Das Schiff
von
Nici H.
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Stapel von Bildern vor. Sie ist ziemlich enttäuscht. Aber was er wartet man schon. Man soll sein Glück schließlich auch nicht herausfordern.
Gerade will Vivi sich zurücklehnen, als ihre Mutter eines der letzten Bilder von dem Stapel nimmt. Da liegt es. Ein Dreimaster auf hoher See. Weit und breit kein Land in Sicht. Die Sonne spiegelt sich in den Segeln und die Gischt spritzt von den Wellen. Alles sieht genau so aus, wie Vivi es sich vorgestellt hat. Auf den Pinselstrich genau. Ohne lange zu überlegen ruft sie: „Das Bild möchte ich haben !“ Verwundert guckt die kleine Runde sie an. Ihre Mutter ist die Erste, die die Zusammenhänge zwischen dem Bild, dem Vater ihrer Tochter und ihrem Geburtstag versteht. Sie lächelt. Doch obwohl Vivi heute Geburtstag hat kann sie das Bild nicht bekommen, denn viel Geld hat die Familie nicht und das Bild ist auch nicht gerade billig. Da das Bild noch nicht signiert ist lässt sich ein Kompromiss schließen. Der Maler nimmt das Bild noch einmal mit in die Niederlande um es signieren zu lassen und wenn er das nächste mal in das kleine Dorf an der Küste kommt, bringt er es vorbei. Bis dahin kann Vivi dann ihr Taschengeld sparen um das Bild bezahlen zu können. Das ist zwar nicht leicht, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
An diesem Abend sitzt die Familie noch lange im Garten und unterhalten sich mit dem Maler. Auch in den nächsten Tagen in denen er in dem kleinen Dorf ist kommt er noch einige male vorbei.
Circa drei Monate später klingelt es wieder an der Haustür. Wieder steht der Maler davor. Wieder hat er das Bild mit dem Schiff dabei. Diesmal ist es signiert. Und es sieht fast noch schöner aus als Vivi es in Erinnerung hat. Nachdem sie das Bild bezahlt sitzen sie wieder mit dem Maler zusammen und unterhalten sich.
Nachdem der Maler gegangen ist hängt sie das Bild sofort in ihr Zimmer über das Kopfende ihres Bettes. Da hängt es nun und jedes Mal wenn Vivi es betrachtet denke sie an die Geschehnisse des letzten Sommers.
Sie glaubt, dass das Bild so zu sagen ein Geburtstagsgeschenk ihres Vaters ist, denn dass so viele zusammenpassende Zufälle eintreten und dann auch noch an ihrem Geburtstag, dass kann sie sich beim besten Willen nicht vorstellen.
Ich habe diese Geschichte wirklich erlebt. Dennoch finde ich nicht, dass sie in der Kategorie "Nach einer wahren Begebenheit" richtig aufgehoben währe. Ob ihr diese Geschichte glaubt oder nicht bleibt euch überlassen. Ich hoffe es hat euch gefallen.
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