Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fantasy > Aus der früheren Zeit

Das dreizehnte Hexenkind - Kap. 2 "Erschütternde

von Kalliope

1 2 3

Katreijkas letzte Vorräte. Sie ließen nur etwas fürs Frühstück übrig, was Gawenn etwas aufheiterte, weil es bedeutete, dass sie es morgen nicht mehr weit hatten. Dennoch war er froh, dass sie nicht die Nacht hindurch gehen würden, denn er war jetzt schon müde von dem ungewohnt langen Marsch. Fasziniert beobachtete er heimlich, wie der Feuerschein sich in Katreijkas hellem Gesicht spiegelte und über ihre schwarzen, lose herabhängenden Haare tanzte. Der Stein, den sie um den Hals trug, war unter ihrem Hemd hervor gerutscht und leuchtete nun ebenfalls im Licht. Zusammengekauert und mit dem Kopf auf den Knien saß er ergriffen da, ohne sich zu rühren. Egal zu welcher Tageszeit, von dem Mädchen ging immer etwas geheimes, etwas Besonderes aus. Das hatte er bisher bei noch keiner Frau gespürt.
Der Anblick ihres Edelsteins erinnerte Gawenn wieder an seinen eigenen, der im Griff seines Schwerts steckte. Aus alter Gewohnheit zog er es aus der Scheide und begann, die im Feuer glänzende Schneide mit seinem Hemdsärmel zu polieren. Katreijka beobachtete ihn mit ausdruckslosem Gesicht dabei, bis sie plötzlich fragte:
“Verstoßen noch mehr Einwohner aus Nest gegen das Gesetz, oder bist du der Einzige, der eine solche Waffe besitzt?” Gawenn vernahm die Neugier, die in Katreijkas Stimme mit schwang, aber er konnte sich keinen Reim darauf machen. Verärgert murrte er:
“Du verstößt genauso gegen das Gesetz, oder ist das da an deinem Gürtel etwa kein Dolch?” Er deutet mit einem Kopfrucken auf Katreijkas Langdolch.
“Ohne den wäre ich jetzt schon tot.” sagte sie leise, aber ernst. Gawenn lief ein Schauer über den Rücken; das Mädchen hatte also auch schon getötet... Plötzlich sprang sie auf und verschwand im dunkel des Waldes, bevor Gawenn fragen konnte, wo sie denn hin wollte. Die Minuten verstrichen und sie kam nicht wieder. Gawenn fing schon an, sich sorgen zu machen, als es im Unterholz knackte und das Mädchen so plötzlich vor ihm auftauchte, dass er sich erschrak und beinahe den Rucksack umstoß, der direkt neben dem Feuer stand. “Musst du mich so erschrecken!” rief Gawenn, aber sie antwortete nicht, sondern warf ihm einen langen Stock zu, den er gerade so auffing.
“Komm schon, ich will sehen, wie du kämpfst.” forderte sie ihn auf. Er hatte gerade Zeit, aufzustehen, da ging sie auch schon mit einem zweiten Stecken auf ihn los. Er parierte erschrocken ihre Angriffsschläge, aber auf so was war er nicht vorbereitet gewesen. Sie nutzte seine Verwunderung aus und griff ihn mit einer Reihe Schlägen an, denen er nichts entgegen setzen konnte. Doch während sie ihn immer weiter rückwärts gegen die Felsenwand trieb, vielen ihm alle seine Lektionen wieder ein, die er bei seinem Vater gelernt hatte, und es gelang ihm schließlich, den Kampf zu seinem Vorteil zu wenden. Sein Wunsch, zu gewinnen . Vor allem, gegen ein Mädchen - wuchs, und er merkte, dass er, obwohl Katreijka wendig und schnell war, der besserer Fechter war, weil er ihr an Kraft und Stärke weit überlegen war. Schließlich, in einem kleinen Moment der Unachtsamkeit ihrerseits gelang es ihm, Katreijka ihren Stock aus der Hand zu schlagen und einen Hieb in ihre Seite zu simulieren.
“Tot!” rief er triumphierend und warf auch seinen Stock bei Seite. Dann sanken sie leicht außer Atem auf den Boden.
“Du bist wirklich gut, bei wem hast du das Alles gelernt? Bei deinem Vater?” Er nickte, und antwortete:
“Du kämpfst aber auch nicht schlecht.”
“Ach, ich hatte zu wenig Zeit zum üben.”, winkte sie ab. Er nicke erneut, es war klar dass man keine Chance hatte, sich im Schwertkampf zu üben wenn man alleine umherzog.
Katreijka sagte nichts darüber, dass er keine Chance gehabt hätte, wenn sie seine Gedanken gelesen hätte. Sie hätte bei jedem Manöver vorher gewußt, was er vor hatte.
“Ich schätze, im Ernstfall wissen wir uns beide zu wehren.” sagte Gawenn versöhnlich. Ihr Gesicht wurde wieder Ernst.
“Der Ernstfall kommt. Das kann ich dir versprechen.”

Dann gingen sie zu Bett. Doch keiner der beiden konnte so richtig schlafen. Gawenn, der noch nie unter freiem Himmel geschlafen hatte, starrte aus der Felsenhöhle hinaus in die Dunkelheit des Waldes. Während er dem Knacken der Holzscheite und dem jammervollem Ruf eines Käuzchens lauschte, zogen vor seinem inneren Auge immer und immer wieder die Bilder seines brennenden Dorfes vorbei. Er hörte die Knüppel der Angreifer durch die Luft sausen, das Schreien von Frauen, deren Häuser in Flammen aufgingen, und das Weinen von verängstigten Kindern... sein Vater, der ihm zu schrie, er solle sich retten, bevor er von einem schwarz maskiertem Mann gefesselt und weggeschleppt wurde... er hatte seinen Vater im Stich gelassen, nur um sein eigenes Leben zu retten... und er hatte das ganze Dorf im Stich gelassen, ohne überhaupt zu wissen, wofür...
Katreijka brauchte nicht weit in Gawenns Geist einzudringen, um zu erfahren, woran er dachte. Sie entzog ihm etwas von seiner Energie und leitete sie in die Umgebung ab, damit er müde wurde.
Du musst die Bilder loslassen, sonst verfolgen sie dich bin in alle Ewigkeit... schlaf jetzt, Gawenn. Morgen wirst du vielleicht die Antworten finden, nach denen du suchst.
Als Gawenn Katreijkas Stimme hörte, so seltsam klar und eindringlich wie noch nie, wurde er schlagartig ruhiger.
Es ist egal, was mich erwartet, so lange sie bei mir ist... dachte er noch, bevor er einschlief.

Fortsetzung noch nicht absehbar...

By Kalliope 2007

1 2 3

Kommentare

roma2709@web.de schrieb am 2008-09-27 18:21:22:
kann denn irgendwie erfahren, wie es weitergeht? ist echt spannend und ich bin schon ziemlich neugierig....
Kalliope schrieb am 2008-01-06 01:39:07:
Mach ich auch aber ich poste schon lange nicht mehr hier, tut mir Leid.
Sie hat momentan neun Kapitel.
wurm schrieb am 2007-05-27 08:53:34:
ich hab die ganze Geschichte bis hier hin gelesen und fand sie super!!!
Mach weiter so,
Wurm
Kalli schrieb am 2007-04-06 13:02:51:
Bin gerade dabei!
Hast du den Prolog schon gelesen?
Nymphe schrieb am 2007-04-05 12:39:35:
hm...aber bitte weiterschreiben

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.