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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Demon

von Jeiy

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Die Nacht hatte grade erst begonnen, aber ich stand schon wieder am Fenster und schaute in die Dunkelheit…es war eine sternenlose Nacht und auch das Licht das Mondes wirkte kalt…Die Finsternis schien endlos und überall zu sein. Meine Augen verfolgten einen Schatten, der hinter einigen Birken umherhuschte. Er war also auch heute wieder hier….Ich spürte wieder dieses seltsame Gefühl…eine Mischung aus Hass und Trauer…ich blickte zum Mond empor, er beschrieb einen vollen Kreis. Langsam hob ich meine rechte Hand. Dort, auf dem Handrücken war es wieder…dieses Zeichen, aus feinen, silbernen Linien bestehend. Ich hatte gehört, das die Menschen es Pentagramm nannten, aber die Meinung der Menschen war mir egal…Ich wartete darauf, dass dieses unangenehme kribbeln einsetze, das durch meinen ganzen Körper laufen würde. Es ließ nicht lange auf sich warten, aber dieses Mal war es nicht so schlimm wie sonst. Gewöhnte ich mich langsam an dieses leben? An das leben als Gefangener, als Untertan…als Waffe.
Ich spürte wie eine gewaltige Kraft durch meinen Körper lief und ein stechender Schmerz setzte an meinem Rücken ein. Die Schmerzen wurden fast unerträglich, aber ich gab keinen Laut von mir. Diese Menschen würden mich hinterher noch hören und ich hatte nicht vor gehabt unnötig Aufsehen zu erregen. Dann spürte ich plötzlich dieses erlösende Gefühl. Der Schmerz am Rücken hatte aufgehört und ich musste nicht erst nach Hinten schauen um zu bemerken, dass mir Flügel gewachsen waren, große, schwarze Flügel. Nein, das war schon immer so gewesen. Wie ich sie vermisst hatte, meine Flügel. Lautlos breitete ich die Schwingen aus und ein kaltes Lächeln stahl sich auf mein Gesicht. Das Pentagramm leuchtete immer stärker und sendete nun in kurzen Abständen leichte Stiche in meine Hand.
„Ja, schon gut, ich habe verstanden…bleib ruhig“, sagte ich in meiner gewohnt kalten Stimme. Ich spürte noch einen letzten, etwas stärkeren Stich, dann hörten die Schmerzen endgültig auf und auch das Leuchten wurde schwächer.
Mein Blick schweifte noch ein letztes Mal zum Vollmond, dann trat ich auf den Fenstervorsprung. Ich schaute hinab in den dunklen Garten, den die Menschen so liebevoll angerichtet hatten. Er war nur etwa fünf Meter unter mir. Mit ausgebreiteten Schwingen gleitete ich völlig geräuschlos auf den weichen Rasen. Aus Gewohnheit richtete sich mein Blick wieder auf die Birken, die nicht weit von mir entfernt standen.
Ich wusste, dass er hier war. Er war immer hier, wenn mir ein Auftrag zugeteilt wurde und ich wusste, dass er mir nicht traute…niemand traute mir. Mein Blick wurde noch härter und kälter als er sowieso schon war. Was machte das schon aus? Ich war ein Dämon, und Dämonen machte Einsamkeit nichts aus. Wieder erhob ich meinen Kopf und schaute den Mond an.
„Jetz sag endlich….was soll ich diesmal machen? Die Nacht ist nicht ewig lang…“, sagte ich und behielt den Mond weiterhin im Blick. Plötzlich schien es, als würde das Licht stärker werden und auf dem Boden vor mir formten die Mondstrahlen allmählich Buchstaben, Wörter.
Betont langsam richtete ich meine Aufmerksamkeit auf die Wörter.
Dein Auftrag besteht darin Ria, die Prinzessin von Ascalan zu entführen und sie dann zum Turm von Indira zu bringen.
Es war ein einfacher Auftrag. Einfach und totaler Schwachsinn!
„Sag mal, hast du sie noch alle?“, sagte ich und achtete nicht darauf meine Stimme leise klingen zu lassen.
„Diese Prinzessin zu entführen ist ja schön und gut, aber wie bitte soll ich es schaffen sie innerhalb einer Nacht zum Turm von Indira zu bringen? Das ist unmöglich!“
Erneut spürte ich einen starken Schmerz der von meiner rechten Hand ausging aber ich konzentrierte mich darauf nicht zu reagieren.
Wieder bildete das Mondlicht direkt vor mir Wörter und ich las leicht gereizt weiter.
Zügle deine Zunge Skait! Du weißt ich kann dich noch viel schlimmere Schmerzen erleiden lassen. Was den Auftrag betrifft: Du wirst mehr zeit bekommen als sonst. Ich gebe dir einen Monat Zeit dafür, aber fliegen darfst du nur nachts, oder besser überhaupt nicht, verstanden?
„Tss….“, sagte ich nur in einem betont abwertenden Tonfall. Und wieder kamen die Schmerzen.
„Ja ja, ich hab verstanden, ist ja gut“, sagte ich dann.
Noch einmal erschienen Mondlichtwörter.
Ach ja, solltest du diesen Auftrag gut ausführen wird sich das auch für dich lohnen. Ich werde dich dann frei lassen, Skait! Versagst du aber, habe ich keine Verwendung mehr für dich, dann kannst du dich von dieser Welt schon mal verabschieden.
Die Wörter waren verschwunden, aber er hatte es schon wieder geschafft mich zu erstaunen. Hatte er wirklich vor mich nach diesem Auftrag frei zu lassen? Ich war mehr als misstrauisch aber den Auftrag ablehnen konnte ich sowieso nicht. Ich wusste zwar wie gefährlich die Strecke vom Schloss von Askalon bis zum Turm Indira war, aber Gefahr konnte mich nicht aufhalten, das war kein Hindernis. Wieder schlich sich das kalte und gefährliche Lächeln auf mein Gesicht.
„Heh, na dann kann der Spaß ja beginnen!“, sagte ich halb zu mir selbst und halb zu demjenigen, den ich gezwungenermaßen meinen Meister nennen musste. Er war zwar nicht hier in der Nähe, das war er nie, aber ich wusste, dass er mich hören und auch sehen konnte.
Ich schaute noch einmal kurz zurück auf das Haus aus dem ich vor kurzem gesprungen war. Es war ein Gebäude der Menschen, welches sie ‚Hotel’ nannten. Aus meinem kalten Lächeln wurde ein schadenfrohes Grinsen. Die Besitzer dieses Hauses werden sicher vor Wut an die Decke springen, wenn sie bemerken, dass einer ihrer Gäste einfach so abgehauen war.
Ich musste zugeben, dass es in solchen Fällen äußerst praktisch war einer Dämonenart anzugehören, die den Menschen äußerlich sehr ähnlich war. Die Menschen waren sogar zu dumm dazu einen Dämon zu erkennen, wenn er direkt vor ihnen stand! Immer noch schadenfroh und ungläubig zu gleich schüttelte ich den Kopf und machte mich dann auf den Weg aus diesem Garten raus zu kommen.

