Data's Bestattung
von
Tina
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Da es die Webseite www.planetspace.de nicht mehr zu geben scheint, setze ich meine ST-Geschichte auch mal hier rein. Ich schreibe zur Zeit an einer Geschichte, die mit Data's bösem Bruder Lore zu tun hat. Nur aus diesem Grund hatte ich mit ST-Nemesis angesehen. Als ich erfuhr, dass Data in diesem Film stirbt, war mein Kopfkino völlig durcheinander geraten. Um es ordnen und an der Lore-Story weiter schreiben zu können, schrieb ich diese Geschichte:
Data's Bestattung
Eine kleine Fortsetzung zum Star Trek-Nemesis Film
"Computerlogbuch der Enterprise, Captain Picard, Nachtrag. Der Verlust unseres gemeinsamen Freundes Data ist auch eine Woche nach seinem Ableben immer noch schmerzhaft für uns alle. Mir hatte es den Abschied von Beverly, Deanna und Will letztendlich noch schwerer gemacht. B-4, der Bruder von Data wird lange brauchen, bis er sich auf der Wissensebene bewegt, die Data erreicht hatte. Er befindet sich in dem Entwicklungszustand eines Kindes, das erst noch lernen muss, die Welt zu entdecken und wahrzunehmen. Ich beziehe den Gedanken ein ..." Jean-Lucs Aufzeichnung wurde durch einen Ruf unterbrochen.
"Worf an Captain Picard", tönte es aus dem Kommunikator. "Sprechen Sie", antwortete dieser. "Bitte kommen Sie auf die Brücke. B-4 ist hier. Er sitzt auf dem Boden und weint. Er sucht nach Ihnen." - "Ich komme." Jean-Luc bewegte sich in schnellen Schritten von seinem Büro hinüber zum Brückenbereich. Mehrere Offiziere standen um B-4 herum. Worf informierte den Captain leise flüsternd über die Vorkommnisse.
"Er ist über den Fahrstuhl hier hereingekommen und hat dann nach Ihnen gerufen. Und als er Sie nirgendwo entdecken konnte, brach er weinend zusammen. Captain, ich finde, er benimmt sich wie ein Kind."
"Worf, er ist ein Kind", raunte Jean-Luc ihm zu und kümmerte sich dann um seinen neuen Schützling. Die anderen Offiziere entfernten sich wieder. Jean-Luc hockte sich vor ihn hin. "Hey, B-4. Ich bin hier. Nun hör mal auf zu weinen."
B-4s Augen fixierten ihn. "Captain, ich will hier weg! Keiner versteht mich. Keiner spricht mit mir. Alle sehen mich nur böse an, wenn ich etwas über Data frage oder sein Lied singe. Keiner mag mich. Ich verstehe das nicht!" Seine Verzweiflung war ihm anzusehen.
Jean-Luc suchte nach brauchbaren Worten. "B-4, es ist für uns alle sehr schwer zu verstehen, dass Data nicht mehr da ist. Viele sind einfach nicht fähig, über ihn zu sprechen."
"Ist Data wegen mir weggegangen?", erkundigte sich der Androide. "Nein, ganz bestimmt nicht", versicherte Jean-Luc. "Aber alle sind böse auf mich, wenn ich von Data spreche. Der da auch!" Er zeigte auf Worf, der Jean-Luc und B-4 gegenüberstand.
Worf versuchte sein Entsetzen zu verbergen. "B-4, ich ... ich bin gar nicht böse auf dich." Er ging zwei Schritte auf ihn zu. B-4 sprang auf und wollte weglaufen, doch Jean-Luc hielt ihn behutsam fest. "B-4, alle Leute auf diesem Schiff sind friedlich. Niemand wird dir etwas tun." B-4 sah ihn ungläubig an.
"Sieh mich mal an, B-4. Sehe ich jetzt immer noch böse aus?", erkundigte sich Worf, während er seine Mundwinkel etwas nach oben zog, um ein leises Lächeln zu formen. B-4 schielte vorsichtig in Worfs Richtung. Sein "Lächeln" schien zu wirken.
"Äh ... nein, jetzt nicht. Aber warum hast du so komische Beulen im Gesicht?" Auf diese kindlich komische Frage war Worf nicht gefasst, hielt sich aber zurück, nachdem er Jean-Lucs beschwichtigende Handbewegung registrierte.
