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Kategorien > Fantasy > Abenteuer

Das Weiße Königreich - K19

von Bone1979

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Neunzehn
(© by Alexander Döbber)

Gegen Mitternacht verließen die letzten Sträflinge unter Aufsicht die Stollen. Wong kehrte von seinem Beobachtungsposten zurück. So machte sich die Gruppe auf zum Stollen. Mit wenigen Hieben der Zwergenbrüder wurde der Versorgungsstollen wiedereröffnet. Diesmal verzichten Sie vorsichtshalber auch Fackeln. Kronos ging voraus, blieb aber in Sichtweite seines Bruders. Baldami blieb bei der Gruppe und führte sie.
Als sie den anderen Stollen erreichten, hörten sie irgendwo im verzweigten Stollensystem klirren, klappern und Stimmen. „Kommt.“, flüsterte Baldami. Die Gruppe verließ den Versorgungsstollen und ging nach Links. Einige Meter später bogen sie nach Rechts in einen Verstrebungsstollen, der Zwei Parallel laufende Stollen miteinander verband. Langsam verklangen die Geräusche vom Hauptstollen. Stattdessen kamen sie dem schwachen Rauschen immer näher.
Irgendwann erreichten sie einen abschüssigen Stollen. Vorsichtig betraten sie. Schon wenigen Metern merkte man die hohe Luftfeuchtigkeit. Das Rauschen schwoll immer mehr an. Dann betraten sie den einstigen Lavakanal, indessen Kanalbett ein Fluss statt Lava floss. Nur Gletscherwasser besaß eine solche Intensität. Durch die Feuchte hatte sich an der Kanalwand Grünes Moos angesiedelt.
Ein solch kräftiges Grünes Moos hatte Tanja bisher noch nicht gesehen. Durch das Gletscherwasser schimmerte der Lavakanal teilweise bläulich. Sie war fasziniert. So was kam in der Strahlkraft nicht häufig zusehen.
Vorsichtig folgten Sie dem Flussverlauf. Er führte die Gruppe in eine Höhle, die mehr an eine riesige Blase erinnerte. Das Wasser funkelte wie ein übergroßer blauer Diamant.
„Meine Güte.“, hauchte Tanja überwältigt.
Frauen!, dachte Michael und rollte mit den Augen. Andererseits war der Anblick vom See inmitten der Lavablase schon nicht ohne. Dieses Blaue Wasser lud einen geradezu ein hinein zu springen, zu schwimmen und sich einfach treiben lassen. Dummerweise hatten sie für solche Spielereien keine Zeit.
„Sirka.“, flüsterte Michael. Die Ork kam zu ihm.
Er legte seinen Waffengurt ab, nahm die leere Feldflasche, schraubte sie auf und nickte ihr zu. Nach dem Michael sich hingelegte, nahm sie seine Füße. Er atmete noch mal tief durch. „Okay. Bist du soweit?“
Sirka änderte ihre Haltegriffe und nickte ihm zu.
Michael robbte über die Kante, streckte seinen Arm aus um die Feldflasche ins Wasser zu tauchen. Es reichte nicht. „Etwas tiefer.“ Sie ließ ihn etwas tiefer. Ohne das es Michael sah blickte Sirka zu Tanja.
War das ein lächeln? Ein Gedanke schoss ihr durch den Kopf.
Jetzt konnte er die Feldflasche ins Wasser tauchen. Blubbernd wich die Luft aus der Flasche, als sie sich mit den Tränen der Sieben Seen fühlte. Bei ungefähr mehr als die Hälfte gefüllt war, verschloss Michael sie wieder. „Kannst mich raufziehen.“ Als nichts passierte verrenkte er sich seinen Kopf. Ihr Gesicht ließ deutlich erkennen mit welchem Gedanken die Ork spielte. „Das ist nicht witzig.“
„Sagst du.“, erwiderte Tanja mit einem mädchenhaften Lächeln.
Er sah sie an. „Das gefällt dir.“
„Ein wenig.“, gestand sie ihm. Einige Sekunden lang schaute sich Tanja an wie Michael kopfüber von der Ork an den Füßen gehalten, über dem Siebten See hing.
Dann zog ihn Sirka wieder hoch. Sein böser Blick verpuffte bei der Ork. Wenig später machten sich die Gruppe auf den Rückweg.
Man verließ gerade den Verstrebungsstollen als plötzlich eine Gruppe Soldaten mit einigen Sträflingen im Stollen auftauchte. „Wer seit ihr?“, wollte der gesprächige Anführer wissen. Bevor die Soldaten ihre Schwerter zückten, krachte eine Ork auf die Gruppe. Da eine Begegnung mit Soldaten in Betracht gezogen wurde, hatte man beschlossen niemand zu töten.
