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Kategorien > Grusel > Horror

Das Reh - Teil 2

von Celebration

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Ich weiß ja nicht ob ihr den ersten Teil gelesen habt..Wenn nicht wird es etwas schwer das hier zu verstehen. Guckt einfach nach Celebration,dort steht er. Es geht um ein Geistermädchen...

Am nächsten Tag lag ich immer noch wach in meinem Bett. Ich musste wohl schrecklich aussehen, denn als meine Tante ins Zimmer kam riss sie die kleinen Augen auf und fragte: „Was ist denn mit dir passiert?“ „Konnte nicht schlafen“, murmelte ich und drehte mich auf die Seite damit sie dachte ich wollte den Schlaf jetzt nachholen. Sie ging aus dem Zimmer und schloss die Tür. Ich sah auf die Uhr, es war schon halb zwei, eigentlich bin ich keine, die lange im Bett bleibt, aber was ich gestern gesehen hatte ließ mich einfach nicht los. „Frida?“ „ja, was ist?“, fragte ich. „Ich gehe in die Stadt und werde dort bei meiner Freundin übernachten, du kannst doch zwei Tage allein bleiben, oder?“ „Ja klar“ „Tschüß“, rief ich ihr hinterher, doch da war die Tür schon zugefallen. Ich kletterte aus meinem Bett und sprang unter die Dusche. Dann zog ich mich frisch an und trank eine Tasse Kakao. Was sollte ich jetzt tun? Wenn ich zuhause sturmfrei gehabt hätte, hätte ich Freunde eingeladen...Aber hier kannte ich keinen. Ich ging auf den Dachboden und nahm die Fotos mit auf die Veranda. Dort stellte ich sie auf den Tisch und legte mich in die Hängematte. Es waren schöne Aufnahmen. Tante Hannahs Hochzeit, ihr Mann ist gestorben. Bilder von ihren Kindern, auf den neueren waren sogar ich und mein Bruder. Meine Mutter hatte echt schön ausgesehen damals. Plötzlich fiel mir eine Aufnahme auf, es war ein kleines schwarzweiß Foto von Tante Hannah. Sie stand mit wehenden Haaren im Feld und lachte. Aber das entscheidende war das Reh im Hintergrund, dass seinen Kopf in Richtung Kamera wandte und die Beine kreuzte, es hatte keine Augen. Ich sah genauer hin, vielleicht war das nur eine Täuschung wegen dem schwarzweiß und so, aber es hatte wirklich keine Augen. Wie hatte das Reh gestern ausgesehen? Hatte es Augen gehabt? Ich hatte in der Aufregung nicht darauf geachtet. Ich steckte das Foto in die Tasche meines Kleides und ging wieder ins Haus, wir hatten erst drei Uhr. Ich konnte noch ins Dorf fahren und ein paar Leute kennen lernen.

