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Kategorien > Liebesbeziehung > Gestern und heute

Das schönste Weihnachtsfest meines Lebens

von Michael Reißig

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flieht die Traurigkeit aus seinem Gesicht.
„Ich habe dich doch so lieb. Wir beide haben so viel Schlimmes überstehen müssen, da schaffen wir das auch noch.”
Das glaube ich auch, ergänzt das Mädchen mit den seidig glänzenden blonden Haaren, während ihre schönen Augen treuherzig funkeln.

Am Abend dieses Ersten Weihnachtsfeiertages ist es endlich soweit.
Nach einem langen zärtlichen Vorspiel rollte sie ihm geschickt das Kondom über.
Beide sind wieder so erregt wie am Vorabend - ohne sich unnötigerweise unter Druck setzen zu müssen. Als er behutsam in sie eindringt, spürt sie nur einen kurzen Schmerz.
Seine rhythmischen Bewegungen steigert er von einer Sekunde auf die andere.
Auch Conny treibt dieses elektrisierende Kribbeln in ein Gefühl wahnsinniger Extase.
„Ich will mehr, ich will noch mehr!”, schreit Conny mit voller Hingabe aus sich heraus und stöhnt noch lustvoller, was den unbeschreiblich-wohligen Zuckungen in ihrem Unterleib zuzuschreiben ist.
Der Sturm der Leidenschaft ist zu einem Orkan angeschwollen. Der zitternde Mädchenleib und die Lustschreie bringen die Glückshormone in Bernds Körper nicht nur in Wallung - diese drohen förmlich zu explodieren.
Gemeinsam gelingt es dem glücklichen Paar, geräuschvoll den Olymp der Lust zu erklimmen - für Connys Eltern - die sich klammheimlich an die Tür geschlichen haben - natürlich nicht zu überhören. Bernds schwitzende Hand gleitet sanft über die Haut des völlig erschöpften, aber dennoch überglücklichen Mädchens. So findet dieses unvergessliche Erste Mal einen genüsslichen Abschluß - zärtlich und doch so sanft.
So müsste es immer sein!
Conny - die mit ihrem Leben schon mal abgeschlossen hatte - hätte nie gedacht, dieses unbeschreibliche Gefühl, dieses wahnsinnige Glück, diese pure Leidenschaft einmal ausleben zu dürfen.
„Du hast mir das schönste Weihnachtsfest meines Lebens geschenkt!" schwärmt Conny in höchsten Tönen.
„Du mir auch”, sagt Bernd und ergänzt:
„Das was wir heute hautnah erleben durften, ist wahrlich nicht mit Geld zu bezahlen.
„Ist es auch nicht”, sagt Conny, die ihrem Juwel einen zärtlichen Gute Nacht-Kuss auf ihren Mund haucht.
Glück kann auch nicht so einfach erkauft werden. Glück kann man nicht erzwingen. Glück muss mitunter hart erarbeitet werden. Für kein Geld der Welt würde Conny ihren treuen Glücksstern hergeben. Auch dann nicht, wenn ein betuchter Herr plötzlich käme und eine satte Million auf den Tisch blättern würde.



Fast ein ganzes Jahr ist nun vergangen. Das Glück ist den beiden immer hold und so soll es auch bleiben.
Balsam für jeden empfindsamen Menschen - erst recht nach diesen Demütigungen, nach diesem schier endlosen Schmerz, der Connys Leben so zur Hölle gemacht hatte, dass sie im Weiterleben keinen Sinn mehr sehen wollte.
Die Panikattacken haben Conny zwar nicht gänzlich verlassen, einige seelische Narben dürften niemals verheilen.
Dennoch ist es für Conny beruhigend zu wissen, mit einem lieben Menschen Glück und Leid - hoffentlich für immer - teilen zu können.
So freuen sich Conny und Bernd schon auf das bevorstehende Weihnachtsfest.
Da werden mit Sicherheit Erinerungen an das schönste Weihnachtsfest ihres Lebens wieder aufleben.

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