Das gläserne Aschenputtel
von
Demeter
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Ich wollte die Stufen hinauf gehen.
Wirklich, das wollte ich.
Aber meine Füße brachen entzwei… als wären sie aus Glas.
Das erinnert an Aschenputtel.
Ich habe mal gelesen, dass die gläsernen Schuhe ein Übersetzungsfehler seien. Ursprünglich waren es Schuhe mit Diamanten daran. Aus klaren, durchsichtigen Steinen wurde vollends Glas.
Aber wen sollten solche Glasschuhe auch schon durch die Welt tragen können? Sie würden zerbrechen, unter dem Gewicht, unweigerlich. Auf Blut würde man fortan die Welt durchwandern.
Wie Cinderellas Schuh liege ich also hier. Obwohl das natürlich so nicht stimmt.
Es gibt niemanden, der mich verloren hat.
Es wird auch keiner kommen, der mich aufhebt und an sein Herz presst.
[…]
Es ist kalt am Boden des Treppenabsatzes.
Ich spüre, wie sich die Betäubung durch meine Arme und den Stumpf meiner Beine zieht.
Wie schade um das Band, das ich so kunstvoll um meinen Knöchel geschlungen hatte.
In Fetzen liegt es da.
Oh… jetzt legen sich sachte Schneeflocken darauf.
Komm, lass uns schlafen, mein Schatz.
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