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Kategorien > Fantasy > Urban

Das Kind des Mondes

von Das Kind des Mondes

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Wahrheit sagen werde. Was geht es sie denn schon an. Zumal, eine wirkliche Hilfe war sie auch nicht. In diesem Augenblick ich richte ich meinen Blick auf sie und starre sie an.
„Nein, ich hatte nicht den einen Traum – nicht bewusst. Ich kann mich nicht an ihn erinnern. Schein ein gutes Zeichen zu sein.“, entgegne ich ihr mit einer Deutlichkeit, die ihr zeigen soll, dass das Thema damit beendet ist.

Nach dem Frühstück nehme ich eine ausgiebige Dusche, die fünfzehn Minuten meines Le-bens beansprucht. Das warne Wasser prasselt auf meiner Körper herab und wächst den Schmutz des vergangenen Tages von ihn. Anschließend drehe ich das Wasser auf kalt.
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf. Ich gebe aus und springe aus der Dusche heraus, trockne mich ab, putze meine Zähne und ziehe mich daraufhin an. Ich verlasse das Badezimmer, laufe die Marmortreppe herunter, ziehe mir Schuhe an – dieses Mal meine Chucks, da meine anderen im Schlafzimmer sind und öffne die Haustür
„Ich bin unterwegs“, brülle ich durch unser Haus. Ohne eine Antwort abzuwarten, stürme ich heraus und schließe die Tür hinter mir.
Freiheit. Die sanfte Luft schmiegt sich an meinen Körper, der Frühlingsgeruch wird von mei-ner Nase wahrgenommen – duftend und die Vögel zwitschern. Alles ganz schön, aber jetzt nervt es mich.
Mit schnellen Schritten schreite auf die Straße zu und biege nach links ab um daraufhin wie-der nach rechts abbiege. Sofort stich mir dieses atemberaubende Haus ins Auge. Jedes Mal, wenn ich Emily besuche, bestaune ich dieses Haus. Ich vermute, dass es nur für mich das schönste Haus der Straße ist, denn es ist nicht sonderlich pompös oder groß, geschweige denn prunkvoll. Mich beeindruckt diese Einfachheit, die in dem Haus liegt. Es scheint, als würde es in einem kleinen Wald stehen, der das Haus schützend umgibt. Es hat den Charme eines klei-nen Bauernhauses, was so gar nicht in die Wohngegend passt, aber vielleicht deswegen faszi-niert es mich. Der kleine See auf der rechten Seiten des Hauses rundet es vollkommen ab, sodass ich sagen, dass Emily in einem absoluten Traumhaus wohnt.
Ich trete auf die Auffahrt und spüre augenblicklich die Atmosphäre die von dem Grundstück ausgeht. Es ist anders als unser Haus, wärmer, herzlicher, aber auch aufregender. Als ich an der weißen Holztür stehe, die zwei kleine Fenster beinhaltet. Die Sicht wird jedoch durch ei-nen beigen Vorhang verwehrt. Die kleinen Schnörkel die in einem leichten Goldton gehalten sind, wirken zwar zunächst kitschig, passen aber zum Gesamtbild des Hauses. Unter den klei-nen Fenstern hängt ein kleiner Knauf, mit dem man klopfen soll. Ich tue es. Nach einigen Se-kunden öffnet sich die Tür und ein Mädchen steht mir gegenüber.
„Hallo Luan.“, strahlt Emily mir entgegen und umarmt mich herzlich, wie es zu diesem Haus passt.
„Hey Emily, entschuldige, dass ich vorher nicht Bescheid gesagt habe, aber ich musste raus. Kennst du ja schon.“ Ich trete in ihr Haus hinein und folge Emily in ihr Zimmer, wo ich mich auf eine cremefarbenen Couch setze. Ich Zimmer ist nicht groß, aber es ist angemessen: Ein weißes Bett – kleiner als meins -, einen großen Kleiderschrank, ebenfalls in Weiß, ein weißes Sideboard, auf dem sich ein schwarzer Fernseher und eine Anlage befindet. Vor der Couch, auf der ich sitze, steht einer runder Glastisch, der zugegebenermaßen nicht zum Ambiente des Zimmers passt. Die Wände sind in einem leichten Cremeton gehalten, der von sechs kakao-braunen Streifen unterbrochen wird.
Emily setzt sich neben mich und guckt mir in meine Augen und ich in ihre.
„Also, was führt dich zu mir – so unangekündigt?“, fragte sie mich und hält dabei zwei, mit Wasser gefüllte Gläser in der Hand, reicht mir eines davon und setzt sich mich. Dabei guckt sie mir in meine Augen und ich in ihre. Ihr braunen Augen leuchten, wie… - einfach großartig. Ich braunes Haar und ihr heller Hauttyp wirken wir das Zusammenspiel zwischen Ying und Yang. Es soll nicht kitschig klingen, aber so ist es eben. Minutenlang könnte ich an ihrem Gesicht kleben und es betrachten, ihre Schönheit in den Himmel loben, auch wenn sie nicht für alle sichtbar ist, doch wie durch einen Blitz in meine Gedanken fällt mir ihre Frage ein. Ich bin mir unsicher, ob ich ihr von meinem Träumen erzählen soll – unsicher, wie ein Fohlen das seine ersten Schritte wagt.
„Ich wollte dich einfach nur wiedersehen und mich mit dir unterhalten.“, entgegne ich ihr mit ruhiger Stimme und lüge sie an. Meine beste Freundin!
Sie schwingt ihr Haar nach hinten und fragt mich unter anderem, wie bei es Elias war…