Mit meinem Fahrrad fuhr in das kleine Dorf. Ich stellte es am Rande der Stadt, was hier so viel wie eine Straße mit Geschäften ist ab und ging zu Fuß weiter. Anscheinend kannte hier jeder jeden, außer mich, denn alle Leute sahen mich an. Ich war also die „neue“ in dieser kleinen Gemeinde. Schön. Ich sah mich nach einem Café um und fand auch schnell eins. Café Einstein, na das war doch mal ein interessanter Name. Die Bedienung lächelte freundlich. „Was hätten sie denn gerne?“ „Einen Eiskaffe, wenn sie haben“ „Aber natürlich. Kommt sofort“ Ich lehnte mich zurück und schloss die Augen. Es wehte eine leichte Brise und eine vorlaute Haarsträhne machte sich los und streichelte sanft meine Wange. „Hier, bitte“ Ich schreckte auf. Oh. Die Bedienung stellte mir meinen Eiskaffe hin. „Danke“, ich lächelte. Während ich in dem Eis herumstocherte sah ich mich um. Ein paar Leute saßen hier und da, ein paar Pärchen bummelten gemütlich durch die Einkaufsstraße und ein paar Kinder spielten mit einem Ball, bis eine Frau aus einem Hauseingang trat und sie hereinrief. Die Pflastersteine Auf dem Boden hatten ein Blumenmuster und der Frisör gegenüber fegte die Haare auf dem Boden zusammen. Es war ungewöhnlich still. Die wenigen Autos, die es gab standen untätig herum. Ich bezahlte und trat aus dem Schatten der Markise. Nach einigem herumschlendern fand ich einen alten Platz mit einem Springbrunnen in der Mitte. Ein paar Kinder in meinem Alter saßen dort herum und redeten. Ich trat aus der Seitengasse und setzte mich auf den Rand des Brunnens. Sie bemerkten mich sofort. Jetzt konnte ich nur das beste draus machen. „Hallo“, sagte ich vorsichtig. Keiner erwiderte etwas. Ein bisschen schüchtern vielleicht? Ein großer Junge mit schwarzen Haaren kam auf mich zu. „Hallo ich bin Luis“, sagte er aufmunternd. „Hey, ich heiße Frida und ich bin neu hier“ „Merkt man“, er grinste. „Das hier sind Charlotte, Max, Adrian, Caro, Rebekka und Jonas“, stellte er die anderen vor. „Hallo. Was macht ihr denn so?“ Max kam auf mich zu. „Nichts, was denn sonst? Kommst du aus der Stadt?“, fragte er. „Ja, mitten aus Paris“ „Da hab ich schon mal gewohnt!“, sagte Charlotte „Ich vermisse es richtig. Die ganzen Geschäfte, meine früheren Freunde und es war immer was los. Aber meine Eltern wollten ja unbedingt in diese Einöde ziehen..“ Charlotte schien richtig aufgebracht. In dem Hauseingang des grauen Hauses dahinten hatte sich etwas bewegt, aus dem Augenwinkel sah ich ein Mädchen in meinem Alter das jetzt schnell wieder ins Haus lief. „Wer war das?“, wollte ich wissen. „Wer?“ „Da, in dem grauen Haus“ ich zeigte auf das große Haus. „Da wohnt doch seit Ewigkeiten keiner mehr. „Aber..“ Plötzlich fiel ein Blumentopf von einer Fensterbank und zerschellte auf dem Steinboden. Eine Frau streckte den Kopf durch das Fenster. „Das tut mir Leid“ sagte sie als sie unsere erschrockenen Gesichter sah „Wie konnte das nur passieren?“ Sie schüttelte den Kopf. „Warte, wir helfen dir“, sagte das Mädchen das Caro hieß und zerrte die jüngere Rebekka auf die Scherben und Erdreste zu. „Und das war jetzt das Ereignis des Tages“, kommentierte Charlotte. „Ach komm. So langweilig ist es hier auch nicht“, sagte Luis „Wie wär’s wenn heute alle bei mir übernachten?“ „Von mir aus..“ Ich wusste nicht ob auch ich gemeint was also sagte ich erst mal nichts. „Du auch, Frida?“, fragte Luis. „Klar!“ „Super, ich frag nur schnell“ Er lief auf ein blaues Haus zu und klingelte. Ich sah durch die Runde. Max und Adrian, die bisher noch gar nichts gesagt hatten redeten leise miteinander. Jonas lächelte mich freundlich an und Charlotte schien in Gedanken versunken. Ich ging zu Jonas. „Hey“, sagte er „Bist du hier im Urlaub?“ „Ja, ich wohne bei meiner Tante“ Luis kam auf uns zu. Er warf Jonas einen bösen Blick zu und sagte niedergeschlagen: „Wird heute nichts, meine Mutter ist schlecht gelaunt“ Ein Stöhnen ging durch die Runde. Charlotte guckte als ob sie sagen wollte: Hab ich’s nicht gesagt? Ich sah zu dem aufrichtig bekümmerten Luis und sagte: „Wenn ihr Lust habt können wir zu mir gehen“, sagte ich. „Echt? Was ist denn mit deiner Tante?“, fragte Jonas. „Die kommt erst morgen Abend zurück. Wenn ihr wollt könnt ihr bei mir übernachten“ „Na das hört sich doch gut an, wo wohnt deine Tante?“ „Weiter außerhalb vom Dorf. Habt ihr Fahrräder?“ „Ja“ Wir standen auf um die Fahrräder zu holen, die am Rande des Platzes standen. Rebekka und Caro blieben sitzen. „Was ist? Kommt ihr jetzt oder was?“, rief Luis ihnen zu. „Ne, keinen Bock“, sagte Rebekka. „Warum?“, fragte ich. „Einfach keinen Bock okay?!“, sagte Caro eingeschnappt und die beiden gingen weg. „Hab ich irgendwas gesagt?“ „Ne“, sagte Luis verwundert „Sonst sind die ganz cool drauf“

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