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Kategorien > Weihnachten >

Das Weihnachtsgeschenk

von Hermann Arnold

Ein klarer Wintermorgen, strengte sich an die Nacht zu verdrängen. Sie war Kalt und klar. Sterne zeigten ein
Bild der Unendlichkeit. In diesen Morgenstunden wachte ein junges Mädchen auf, schlüpfte in ihre Pantoffeln
und ging die Treppe herunter, geradewegs in die Küche. Mama war schon aufgestanden und Zauberte ein ganz
besonderes Frühstück. Alles in dieser Küche hatte den Duft Weihnachtens angenommen. Hier roch es nach Zimt,
da nach Vanille. Der ganze Morgen versprach einen Wunders chönen Tag. Bevor sich die kleine an den
Frühstückstisch setze, ging sie zu ihrer Mutter und umarmte sie, gab ihr einen Kuss und sagte "Ich hab dich Lieb
Mama" Ihre Mama erwiderte die Umarmung und sagte "ich habe dich auch Lieb, mein Schatz" Noch im letzten
Jahr war alles anders, es erklangen Weihnachtslieder aus der Küche. Mama und Papa sangen im Duett, sie
sangen Laut und Wunderschön. In jedem Jahr konnte man es schon hören, noch bevor der Wecker klingelte, es
war ein sehr schönes Gefühl von dem Gesang seiner Eltern aufgeweckt zu werden, dem Geruch frisch
gebackener Brötchen zu folgen und sie dann zu sehen. Sie Umarmten sich, liebkosten sich und Sangen ihre
Lieder. Auch den Rest des Jahres Liebkosten sie sich und umarmten sich, immer und immer wieder, aber
Weihnachten Sangen sie auch zusammen. Daher war Weihnachten auch immer wieder etwas Besonderes. Sie
vermisste ihren Vater und Dachte ihn beim Frühstück auf seinen alten Platz zu sehen. Noch im Letzten Jahr
konnten sie nur eine Handbreite entfernt, ihre Späßchen machen und das taten sie gerne. Manchmal ganz fiese,
wie Salz im Kaffee und dann wieder ganz süße. Manchmal, so dachte sie, war Papa ein richtiges Kind. Wie sie
so darüber nachdachte und in die Vergangenheit starrte, merkte sie eine kleine Träne auf ihrem Gesicht. Auch
ihre Mama bemerkte es und ging zu ihrer kleinen Tochter an den Tisch. Sie Umarmte ihre Tochter ganz fest und
sagte nur "Ich vermisse ihn auch, mein Schatz" Nach einer kleinen weile bemerkte die Mama das die Brötchen
ein wenig zu lange im Ofen waren und der Weihnachtliche Geruch wurde durch leicht stechenden Brandgeruch
überdeckt. Während Mama am Ofen stand und die Brötchen rausholte ging ihre Tochter zum Fenster und öffnete
es. Ein kalter Wind wehte die vielfach kältere Luft in die Küche, aber weder Ihre Mutter noch sie selber wollte
das Fenster wieder schließen. "Mama komm mal ans Fenster" sagte die kleine Tochter. Mit leisen schritten
folgte die Mutter den Worten ihrer Tochter, stellte sich hinter sie und umarmte sie wieder. "Ist das nicht schön?"
Beinahe gleichzeitig kamen die Worte aus beiden Mündern. Sie lachten, "Mama, wir dürfen uns was Wünschen"
Sie schlossen beide ihre Augen und Wünschten sich etwas, natürlich nur ganz leise, denn diese Wünsche darf
man, wie jeder weiß, nicht aussprechen, sonst gehen sie nicht in Erfüllung. Auch wenn niemand die Worte des
anderen hörte, wusste doch jeder von dem Wunsch des anderen. Nach einer weile verzog sich der Geruch und
der schöne Duft Weihnachtens kam wieder zurück. Sie gingen zu Tisch und fingen an zu Frühstücken. Gleich
nach dem Frühstück, holten sie den Weihnachtsschmuck aus dem Keller und wie in jedem Jahr fingen sie
gemeinsam an den Baum zu schmücken. Sie nahmen sich den ganzen Tag Zeit dafür das Wohnzimmer ins
