Das Mädchen das ich liebte, ihr Freund und ich: Od
von
Jürgen Haidvogl
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Es war ein kalter Nachmittag im Dezember, als ich die Herbststraße entlang schlenderte. Ich ging langsam und wirkte nervös. Es fehlte mir nicht an Zeit, aber ich wollte dennoch schnell am Ziel sein. Allerdings trugen mich meine Beine nicht schnell genug voran. Es war beinahe so, als wollte ich im Unterbewussten nicht dort hinkommen, wo ich hin wollte. Dabei war ich unterwegs zu einer Schönheit. Zu einem Mädchen, dass ich schon seit einiger Zeit verehre, aber ich traute es mir ihr nie zu sagen. Ich war eine feige Sau.
Ich war mit dem Neuner zur Herbststraße gefahren und schritt zu Fuß beinahe bis zur Wattgasse. Dort war die Schule des gesagten Mädchens. Es handelte sich dabei um eine Modeschule und an diesem Tag, als ich kam um sie zu besuchen, war Tag der offenen Tür.
Als ich bei der Schule von dem Mädchen ankam, ihr Name ist übrigens Kathi, traute ich mich nicht ins Gebäude hinein. Ich dachte nur: Was sollen die Leute von mir denken? Für wen halten die mich dann bloß? Wie werden die dann hinter meinem Rücken über mich sprechen? Was für Gerüchte wird man über mich verbreiten?
Oh scheiße, war ich vielleicht Paranoid. Heute würde ich einfach ins Gebäude hinein gehen und mich umschauen. Wahrscheinlich sogar Betrunken. Aber das spielt keine Rolle.
Ich blieb stattdessen lieber in der Kälte und fror mir den Arsch und eine paar andere Körperteile ab. Wie ein Masochist. Kathi schickte mir eine SMS: „Bist du bald da?“
„Ja.“
„Und wann?“
„Jetzt.“
„Dann komm rein!“
„Komm doch raus und rauch mit mir eine!“
„Geht nicht, ich habe Unterricht.“
„Ach scheiß doch drauf und komm einfach raus.“
„Nein.“
„Doch.“
„Nein. Komm doch einfach rein!“
„Muss ich mir noch überlegen.“
„Ok, aber beeile dich.“
„Wieso?“
„Einfach so!“
Ich zündete mir eine Zigarette an und schritt herum. Währenddessen betrachtete ich ein wenig die Umgebung. Die Gebäude. Die Straßen und all die andere Scheiße. Über zwei Stunden lang. Dann hatte Kathi Schule aus. Sie kam aus dem Gebäude und konnte mich nicht sehen. Dabei stand ich nur auf der anderen Straßenseite. Und trotzdem konnte sie mich nicht entdecken.
Also schrieb mir Kathi: „Wo bist du?“
„Such mich!“
„Hör auf mit dem Scheiß und sag mir wo du bist.“
„Schau genau.“
„Hör auf mit dem Scheiß!“
„Ok.“
„Also, wo bist du?“
„Rat Mal!“
„Du Arsch….“
„Auf der anderen Straßenseite.“
„Siehst du mich?“
„Ja.“
„Dann komm zu mir.“
„Ok.“
Ich überquerte die Straße und kam zu Kathi. Sofort sagte sie: „Du bist ein ganz lustiger!“
„Danke.“
„Das war ironisch gemeint!“
„Bier?“, fragte ich und holte den sechser Träger aus meinem Rucksack.
„Ja“, sagte Kathi sofort, „gerne!“
Ich nahm eine Flasche, öffnete dies und gab ihr diese. Gleich darauf kam ihr Freund. Dieser widerliche Hurensohn. Ich konnte ihn nie leiden. Er ist ein Arschloch. Ich sagte: „Hallo.“
„Hallo“, erwiderte er, „bekomm ich auch ein Bier?“
„Klar“, sagte ich und hoffte, dass er daran erstickte.
Ich gab ihm ein Bier und nahm mir selbst auch eines. Wir stießen an und tranken. Ich nahm gleich mal einen ordentlichen Schluck. Immerhin musste ich etwas herunter spülen. Und zwar, dass Kathis Freund auch anwesend war. Dieser miese Hurensohn, den ich wie die Pest nicht ausstehen konnte. Ein Vixer, wo ich hoffte, dass er krepiert. Er war widerlich, wie es widerlicher nicht mehr ging. Einfach ein Arschgesicht, dass man mit dem Kopf voran ins WC stecken sollte. Ich hasste ihn, wie ich noch nie zuvor einen Menschen gehasst habe. Und ich wünschte mir, dass er verschwand. Weit weg. Am Besten durch ein schwarzes Loch.
