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Kategorien > Krimi > Kurzgeschichte

Das verschwundene Mädchen

von aerdnahome

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PROLOG:

Tatort

„Gott, dieses Mistwetter gehört verboten“, fluchte Zack Shaughnessy, als er mit seinem Partner Oliver Hart aus dem Auto stieg, um den Tatort zu besichtigen. Es regnete seit Tagen wie aus Eimern. „Was hast du für uns?“, fragte Zack den Pathologen, der bereits vor Ort war und die Leiche oder besser gesagt deren Überreste untersuchte. Dr. Jaime Callahan schaute kurz auf und blinzelte gegen die Regentropfen. Dann wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. „Knochen einer weiblichen Leiche, ca. zehn Jahre alt. Wahrscheinlich starb sie an inneren Verletzungen. Genaueres kann ich euch erst sagen, wenn ich sie auf meinem Tisch habe und genauer untersuchen konnte. Aller Voraussicht nach wurde sie angefahren, da an diversen Knochen Abschürfungen zu erkennen sind. Typische Merkmale, wenn jemand von einem Auto angefahren wurde.“ Der Tatort lag am Waldrand, direkt daneben verlief die Hauptstraße.

Es wurde großräumig abgesperrt und die Spurensicherung versuchte hilfreiches zu finden. Das Fahrrad des Mädchens wurde einige Meter weiter entfernt von der Leiche gefunden. „Jaime? Kannst du uns sagen, wie lange sie schon hier liegt?“, fragte Zack den Pathologen. Dieser erhob sich von seiner hockenden Position und kratzte sich am Kopf. „Mmh, schwer zu sagen. Bestimmt dreieinhalb Jahre oder länger.“ Zack und Oliver tauschten daraufhin einige Blicke aus und wandten sich dann wieder Jaime zu. „Was denkst du?“, fragte Oliver, Zack, während es wieder heftiger anfing zu regnen. „Wir wissen noch nicht mal wer sie ist? Woher soll ich also wissen, was ich denken soll?“, fragte Zack seinerseits zurück. „Das ist keine Antwort auf meine Frage“, beschwerte sich Oliver. Zack erwiderte darauf nichts, sondern hielt sein Blick auf Jaime gerichtet. Dieser war mittlerweile damit beschäftigt die Überreste einzupacken und in die Pathologie bringen zu lassen.

Da auch sie nichts mehr am Tatort ausrichten konnten fuhren die beiden Detectives in das Hauptquartier der New Scotland Yard in Glasgow zurück. Während der Fahrt herrschte betretenes Schweigen und jeder schien für sich so seine Gedanken zu dem Fall zu machen.

KAPITEL 1:

New Scotland Yard

Zack und Oliver studierten die Akten und die Ergebnisse von Spurensicherung und Pathologie. Die Leiche, die nur anhand der Gebissabdrücke identifiziert werden konnte, hieß Carleen van Beckett. Das Mädchen verschwand vor vier Jahren spurlos. Sie war auf dem Weg von der Schule nach Hause. Dort kam Carleen aber nie an und es war das letzte Mal das sie lebend gesehen wurde. Vor einigen Tagen fand ein Jäger im Wald die Leichteile und meldete es der Polizei, die den Fall dann an die Kriminalabteilung der New Scotland Yard weiter gab. Der tagelange, heftige Regen schwemmte den Erdboden auf, so dass die verscharrte Leiche an die Oberfläche trat. Die Reste dieser wurden in der Pathologie untersucht. Viel war daraus nicht zu ersehen, weder ob es Fremdeinwirkung gab oder ob es sich um einen Unfall handelte. „Hier steht, dass die Leiche nicht unbedingt eingegraben wurde, sondern dass sie auch von einem Erdrutsch verschüttet worden sein könnte", las Oliver seinem Partner aus dem Bericht der Spurensicherung vor.

„Zudem war dieses Waldstück vor vier Jahren als sie verschwand, nicht so flach wie heute. An manchen Stellen waren es richtig tiefe Löcher, die man nicht sofort sehen konnte. Carleen könnte eines davon übersehen haben, eine Lawine löste sich und sie wurde darunter begraben“, ergänzte er. „Gehen wir davon aus, das es so war, was wollte sie dort? Ihr Weg nach Hause führt nicht durch diesen Wald“, sagte Zack und studierte angestrengt den pathologischen Bericht. Oliver saß zurück gelehnt an seinem Schreibtisch, während Zack vertieft vor dem Bericht saß und die Theorien seines Partners ohne aufzuschauen kommentierte. „Fest steht wir müssen vor vier Jahren anfangen, das heißt die Schule befragen und alle die mit ihr zu tun hatten", fuhr Oliver fort. Zack gab nur ein Brummen von sich und man könnte meinen, er würde Hieroglyphen übersetzen. „Was steht drin?" fragte Oliver, Zack, der mit weit aufgerissenen Augen eifrig den Bericht studierte.

