Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fantasy > Urban

Das Kind des Mondes

von Das Kind des Mondes

1 2 3 4

Ich hoffe, dass ihr meine Geschichte lesen werden, auch wenn das 1. Kapitel lang erscheint...
Ueber Kritik und Eindrücke wäre ich sehr dankbar


Kapitel 1:
Vollkommene Stille. Nur das Rattern des, in der Dunkelheit versunkenen, Wagons des Regi-onalexpress‘ ist zu hören. Ja, ich befinde mich in einem Wagon der bekannten deutschen Bahn, die für ihre überheblichen Preisen und Pannen bekannt sind und ich sitze in einer ihrer bequemen Sitze. Sicher stellt ihr euch die Frage, warum ich so spät noch im Zug sitze, denn es dürfte mittlerweile gegen vierundzwanzig Uhr sein, und dazu natürlich kein Ticket besitze.
Ganz ehrlich gesagt wollte ich einfach weg, weg von zu Hause, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist - oder so.
Denkt jetzt bitte nicht, dass ich zu den typischen Problemkindern gehöre, die den ganzen Tag rauchen, kiffen, saufen, auf Schlägerei aus sind oder allgemein den ganzen Tag auf der Straße herumlungern. Denn so ist es nicht. Meine Eltern sind auch keine bedauernswerte Hartz-IV-Empfänger oder irgendwelche Alkoholiker, die zudem ihre Kinder schlagen. Ganz im Gegen-teil, denn meine Vater, zweiundvierzig, ist erfolgreicher Immobilienmakler und meine Mutter, um die achtunddreißig, ist Psychologin, die ihre eigene Praxis besitzt.
Schon paradox, wenn man überlegt, dass sie versucht anderen Menschen zu helfen, aber nicht mit ihrem eigenem Sohn auskommt.
Also, ich bin Luan, noch fünfzehn Jahre und besuche – jetzt nicht wundern – ein Gymnasium und das sogar relativ erfolgreich. Ich kiffe nicht, ich rauche nicht, und ich saufe nicht -meistens zu mindestens.
Ich bin nicht sonderlich groß, ganze einhundertachtundsechzig Zentimeter und habe blonde, etwas längere Haare und grüne Augen. Schlank bin ich zudem auch und das auch ohne Sport.
Ich sitze also in dem Regionalexpress Richtung Bremen und habe einen ganzen Wagon für mich alleine – fast zu mindestens. Ein kleiner - noch kleinerer als ich - dicker Mann, anschei-nend alkoholisiert, sitzt am anderen Ende des Wagons und dürfte ebenfalls kein Ticket besit-zen. Wen kümmert’s.
Um euch zu erklären warum ich im Zug sitze, muss ich ein wenig ausholen:

Zu meiner Mutter hatte ich noch nie wirklich ein gutes Verhältnis, da sie damals versuchte alles richtig zu machen, jedoch alles falsch machte. Ich kann euch nicht sagen woran es liegt, aber seltsamerweise habe ich eine Abneigung gegenüber meiner Mutter und keine Bindung zu ihr. Was mich betrifft, war es wohl nie anders. Am Schlimmsten war es, als ich in die Pubertät kam und mich ihrem Psychogeschwafel kaum entziehen konnte. Es ist mir nicht möglich euch die genaue Situation darzustellen, aber ich kann sagen, dass ich ernsthafte Probleme mit meiner Mama habe. Vielleicht sollte ich mit ihr zu einem Psychologen.
Heute Vormittag bin ich jedoch abgehauen, da ich mich ihr ein Mal anvertraut habe und sie ihren psychologischen Theorien anwendete. Das Thema, um das wir und unterhielten und ich eine informative Antwort erwartete, ist fast ein wenig banal. Und zwar habe ich seit geraumer Zeit jeden Nacht den selben Traum: Ich befinde mich auf einer einsamen geradeverlaufenden Straße die gen Mond verläuft. Keine Häuser umgeben die Straße, keine Abzweigungen sind vorhanden. Die Straßenlaternen erhellen nicht die völlige Finsternis, sodass ich nur den strah-lenden Mond vor mir sehen kann. Die kalte Nacht umschließt meinen Körper wie eine Decke, die lediglich aus Eis besteht. Während ich versuche dem Mond näherzukommen zittere ich am gesamten Körper. Meine Nase schnieft und ich habe das Gefühl, dass sie jeden Moment einfriert, abbricht und am Boden zerschellt.
Ich blicke nach rechts – Nichts! Ich blicke nach links – Nichts! Es ist stockfinster. Und die Kälte macht meinem Körper merklich zu schaffen.
Als sich das Gefühl in meinem Körper ausdehnt und mir sagt, dass ich stehen bleiben, an die-sem Ort verharren und mich der grauenvolle Kälte hingeben soll, strahlt der Mondschein mich direkt an. Ich spüre eine Wärme in meinem Gesicht, die die Kälte von meinem Körper löst und die Wärme ausbreitet. Der Mond strahlt eine Wärme aus, die ich noch nie zuvor empfangen habe – auch nicht von der Sonne. Mit dieser Wärme laufe ich mit schnellen Schritten gen Mond. Dabei spüre ich einen Windhauch, der Gräser und Blätter rascheln lässt.
Als ich den Mond erreiche, spüre ich die Kraft, die sich in meinen Gliedmaßen verteilt. Plötz-lich nehme ich leise, undeutliche Geräusche wahr, die nach und nach lauter werden. Eine Sprache erklingt, die ich zuvor nicht kannte. Doch bevor ich versuchen kann sie zu verstehen, löst sich die Umgebung auf. Stehend auf der Straße verschwindet diese in der Finsternis, der Windhauch zieht vorüber und der strahlende, mich wärmende Mond erlischt. Dunkelheit! Eine drückende Dunkelheit umgibt meinen Körper, die die gesamte Wärme, die der Mond mir zuvor gab, aus meinen Gliedmaßen entschwinden lässt.
Ich stehe im Nichts, blicke mich um und ein letzter Windzug weht auf, der mich auslöscht.

