Das Versprechen der Zeit
von
Eve
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Das Versprechen der Zeit
Auf vereisten Schnee hörte ich meine Schritte ich konnte vernehmen wie sich der harte Schnee an meinen Schuhen vorbeidrückt und tiefe Abdrücke hinterließ. Ich spürte keine durchdringende Kälte obwohl es so um die – 10 Grad sein müssten, doch es ist solch ein Wetter denn man im Volksmund trockene Kälte nennt. Beim tiefen einatmen spüre ich wie meine Nasenhaare gefrieren und meine Lungen sich zusammen ziehen aber der Duft an diesem Wintermorgen erfüllt mich mit Ruhe. So still scheint es draußen und so makellos weiß ist die Welt die meine Augen erblickt. Ich spüre wie mich die Ruhe einnimmt und es macht den Anschein als könne nichts diesen Morgen aufwecken. So stampfe ich durch den Wald und verspüre den Drang meine nackten Füße in den Schnee zu tauchen um das Gefühl so nah zu spüren wie sich meine Poren zusammenziehen und meine Muskeln sich verkrampfen vor Kälte, doch keine Zeit bleib mir, ich muss zum Morgengrauen zurück sein. Ich kämpfe mit mir, nicht auf des Eises Kälte Grund und doch weil mein warmes Bett mein Namen lieblich in den frühen Morgenstund ruft. Ich will ihm inne wohne doch nun bin ich hier und alles sträuben lohnt sich nicht, kein wehklagen soll durch die Nacht erklingen, ich werde nicht nachgeben bis ich meine Schuldigkeit getan. Es ist bald soweit ich kenne diese Stelle hier kam ich vorbei als mich mein Weg zum erste male hier herführte. Das Herz war mir damals so schwer wie heute. Welch antrieb habe ich hier umherzuwandeln. Hunger verspüre ich schon seit dem Schlafe doch Nahrung wird mir noch nicht zu teil. Eine Mission hält auf mich auf normalen Wege, scheint sich in mein Leben zu drängen wie ein altes Versprechen es hier einlösen zu müssen. Räuber meines Schlafes ihr was man Gewissen nennt. Zuckersüß schien mir einst die Aussicht es hier verweilen zu lassen nun scheint es mehr als würde ich Wunden aufreißen und längst vergangenes heraufbeschwörend. Tag lass auf dich warten, mein Weg ist nicht mehr weit. Das Dunkel gibt mir Schutz und hüllt mich in Angst voll Unbehagen. Es knackt und knirscht, alte Wipfel kann ich reizen hören, eine Eule der Ihr Nachtgewand zu luftig ist heult durch das Geäst. Wie ein Gefährte begleitet mich der Wind der nach jedem abgleiten eines Baumes pfeift. Kann ich das Mondlicht glitzernd auf der Anhöhe sehen, blau gefärbter Schnee wie eine undurchdringbare Decke. Wo ist mein Zuhause, wenn nicht in mir, wo geh ich hin wenn es vorbei ist wer fragt mich nach dem Warum, habe ich eine Antwort, wenn. Ich will nicht wissen wie es ist wenn es vorbei ist, die Reise ist vorbei und doch fängt sie an. Ich habe es doch nicht gewusst ich wollte es auch nicht wissen, jetzt wo ich gleich da bin will ich nicht weiter gehen. Dein Ende ist mein Ende. Doch es war Versprechen und ich muss es tun, ich bin spät dran! Zwischen diesen drei Bäumen hinter dem Hügel an dem alten Stumpf vorbei, bei diesem Schnee kann ich ihn gar nicht sehen. Als wenn ich ihn wirklich für meine Orientierung brauche, als wenn ich diesen weg nicht in jeder Nacht vor mir gesehen hätte als wenn ich diesen Weg nicht selber wählte als wenn ein Wächter die Reise nicht kennt. Noch diese eine Frage, wann fängt ein neues Leben an? Da ist es, ich kann es sehen, wer sah dich noch, wer wird dich sehen, wie wird es sein, fühlst du es, kannst du spüren das ich komme. Weißt du was passieren wird, wirst du dich wohl fühlen, wird es in deinem Sinne sein. Ich fange an zu graben, immer tiefer, bis alles befreit ist, es ist schwer durch den vereisten Boden zu schaufeln, doch ich will auf keinen Fall einen Teil von dir verletzten oder etwas zurück lassen, du sollst mit mir kommen in deiner vollkommenden Schönheit. Als ich dich einst hier vergrub waren meine Liebe und meine Hoffnung das du zu dem wirst der du heute bist so groß und du hast dich noch schöner und prächtiger entwickelt. Sie werden sich an Dir ergötzen Sie werden deine Schönheit preisen sie werden dich schmücken sie werden sich an dir lehnen, du wirst eine Bereicherung für Sie sein. Ich werde dich gut verpacken damit du dich nicht verletzt auf der Reise zurück. Es dauert ein Stück aber wir werden es schaffen! Ich sehe schon die warmen Lichter aus den Häusern schimmern, der Tag scheint langsam zu erwachen, bald wird die Stille aufgebrochen sein und die Regsamkeit des Tages wird die Ruhe des morgens entzweien und der Tag bricht an. Ich kann die Sonne aufgehen sehen und es setzt der Frühnebel ein der letzte Schleier bevor die Sonne die Welt in Licht hüllt. Wir sind da. Es scheint noch niemand wach zu sein Wir haben es geschafft die Zeit war uns holt. Ich trage dich behutsam ins Haus und stelle dich auf in der nähe des Kamins das ein warmer Hauch stets an dir sein soll. Wie gut du aussiehst, wie prächtig du mir erscheinst, du bist so wunderschön. Die Jahre im tiefem Wald haben dich so aufblühen lassen, du hast dein Gewand so dicht und weit geformt das du gefeit vor wind und Wetter bist, oh du schöne Gestalt. Es regt sich im Haus, sie werden wach, ich vernehme leises Raunen aus der oberen Etage gleich wird es so weit sein, sie werden dich sehen. Ich lege dir noch schnell ein Licht an so das sich jeder sehen kann. Es ist Weihnachtsmorgen und die Tür öffnet sich da stehen sie Meine Frau Maria und meine schönste Tochter Sandrin, sie ist nun schon 10 Jahre alt und zu ihrer Geburt erwählten wir diese kleinen Tannenbaum er maß 25 cm und heute nun misst er 2,30 m. Es ist ihr Baum, für sie wurde er gepflanzt ihre Augen sollen ihn nun erblicken und nach diesen schönen Tagen soll er im Garten seinen Platz bei uns finden und mit seinem Antlitz uns ein jeden Tag erfreuen. Sandrin reißt die Augen auf und kann es nicht fassen. Sie verliert eine Träne und sagt,“ Mami so einen schönen Baum habe ich noch nie gesehen „. Wir setzten uns vor den Baum und ich erzähle ihr Ihre Geschichte einer Ehre die ihr zu teil wird ihr Name ihre Geburt ihr Leben spiegelt dieser Baum in aller Zeit wieder.
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