Dein Leben hast du mir geschenkt
von
Lillium
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Dort auf der Wiese bist du einst gestanden, hast deine Umgebung manches Mal nicht bemerkt und dich in deiner Traumwelt verloren. Doch jeden leisen Schritt den ich auf dich zuging hast du gehört und dein Kopf wendete sich von deinem Tun ab und die freundlichen schwarzen Augen widmeten sich mir. Auch wenn du nicht auf mich zuliefst nicht einen Laut zur Begrüßung von dir gabst habe ich gewusst du freust dich mich zu sehen. Dein leises Schnauben dein ruhiges Atmen, das einem das Gefühl gab, dass ein guter Zuhörer versteht. Dinge versteht und dennoch keine Ratschläge erteilt oder Kritik übt.
Jeden Freund den ich mitbrachte hast du akzeptiert ohne abfällig oder unfreundlich zu werden. Lediglich den Kopf hast du abwendet aus Eifersucht, wenn ich mit dem anderen sprach und dir keine Aufmerksamkeit widmete.
Die Eleganz deiner Schritte konnte nicht atemberaubender sein, das Temperament wenn du etwas erblicktest, das du nicht kanntest. Wie sehr ich es vermisse mit dir über die Wiesen zu fegen, frei und ohne Sorgen.
Du warst die Prinzessin unter den anderen, die ungekrönte Königin, auch wenn du meist abseits der anderen gegrast hast. Wie sich deine Nüstern blähten, wenn du in Berührung mit dem kühlen Nass des Flusses kamst. Doch gingst du mit mir, auch wenn es dir davor graute. Einen Teil meines Lebens habe ich dir geschenkt, aber du, du hast mir dein Leben anvertraut, hast dich durch dunkle Wälder und durch tosende Flüsse führen lassen ohne auch nur einmal zusammen zu zucken. Hast mich nie abgeworfen oder böswillige Bewegungen ausgeführt.
Und ich habe als Gegenzug ständig versucht dir das Leben so schön wie möglich zu machen, dir bei Krankheiten bei zu stehen und zu warten bis sie verheilt waren.
Doch dieses mal konnte ich dich nicht beschützen, das Warten nahm kein Ende, die Hoffnung schwand und langsam mussten wir uns beide eingestehen, dass es keinen Sinn mehr brachte unnötig zu leiden. Denn es war wie tausend Schwerter, die mir in Herz gerammt wurden, als dein letzter schmerzerfüllter Blick den meinen traf, nachdem das tödliche Gift in dein Blut überging. Deine verspannten Muskeln fielen zusammen, dein Körper hob sich nicht mehr, der letzte pumpende Luftzug entfloh.
Dein Leben hast du mir geschenkt und ich habe es dir genommen.
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