Das Leben vvon Ihr Kapitel 1 + 2
von
Goldi
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Kapitel 1
Sie schenkte sich bereits den fünften Becher Kaffe an diesem Morgen ein. Es wurde den Abend zuvor mal wieder spät. Sie war zu lange auf, hatte zu viel getrunken und zu wenig geschlafen. Früher passierte ihr das öfter, sie redet sich ein, dass sie sich gebessert habe.
Im Büro erfindet sie wieder eine Story die Ihre Augenringe, ihre leichte Fahne vom Vorabend und ihr generell müdes Erscheinungsbild irgendwie rechtfertigen soll.
Sie ist Bürokauffrau, trägt wenig Verantwortung in ihrem Job und versucht nicht wirklich die Karriereleiter hochzuklettern.
Sie ist keinesfalls zufrieden mit ihrer jetzigen Position, lediglich zu faul etwas daran zu ändern. Das gibt sie selbstverständlich nicht zu.
Ihr Chef ist verständnisvoll und süß. Sie hat sich noch nie ernsthaft etwas mit ihm vorgestellt, aber würde den Gedanken auch nicht ablehnen.
Er bietet ihr eine Asperin an. Sie lehnt dankend ab und versichert ihrem verständnisvollen und süßem Chef, dass sie keinen wirklichen Kater hätte. Er hatte sie schon in schlimmeren Zuständen im Büro gesehen und glaubt ihr.
Mit dröhnenden Kopfschmerzen macht sie sich an die Arbeit, zum Glück ist heute ein ruhiger Tag. Die Zeit vergeht erstaunlich schnell, trotzdem sehnt sie sich nach der Mittagspause.
Ans Essen will sie gar nicht denken, viel lieber würde sie sich etwas hinlegen, ein Schläfchen machen, beschließt aber, dass dies kontraproduktiv sei und freut sich ein Wort wie kontraproduktiv in Ihre Gedankenzüge eingebaut zu haben.
Ihre Wohnung ist hübsch. Klein und zentral gelegen. Die Einrichtung zusammengewürfelt, natürlich hatte sie ganz genaue Einrichtungspläne gemacht mit ganz bezaubernden Details und wirklich stilvoll, aber sie hatte kein Geld für Möbel. Sie brauchte mehrere Monate in denen sie zwischen Kartons und Chaos lebte um ihren Stolz zu überwinden und Möbel von Familie und Freunden annahm. Jetzt ist sie glücklich darüber.
Jeden Tag guckt sie mehrmals in den Briefkasten, jedes mal mit der Angst eine Rechnung zu finden die sie nicht begleichen kann. Sie konnte noch nie mit Geld umgehen.
In ihrem Kleiderschrank hängt Prada und Calvin Klein, Ralph Lauren und Stefanel. In ihrem Kühlschrank herrscht gähnende Leere.
Mittlerweile ist sie von Kaffe auf Wasser umgestiegen.
Sie ist single. Behauptet gerne sie habe keine Zeit für eine Beziehung. Sie trifft sich oft mit reichen Männern, die ihr den Abend bezahlen, oder mit eher unattraktiven Loosertypen mit denen sie sich betrinkt und hinterher mit ihnen schläft.
Natürlich gibt es da einen gewissen Mann. Ihre bisherigen Zusammentreffen verliefen eher ungünstig, sie glaubt nicht wirklich mehr an ein happy end.
Sein Name ist Felix...
Kapitel 2
Sie lernten sich im Internet kennen. Es brauchte einige Gläser Wein bis sie sich durchringen konnte ihn anzuschreiben. Sie meinte er sah zu gut für sie aus, er spielte in einer anderen Liga. Felix ist groß, um die zwei Meter, hat kurze dunkle Haare, wenn er lächelt ein sehr breites Grinsen und sieht so aus, als würde er sich nicht groß darum kümmern was er anzieht. Trotzdem steht ihm sein nicht existierender Style hervorragend. Felix ist Lehrer. Für die Fächer Biologie und Deutsch. Sie hat immer Angst irgendetwas grammatisch falsches zu sagen. In Biologie war sie eine Niete. Generell liegen ihr Naturwissenschaften nicht. Biologie so sagt sie ist nur eine nette Tarnung für eine Gemisch aus Physik und Chemie. Diese Tatsache sagen sie einem aber zu spät, wenn man schon im Boot sitzt und nicht mehr rauskommt.
