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Kategorien > Fantasy > Aus der früheren Zeit

Das dreizehnte Hexenkind - Kap. 2 "Erschütternde

von Kalliope

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Gawenn folgte dem Mädchen nun schon eine Zeit lang, ohne dass sie viel miteinander gesprochen hatten. Ihm lagen so viele Fragen auf der Zunge, dass er nicht wußte, mit welcher er beginnen sollte. Obwohl sie ihn anscheinend brauchte, strahlte das Mädchen so viel Feindseligkeit und Abneigung aus. Sie hatte ihm ja noch nicht mal ihren Namen gesagt. Sie lief vor ihm her, und so rief er ihr nach:
“Wie heißt du eigentlich?” Nach kurzem Zögern drehte sie sich um und blieb stehen, bis er sie eingeholt hatte.
“Katreijka.” Sagte sie. Gawenn sah sie verblüfft an. Was war das denn für ein Name? Sie beantwortete seine stumme Frage von selbst: “Es bedeutet Lebenspuls in einer fremden Sprache, die du nicht kennst.”
“Kat - reijka.” wiederholte er langsam. Und, leiser: “Er ist irgendwie schön.”
Eine fremde Sprache, hatte sie gesagt... welche das wohl sein mochte... er kannte selbst hatte noch nie von einer anderen als der eigenen gehört, die selbst - wenn auch abgewandelt - in den Kolonien gesprochen wurde. Aber das konnte sie nicht gemeint haben. Ihr Name klang so ganz anders als die pelúrischen. Wie auch immer, seine Frage hatte sie wohl nicht zum Reden angeregt, denn das Mädchen lief schweigend weiter, wenn auch nun gleich auf mit Gawenn. Verärgert fragte er:
“Muss ich dir alles aus der Nase ziehen oder sagst du mir nun endlich mal, was hier vorgeht? Katreijka?” Als sie den letzteren Teil gehört hatte, sagte sie unwirsch:
“Gebrauche diesen Namen nicht leichtfertig! Seine Aussprache birgt die Kontrolle über mich.” Obwohl ihn diese Aussage verwunderte, fand er die Vorstellung ganz angenehm. Das Mädchen namens Katreijka machte wieder den Mund auf:
“Also, was willst du als erstes wissen?”
“Wo genau wir nun eigentlich hingehen, wie weit es bis dahin ist und wer diese anderen sind, von denen du gesprochen hast.” antwortete er ohne zu zögern. Katreijka seufzte. Sie hatte einfach nicht so richtig gewusst, wo sie anfangen sollte. Dieses Gespräch würde genauso lang werden wie ihr Weg.
“Wir gehen zu einem Ort, der ungefähr einen Tagesritt nordöstlich von hier liegt. Er heißt Ort des Ursprungs, und liegt im Süden des Hrad-Hügellandes. Es ist eine breite und hohe Klamm - das ist ein Ort, wo sie sich ein Fluss in ein Felsmassiv gegraben hat und es ausgeweitet hat.”
“Ich hab noch nie davon gehört.” unterbrach Gawenn sie aufgeregt.
“Unterbreche mich nicht”, sagte sie unsanft. “Und du kannst noch nie davon gehört haben, weil es ein geheimer Ort ist. Nur meine - meine Verbündeten und ich kennen ihn. Hoffen wir zumindest. Er ist gut versteckt, und das Hrad-Gebiet wurde seit Jahrzehnten nicht mehr von Menschen betreten.”
“Dann vertraust du mir?”, fragte Gawenn, ihre Rüge von eben außer Acht lassend. Das war für ihn die alles entscheidende Frage.
“Ich muss.” antwortete Katreijka brummig. “Du vergisst, dass ich deine Erinnerungen gesehen habe. Und die können nicht lügen.” Schaudernd dachte Gawenn an die Erfahrung, die er vor ein paar Stunden gemacht hatte. Es war wirklich seltsam gewesen, jemand Fremdes in seinem Kopf zu spüren.
“Wie hast du das eigentlich gemacht?” wollte er wissen.
“Du kannst nicht alle Fragen auf einmal stellen. Du wolltest zuerst etwas anderes wissen, oder?” wies sie ihn schon wieder zurecht. Wenn sie mir vertraut, könnte sie ruhig ein bisschen netter sein, dachte Gawenn, murmelte dann aber etwas Zustimmendes.
Katrejika fuhr fort. “Zudem ist dieser Ort zusätzlich geschützt. Und damit sind wir auch schon bei deiner dritten Frage.” Sie machte eine Pause. “Gawenn, ist dir schon einmal etwas passiert, was du dir nicht erklären konntest?” Gawenn grinste, denn das war einfach.
“Ja. Heute.”, antwortete er. Katrejika seufzte.
