Das Weinglas
von
nachteule_w
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Lange starrte sie auf den Spielplatz auf dem die Kinder in der strahlenden Sonne spielten. Sie tollten über den Platz und vergnügten sich beim Fangen spielen. Voller Energie liefen sie, benutzen die Geräte des Platzes und schienen in ihrem Spiel gefangen zu sein.
Sie beobachtete sie und ein leichtes trauriges Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie mochte Kinder. Doch er hatte nie welche gewollt. Zu kostspielig. Zu viel Arbeit wie er immer gesagt hatte. So hatte sie schweren Herzen zugestimmt, als sie geheiratet hatten.
Die leise Klassische Musik die im Raum schwebte bekam sie nichts mit. Zu tief war sie in Erinnerungen. Sie war gefesselt von ihren eigenen Gedanken an ihr vergangenes Leben. An die Höhen und Tiefen die sie zuerst alleine und dann mit ihm bewältigt und durch gestanden hatte. Viele Träume, wie dem nach ihren eigenen Kindern musste sie für ihn begraben, doch sie hatte ihm geliebt und er war immer so dickköpfig und setzte seinen willen durch. Aber, dachte sie mit einem Lächeln auf den Lippen, sie hatte ihm geliebt und es gern für ihn getan. So war es wenigstens nicht verschwendet gewesen, oder?
Wo war die Zeit nur hin? Kopfschüttelnd wandte sie sich vom Fenster ab und ihr Blick fiel auf die zwei Weißweingläser auf dem kleinen Beistelltisch aus Glas. In dem einen war noch ein Schluck weißen Weines doch das andere war geleert. Auf dem ersten Glas konnte sie selbst von hier aus noch den glänzenden roten Lippenstift sehen. Und das obwohl sie mindestens fünf Meter davon entfernt davon entfernt stand und ihre Augen nie wirklich die besten gewesen waren. Schnell wandte sie den Blick vom Tisch ab, denn sie wollte nicht, dass die Erinnerung wieder kam. Diese verdammte Erinnerung an den Vorabend. Nein, das wollte sie nicht.
Doch sie konnte nicht anders und musste daran denken.
Sie war gestern Abend etwas früher von der Arbeit fort gegangen. War in den kleinen Supermarkt gegangen, der neben ihrem Bürogebäude lag und hatten dort ein paar kleine Tomaten, vier Erdbeerjoghurts und etwas Obst, das sie sehr gerne hatte, gekauft. Sie hatte auch Kiwis gekauft. Sie hasste diese Dinger zwar, doch er mochte sie so gern und würde sich sicher darüber freuen. Mit einem Lächeln zahlte sie ihren Einkauf und trat ihren Heimweg an. Sie war nicht lange unterwegs gewesen, als sie das Haus sah indem sie und ihr Mann wohnten. Ein leichtes, seltsames Gefühl, dass etwas nicht stimmte beschlich sie, doch sie tat es ab und sperrte die Hautür auf. Schleppte ihre Einkäufe die Treppen hoch, da der blöde Aufzug wieder einmal nicht funktionierte. Fünftes Stockwerk. War seine Idee gewesen. Er sagte immer er mochte diese Aussicht.
Als sie Oben ankam sperrte sie auf. Ihr Blick fiel auf hochhackige Damenschuhe. Nein, eigentlich waren es Schuhe die Teenager trugen. Ihre waren es nicht, und sie kannte sie auch nicht. Verwirrt trug sie die Sachen in die hochmoderne Desingnerküche, verstaute den Einkauf und schloss die Kühlschranktür nachdenklich hinter sich. Verlies die Küche. Wieder kam sie an den Schuhen vorbei, und da war es wieder. Das schreckliche Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Als sie in das große Wohnzimmer kam, dass mit den riesigen Glasfenstern eine wunderschöne Aussicht auf den Rest der Stadt bot, sah sie die zwei Weingläser auf dem Tisch stehen. Der Lippenstift, der auf dem einem Glas glänzte, stach ihr in die Augen und da traf sie die Erkenntnis mitten ins Gesicht. Ihr Mann, mit dem sie schon so lange verheiratet war, und dem sie alles von sich gegeben hatte betrog sie. Genau in diesem Moment, nur eine Tür, wenige Meter weiter. Ekel stieg in ihr auf, und sie griff nach dem Glas ohne diesen obszönen Lippenstift.
Goss sich einen ordentlichen Schluck Wein ein und vertrieb damit dem hässlich bitteren Geschmack des Verrates der auf ihrer Zunge lag. Sie ließ sich auf ihrem Ohrensessel, den sie so sehr liebte nieder. Ironischer weiße war es ein Geschenk ihres Mannes gewesen. Denn selben Mann der sie in diesem Moment betrog.
Sie schlug ihre Beine übereinander und wartete. Lange brauchte sie jedoch nicht zu warten. Die Tür zum Schlafzimmer ging auf und da stand er. Überrascht sie zu sehen erstarrte er zur Salzsäule. Er stotterte und schien nach einer bescheuerten Erklärung zu suchen, die es nicht gab. Sie schnitt ihm das Wort ab und teilte ihm mit einer kalten Stimme, die sie selbst erschreckte mit, dass ihr Anwalt sich nun m die Sache kümmern würde und verließ das Zimmer. Die Tür schlug mit einem lauten Krachen zu und ließ dem Mann zusammenzucken.
Eine einzelne Träne glitt über ihre Wange, als sie ihr Arbeitszimmer das sich am Ende der Wohnung befand, betrat und hinter sich schloss. Diese Träne würde nicht die letzte bleiben.
Die Nacht verging und nun stand sie da und hatte die spielenden Kinder im Park betrachtet. Sie reagierte nicht, als sich die Tür zum Wohnzimmer öffnete und er eintrat. Er stellte die Koffer neben sich ab und sah sie noch einmal an. Dann schüttelte er resigniert den Kopf.
„Ich gehe jetzt“ murmelte er drehte sich um und verschwand. Zurück blieb sie mit all den Erinnerungen, und der Chance auf einen neuen Anfang.
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Kommentare
franke, sina schrieb am 2008-07-31 19:52:39:
super geschichte, super Idee, odh cdu solltest noch viel daran pfeilen. es haben sich viele rechtschreibfehler un dAusdrucksfehler in deinen text geschlichen. doch du hast eigentlich eine schoene art zu schreiben. gefeallt mi rsehr. freue mich auf weitere.
viele gruesse
xxx sina xxx
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