richtige Licht zu setzen, alles sollte schön Blitzen und Blinken, sollte Bunt sein, mit vielen Lämpchen. Aber es
sollte nicht Kitschig wirken, sondern einfach nur schön aussehen, wie in einem Märchen. Weihnachten bedeutete
für diese Familie immer etwas ganz besonderes, es war die ruhe dieser Tage, das Familienleben als solches
welches im restlichen Jahr leider nicht so oft da war. Die Hektik des alltags war immer zu spüren. Die Arbeit
von Papa war schon lange nicht mehr stressfrei, mit vielen überstunde versehen und auch Mama musste Arbeiten
damit das Leben Bezahlbar war. Es blieb also wenig Zeit für gemeinsame stunden, aber die Zeit, die sie hatten
genossen sie auch und verbrachten sie gemeinsam. Die Weihnachtszeit war aber etwas besonderes, ein paar Tage
nur mit der Familie verbringen, nicht nur 2 oder 3 Stunden, sondern ein paar ganze Tage. Jedes Jahr aufs Neue
waren diese paar Tage die schönsten des Jahres. Nur in diesem Jahr mussten sie auf Papa verzichten, in diesem
Jahr wurde er Befördert, etwas was sich Mama und Papa schon lange Wünschten, jedoch wussten sie nicht das
diese Beförderung, vielmehr abverlangte als sie eigentlich bereit waren zu geben. Ihre einzigen gemeinsamen
Tage wurden ihnen genommen. Während die Mama mit ihrer Tochter den Baum Schmückten war Papa in einem
Gespräch tausende Kilometer entfernt um eine Firmenübername Zielgerecht über die Bühne zu bekommen. Nun,
da Mama etwas weniger Arbeiten brauchte, musste Papa mehr Arbeiten, "es ist gemein", dachte sich die kleine,
"einfach nur gemein". Sie war eine von den Kindern, die schon Früh Festellen mussten dass das Leben auch
Schattenseiten hat und das jeder kleine Vorteil, den man zu sehen Glaubt, auch ein Nachteil sein kann. Aber sie
beschwerte sich nicht, denn ihre Familie war dennoch eine schöne Familie, keine Stre itereien zwischen den
Eltern, keinen Stress der dadurch unweigerlich hervorgerufen würde. Andere Familien sind viel öfter
beieinander, aber haben streit der nur für ein paar Weihnachtsstunden beiseite gelegt wird. So gesehen konnte
die kleine sehr Glücklich sein, nein, sie war sehr Glücklich. Der Heilig Abend rückte immer näher und je näher
er kam desto Trauriger wurde die kleine. Immer wieder dachte sie an ihren Vater und wie gerne sie ihn doch bei
sich hätte, seine Stimme zu hören wenn er Singt, sein Lachen und seine Scherze, auch wenn sie manchmal gar
nicht so komisch waren, zumindest für den betroffenen. Für alle anderen war es immer sehr Lustig. Aber am
schönsten war das Knudeln vor dem Kaminfeuer, auch wenn es nicht echt war. Im Wohnzimmer wurde sich
dann auf die Couch gesetzt und alle drei Knudelten miteinander. Nach einer weile fing Papa dann immer an
Mama zu kitzeln oder sein Prinzessin, wie er seine Tochter immer nannte. Irgendwie wurde es dann immer
Lustiger und erst wenn keiner mehr genug Atem hatte weiter zu machen lagen sie alle wieder ruhig beieinander
und Kuschelten. Die Geschenke unter dem Baum waren Nebensache und wurden meist erst sehr spät am Abend
geöffnet, das eigentliche Geschenk war eh, das alle zusammen waren. Zwischendurch wurden dann ein paar
Spiele gespielt mit lautem Lachen und viel Gerede. Oft wurden dabei, ohne dass man es bemerkte, lang
aufgehobene Themen besprochen und Problemchen gelöst. Weinachten das fest der Liebe?
