Das Hartz IV Märchen
von
schlapsana
1
Es war einmal, in einem gar nicht so fernen Land, eine kleine Familie, welche glücklich und zufrieden lebte. Und sie wären sicher noch eine ganze Weile glücklich und zufrieden gewesen, hätten sie nicht in einem Land gelebt, wo das schreckliche Hartz IV als Oberhaupt regierte. Dieses hatte beschlossen das Volk zu verändern. Unter dem Vorwand Gutes zu tun, schlich es sich ein und verbreitete Zwietracht unter den Menschen. Die Einen meinten, dass Hartz IV sei schlecht, denn es verteile Geld an Menschen die es nicht brauchten, doch die anderen Menschen, die die Hartz IV bekamen, fanden es schlecht, da sie mehr darunter litten, als das es ihnen etwas nützte. Es sorgte dafür, dass viele Menschen arbeitslos blieben, da es die Löhne so gering verteilte, dass sich diese Menschen ihr Leben nicht einmal mit zwei Jobs hätten finanzieren können. Vor allen Familien mit Kindern litten extrem unter diesen Umständen, da vor allen die Kinder viele Einschränkungen dadurch hatten. Zum Beispiel durften die Kinder erst mit 25 Jahren zu Hause ausziehen. Viele Menschen sagten nichts dagegen und ließen es auch zu, dass dies ihr Leben bestimmte, denn sie hatten Angst ihren Mund aufzumachen. Jedes einzelne Wort konnte und würde auch gegen sie verwendet werden, da waren sie sich sicher. Also konnte das grausame Hartz IV auch weiterhin Schrecken und Zwietracht im Lande verteilen.
Nun kam es eines Tages dazu, dass die beiden ältesten Kinder der Familie ihre Schule beendeten und begannen sich eine Lehre zu suchen. Nach einem langen hin und her fanden auch Beide etwas. Das eine Kind fand eine Lehre, welche von einer besonderen Gruppe geleitet wurde. Im Lande wurde dies auch als eine Verbundslehre bezeichnet. Das zweite Kind allerdings musste weiter suchen und fand letztendlich eine Stelle in einem großen Konzern. Allerdings nur als Praktikant, wo es für knapp 220 Euro im Monat, schuftete und ackerte. Alle waren glücklich, denn trotz des grausamen Hartz IV verdienten nun die beiden Kinder genug, um dass sie endlich einmal richtig fröhlich leben konnten und sich hier und da auch etwas kaufen. Mensch, das Leben konnte so schön sein, oder?
Schon nach kurzer Zeit wurde das grausame Hartz IV auf die beiden Kinder aufmerksam und ihm schien gar nicht zu gefallen, was es da sah. Auch wenn die beiden Kindern nun arbeiteten und sich mühe gaben alles zu tun, was von ihnen verlangt wurde, so verdienten sie nun doch Geld. Allerdings nicht genug, wie sich heraus stellen sollte. Denn die Fassade des Hartz IV begann zu bröckeln. Geld gierig und grausam wie es war, beschloss es den Eltern der Kinder, alles Geld wegzunehmen, was ihnen zustand und bestimmte, dass die Kinder ihr Geld dafür zu geben haben. Somit würde ein Gleichgewicht herrschen, was allerdings niemand verstand. Schließlich gingen die Kinder arbeiten und sollten am Ende nichts von ihrem Geld haben. Doch konnte das wirklich so sein? Warum sollten denn Kinder arbeiten? Warum sollte das Hartz IV gut sein, wenn es selber nicht wusste, was es wollte? Kinder sollen arbeiten um vom Hartz IV weg zu kommen. Aber wofür, wenn sie im Endeffekt nichts von dem Geld haben?...
Hier endet vorerst mein kleines Märchen und ich habe nun eine Frage an euch: Was sagt ihr dazu. Ist Hartz IV gut oder schlecht? Wen nutzt und wen schadet es und was glaubt ihr sollten unsere beiden Kinder tun? Das Geld einfach behalten? Aber was machen dann die Eltern, schließlich fehlt ihnen das Geld? Würdet ihr euer erarbeitetes Geld abgeben? Oder eher aufhören zu arbeiten, wenn ihr dann mehr Geld hättet?
1
Kommentare
Christopher schrieb am 2010-11-15 10:23:55:
WIe recht du hast Franzi!
Lukas schrieb am 2010-11-14 21:03:10:
Mir gefällt diese märchenhafte Erzählweise als Kontrast zum Inhalt sehr gut. Sogar so gut das ich mir noch etwas übertriebene Vergleiche gewünscht hätte.
Zum Inhalt kann ich nur sagen, das ich gegen Hartz IV bin und nicht verstehen kann wie eine solche Reform unter einer roten Regierung verabschiedet werden konnte.
Wenn ich du wäre würde ich mal Zeitungen fragen, ob sie deinen Text vielleicht veröffentlichen wollen. Vielleicht etwas lokales, denn wie in deiner Geschichte schon angesprochen:
Da is ne menge zwietracht in der Bevölkerung und dieses Märchen hilft vielleicht die verhärteten Fronten etwas zu lockern.
Panda schrieb am 2010-11-14 12:18:04:
Da ich die Situation der Kinder gut kenne und ich der Meinung bin das sie das Geld einfach behalten sollen, weiß ich natürlich auch das es nicht so einfach geht. Ich würde weiterhin versuchen alles daran zu setzen daraus zu kommen. Wohnungssuche etc. Das bisschen geld was einem bleibt versuchen zu sparen, in einer Spardose...damit das böse HartzIV nicht sieht was das Kind da macht. Vielleicht ist es leichter gesagt als getan, aber dennoch...man darf nciht aufgeben!!!
Kommentar hinzufügen