Ihre Chatgespräche waren nett. Klug, witzig mit so einem gewissen Charme. Sie wusste sie hatte einen von den Guten erwischt. Es dauerte nur eine kleine Weile bis sie sich zum ersten Treffen durchringen konnten. Für sie war das sehr ungewöhnlich.
Vor dem ersten Treffen war sie nervös. Sie wusste nicht was sie anziehen sollte. Wollte nicht zu gezwungen, zu speziell, zu formal... aussehen.
Beim Anziehen verschiedenster Outfits trank sie Wein. Nur in Unterwäsche huschte sie durch die Wohnung, wollte eine Freundin anrufen, hat aber niemanden erreicht. Dabei trank sie Wein. Sie hatte sich für ein Outfit entschieden, welches sie nicht völlig furchtbar fand. Zur Belohnung trank sie Wein.
In der Flasche war nur noch ein kleiner Rest, also schüttete sie sich noch mal ein, damit die Flasche leer war.
Sie hat keinen Führerschein, hat es versucht und ist kläglich gescheitert, also fuhr sie mit der Bahn. Sie war betrunken. Sie merkte, dass sie betrunken war und rief eine Freundin an. Diesmal erreichte sie jemanden. Sie erzählte ihrer Freundin, dass sie betrunken sei, die Freundin scheint wenig verwundert.
Sie traf sich mit Felix in einem Cafè, eigentlich war das Lokal Cafè, Bar und Restaurant in einem. Dank des Weines war sie nicht schüchtern, sie redete viel beide lachten, alles verlief gut. Zwar war Felix teilweise etwas irritiert über ein paar Aussagen von ihr, aber er schien nicht abgeschreckt.
Sie stiegen um von Kaffe auf Cocktails. Ein Fehler. Beide bestellten einen Long Island. Ein weiterer Fehler. Sie war betrunken, er nicht. Er wollte sich den Abend noch mit Freunden in einer Bar treffen, sie musste am nächsten Tag arbeiten.
Sie lud sich selbst zu dem Treffen mit den Freunden ein. Ein Fehler.
Es war eine kleine abgelegene Bar, in der sie noch nie zuvor war. Sie bestellte ein Bier, seine Freunde waren noch nicht da. Der Kellner brauchte unglaublich lange für die Getränke, in der Zeit sind die Freunde eingetroffen. Sie fühlte sich unwohl in der Runde.
Endlich kam das Bier und sie bestellte gleich mehrere Getränke, alle für sich, da der Kellner nur so selten an den Tisch kam. Die meisten aus der Runde tranken unalkoholische Getränke, manche ein Bier. Sie war auf hochprozentiges umgestiegen. Ein Fehler.
Es stellte sich heraus, dass an dem besagten Abend Karaoke in der Bar stattfand. Keiner aus der Runde singt Karaoke. Sie liebt Karaoke, weiß aber auch, dass sie nicht singen kann.
Sie hielt sich zurück und trank. Ihr wurde langweilig die Freunde waren ein „langweiliger Haufen“. Höchstwahrscheinlich war diese Ansicht auf den Alkohol zurückzuführen. Sie wollte feiern und Spaß haben. Sie meldete sich für die Karaoke an. Ein Fehler. Sie wählte einen Titel von Whitney Houston. Ein Fehler. Sie blamierte sich unsagbar. Vorhersehar.
Der Abend wurde lang, ihr wurde bewusst, dass sie am nächsten Tag arbeiten müsse. Sie entschloss sich die Nacht einfach durchzumachen. Ein Fehler. Irgendwann gegen drei kam sie zu Hause an, selbstverständlich allein. Sie hatte sich den ganzen Abend daneben benommen und einen sehr schlechten Eindruck bei Felix und seinen Freunden hinterlassen. Ein paar Stunden hatte sie noch bis sie wieder zur Arbeit müsste, also entschloss sie sich doch noch etwas zu schlafen. Sie stellte sich den Wecker und war nur wenige Minuten danach sofort eingeschlafen. Sie wachte völlig verkatert auf, den Wecker hatte sie nicht gehört. Sie war zu spät um noch ins Büro zugehen, vor allem in diesem Zustand. Sie
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Kommentare
pia schrieb am 2010-11-03 15:07:37:
das erste kapitel fand ich eher schlecht, das zweite war sehr lustig geschrieben! musste häufiger schmunzeln! :)
lg pia
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