waldrand stürmen sollen…
Schüsse hörte ich, wer wurde getroffen, woher? Warum? Dann sah ich das Blut an meiner weißen Bluse, und wieder spritzte das Blut aus meinem Bauch. Ich wurde angeschossen! Gerade als ich „Aufhören“ rufen wollte, sah ich wie Blut aus mir herauskam, aus meiner Stirn. Ich fühlte es zwischen meinen Augen, über die Nase laufen, bis zu meinen Lippen. Dann war ich auf meinen Knien, und ein Glas voll Blut war vor mir, ausgeschüttet. Es war vorbei…
„Sergeant Ander! Schauen Sie mal! Was ist das hier?“ fragte ein Soldat. „What the f***! Was ist das?” – „Ein Baby, frisch , jung, noch nicht alt“ „Nimm es mit, wir legen es in das Bett der Bauern. Die sollen sich darum kümmern.“ – „Aber Sir, die Familie besteht nur noch aus zwei 5 jährigen Kindern, nachdem wir das Haus gestürmt haben!“ – „Mhmm… Dann nimm es mit, wir geben es in ein Weisenhaus, dahinten, siehst du, da weht schon eine Fahne, die ist weiß, da müsste eine Waisenhaus sein.“ – „Roger. Ich werde mich persönlich darum kümmern.“
So kam das namenlose Kind in ein Waisenhaus, das der Frau Cristalla gehörte. Sie verdiente damit ihr Geld. Sie nahm das Kind von dem Soldaten, und gleich legte sie es in ein Bett, eher auf einen Haufen Stroh. Das Kind war wie tot, denn es schlief den ganzen Tag und die ganze Nacht, so tief und fest, dass es keinen einzigen Ton von sich gab. Auch wenn man genau hinhörte, konnte man kein Schnaufen wahrnehmen. Die einzige Sicherheit, die da war, das dass Kind noch lebte, war, das man noch sehen konnte wie sich der Brustkorb langsam, aber deutlich auf- und absenkte.
Erst nachdem über 48 Stunden vergangen waren, wachte es auf. Es schrie, nicht so laut, aber selbstsicher und überzeugend dass es Hunger hat. So gab Cristalla dem Kind ihren Busen, und es wurde wieder zunehmend ruhiger.
Als es saugte, war es wie bei jedem Kind das neu war, etwas komisch. Aber Cristalla kam es merkwürdig vor, wie sich das Kind verhielt. Es schluckte so komisch, und achtete darauf das es im gleichen Rhythmus war. Schluck um Schluck wurde es ihr unheimlicher, doch sie musste es ja trinken lassen. Immer dieser Takt.
Jedes mal, wenn sie das Kind stillte, war es ihr komisch. Doch sie brauchte das Geld, jeden Kindes und somit zog sie es groß.
Es war 4 Jahre alt, und seine große Fähigkeit war sein Gehör. Es hörte Dinge, die soweit wegwahren, dass man sie nicht einmal mit dem bloßem Auge sehen konnte. In Teichen hörte es die Fische blubbern, obwohl der Teich in mehreren Gärten weiter war. Es hörte die Vögel am Himmel, und wenn er sich anstrengte, das Jubeln der Menge, wenn vor dem Rathaus jemand Hinrichtete wurde. Es war nicht nur ein Kind, es war namenlos, anonym und man wusste nicht wenn man es ansah ob es männlich oder weiblich war. Seine Mutter, war sich auch nicht sicher, doch sie interessierte es auch nicht, da sie es nicht behalten konnte. Doch mit der Zeit, entwickelte es sich zu einem Jungen. Genau wie er als Neugeborenes nach nichts Besonderem aussah, war er genauso bescheiden mit seinen inzwischen acht vollendeten Jahren.
Oft stand er an einer Mauer am Haus der Cristalla um in die anderen Gärten und seine Umgebung abzuhören. Wenn jemand flüsterte, um etwas vor ihm geheimzuhalten, brachte es nichts denn sein Gehör war so unglaublich, das es nur eine Missbildung sein konnte, oder ein Wunder. Er sprach nicht viel und führte sein ganzes leben mit seinen Ohren. Er hatte keine guten Augen, seine Nase war durchschnittlich, und sonst war er ganz normal. Auf dem Markt konnte er die finstersten und auch unglaublichsten Geheimnisse hören die er aber für sich behielt, weil es ja Geheimnisse waren. Oft taten ihm seine Ohren weh, er hielt sie sich zu, weil er zuviel und zu laut hörte. Denn manchmal wollte er gar nicht mehr hören. Es hatte nicht nur seine guten Zeiten, aber da er sich immer für überlegener hielt war er im Großen und ganzen zufrieden. Doch ein Leben ohne sein gutes Gehör konnte er sich nicht vorstellen.
Es fiel ein Glas zu Boden und der Namenlose fühlte eine innere Befriedigung, nachdem er den Ton hörte, wie das Glas auf den Boden fiel, das Glas zersplitterte und das Wasser tröpfchenweise sich zerteilte. Er selber sagte nicht viel. Kaum, nur wenn nötig. Und erst wenn er ein Geräusch gehört hat, konnte er es auch sagen. „Glas“ Wasser. Aber er dachte es gibt so viele unterschiedlich anhörende Wasser, dass es nicht nur den einen Namen,
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Kommentare
Luigi schrieb am 2006-10-28 19:53:17:
Danke dass Ihr die Geschichte reingestellt habt,
Ich bitte Um Kritik und Lob... Danke
Luigi
Raxba kevinstranzke@aukustakom.net schrieb am 2006-10-28 12:46:23:
Coole Geschichte.
Hat spass gemacht zu lesen.
Ist eigendlich wie "Das Parfum" nur mit dem Gehör statt mit Gerüchen.
Gute Idee
Gruß
Raxba
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