"Ich bin ein Klingone vom Planeten Qo'noS [sprich: Kronos]", erklärte er. "Alle Klingonen haben so ein Gesicht. Da können wir nichts für. Wenn mein Gesicht dich erschreckt hat, dann tut es mir Leid, aber ich kann es nicht verändern."
"Hmm", machte B-4 nachdenklich. "Wenn er ein Klingone ist, was bist du dann, Captain? Du siehst ganz anders aus", sagte er zu Jean-Luc gewandt. "Ich bin ein Mensch. Ich komme von der Erde", erklärte dieser. "Von der Erde? Das verstehe ich nicht. Geordi hat gesagt, dass er auch von der Erde kommt. Warum hat er einen dunklen Körper und du einen hellen?"
"Die Erde ist sehr groß", erklärte Jean-Luc. "An manchen Stellen kommt viel Sonne hin und an manchen Stellen weniger. Die Sonne ist sehr warm und da, wo viel Sonne ist, sind die Menschen etwas dunkler." - "Ah!", strahlte B-4. "Das verstehe ich."
Er wendete sich wieder Worf zu. "Darf ich dich mal anfassen?" - "Sicher", bestätigte Worf und beugte sich etwas herunter. B-4 streckte beide Hände in Worfs Richtung aus und betastete sein Gesicht. Dann ließ er ihn wieder los. "Danke", sagte er lächelnd.
"Captain, wo ist Data jetzt?" - "Tja, weißt du ..." begann Jean-Luc, wieder nach Worten suchend. Worf half ihm. "Data macht gerade eine lange Reise." - "Data macht gerade eine lange Reise", wiederholte B-4 nachdenklich. Dann riss er die Augen weit auf. "Data ist tot?" Beide waren überrascht über B-4s Wissen. "Ja, richtig", bestätigte Worf. "Woher weißt du über den Tod?"
"In Datas Erinnerungen steht etwas über eine Frau, die auch tot ist. Sie heißt ... Tasha. Von Data weiß ich, dass tote Menschen bestattet werden. Wann wird Data denn bestattet, Captain? Und was ist bestatten?"
"B-4, wir können Data nicht bestatten", antwortete Jean-Luc. "Wieso nicht?", bohrte B-4 weiter. Worf übernahm wieder die Antwort. "Wenn jemand stirbt, dann bleibt nur der leblose Körper übrig. Den legen wir in eine große Kiste und diese Kiste schieben wir hinaus in das Weltall. Das ist die Bestattung."
Jean-Luc sprach weiter. "Aber von Datas Körper ist nichts zurückgeblieben. Er ist vollkommen zerstört worden. Wir haben nichts, was wir in die Kiste legen könnten, nicht mal den kleinsten Teil von ihm." - "Das verstehe ich. Können wir nicht etwas anderes nehmen, was wir in die Kiste legen? Zum Beispiel mich?"
Jean-Luc und Worf waren entsetzt und zugleich überrascht. "Das geht nicht, B-4. Man kann nur tote Sachen in die Kiste legen. Du bist nicht tot", betonte Jean-Luc. "Ich war schon tot. Data hat mich schon öfter tot und wieder lebendig gemacht. Und ein Teil von ihm ist doch in meinem Kopf drin."
"Wenn du mal ausgeschaltet werden musst, B-4, dann bist du nicht tot, du schläfst nur. Sobald du eingeschaltet wirst, wachst du wieder auf", erklärte Worf. "Und dass du Datas Erinnerungen in deinem Kopf hast, ist wichtig für uns", erklärte Jean-Luc weiter, "dann lebt ein Teil von Data in dir weiter. Wir brauchen dich."
B-4 sah ihn an. "Wirklich?" Jean-Luc nickte. Er war gerührt über B-4s Idee, die eigentlich nur von Data stammen konnte. Die Tür öffnete sich und Geordi La Forge betrat die Brücke. "Geordi, wir haben beschlossen, Data zu bestatten." Geordi starrte den Captain verwirrt an. "Aber ... wie soll das gehen?"
"Es ist B-4s Idee. Wir suchen gemeinsam ein paar persönliche Gegenstände aus Datas Quartier heraus, die wir in einen Sarg legen und dann bestatten wir ihn." - "Ich verstehe nicht, was das
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