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Kategorien > Fantasie und Liebe > Fantasie und liebe

Das Siegel (Kapitel 2)

von Elina

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2.Der erste Schultag

Und dann kam mein erster Tag hier.
Eine neue Schule, neue Menschen, ein neues Haus – welches noch nicht mal Möbel besaß – und ein neuer Beginn meines Lebens erwarteten mich.
Ich war an große Städte gewohnt… aber irgendwie mochte ich die Landschaft und das moderne Haus.
Ich beschloss ins Bad zu gehen und mir meine Schläfrigkeit abzuwaschen. Als ich dann zum zweiten Mal in den Spiegel blickte, stellte ich fest, dass mein Gesicht nun schon viel fitter wie zuvor aussah.
Mein Zimmer bestand bisher nur aus meinem Bett, einem wackeligem Stuhl und einem schlichten Tisch. Mein Kleiderschrank war noch nicht aufgebaut.
Daher nahm ich meine Klamotten einfach aus dem Umzugskarton und warf sie auf mein Bett. Hm… was soll ich anziehen, fragte ich mich selbst.
Ich entschied mich für eine kurze Jeans – es war hier sehr warm – und ein rotes Spagettiträger top. Ich packte meine Schultasche und ging nach unten.
Mein Vater las Zeitung und hatte bereits Frühstück gemacht.
Auch die Küche war noch nicht voll bestückt. Ein Tisch, ein Küchenschrank und zwei Klappstühle waren das Einzige, das vorhanden war.
Die Fenster in der Südseite ließen durch die durchsichtigen Vorhänge warmes Licht herein.
Die Wände waren in einem olivgrün gehalten und der Boden bestand aus weißen Fließen.
Ich nahm mir einen Toast und versuchte, ihn in den Toaster zu bugsieren. Er fiel allerdings daneben und landete am Boden. Seufzend bückte ich mich und versuchte es ein zweites Mal, diesmal mit mehr Erfolg. Er landete im Toaster.
Mein Dad kicherte leise hinter seiner Zeitung.
„Morgen.“, murmelte ich und mein Vater ließ die Zeitung sinken. Er betrachtete mich über die Ränder seiner Brille. Sein Blick zeigte immer noch Vergnügen über meine Schussligkeit.
„Guten Morgen, meine geliebte Tochter.“ Seine Stimme sprühte vor Zuversicht und Vergnügtheit.
Er umarmte mich und gab mir einen Kuss auf meine Haare.
Mein Toast sprang heraus und ich fing an, ihn mit Butter zu bestreichen.
Dann biss ich ab und fragte nuschelnd: „Warum machen wir das genau nochmal?“
Er grinste noch breiter als er es sowieso schon getan hatte. „Ich habe das Gefühl, dass meine Muse hier auf mich wartet, ich muss sie nur noch finden.“
Ich verzog das Gesicht und schluckte den Rest meines Brotes.
„Finde nette Freunde, ja?“ Er sah mich eindringlich an.
Ich nickte stumm und stand vom Klappstuhl auf.
Es war bereits spät, daher beeilte ich mich nochmal ins Bad zu gehen und mir meine Zähne zu putzen.
Dann nahm ich meine Tasche und sprang die Treppe hinunter.
„Bye, Dad!“ rief ich in Richtung Küche.
Ich hörte ihn noch irgendetwas rufen – allerdings verstand ich nicht die genauen Worte – und stürmte aus dem Haus.
Ein Petrolfarbenes Auto, welches mein Vater für mich gekauft hatte, stand vor der Tür.
Er brauchte ja kein Auto… Er konnte überall arbeiten.
Aber ich war froh so ein tolles Auto bekommen zu haben. Mein Dad erklärte mir, dass es ein Buick LaCrosse war, allerdings hatte ich keine Ahnung was das für eine Marke war.
Aber ich musste zur Schule fahren, die 21 Minuten und ca. 10 Meilen entfernt war.
Der Name der Schule war „Manatee High School“ und sie hatte eine Partnerschaft mit einer deutschen Schule. Ich mochte Deutschland. Ich war schon oft dort gewesen.
Ich stieg also in das Auto ein und startete den Motor. Ein leichtes Surren ertönte und ich schaltete in den Rückwärtsgang.
Dann fuhr ich zur Schule. Die Hälfte des Weges verlief an der Küste. Es war wirklich schön hier, auch wenn ich mein altes Heim und meine paar Freunde vermisste.
Die Sonne schien leicht und hüllte alles in warmes Licht.
Die Stadt von Anna Maria bestand vor allem aus Urlaubshäusern und die meisten Einwohner hatten ausländische Vorfahren. Naja, wenigstens fiel ich dann mit einer französischen Mutter nicht all zu sehr aus dem Rahmen.
Ich musste grinsen.