„Und, hast du schon alle Vorbereitungen für deinen Geburtstag getroffen? Ich mein, sechs-zehn wird man auch nur ein Mal im Leben.“, fragte sie mich nach einer viertel Stunde. Mitt-lerweile hatte uns ihre Mutter vier Stücke Käsekuchen hochgebracht, der wie gewöhnlich köstlich schmeckt.
„Ach, ich habe überhaupt keine Lust zu feiern. So besonders ist es auch noch sechszehn zu werden. Ich weiß, deine Feier zu deinem sechszehnten war großartig..., “ Ja, sie ist älter als ich. „…, aber ich bin nicht der Typ dafür“
„Spinnst du? Du musst deinen Geburtstag feiern, sonst klatscht es, aber keinen Beifall.“ Mit ihrem Lachen steckt sie mich an und wir lachen, gefühlte fünf Minuten aus tiefstem Herzen.

Wir unterhielten uns noch eine Weile über meine Geburtstagplanung, oder wie sie ihn gerne hätte. Ich aß zu Abendbrot, leckere Lasagne und verabschiedete mich gegen neun Uhr.
Zuhause angekommen, machte ich mir Bettfertig und schlief. Morgen bist du sechszehn dach-te ich, bevor ich einschlief.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich das übliche Bild – das übliche Trugbild - vor meinem geistigen Augen aufbaute.
Doch diese Nacht war es anders. Es war seltsam. Stehend auf der Straße, hatte ich damit ge-rechnet, dass der kalte Wind und die Finsternis zu schaffen machen wird. Jene Nacht aber, empfinde ich keine Kälte. Es fühlt sich wie eine angenehme Sommernacht an und riecht auch nach einer. Ich vernehme das Schließen der letzten Blüten, höre das Atmen einzelner Tiere und vernehme das Summen der umher kreisenden Insekten Die Straßenlaternen schalten sich ein und erhellen die Straße auf der ich mich befinde. Alles ist anders, bloß der Mond strahlt hell – heller als sonst.
Wie in meinen vorherigen Träumen versuche ich ihnen zu erreichen. Mir ist nicht bewusst, warum ich ihn erreichen will, nur, dass ich es muss. Schritt für Schritt komme ich im näher und spüre die Wärme dir er ausstrahlt, wie er meinen Körper mit Leben erfüllt, wie er meine Atmung reguliert, meinen Kreislauft kontrolliert, meine Organe aufrecht erhält. Trotzdessen habe ich einen freien Geist – unbeeinflusst.
Stehend vor dem Mond verharre ich, erstarre ich – unglaubwürdig. Sekunden, Minuten, Au-genblicke vergehen – bewegungslos.
Unerwartet erklingt ein Geräusch. Ein murmeln. Ich erlöse mich aus der Erstarrung, spitze meine Ohren und lausche dem Geräusch.
„Ân hì u L’êao da Móu.“ Ich nehme diese

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Kommentare

Lilly schrieb am 2010-07-27 21:39:19:
Meiner Meinung nach ist die geschichte gut geschrieben
es wäre aber schön, wenn du mehr auf das Aussehen eingegangen wärst :)