Wegen dem fehlenden Bewegungsspielraum behielt Sirka ihren Kampfstock am Gürtel. Er wäre nur hinderlich. Einem Soldaten schlug mit solch einer Wucht gegen den Schädel das der sofort zusammensackte. Sein Kamerad neben ihn hielt eine Peitsche in der Hand, hob zum Schlag an. Sirka schnappte sich die Peitsche, zog einmal kräftig dran. Der Soldat stolperte nach vorne, prallte gegen die Ork und sah die entblößten Hauer. Bei dem knurren wich legliche Farbe aus seinem Gesicht. Mit einer Kopfnuss, brach sie dem Mensch das Nasenbein. Bewusstlos sackte die Wache zusammen.
Dem nächsten Soldaten gelang es sein Kurzschwert zu zücken. Er hieb nach dem Bauch der Ork, statt ihn aufzuschlitzen prallte er mit der Klinge gegen die Stollenwand. Bevor er nachsetzen konnte, packte die Ork mit ihrer Pranke den Arm, schlug ihm die Faust ins Gesicht. Ein Schwall aus Knorpel und Blut spritzte aus der Nase. Sein Versuch die Hand aus dem Griff zu bekommen scheiterten kläglich. Sie riss die Hand herunter, schlug den Kopf gegen die Wand und ließ die schlaffe Hand los.
Der Vierte Soldat war der jüngst. Als die Ork auf ihn zukam, bekam er es mit der Angst zu tun und wollte nur noch seine Füße in die Hände nehmen. Sirka riss den Soldaten zu Boden. Mit einem verächtlichen Schnaufen wegen der Angst des Soldaten, verpasste sie ihm einen unsanften Handkantenschlag.
Als sie nun die Sträflinge ansah, zuckten die vor Schreck zusammen. „Bitte…Wir sind Unschuldig…“, flehte der ältere Mann.
„Sagen das nicht alle Sträflinge.“, raunte Kronos dem Mann entgegen.
„Wir waren auf dem Weg zur Roma Grenze, als Soldaten unsere Kolonne angriffen. Sie beschuldigten uns Sympathisanten der Aufständigen zu sein und verhafteten uns. Wir wurden hierher gebracht.“, erklärte der Mann.
„Ohne einen Prozess!“, sagte Tanja erschrocken.
„Die Leute werden wahllos verhaftet.“, entgegnete eine Frau in mittleren Jahren.
Tanja sah zu Michael. Ihr Blick war eindeutig. Die Lage war schlechter als bisher vermutet. Wahllose Verhaftungen zeugten von einem schlechten Zustand der politischen Verhältnisse.
„Wenn sie wollen können sie mitkommen.“, meinte Michael.
Die Frau und der Mann sahen sich an. Vermutlich hatten sie gehofft man wäre gekommen um sie zu befreien. So gerne er die Unschuldigen auch befreit hätte, im Moment hatten sie für so was keine Zeit. Und sich noch jemanden zum Feind zu machen, war nicht besonders gut.
Erol, Wong und die Jungs gingen voran. Dahinter kamen die Zwerge, die unschuldigen Sträflinge, Michael, Tanja und Sirka bildete das Schlusslicht. Als sie den Stollen verlassen hatten, gaben sie den Leuten was zu Essen und zu trinken. Danach ging es weiter Richtung Königreich Gregoria. Die Grenze lag knapp Zwei Tage vom Siebten See entfernt.
Unterwegs wurde nur wenig gesprochen. Samuel ging die Unterlagen durch. Tanja unterhielt sich mit dem älteren Mann, einem Lehrer. Kronos behielt die unschuldigen Menschen im Auge. Wong zeigte dem Jungen Ramon einige Techniken seiner Waffenlosen Kampfart. Sirka hielt die Umgebung im Auge. Baldami war die Vorhut und Erol die Nachhut. Michael trug die Tränen der Sieben Seen bei sich. Er dachte über verschiedene Dinge nach. Dazu gehörte auch die momentane Lage im Fürstentum Bremen, deren

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Kommentare

Bone1979 schrieb am 2008-05-06 13:52:37:
*Schreibt Kommentare*
Würde gerne wissen wie IHR die Entwicklung findet. Ob was fehlt. Oder die eine oder andere
Kleinigkeit zu verbessern. Ist die Story noch nachvollziehbar oder komplett in die Hose gegangen. Halt
einfach ein kleinen Rückblick.
Freu mich auf eure Kommentare.
MfG

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