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Kategorien > Love Story´s > Alltag

Den Freund den Sie nicht lieben durfte (geänderte

von Discosternchen

Um Punkt 10 Uhr war Susi mit ihrem Styling, für das sie knappe 3 Stunden benötigt hatte, fertig um mit ihren Freundinnen und ihrem Freund in die angesagteste Diskothek der Stadt zu gehen, nämlich ins "HOT ICE". Nachdem sie sich noch einmal im Spiegel vergewissert hatte, ob ihr Styling binnen 5 Minuten doch nicht verrutscht war, hörte sie schon lautes Hupen vor der Haustüre. Mit schnellen Schritten holte sie ihre Jacke vom Garderobenhaken und die Haustürschlüssel und eilte aus dem Haus und in das Auto wo Marcus, ihr Freund, schon ungeduldig auf sie wartete. Nach einem langen Begrüßungskuss fuhr er los in Richtung "HOT ICE". Nervös schaute Susi immer wieder auf ihre silberne Armbanduhr, die ein Geschenk von ihrer Oma gewesen war, als sie 17 Jahre alt wurde, um auf keinen Fall zu spät zu ihren Freundinnen zu kommen. Nachdem Marcus eine Parklücke auf dem überfüllten Parkplatz gefunden hatte schlenderten sie gemächlich auf die Tür zu, wo eine ganze Schlange davor stand. Nach 10 Minuten Wartezeit wurde das "HOT ICE" geöffnet und alle Leuten drängten zum Eingang um einen guten Platz an der Bar zu bekommen. Susi wollte sich nach ihren Freundinnen Johanna, Marie, Nadine und Maggie umsehen, aber von den Vieren war noch keine Spur zu sehen. So ging sie an die Bar um etwas zu trinken und dort auf ihre Freundinnen zu warten. Währendessen hatte Marcus einer seiner Freunde getroffen, mit denen er sich jetzt unterhielt, und Susi seinem Schicksal überließ. Nachdem Susi schon eine halbe Stunde auf ihre Freundinnen gewartet hatte und die Hoffnung schon aufgegeben hatte, dass sie heute noch kommen würden, kamen sie durch den Eingang geschlendert. Als sie Susi an der Bar erblickten, kamen sie auf sie zu und begrüßten sie mit vielen Küsschen links und rechts auf die Wange. Mit einem Drink, den sie an der Bar bestellten, ging sie auf die Tanzfläche um ordentlich abzutanzen. Bald machte Johanna Susi auf einen gut aussehenden Typen aufmerksam, der auf einem Barhocker saß und sie die ganze Zeit beobachtet hatte, wie sie sich auf der Tanzfläche verausgabt hatte. Schüchtern blickte Susi in die Richtung, in die Johanna kurz gezeigt hatte. Um nicht aufzufallen tat sie so als würde sie jemanden suchen, aber in Wirklichkeit musterte sie den Jungen, der sie die ganze Zeit beobachtet hatte. Er musste ihren Blick gespürt haben, denn plötzlich blickte er von seinem Glas hoch, in, dass er gestarrt hatte, und schaute ihr geradewegs in ihre blauen Augen. Gott sei Dank konnte man in dem schummrigen Licht nicht erkennen, wie sie knallrot anlief und den Blick beschämt zu Boden senkte, denn sie hatte nicht damit gerechnet, dass er ihren Blick erwidern würde.
Susi gab ihren Freundinnen zu verstehen, dass sie kurz auf der Toilette verschwinden würde, um ihr Styling zu überprüfen und um das Make-up neu aufzufrischen. Als sie an dem schönen Typen vorbeikam, mit dem sie zuvor aufs heftigste geflirtet hatte, bemerkte sie zu spät, dass sie jemand unabsichtlich geschubst hat und fiel direkt auf den Jungen. Mit hochrotem Gesicht rappelte sich Susi von dem schmutzigen und mit Glassplitter bedeckten Boden auf. Sie wollte jetzt so schnell wie möglich die Toilette aufsuchen und, dann nie wieder herauskommen, aber ihre Gedanken wurden direkt durch das zauberhafteste Lächeln, dass sie jemals zu Gesicht bekommen hatte, aprubt gestoppt. Er half ihr vom Boden wieder hochzukommen und lud sie als kleine Wiedergutmachung auf einen Drink an der Bar ein. Susi war am Anfang etwas verwirrt, denn sie hätte niemals damit gerechnet, dass er sie zu einem Drink einladen würde. Mit zitternden Knien und einem tiefen Blick in seine moosgrünen Augen, brachte sie ein heiseres "Ja" über die Lippen. Als der Barkeeper ihre Bestellung brachte unterhielten sie sich und währenddessen erfuhr Susi von Roman, so wie der schnuckelige Typ, ihr gegenüber hieß, dass er sie schon des längeren beobachtete. Als sie sich eine Haarsträhne zurückstrich, die ihr wirr ins Gesicht hing, bemerkte sie wie Marcus wütend auf die beiden zustapfte. Susi verabschiedete sich früh genug von Roman und stand auf bevor Marcus bei Roman angelangt war. Sie wollte auf jeden Fall eine Prügelei in der Discothek vermeiden und redete beruhigend auf den immer noch wütenden Marcus ein. Nur widerstrebend lies sich Marcus von Susi durch die Tür ins Freie ziehen. Susi hoffte, dass ihn die kühle Nachtluft wieder zur Besinnung brachte. Nachdem sie das Auto erreicht hatten, begann Susi zu erklären, dass zwischen Roman und ihr nichts vorgefallen war und er sie nur auf einen Drink an der Bar eingeladen hatte. Marcus glaubte ihr das nicht und begann sie wüst zu beschimpfen. Als er das Wort "billiges Flittchen" gebrauchte konnte Susi ihre Tränen nicht mehr zurückhalten und weinte los. Tränenblind öffnete sie die Wagentür, denn sie konnte keine Minute länger mehr, mit Marcus in einem Wagen sitzen, und machte sich zu Fuß auf den Heimweg. Als sie schon ein kleines Stückchen gegangen war, wurde ihr zum ersten Mal bewusst, dass ihr leise Schritte hinterher liefen. Sie beschleunigte ihre Schritte kaum merklich und sofort wurden auch die Schritte des Verfolgers schneller. Nun rannte sie los, aber sie hatte keine Chance, denn der Verfolger musste ein sehr guter Sprinter sein. Plötzlich viel sie hin und vor ihrem inneren Auge begann ihr gesamtes Leben in Sekundenschnelle abzulaufen. Noch immer am Boden kauernd sah sie wie der Angreifer immer näher und näher kam. Doch auf einmal stoppten seine Beine und er stand genau vor ihrem Kopf. Statt einem Messer oder einer Pistole kam eine Hand zum Vorschein, die ihr auf die Beine half. Nun blickte sie mit ihren Tränenverschmierten Augen auf und sah in das Gesicht von Roman. Er reichte ihr ein Taschentuch wo sie sich die Nase putzen konnte und auch die Tränen aus den Augen entfernte. Roman drängte sie auch nicht dazu, zu erzählen, was passiert war, denn er hatte die Szene in der Discothek mitbekommen. Nachdem sie schon ein Stück gegangen sind und Susi sich auch so weit wieder beruhigt hatte, begann sie zu erzählen, was zwischen Marcus und ihr vorgefallen war.