Schreib aber weiter
L.S. schrieb am 2010-07-27 16:05:36:
Hey Schreiberling,

Deine Geschichte habe ich nur überflogen, nichtsdestotrotz möchte ich dir einen Kommentar hinterlassen. Ich habe das Gefühl, dass das eine deiner ersten, wirklich längeren Geschichten und ein erster Gehversuch in der Welt des Schreibens ist. Versteh' mich nicht falsch, das ist in keinster Weise negativ gemeint. Die Story zeigt an manchen Stellen einfach nur, dass bei dir zwar schon Potenzial und auch Talent vorhanden ist, allerdings noch Erfahrung fehlt, um das ganze zu schleifen und zu verbessern. Aber die kann man sich leicht erarbeiten, indem man immer weiter schreibt, sich Kritik einholt und diese konstruktiv verarbeitet. Ich versuche, mal ein paar Beispiele zu geben, was man bei dir noch verbessern könnte:

1. Der Anfang: Mit "Vollkommene Stille." zu beginnen, ist recht geschickt gewählt. Kurz und prägnant, der Leser ist direkt in der Handlung (noch bessere Einstiege sind nur wörtliche Rede und direkte Aktionen). Allerdings ist der zweite Satz ein wenig verunglückt. Dass der Regionalexpress in Dunkelheit versunken ist, ist eine Information, die du sehr einfach geschickter einbauen kannst. Dass dein Protagonist in einem Waggon sitzt, brauchst du auch nicht noch extra zu erwähnen. Wenn er im Zug sitzt, muss er zwangsläufig auch in einem Waggon sitzen - doppelt gemoppelt. Z. Bsp. (nur als Beispiel verstehen) kannst du auch schreiben: "Nur das Rattern der Räder des Regionalexpress war zu hören. Ich hatte den Kopf gegen die Fensterscheibe gelehnt und sah hinaus in die Dunkelheit." So oder ähnlich.
Gefallen hat es mir, dass du hier sofort fragen aufwirfst, warum Luan denn noch so spät und ohne Ticket im Zug sitzt. Das hält den Leser bei der Stange. Den Seitenhieb auf die Bahn kannst du dir sparen oder geschickter und beiläufiger einbauen.

2. Stil: Du schreibst recht umgangssprachlich, sprichst den Leser direkt an. Das gefällt mir am Anfang recht gut, ist aber auch nicht immer der Burner. Aber ansonsten denke ich, passt er recht gut zu einem jugendlichen Helden.

Ich finde es toll, dass du immer wieder sehr klare Bezüge zu realen Schauplätzen, Marken und Ähnlichen herstellst, dass du genau schreibst, wo der Zug hinfährt, dass du erwähnst, von welcher Marke die Jeans ist, etc. Das schafft Atmosphäre. Ein Autor wählt immer das Spezifische, nie das Allgemeine (z. Bsp.: Nicht "Die Bäume reihten sich zu beiden Seiten der Straße auf", sondern "Linden/Erlen/Buchen/Eichen/etc. reihten sich zu beiden Seiten der Straße auf.")

Du schreibst lebhaft, das ist schon mal klasse und du versuchst auch, keine eindimensionalen Charaktere aufzubauen.

Vermeide allerdings zu viel Blabla ... Der Leser will nicht wissen, wie viele Zentimeter deine Figur jetzt genau groß ist, er will keine riesigen Blöcke, in denen sie bis aufs letzte Härchen beschrieben wird. Nimm dir irgendeinen Roman zur Hand, vielleicht Dan Brown. Die Figuren werden dort höchstens in drei Absätzen äußerlich beschrieben, viele Infos werden nur nebenbei eingeflochten, z. Bsp.: ""Du hast Recht!", sagte sie, während sie sich eine ihrer braunen Locken aus der Stirn strich." Kurz und knackig - bloß nicht den Leser langweilen.

Ich würde mich freuen, auch den nächsten Teil hier zu lesen, dann kann ich vielleicht noch mehr Senf dazu abgeben.

LG
hanna schrieb am 2010-07-22 18:42:02:
finde ich schön. weiter so
TIM schrieb am 2010-07-17 16:20:14:
Hallo,
Ich habe gerade deine Geschichte lesen und muss sagen, dass ich sie im gesamten doch recht gut finde.
Dennoch rate ich dir:; ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN ....
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung :D

Schreib weiter !
Das Kind des Mondes schrieb am 2010-07-17 01:13:35:
Tut mir leid, dass in einigen Wörtern in Bidestrich vorkommt ...
Ich hatte es aber so in mein Worddokument eingestellt

Viel Spass beim Lesen
fallu schrieb am 2010-07-17 01:10:19:
Oh, sehr schön geschrieben,
ich hoffe, dass du weiterschreibst :)

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