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Kommentare

Anariel schrieb am 2006-10-23 00:01:20:
Oh, ein Neuzeitdämon.....na das könnte recht interessant werden.

Deine Hauptdarsteller könnte aber gerne etwas mehr Wut und Wiederwillen zeigen. Also wenn ich versuche mich in Skait hinein zu versetzen, ich wäre stiksauer, das mich jemand fangen bzw bannen (oder wie auch immer) konnte.

Ich denke es lohnt sich sicherlich das hier fortzusetzen.

Mit liebem Gruße
Anariel
das schrieb am 2006-10-22 21:17:59:
Jaaaaa weiter schreiben..... ich würd sie lesen.
lg mana
Dominik schrieb am 2006-10-22 17:58:38:
Hallo Jeiy
Ich finde die Geschichte soweit OK.
Die Charakterbeschreibung deiner Hauptperson lässt jedoch zu wünschen übrig, da sie sich städnig verändern.
Einerseits nimmt die Hauptperson seinen "Meister" nicht ernst. Als wäre es nichts besonderes so einem Kultzwang zu unterstehen. Anderer seits erfüllt er alle Möglichen Aufträge nur biem kleinstem Schmerz. Die Hauptperson möchte einerseits wieder freikommen was du verdeutlicht hast. Anderer seit jedoch, redet sie respektlos über die Menschen...

Der Inhalt ist passabel, könnte jedoch noch deftig korrigiert werden. Die Hauptperson hat keine Angst vor der überen Macht. So wird sie für jenen Leser als "Draufscheißer" gewertet. Der Leser wird so nicht sehr viel Angst bekom dass ihr was passiert. So ist es wesentlich umständlicher ein Horrorfeeling zu erzeugen. Die lässigen Sprüche der Hauptperson lösen teilweiße ein zu hohes Humor und Veralberungsgefühl aus.

Es tut mir sehr leid dass ich hier so negativ sein muss.

Mit den richtigen Korrigierungen und Veränderung solltest du diese Geschite auf jedenfall fortsetzen!

Ich hoffe ich konnt dir helfen.
Mfg, Dominik
Lexa schrieb am 2006-10-22 16:03:41:
Na sicher dat, wollte schon umblättern, da war nichts mehr da. Ein Dämon aus der Neuzeit, könnte
sehr interessante, spannende und aufgelockerte story werden. LG Lexa
Jeiy schrieb am 2006-10-22 13:12:15:
Hallo an alle, die meine Geschichte lesen. Wie man sicher schon merkt, ist das nur ein Teil der Geschichte, aber ich wollte mich mal umhören, ob es sich lohnen würde, sie weiter zu schreiben. Also, ich freue mich au eure Kommentare.

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