Wenn Jemand dieses Bild darstellen konnte, war es diese Familie. Nur in diesem Jahr würde es anders werden,
beide wussten noch nicht wie es sein würde, sie wussten nur das es anders und auch Trauriger sein würde als
jemals zuvor.
Am Frühen Abend, als alles fertig geschmückt war, lagen die Tochter und ihre Mutter auf dem Sofa in ihren
Armen. Das Wohnzimmer hatte eine Märchenhafte Farbe angenommen und der Geruch der Plätzchen auf dem
Tisch gab den Farben noch das nötige Aroma.
Mama fing leise an zu Singen, nicht die üblichen Weihnachtslieder wie man es vermuten könnte, nein, sie Sang
von der Sehnsucht nach ihrem Mann, der erdrückenden Stille, ohne sein Lachen und die Liebe zu ihm. Sie Sang
von der Geborgenheit, von der ruhe und Gemütlichkeit. Ihre Tochter schlummerte bei dem Gesang ihrer Mutter
und nach einer Weile schlief sie fest ein. Spät am Abend brachte die Mama ihre Tochter zu Bett, deckte sie zu
und gab ihr einen Gutenachtkuss. Dann ging sie wieder ins Wohnzimmer, setzte sich auf die Couch und Träumte
vor sich hin. Beinahe unmerklich fing sie leise an zu Weinen bis sie merkte dass auch sie zu Müde wurde und
langsam ins Bett ging. Die Geschenke lagen noch unberührt unterm Weihnachtsbaum.
Die Nacht verschwand hinter dem Schatten des Tages und die Sonne folgte ihrem Weg gen Himmel. Die kleine
Tochter wachte auf und Glaubte die Stimme ihres Vaters gehört zu haben, wie im letzten Jahr als er sie mit
weichem Gesang aus den Träumen holte. Aber es konnte ja nicht sein, er war doch so weit weg.
Dann wieder, diese Stimme, nein das kann doch nicht wahr sein, dachte sie sich. Sie stürmte zur Tür, Riss sie auf
und Stürmte nach unten.
Ihr Papa saß im Wohnzimmer und sang leise seine Lieder. Noch wollte er niemanden Wecken, da es noch sehr
früh war. Die kleine schrie "Papa, Papa" lief zu ihm und umarmte ihn so stark, das er das Ge fühl bekam, sie
wolle ihn nie wieder loslassen. Von dem Geschrei geweckt lief auch die Mutter nach unten und sah ihren Mann
im Wohnzimmer knien, mit seiner Tochter in den Armen. Sie ging zu ihm, strich ihn übers Haar und sprach nur
die drei schönsten Worte, die er je von ihr zu hören bekam. "Ich Liebe Dich" sagte sie kniete sich ebenfalls
nieder und Umarmte beide.
"Das ist das schönste Weihnachten von allen, mit dem schönsten Geschenk das ich je bekam", sagte die kleine
Tochter mit Tränen in den Augen.
Die Mutter und ihr Mann nickten bestätigend, auch für sie gab es kein schöneres Geschenk als ihre Familie.
Ich Wünsche euch ein schönes Weihnachten und hoffe das ihr ein ebenso schönes Geschenk bekommt wie das
kleine Mädchen in meiner Geschichte.

Hermann Arnold

Kommentare

Mona schrieb am 2008-03-14 11:39:05:
Eine nette Idee. Schade nur, dass es dir deutlich an Rechtschreib-und Grammatikkenntnissen mangelt.
mimi-@hotmail.de schrieb am 2006-11-07 19:00:32:
diese weinachsgeschichte finde ich also irgendwie schön die sätze sind vollständig mann könnte alles in der weinachtsgeschichte verstehen
martin schrieb am 2006-09-19 18:08:08:
@ jeer.b: Kehre erstmal vor deiner eigenen Haustür. Die Präposition "Neben" forder den Dativ!

@ Hermann: Lass dich nicht entmutigen. Übung macht den Meister!
jeer.b@gmx.de schrieb:
geschriebene literatur bedarf neben des inhalts eben auch die kenntnis von grammatik, tut mir leid, sonst kannst du es vergessen. mach was in dieser hinsicht!
f schrieb:
f

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