“Früher meine ich.” Gawenn dachte nach. Zuerst wollte er mit ‘Nein.’ antworten, aber dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.
“Aber ja! Mein - mein Schwert, ich habe es in nur drei Stunden geschmiedet, obwohl das eigentlich gar nicht möglich ist!” Sie blieb abrupt stehen uns sah ihn eindringlich an.
“Davon habe ich noch nie gehört.”, sagte sie. “Bist du dir sicher?”
“Aber ja doch!” Ich kann mich noch ganz genau an den Stand der Sonne erinnern.”
“Wie ist das nur möglich...” murmelte Katreijka verwundert. “Passiert dir so was öfter?”
“Ich... ich weiß nicht...” antwortete Gawenn zögerlich. “Manchmal... manchmal, da kann ich mich nicht mehr an Sachen erinnern, die ich getan habe... und manchmal weiß ich die Tageszeit, obwohl ich stundenlang weder auf ein Stundenglas, noch die Sonne gesehen habe... das ist doch seltsam, oder?!” Das war es in der Tat. Katreijka wußte nicht, ob es möglich war, mit Magie die Zeit zu manipulieren - dazu würde sie Galahan fragen müssen, der das Meiste über Magie und ihre Geschichte wußte.
“Solche Dinge meine ich.” sagte sie schließlich. “Dinge, die einem passieren, und die man sich aber nicht erklären kann. Aber es gibt auch dafür eine Begründung.” Sie schwieg eine Weile, genau nachdenken, wie sie fortfahren sollte. “Du hast mich erst gefragt, wie ich in deine Erinnerungen geschaut habe. Ich Grunde genommen genauso , wie ich meinen Stein zum leuchten gebracht habe, und wie ich mich mit meiner Katze unterhalten habe. Mit Magie.” Gawenn war völlig perplex. Er wollte ihr ins Wort fallen, aber es kam nur ein Stottern heraus. “Sag erst mal nichts.” sagte Katreijka so sanft, wie sie konnte. “Magie ist auch die Erklärung für die seltsamen Erfahrungen, die du mit der Zeit gemacht hast. Ich habe magische Kräfte. Ich kann in den Geist anderer Menschen eindringen, in ihre Erinnerungen, ich kann ihre Gedanken lesen. Und ich kann sie meine Gedanken hören lassen.”
“A-Aber... das kann nicht sein... das ist nicht möglich...” hauchte Gawenn. Er setzte sich ins Gras. Seine Knie zitterten. Auf einmal wollte er nicht mehr weiter gehen, nicht mehr mit diesem eigenartigen Mädchen zusammen sein. Ihm war mehr nach weglaufen zumute.
Aber du hast doch schon gesehen, wie ich es getan habe., sagte Katreijkas Stimme in seinem Kopf.
“Lass dass! Geh weg! Ich will das nicht!”, rief Gawenn verstört. Katreijka hatte halb gehofft, dass er es verstehen würde, und halb damit gerechnet, dass er so reagieren würde. Es war immer das Selbe. Sie wurden nicht nur nicht verstanden, sondern die Menschen hatten solche Angst vor der Magie, dass sie sie sogar jagten.
“Ich tue dir doch nichts! Höre richtig zu! Schau richtig hin! Dann wirst du feststellen, dass dir keine Gefahr droht.”, sagte sie und setzte sich behutsam neben ihn. Gawenn hielt den Atem an. Nichts passierte. Katreijka hatte recht. Er brauchte sich nicht zu fürchten.
“Aber... es ist so schwer zu verstehen... weil man es - weil man die M-Magie nicht sehen kann.” sagte er langsam.
“Doch, das kann man. Ich gebe zu, meine Magie ist nicht das beste Beispiel dafür, aber ich kann sie dir zeigen.” versprach Katreijka ihm. “Sieh her.” Gawenn wand sich langsam um. Das Mädchen saß im Schneidersitz auf dem Boden, die Augen geschlossen und die Hände flach auf die Erde gedrückt. Eine Zeit lang

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Kommentare

roma2709@web.de schrieb am 2008-09-27 18:21:22:
kann denn irgendwie erfahren, wie es weitergeht? ist echt spannend und ich bin schon ziemlich neugierig....
Kalliope schrieb am 2008-01-06 01:39:07:
Mach ich auch aber ich poste schon lange nicht mehr hier, tut mir Leid.
Sie hat momentan neun Kapitel.
wurm schrieb am 2007-05-27 08:53:34:
ich hab die ganze Geschichte bis hier hin gelesen und fand sie super!!!
Mach weiter so,
Wurm
Kalli schrieb am 2007-04-06 13:02:51:
Bin gerade dabei!
Hast du den Prolog schon gelesen?
Nymphe schrieb am 2007-04-05 12:39:35:
hm...aber bitte weiterschreiben

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