Diesen Traum habe ich jede Nacht und das seit zwei Wochen. Als ich meine Mama heute auf diesen Traum ansprach, erzählte diese mir, da sie ein wenig esoterisch angehaucht ist, dass der Mond starke Veränderung symbolisiert. Diese müssen nicht unbedingt positiv ausfallen. Die Straße soll angeblich meinen Lebensweg darstellen. In meinem Fall kann ich mich nicht auf Hilfe anderer Verlassen, sondern muss viel Geduld zeigen um diese Veränderungen zu erreichen und muss diesen Teil des Lebenswegs alleine gehen, um das Maximum zu erreichen.
Jedoch konnte meine Mama mir nicht erklären, warum der Mond in einer seltsamen Sprache zu mir spricht und riet mir, dass ich zu einer Esoterikerin gehen solle. Ich hätte wissen müssen, dass sie mir nicht weiterhelfen kann. Als ich mich umdrehte, ließ sie nicht locker und redete weiter auf mich ein. Um ihrem Gefasel zu entgehen, musste ich raus, Luft atmen, einen freien Kopf bekommen und diesen esoterischen Müll vergessen.

Sitzend im Zug, denke ich über meinen Traum nach und frage mich, ob mir mein Unterbe-wusstsein nicht doch möglicherweise in Botschaft vermitteln möchte.
Nein! Nein, streich diesen Gedanken, lass ihn fallen … Verschwunden
Ich hole das Handy aus meiner blauen Jeans und werfe einen Blick auf den Display: 00.16
Nach Fahrplan müsste ich in sechs Minuten den Hauptbahnhof erreichen. Ich hatte den letzten Zug von Wilhelmshaven nach Bremen genommen. Von Bremen aus war ich zuvor über Ol-denburg dorthin gefahren, um einen ehemaligen Schulfreund zu besuchen. Obwohl dieser seit vier Jahren nicht mehr in Bremen wohnt, stehe ich weiterhin mit ihm in Kontakt und versuche ihn regelmäßig zu besuchen oder er mich. Wobei ich letzteres gern verhindere.

Ein lautes Geräusch ertönt und ich spüre, wie der Zug seine Geschwindigkeit verringert. Währenddessen stehe ich auf und laufe zum Ausgang. Als der Zug stehen bleibt, drücke ich einen Knopf, sodass sich die Türen öffnen. Als ich aussteige, weht mir ein kalter Wind ins Gesicht. Ich höre das

1 2 3 4

Kommentare

Lilly schrieb am 2010-07-27 21:39:19:
Meiner Meinung nach ist die geschichte gut geschrieben
es wäre aber schön, wenn du mehr auf das Aussehen eingegangen wärst :)

