Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Philosophie > Philosophisches

Das Leben ist sinnvoll!!!

von Keno tom Brooks

1

Warum das Leben nicht sinnlos sein kann

Man kann sagen: jeder Tag ist jetzt gleich, nicht weil man das Geschehen besonders abstrakt betrachte, sondern tatsächlich gleich. Weil man keine Ziele mehr hat, hat man keinen Antrieb mehr etwas zu tun und an Ziele fehlt es, weil sie entweder soweit entfernt sind, dass es sich nicht lohnen kann sich für sie einzusetzen und auch nur einen kleinen Teil seines Tages für sie zu opfern, oder weil sie wenn auch theoretisch nah und mit einer kleinen Bewegung erreichbar, dennoch von der sich eingelebten Gewohnheit unmöglich gemacht wurden. Aber nicht die Entfernung, oder Gewohnheit allein sind das Problem, das mich vom Erreichen meiner Ziele abhält, denn auch wenn man sie nicht erreichen könnte, oder die Gewohnheit es mir verbieten würde, wären sie dennoch da, auch nach dem unerreichbaren kann man streben und auch die Mauern der Gewohnheit kann man zermürben, aber die Ziele selbst sind eben nichtmehr tragbar, denn wie kann man auch in den Boden einer ungewissen Zukunft soviel Vertrauen setzen, dass man seine Ziele darauf baut. Auch in meiner Passivität und Tatenlosigkeit ist noch Veränderung, die meine Ziele beeinflussen würde, wenn ich sie denn hätte und damit ist es vernünftig zukünftige Ziele zu verneinen. Es ist aber mit Sicherheit richtig, das dem Menschen manche Ziele angeboren sind, auch stehen diese nicht in der Zukunft, sie stehen vor mir und jeder Entscheidung die ich treffe, und ohne diese angeborenen Ziele wäre eine Bewegung überhaupt nicht möglich. Man würde sie (diese Bewegung) sinnlos nennen, wenn man noch einen Sinn darin sähe etwas mit Worten zu beschreiben. Nichts außer der Angeborenheit dieser menschlichen Triebe rechtfertigt sie. Wären sie der Rechtfertigung des Menschen unterworfen und wären sie von der Vernunft, oder dem Gefühl abhängig könnte jeder kleine Windstoß den Menschen in seinem Kern zerstören.
Aber es gibt diese Ziele des Menschen, die er nicht selbst zerstören, sondern nur verachten und verleugnen kann. Wenn er sie aber verleugnet und das Ziel, auf das sie gerichtet sind aus eigener Wahl, denn diese Wahl bleibt in seiner Entscheidung, nicht verfolgt, so verkümmert er, denn er lebt nicht aus einem bloßen Trieb heraus, sondern vom Verfolgen dieser Triebe, die nur deshalb so genannt werden, weil sie der Vernunft widerstehen, und nicht etwa, was richtig wäre ewig sinnlose Ziele.
Deshalb ist es zwar vernünftig ziellos zu sein, aber nicht möglich. Und wenn jemand dann behauptet das Leben wäre sinnlos, ist das falsch, weil ein Sinn ein Ziel ist und ein Trieb wiederum ein Ziel, das der Vernunft nicht Untertan und deshalb von ihr nicht widerlegt, sondern nur verleugnet werden kann. Das Leben ist also gezwungenermaßen sinnvoll.

1

Kommentare

marianne.engelbrecht@freenet.de schrieb am 2010-09-23 08:46:30:
Genial. Regt zum Nachdenken an. Inspiriert und baut auf.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.