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Kategorien > Fantasie und Liebe > Das einfache Leben & Magier

Das Siegel (Kapitel 1)

von Elina

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1. Willkommen im neuen Heim
„Oh, Mist!“, murmelte ich verschlafen, als mein Wecker mich aus dem Schlaf riss.
Ich warf einen Blick auf die Zeit und unterdrückte mit Mühe ein Gähnen.
7:00 am Morgen. Langsam bewegte ich meinen Körper in eine aufrechte Position und betrachtete mich im Spiegel. Mein mittellanges, braunes Haar was vollkommen durcheinander. Ich seufzte und versuchte sie mit Hilfe meiner Bürste wieder in Ordnung zu bringen. Ich hätte gestern Abend nicht duschen sollen…
Meine verschlafenen grün-blauen Augen waren noch halb zu und sahen nicht gerade begeistert aus…
Ich, Tiana Odette Océana Black, bin 17 Jahre alt und ein normales High School Mädchen. Ok, mein Name ist nicht gerade normal für ein Amerikanisches Mädchen. Um genau zu sein, meine Mutter ist aus Frankreich. Sie ist Anwältin.
Mein Vater ist ein Schriftsteller. Und Amerikanisch.
Er ist ein Künstler, darum habe ich so viele Namen. Natürlich sind die französischen Namen auf dem Mist meiner Mutter gewachsen.
Auch mein Bruder konnte ihrer Kreativität nicht entweichen.
Sein Name lautet: Nicolas Rémy Anthony Black.
Und nun… sollte ich nach Anna Maria ziehen, eine kleine Stadt in Florida, nicht weit weg von Bradenton.
Und das alles nur alleine mit meinem Vater. Natürlich war mein Bruder schuld daran.
Weil er in unserer alten Heimat Santa Clara in Kalifornien studiert.
Mein Vater will mit dem Umzug unser Leben ändern. Weil seine Muse noch viel mehr blühen sollte als zuvor... Oh mein Gott!
Meine Mutter konnte und wollte meinen Bruder nicht alleine in Kalifornien lassen, daher ziehen jetzt nur mein Dad und ich im Moment um.
Gestern sind wir hier angekommen und „nach Hause“ gefahren.
Mein Vater summte die ganze Fahrt vor sich hin. Er schien kein Problem damit zu haben, all seine Freunde zurückzulassen.
Ich starrte nur nach draußen. Es war schon stockfinster draußen, aber vielleicht war das, was ich gerade brauchte. Ich war so deprimiert.
„Ach komm, Tia, schau nicht so!“, meinte mein Vater aufgebracht.
„Aber ich vermisse meine Freunde… und Mum und Nic…“, hauchte ich verzweifelt.
Er fuhr einfach weiter und nach einer Weile wisperte er: „Du findest hier bestimmt auch gute Freunde, da bin ich sicher. Und Mum und Nic kommen in ein paar Jahren nach.“
In ein paar Jahre, ja toll…
Den restlichen Weg schwiegen wir beide und hingen unseren Gedanken nach.
Dann kamen wir bei unserem Haus an. Eigentlich hatte ich eine kleine, verfallene Hütte erwartet und war dann sehr überrascht, als ich sah, dass dies nicht der Fall war.
Es war ein großes modernes Haus. Es sah gar nicht mal so schlecht aus, zugegeben.
Die Südwand bestand komplett aus Glas, was wunderschön aussah. Ebenfalls an der Südseite befand sich ein Balkon, von dem aus man das Meer sehen konnte, wie ich später feststellte.
Es war direkt am Strand. Nur ein paar Büsche und Bäume schirmten das Haus davon ab.
„Wie kannst du dir so was leisten?“, fragte ich meinen Vater ungläubig.
Dieser lachte nur, was meine Sorge nicht gerade befriedigte.
Er schloss die Tür auf, öffnete sie und machte Licht in der Eingangshalle.
Zuerst erkundeten wir das Erdgeschoss.
Die Küche, das Wohnzimmer, ein Badezimmer, ein Gästezimmer und das Arbeitszimmer, das künftig meinem Vater gehören würde, befanden sich hier.
Aber das konnte ich nur erraten, denn es befanden sich noch keine Möbel im Haus.
Das gesamte Haus war sehr offen; das Wohnzimmer wurde nur durch eine Theke von der Küche getrennt.
Dann machte mich der erste Stock neugierig. Er bestand aus einem weiterem Bad, drei Schlafzimmern und einer Abstellkammer.
Der Raum im südlichen Teil des Hauses war wunderschön.
Der eine Teil des Zimmers war schräg wegen des Dachs. Die Südseite bestand, wie im Erdgeschoss, ebenfalls nur aus Glas. Über die Bäume und Büsche konnte man von hier bis zum Meer sehen. Der Parkettboden war hellbraun und die Wände in leichtem orange gestrichen.
Ich liebte es auf Anhieb.
Mein Vater musste meinen begeisterten Ausdruck gesehen haben, jedenfalls lächelte er leicht und fragte ganz unschuldig: „Willst du dieses Zimmer haben?“
Ich konnte nur still nicken – die Pracht des Raums ließen meine Worte im Hals stecken bleiben – und ungewollt lächeln.

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Kommentare

jenny schrieb am 2009-11-19 20:33:22:
schnell weiter schreiben=) der anfang scheint vielversprechend zu sein^^ gefällt mir gut.

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