Wir überquerten die Wattgasse und stellten uns zu einer Gruppe von Mädchen. Sie alle waren aus Kathis Klasse. Und während diesem kleinen Weg, war jeder kleine Kuss zwischen Kathi und ihrem Freund, Richi, wie tausend Nadelstiche ins Herz. So ein kurz vor einem Herzinfarkt Gefühl. Einfach nur Scheiße. Ich fühlte mich echt übel. Um genauer zu sein, ich fühlte mich seit Jahren nicht mehr so übel. Nicht mal, wenn ich Tagelang soff, könnte ich nicht mal an dieses Gefühl ran kommen. Auch nicht, wenn ich mich mehrere Wochen oder Monate durchgehend soff, könnte ich an dieses beschissene Gefühl nicht ran kommen. Ich müsste schon zwei oder drei Jahre durchgehend wach sein und ständig trinken und dann eine Nacht schlafen. Erst dann hätte ich das gleiche Gefühl, wie ich es an diesem Tag hatte, als Richi meine große Liebe andauernd küsste. Sie regelrecht ableckte. Seinen Speichel an ihr zurück lies. Ich wollte ihn töten.
„Wie geht’s dir?“, fragte Kathi.
„Gut“, log ich.
„Das ist schön.“
„Und dir?“
„Ja, auch gut.“
„Das ist schön.“
„Ich bin Klassensprecherin.“
„Cool.“
„Ja.“
„Ich gratuliere!“
„Danke.“
Und dann flüsterte Richi in Kathis Ohr: „Spielen wir heute Nacht Klassensprecherin und Schüler mit Problem?“
„Gerne“, kicherte sie.
Es widerte mich regelrecht an. Beinahe hätte ich gekotzt. Ich hasste diesen Richi. Er war mein Feind, auch wenn er es nie wusste. Am liebsten hätte ich ihn verprügelt, aber es gab leider ein Problem. Ich war und bin Pazifist. Gewalt war nie meine Stärke. Ich lehnte es ab. Es war unter meiner Würde.
„Wie wäre es, wenn wir uns irgendwo hinsetzen?“, fragte Richi.
„Gerne“, antwortete Kathi.
„Super.“
„Was sagst du, Jürgen?“, wollte Kathi wissen.
„Ja, warum nicht“, antwortete ich.
„Ok, dann lasst uns irgendwo hingehen!“
Wir gingen runter zur Thaliastraße und setzten uns dort in ein griechisches Lokal. Richi bestellte sich etwas zum Essen und ein Bier. Kathi und ich nur ein Bier. Er fraß und trank. Ich eigentlich auch. Nicht ganz. Ich trank nur. Mein Bier.
Als wir fertig waren, holten wir den Rest meines Bieres aus dem Rucksack und tranken noch ein wenig. Dann verabschiedeten wir uns. Wir gingen getrennte Wege. Richi fuhr mit Kathi zu ihr und ich schlenderte allein nach Hause.
Ich legte mich auf mein Bett und machte ein Nickerchen.
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Kommentare
Suggarfly schrieb am 2011-01-11 19:47:55:
Nr. 1.: Ich ging langsam und wirkte nervös. Wie kannst du selbst von dir schreiben ICH WIRKTE NERVÖS??? Ich meine, du schreibst von dir, entweder du bist nervös oder nicht :-)
Nr. 2.: aber ich traute es mir ihr nie zu sagen??? Geht das bitte auch auf Deutsch? :-)
Nr. 3: Ich nahm eine Flasche, öffnete dies und gab ihr diese. - geiler Satz :-)
Nr. 4: Ein Vixer, wo ich hoffte, dass er krepiert - türkisch Deutsch :-) nix für ungut.... aber lese nicht mehr weiter... hab jetzt schon mehrere Sachen von dir gelesen aber läuft alles irgendwie immer nur auf Sex und Depression raus... und dazu ist dein Schreibstil auch nicht gerade vom Feinsten... sorry aber muss da Mari einfach beipflichten
Mari schrieb am 2010-08-28 13:31:14:
die zweite Geschichte die ich von Dir gelesen habe. Und wohl auch die Letzte. Nix für ungut.... gefällt mir auch nicht. Es macht echt keinen Spaß das zu lesen.. fesselt mich kein bißchen.. Du solltest etwas anderes tun. Vielleicht Sport.. oder so...
Tanja xD schrieb am 2010-08-21 12:04:02:
Krasse geschichte xD
Aba iwi gut (:
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