„Nichts Spannendes und nichts was der Aufklärung des Falles dienen würde. Wieso sind wir überhaupt zuständig? Es ist doch noch nicht mal klar, dass es ein Mord war?", fragte dieser seinerseits. „Weil Carleen mit dem Fahrrad unterwegs war und dieses etwas weiter entfernt von dem Fundort der Leiche lag. Die Spurensicherung konnte nicht viel herausfinden, da das Fahrrad nach vier Jahren ebenso wie die Leiche ziemlich unbrauchbar war, was Spuren betraf. Aber sie konnte mit Sicherheit sagen das es beschädigt war und zwar am Fahrgestell. „Sie tippen darauf das Carleen mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fuhr, dann ein Auto zu schnell angefahren kam, sie übersah und sie anfuhr. Dadurch verlor sie die Kontrolle und driftete in den Wald ab." „Danach überschlug sie sich und rutsche in eines der tiefen Löcher. Leider konnte sie sich nicht an einem der Äste festhalten, löste damit eine Lawine aus, fiel und wurde von einem Erdrutsch begraben.

Das Fahrrad fiel ebenfalls in das Loch, etwas weiter von ihr entfernt", brachte Zack die Theorie zu Ende und erhob zum ersten Mal seit dieser Unterhaltung den Kopf um Oliver anzusehen. Stellen sich mir zwei Fragen. Zunächst: Bekam der Autofahrer das mit? Wenn ja: War es Fahrerflucht - wenn nein? Wie konnte ihm das entgehen? Und zweitens: Da wir nicht genau rekonstruieren können was geschah oder die meisten Beweise unbrauchbar sind, woher wissen wir dass er sie nicht mit Absicht angefahren hat?", stellte Oliver neue Thesen auf. Zack hatte darauf keine Antwort und klappte den Bericht zu. Oliver stand während seiner Thesenaufstellung auf und lief ans Fenster. Dort lehnte er sich gegen die Fensterscheibe und schaute hinaus. Es regnete, wie so oft in den letzten Tagen. Das erschwerte auch die Untersuchung am Tatort, wobei sowieso keine brauchbaren Spuren dabei waren.

Und sicher konnten sich beide irren in ihrer Theorie und es war ganz anders, aber dies war am wahrscheinlichsten. So oder so, nach allem was sie bisher wussten und Informationen, welche sie über den Fall hatten, es war definitiv ein Mord. Zack und Oliver zogen sich ihre Jacken an und verließen das Revier. Sie stiegen in ihren Dienstwagen, einen 3er BMW, Zack fuhr.

KAPITEL 2:

Haus der Burlingtons

Auf dem Weg zu Cate Burlingtons Haus, gingen sie noch mal die Fakten durch und kamen immer wieder auf dieselbe Theorie. Cate Burlington war Carleens Mutter und die Ex-Frau von Lord Carson van Beckett. Sie hatte vor Jahren wieder geheiratet, Patrick Burlington, er war Geschäftsführer eines Energiekonzerns in Manhattan. Zusammen mit seiner Frau Cate hatte er zwei Kinder. Leah und Carrie, zehn und zwölf Jahre alt. Die Detectives mussten bei ihren Ermittlungen mit dem Tag beginnen an dem Carleen verschwand, also fuhren sie zu den Burlingtons, ohne große Erwartungen. Sie wohnten im Nobelviertel von Glasgow, da wo

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Kommentare

Andrea schrieb am 2009-06-12 19:46:37:
Hallo Eva,

vielen Dank für deinen netten Kommentar.

Da hast du allerdings recht. Mir ist erst im Nachhinein aufgefallen, dass doch einige logische Fehler in meiner Geschichte enthalten sind.

Liebe Grüße
Andrea
Eva schrieb am 2008-10-19 17:47:26:
Ich habe mal eine Frage - kann auch sein, dass ich mich irre :
Es spielt sich, wenn ich das richtig verstanden habe in brooklyn ab - ich glaube glasgow wurde auch erwähnt - die ermittler jedoch sind von scotland yard, und brooklyn ist ein bezirk in new york,
da verstehe ich irgendwie den zusammenhang nicht

die geschichte find ich aber richtig gut, super erzählt und hin und wieder kleine hinweise

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