Das dreizehnte Hexenkind - Kap. 1 "Die Begegnung
von
Kalliope
1
2
3
Tage dauern, bis wir da sind, aber wir können uns nicht damit aufhalten, noch Reisegepäck für dich zu holen, wenn wir überhaupt welches finden würden. Aber hast du irgendwelche Erbstücke zurückgelassen, irgendetwas Wertvolles, was du bei dir hattest, als man dich damals, als Baby fand? Das ist wichtig.”, fragte Katreijka angespannt. Gawenn dachte nach.
“Nein, nur mein Schwert.” Er wies auf die Scheide, die an seinem Gürtel hing, und die Katreijka noch nicht gesehen hatte. Darin steckte offenbar ein Kurzschwert. Katreijka wunderte sich; ein Schwert als Verstärker von magischen Kräften?
“Kann ich es sehen?” verlangte sie. Das war alles entscheidend; obwohl sie nicht wusste, ob sie überhaupt etwas sehen würde. Gawen zog sein Schwert geschickt aus der Scheide. Katreijka war sich sicher, dass er damit perfekt umgehen konnte.
“Ich hab es selbst gemacht.” sagte er stolz und hielt die Schneide in einen einzelnen Sonnenstrahl, der durch das Blattwerk fiel. Es glänzte so sehr, dass es Katreijka blendete. Der Junge mochte es offenbar nicht aus der Hand geben, aber sie sah auch so den großen Edelstein, der im Griff eingebettet war. Sie berührte ihn mit den Fingerspitzen, und ob es nur Einbildung war oder nicht, sie glaubte, dabei ein leichtes Kribblen zu spüren. Gawenn sah Katreijkas Interesse an dem Stein und sagte leise:
“Den aber hatte ich schon bei mir, als ich gefunden wurde.” Katreijka nickte. Das war eigentlich eindeutig; ein Baby mit einem Edelstein. Aber seltsam war es, dass seine Kräfte, trotzdem er den Stein schon ewig besaß, offenbar noch nicht aktiviert waren. Sie musste ihn auch danach fragen. Entweder irrte sie sich doch; oder es steckte noch etwas anderes dahinter.
“Gawenn”, murmelte sie. “Das ist doch pelurisch...” das konnte nicht sein wahrer Name sein. Wenn er ein Hexenkind war, dann musste er einen Namen in der alten Sprache der Götter haben. So wie sie, Katreijka - Lebenspuls. Ob das vielleicht der Grund war?
Wie auch immer, sie vertraute ihrem Instinkt, und der sagte ihr, dass sie den Jungen mitnehmen sollte. Außerdem mochte sie sich jetzt schon nicht mehr von ihm trennen... Warum auch immer, er hatte sie fasziniert, das musste sie zugeben.
Sie konzentrierte sich wieder auf ihr Vorhaben, sie hatten schon genug Zeit verloren. Katreijka beobachtete Gawenn; es ging wohl nicht anders, als dass er dabei zusah, wie sie die anderen Hexenkinder rief. Sie umschloss ihren eigenen Halsstein mit beiden Händen und machte erneut die Augen zu. Der Stein begann in ihrer Faust zu leuchten, und wurde immer heller, bis das weiße Licht durch ihre Finger hindurch brach. In diesem Moment würden die Steine aller Hexenkinder ebenfalls warm werden und strahlen - nun konnte Katreijka nur noch hoffen, dass sie auch kommen würden. Sie spürte Aufregung bei dem Gedanken, dass sie dann zum ersten Mal alle zusammenarbeiten würden. Voller Tatendrang lächelte sie Gawenn an und sagte: “Dann lass uns nun gehen, Gawenn. Retten wir Pelúrien.”
Fortsetzung folgt...
by Kalliope 2007
1
2
3
Kommentare
roma2709@web.de schrieb am 2008-09-27 17:52:02:
nicht schlecht. sehr anschaulich geschrieben, sollten mehr kommas gesetzt werden, um den Sinn stärker hervorzuheben, aber super spannend....bin gespannt, wie es weiter geht....
Kommentar hinzufügen