Das perfekte Dinner
von
Iva Schwarz
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Ich muss dieses Gespräch mit ihr anfangen, aber wie? Es fällt ihr nichts Verdächtiges ein, wenn ich sie frage, was würde sie tun, wenn sie einen Freund habe und ein anderer, netter Bekannter sie zu einem Abendessen einlade. Natürlich würde sie sagen, dass sie gerne mit dem Netten essen gehen würde. Hier geht es ja nicht um die Untreue, sondern nur um die reine Höflichkeit. Ja, in heutiger Zeit müssen sie spielerisch und flexibel sein, um ihre Treuen zu beweisen. Sie habe doch in diesem Fall keine Gewissenbisse, wenn sie dem Netten einen kleinen Gefallen tue, denn sie sei ihm dankbar, weil er sie auch nett und hübsch finde. Alle Schwierigkeiten beginnen, wenn die Zuneigung zu Ende ist und eine neue am Horizont erkennbar ist. Sie ist wie eine verschlossene Tür, die einmal sowieso von jemandem geöffnet sein wird. Es ist die Zeit, zu überprüfen, ob das Schlüsselchen zur Tür passt. Es ist zweifellos, dass sie dem Netten gefällt und er von ihr mehr als nur das Zusammensein am Tischlein-Deck-Dich will. Was könnte er ihr eigentlich zum perfekten Dinner anbieten? Lammfleisch mit Gemüsereis und Rotwein? Vielleicht. Eine gute Wahl für ein perfektes Dinner, aber er bereitet sich nicht an einer Teilnahme zum perfekten Dinner vor, sondern hat nur eine gute Absicht, seiner neuen Zuneigung einen Gefallen zu tun. Womit muss ich dieses lange Gespräch enden? Ich kann auf keinen Fall meine Gefühle und meine Freude auf das bevorstehende Abendzusammensein vor ihr verbergen. Ich muss Zeit gewinnen, bis sie versteht, dass ihre Tür schon verschlossen ist. Mit der Zeit erfahren wir, ob sie aus Holz oder Glas ist. Oder war das eine falsche Tür? Prost! Guten Appetit!
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