Schreib aber weiter
L.S. schrieb am 2010-07-27 16:05:36:
Hey Schreiberling,

Deine Geschichte habe ich nur überflogen, nichtsdestotrotz möchte ich dir einen Kommentar hinterlassen. Ich habe das Gefühl, dass das eine deiner ersten, wirklich längeren Geschichten und ein erster Gehversuch in der Welt des Schreibens ist. Versteh' mich nicht falsch, das ist in keinster Weise negativ gemeint. Die Story zeigt an manchen Stellen einfach nur, dass bei dir zwar schon Potenzial und auch Talent vorhanden ist, allerdings noch Erfahrung fehlt, um das ganze zu schleifen und zu verbessern. Aber die kann man sich leicht erarbeiten, indem man immer weiter schreibt, sich Kritik einholt und diese konstruktiv verarbeitet. Ich versuche, mal ein paar Beispiele zu geben, was man bei dir noch verbessern könnte:

1. Der Anfang: Mit "Vollkommene Stille." zu beginnen, ist recht geschickt gewählt. Kurz und prägnant, der Leser ist direkt in der Handlung (noch bessere Einstiege sind nur wörtliche Rede und direkte Aktionen). Allerdings ist der zweite Satz ein wenig verunglückt. Dass der Regionalexpress in Dunkelheit versunken ist, ist eine Information, die du sehr einfach geschickter einbauen kannst. Dass dein Protagonist in einem Waggon sitzt, brauchst du auch nicht noch extra zu erwähnen. Wenn er im Zug sitzt, muss er zwangsläufig auch in einem Waggon sitzen - doppelt gemoppelt. Z. Bsp. (nur als Beispiel verstehen) kannst du auch schreiben: "Nur das Rattern der Räder des Regionalexpress war zu hören. Ich hatte den Kopf gegen die Fensterscheibe gelehnt und sah hinaus in die Dunkelheit." So oder ähnlich.
Gefallen hat es mir, dass du hier sofort fragen aufwirfst, warum Luan denn noch so spät und ohne Ticket im Zug sitzt. Das hält den Leser bei der Stange. Den Seitenhieb auf die Bahn kannst du dir sparen oder geschickter und beiläufiger einbauen.

2. Stil: Du schreibst recht umgangssprachlich, sprichst den Leser direkt an. Das gefällt mir am Anfang recht gut, ist aber auch nicht immer der Burner. Aber ansonsten denke ich, passt er recht gut zu einem jugendlichen Helden.

Ich finde es toll, dass du immer wieder sehr klare Bezüge zu realen Schauplätzen, Marken und Ähnlichen herstellst, dass du genau schreibst, wo der Zug hinfährt, dass du erwähnst, von welcher Marke die Jeans ist, etc. Das schafft Atmosphäre. Ein Autor wählt immer das Spezifische, nie das Allgemeine (z. Bsp.: Nicht "Die Bäume reihten sich zu beiden Seiten der Straße auf", sondern "Linden/Erlen/Buchen/Eichen/etc. reihten sich zu beiden Seiten der Straße auf.")

Du schreibst lebhaft, das ist schon mal klasse und du versuchst auch, keine eindimensionalen Charaktere aufzubauen.

Vermeide allerdings zu viel Blabla ... Der Leser will nicht wissen, wie viele Zentimeter deine Figur jetzt genau groß ist, er will keine riesigen Blöcke, in denen sie bis aufs letzte Härchen beschrieben wird. Nimm dir irgendeinen Roman zur Hand, vielleicht Dan Brown. Die Figuren werden dort höchstens in drei Absätzen äußerlich beschrieben, viele Infos werden nur nebenbei eingeflochten, z. Bsp.: ""Du hast Recht!", sagte sie, während sie sich eine ihrer braunen Locken aus der Stirn strich." Kurz und knackig - bloß nicht den Leser langweilen.

Ich würde mich freuen, auch den nächsten Teil hier zu lesen, dann kann ich vielleicht noch mehr Senf dazu abgeben.

LG
hanna schrieb am 2010-07-22 18:42:02:
finde ich schön. weiter so
TIM schrieb am 2010-07-17 16:20:14:
Hallo,
Ich habe gerade deine Geschichte lesen und muss sagen, dass ich sie im gesamten doch recht gut finde.
Dennoch rate ich dir:; ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN ....
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung :D

Schreib weiter !
Das Kind des Mondes schrieb am 2010-07-17 01:13:35:
Tut mir leid, dass in einigen Wörtern in Bidestrich vorkommt ...
Ich hatte es aber so in mein Worddokument eingestellt

Viel Spass beim Lesen
fallu schrieb am 2010-07-17 01:10:19:
Oh, sehr schön geschrieben,
ich hoffe, dass du weiterschreibst :)

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Google
Pagerank Tools Pagerank Tools