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Kategorien > Gedanken > Anregungen zum Nachdenken

Das fremde Mädchen

von Fenja Zell

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Das fremde Mädchen 30.12.09

Keiner versteht ihre Worte,
den niemand spricht ihre Sprache.
Keiner versteht ihre Taten,
den niemand handelt so wie sie.

Also lernt sie deren Worte und Taten,
studiert das ihr so sonderbare Verhalten und passt sich an.
Doch ihre eigenen Worte und Taten pochen scherzhaft unter der Haut,
wären sich,
Wollen nicht vergessen, ignoriert werden.
Den ist es nicht all das, was sie aufgemacht hat?

Doch sie übt weiter,
unbeirrt,
will doch verstanden werden.
Also lächelt sie, wenn es von ihr verlangt wird.
Nickt, wenn es an der Zeit dafür ist.
Alle denken sie sei glücklich, den sie lächelt und nickt ja.
Sie ist eine gute Schauspielen.
Niemand merkt wie einsam sie in der Masse ist,
wie Dunkel das Rampenlicht sein kann.

Sie übt trotzdem weiter,
wird immer besser,
alle verstehen sie.
Hören nun ihre Worte,
Erkennen ihre Taten.
Applaudieren ihr!
Sie beherrscht das Spiel nun perfekt,
doch keiner ahnt, dass das Spiel nun sie beherrscht.

Das Spiel war wie eine Maske.
Eine Maske die sie aufsetzte vor dem Publikum,
um Applaus ernten zu können.
Um verstanden zu werden.
Doch erst jetzt sieht sie, wie falsch dies war,
den es waren nicht ihre Worte die verstanden wurden,
es waren nicht ihre Taten, die sie lobten.
Ihre wahren Worte und Taten blieben ungehört..

Doch nun ist es zu spät…
Sie versteht ihre eigenen Worte nicht mehr..
Sie vergaß ihre Sprache….

Die Maske sitzt nun zu eng,
schnürt sie ein,
lässt sie nach Luft ringen.
Doch ab bekommt das Mädchen diese Maske nie,
den unter ihr befindet sich nicht mehr…

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