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Kategorien > Gedanken > Bewegendes

Das Glück im Herzen

von Anika Bartsch

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Gehen Vögel schlafen? Leuchten Sterne auch tagsüber? Wie viele Schritte müsste ein Mensch gehen um sein Glück zu finden? All diese Fragen gingen William durch den Kopf, als er eines Abends dem Wind in der untergehenden Sonne lauschte.
William war ein gemochter Portraitzeichner, der von vielen Leuten sehr oft in Anspruch genommen wurde.
Er hatte drei Töchter, Jannika, Taliya und Cecilia. Williams Frau Jennifer verstarb mit gerade mal 36 Jahren bei einem Verkehrsunfall.
Er sorgte sich liebevoll um seine drei Töchter, hatte sich aber seitdem Unfall seiner geliebten Frau nicht wieder neu verliebt.
Nachdem alle drei Mädchen nach und nach ihr eigenes Leben begonnen, merkte William immer mehr wie sehr in die Ruhe des großen Hauses auffraß.
Das blieb den Leuten seines Dorfes nicht unerkannt. Man sah ihn nur noch bei wichtigen Besorgnissen, wie Lebensmittel einkaufen oder den Müll rausbringen, ansonsten sah man Abends nur noch das Licht seinen Schlafzimmers ausgehen.
William wurde immer nachdenklicher und statt Portraits zu zeichnen begann er seine Gedanken festzuhalten. Anfangs waren es einzelne Geistesblitze doch mit der Zeit saß er den ganzen Tag vor dem Kamin und schrieb bis er abends wieder schlafen ging.
An seinem 55sten Geburtstag beschloss er sich ein kleines Häuschen am Ende des Strandes zu kaufen damit er sich nicht mehr so verloren fühlte.
Jeden Tag saß er auf seiner Terrasse und beobachtete die Leute die täglich kamen und gingen und er bemerkte kaum wie schnell die Zeit verging. Eines Tages sah er einem kleinen Jungen namens Colin.
William hatte ihn schon öfters hier gesehen und als er ihn mal wieder um die gewohnte Tageszeit am Strand unten sitzen sah, beschloss er sich zu ihm zu gesellen.
Colin war sehr freundlich und es dauerte nicht lange bis die zwei ins Gespräch kamen.
Colin erzählte William, das er oft hier her kam um in ruhe über alles nachzudenken. Er erzählte ihm auch das er selten jemanden zum reden fand und daher seine Gedanken immer in den Wind schrieb. William erzählte Colin das es ihm genauso ginge und Colin war sehr froh das er jemanden gefunden hatte mit dem er über alles reden konnte.
Die beiden trafen sich regelmäßig bis William plötzlich Haus nicht mehr verließ.
Colin machte sich Sorgen und beschloss William zu besuchen. Als Colin William sah dachte er, er würde schlafen doch als William bemerkte, dass Colin da war rief er ihn zu sich.
William war sehr Krank geworden und erzählte Colin, das er wohl nicht mehr lange leben würde.
Williams Aussage machte Colin sehr sehr traurig, da er doch in William einen guten Freund gefunden hatte.
Mit tränen in den Augen versprach er William ihn jeden tag besuchen zu kommen und ihn gesund zu pflegen doch William hatte nur noch 2 Wochen zu leben.
Auf dem Sterbebett überreichte William Colin sein Tagebuch in dem er seine Gedanken aufbewahrte.
Doch anstatt der geglaubten traurigen Geschichten über Williams Leben erwarteten Colin Seiten voller Fragen die William nicht mehr beantworten konnte.
Er hatte sich eine Liste mit den beantworteten und noch offenen Fragen gezeichnet die er sorgfältig eine nach der anderen durchgestrichen hatte. Eine Frage beeindruckte Colin doch sehr. Wie kam ein Mensch auf die Idee sich zu fragen wie viele Schritte es sind bis man sein Glück gefunden hatte? Colin grübelte die ganze Nacht lang doch er war sich sicher das Glück keine Sache sei zu der man laufen könnte sondern etwas das man hat oder nicht!!
Da er sich sicher war das William ihm war erzählte er ihm in Gedanken wie er über diese Frage dachte.
Als er auf dem Nachhause weg war begegnete er einer komisch gekleideten alten Frau. Sie hatte einen kleinen Tisch mit wunderschön leuchtenden Steinen. Die Steine standen für verschiedene Dinge. Einer für Erfolg, einer für Liebe der andre für Freundschaft und noch viele weitere.
Colins blick blieb bei einem Stein hängen der versprach Glück zu bringen. Er sah die Alte Dame an und sagte dass man Glück nicht durch einen Stein erzwingen konnte.
Sie war sehr erstaunt, denn so etwas hätte sie nicht erwartet.
Sie war sehr freundlich und erklärte ihm das er recht habe die Leute aber oft denken durch Dinge wie ein kleines Schweinchen oder einen Schornsteinfeger dem Glück nachhelfen zu können, sie aber vergessen das sie nur mit einem offenem Herzen und mit vielleicht nicht ganz geschlossenen Augen durch die Welt gehen müssten um das Glück das sich täglich auf der Erde abspielt zu erkennen und zu greifen.
Colin hörte interessiert zu und hatte es plötzlich sehr eilig.
Er rannte zum Strand und blieb keuchend an seinem Platz stehen.
Er beobachtete die vorbeiziehenden Wolken und als er wieder einigermaßen Atmen konnte sagte er stolz in Gedanken zu William. „Ich weis wie viel Schritte es zum Glück sind, es ist genau ein Schritt zu unserem Herzen!“

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Kommentare

Celisa schrieb am 2010-11-11 14:06:24:
ich fande die geschichte sehr schon ich habe selbst 2 mensche verlopren mein opa ist gestorben er kommt nich wieder doch icg wiil es aber meine tante bzw. ahe malige beste freundin lebt doch ich wil nich das sie je wieder kommt und in mein leben alless versaut 2 mal hat sie es gemacht ein 3 mal passiert es nicht!! lg celisa
Jan schrieb am 2010-05-27 18:42:33:
wahnsinn... ich muss sagen es gefällt mir sehr
ein schritt ist schon ziemlich richtig
anniaubele@freenet.de schrieb am 2010-02-24 22:08:24:
Die Geschichte ist ganz toll. Es wird nur in einem Satz Beschrieben was Glück ist. Aus der Geschichte zeigt sich die Realität, im Altag sieht man oft sein eigenes Glück nicht mehr es wird einfach nicht geschätzt . Das finde Ich schade.
connie-f@gmx.de schrieb am 2009-03-22 11:24:16:
Ich finde es ist eine super Geschichte , ich hab lange eine Geschichte gesucht die von Glück handelt wollte aber nicht Hans im Glück :-) Ich bin total gerührt ich habe eine geschichte gesucht die auch altere Menschen berührt aber nicht kindisch ist , und diese geschichte ist perfekt !
Vielen lieben Dank

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