Als ich bei der neuen Schule ankam, fuhr ich erst mal zum Parkplatz.
Viele Schüler standen hier neben ihren Autos.
Entweder bemerkten sie mich nicht, oder sie ignorierten mich, da war ich mir nicht sicher. Aber das war für mich der beste Weg… Ich hasste es, wenn mich alle anstarrten.
Die Schule war ein großes, aus roten Ziegeln bestehendes Gebäude. Auf einem großen Schild stand: Manatee High School.
Ok, wenigstens hatte ich die richtige Schule gefunden.
Ich betrat das Gebäude durch die großen Eintrittsflügel und sah mich nach der Hauptverwaltung um.
Okay… du schaffst das, redete ich mir gut zu.
Dann kam ein Junge auf mich zu. Er lächelte zunächst freundlich.
„Kann ich dir helfen, Kleine?“, fragte er.
Kleine? Ich mag ihn nicht, schoss es mir intuitiv durch den Kopf.
„Nein, danke. Ich finde mich schon selbst zurecht.“, sagte ich ihm.
Seine Augen zeigten, dass er vergnügt war. Er machte einen Schritt auf mich zu.
Er war sehr groß, fast einen Kopf größer als ich. Seine kurzen, blonden Haare trieften vor Gel. Sein Muskelshirt zeigte seine Armmuskeln, auf die er sichtlich stolz zu sein schien.
Ein dumpfes Gefühl erfüllte meine Brust und ich spürte, wie mein Mut nachließ.
Was hatte er vor?
Sein Blick wurde plötzlich ernst und er lachte humorlos.
„Komm schon! Stell dich nicht so an und komm mit!“ befahl er und packte mich am Arm.
Ich entriss meinen Arm seinem Griff und funkelte ihn böse an.
„Untersteh dich, mich anzufassen!“, fauchte ich.
Er trat einen Schritt zurück und lachte verächtlich.
„Komm schon, sei nicht so eine Zicke.“, meinte er.
Daraufhin drehte ich mich einfach um, ging in die entgegengesetzte Richtung davon und ließ ihn stehen.
Ich konnte meinen Körper nicht davon abhalten, ein bisschen zu zittern.
Ich hielt solche Typen nicht aus. Sie waren verabscheuenswürdig und eklig.
Angeekelt seufzte ich und versuchte erneut, das Sekretariat zu finden.
Ein Mädchen schien meine Reaktionen gesehen zu haben. Sie fragte mich, ob ich Hilfe bräuchte.
Das Mädchen war ziemlich groß und hatte lange, blonde Haare. Sie lächelte freundlich und das machte sie ziemlich attraktiv. Sie schien wirklich nett zu sein, ganz im Gegensatz zu diesem Typen.
Ich nickte eingeschüchtert – so eine Schönheit – und fragte sie, wo die Hauptverwaltung sei.
„Sie ist im ersten Stock. Ich kann dich hinbringen wenn du willst.“, bot sie mir mit einem warmen Lächeln an.
„Danke!“, antwortete ich schüchtern und folgte ihr.
Auf der Treppe stürzte ich fast, konnte mich allerdings selbst noch abfangen.
Ok, meine Schussligkeit war in dieser neuen Umgebung wohl nicht besser geworden.
„Alles ok?“, fragte das Mädchen, ihre Augen mich untersuchend.
Ich nickte und fühlte, wie mir die Röte in die Wangen schoss.
Sie lächelte wieder und ging weiter.
Als wir im Sekretariat ankamen, lief eine Frau aufgeregt hinter ihrem Empfangstresen hin und her.
Dann bemerkte sie meine Anwesenheit – das Mädchen wartete draußen – und richtete ihre Augen auf mich.
„Hallo, was ist mit dir? Was willst du?“, fragte sie, etwas gestresst mit einem Haufen Papier rumfuchtelnd.
Ich atmete tief ein und versuchte zu

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Kommentare

!! schrieb am 2010-05-26 09:40:18:
Darf man auf Kapitel 3 noch hoffen ??? :D
miriam schrieb am 2009-12-10 19:53:33:
mich erinnert's vom anfang her ein wenig an die Bis(s)- Reihe... mal sehen wie's weiter geht, bin auf jeden Fall gespannt :)
lg, miri
jenny schrieb am 2009-12-09 19:01:22:
echt gut. schnell weiter schreiben. du hast einen tollen und intereassanten stil=)
lg jenny

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