Das Wesen der Finsternis
von
Hemera
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Das Wesen der Finsternis
Und wieder erhebt sich Finsternis. Umschlingt mich und lässt kein Licht in meine Seele. Ein längst vergessenes Wesen aus Verzweiflung und Wut streckt seine arme nach mir aus und fleht zornig um Hilfe. Seine blauen Augen leuchten in den unendlichen Weiten seiner Trauer.
Lägst überwunden waren die Abgründe und doch ist es mir gefolgt. Mein Herz erträgt dies Leid nur schwer. Gespalten laufe ich durch die Nacht. Verzweifelt auf der Suche nach Rettung und Trost in dieser dunklen Stunde. Auf der Suche nach einem Lichtschein welcher nicht nur meine Seele erfüllen kann, sondern auch seine.
Aus den Tiefen seines Herzens entsteht eine Kreatur welche ich liebe und hasse. Welche Ich hasse weil ich sie Liebe. Sie hatte mich verschlungen und eingesperrt für lange Zeit. Erniedrigt und Gedemütigt durch Betrug und Verachtung.
Abhängig und unfähig zu Handeln ließ mich jene Dunkelheit zurück. Verletzt und blutend. Im Keller meiner Einsamkeit. In die Weiten meiner Seele hatte es mich geführt und mir eine Welt des Grauens und des Nebels offenbart von der ich nicht zu träumen gewagt hatte.
Finsternis umhüllt mich wieder. Beginnt mich zu durchfluten und neu erwachte Freude zu ersticken. Einst das Fenster meiner Seele gesehen durchbohrt sie wieder mein Herz. Reißt alte narben auf und fügt mir neue hinzu. Aus Angst vor Vergangenem flüchte ich. Ich flüchte und laufe doch auf sie zu. Die Finsternis mit blauen Augen. Blauen Augen und langen Armen. Arme die mich umschlingen und mich in falsche Wärme hüllen. Mit Ihrem Leid in den Bann ziehen.
Und immer stelle ich die Fragen. Fragen ohne Antworten. Ohne Antworten für mich. Wieder Verlassen umschlingt sie mich. Die Finsternis. Ein Teufelskreis aus dem ich keinen Ausweg finde.
Ich schreie. Schreie um Hilfe. Geliebte Finsternis. Geliebtes Monster. Geliebtes Wesen. Was ist es das du begehrst? Bin ich es? Dass was du in mir gesät hast? Einsamkeit. Finsternis. Hoffnungslosigkeit. Schönheit einer anderen Art.
Mit Freude hab ich dich begrüßt. Dir meine Gefühle offenbart. Dir meine Seele geöffnet. Sie in deine Hände gelegt. Schon wieder.
Schon wieder bin ich machtlos. Hilflos. Unfähig dir zu Zeigen was Liebe ist. Was Glück ist. Freude. Wahre Freude. Eine Freude die Seele und Geist durchfließt und über allem steht.
Du siehst nur Finsternis. Dunkelheit. Die Nacht in der du Lebst. Von der du Lebst.
Und wieder erhebt sich Finsternis. Umschlingt mich und lässt kein Licht in meine Seele. Ein längst vergessenes Wesen aus Verzweiflung und Wut streckt seine arme nach mir aus und fleht zornig um Hilfe und seine blauen Augen leuchten in den unendlichen Weiten seiner Trauer.
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