Als sie in die Straße einbogen, wo Susi wohnte begleitete Roman sie noch bis zur Tür um sich, dann von ihr zu Verabschieden. Roman wollte Susi fragen, ob sie sich wieder sehen würden, aber in ihrem Zustand, einem Häufchen Elend aussehend, brachte er kein Wort eines Treffens heraus. "Vielen Dank, dass du mich nach Hause begleitet hast, aber das wäre nicht nötig gewesen", sagte Susi an der Haustüre. Roman hätte sie am liebsten geküsst, denn sie war ihm schon das erste Mal, als sie in die Disco ging, aufgefallen, aber das ging leider nicht, da sie mit Marcus fest zusammen war und sie wegen ihm bestimmt nicht Schluss gemacht hätte. Er hatte sich sofort in sie verliebt, aber sich niemals Chancen bei ihr ausgerechnet, da sie immer mit diesem Angeber Marcus dort war. "Auf Wiedersehen, Susi", sagte Roman, als er sich zum gehen wandte. Als sie im Bett lag dachte sie noch einmal über den heutigen Abend nach und wie es jetzt zwischen Marcus und ihr weitergehen sollte. Vor lauter Grübeln schlief sie doch ein und wachte am nächsten Morgen wie gerädert auf. Auch kaltes Wasser unter die Augen spritzen half einfach nichts. Sie sah noch immer aus wie eine Leiche. Gott sei Dank war heute Sonntag und sie musste nicht in die Schule. Als sie die Stufen, nur mit ihrer Nachtkleidung, hinterging um den Eltern einen guten Morgen zu wünschen, wurde ihr bewusst, dass es eigentlich schon weit nach Mittag war und sie noch immer kein Zeichen von Marcus gehört hatte .. keine SMS in der steht "es tut mir leid - verzeih mir" oder ein Anruf . nichts! Diese Erkenntnis traf sie Schlagartig und sie wünschte sich sofort in ihr Bett zurück, aber das ging nicht, denn gerade eben hatte sie ihre Mutter entdeckt und kam erschrocken auf sie zu. "Kind, wie schaust denn du aus? Ist etwas zwischen Marcus und dir passiert?". Bei diesen Worten konnte sich Susi nicht mehr halten und fing herzzerreißend zu Weinen an. Nachdem sie sich beruhigt hatte und sie mit ihrer Mutter Arm in Arm in der Küche angekommen waren, erzählte sie die ganze Gesichte von dem Flirt bis hin zur heftigen Auseinandersetzung im Auto. Nur Die Beschimpfung ließ sie weg.
Ihre Mutter versuchte sie so gut es ging zu trösten, aber jeder Versuch scheiterte. Susi war nicht zu beruhigen. Von Weinkrämpfen geschüttelt rannte sie aus der Küche und hoch in ihr Zimmer. Sie wollte jetzt nur allein sein und über die beschissene Situation, in der sie sich gerade befand, nachdenken.
Da hörte sie plötzlich, wie jemand an die Tür klopfte. Leise öffnete sie sich als ihre Mutter zum Vorschein kam. "Susi, du hast Besuch. Ein junger Mann wartet auf dich und möchte dich gerne zum Eis essen einladen." "Wer ist es denn?", fragte Susi in der Hoffnung, dass Marcus wäre. "Ich weiß es nicht. Ich habe diesen jungen Mann noch nie gesehen", sprach ihre Mutter weiter. Als Susi einen kurzen Blick riskierte sah sie, dass es Roman war. Oh mein Gott, Roman. Blitzschnell verschwand sie wieder in ihrem Zimmer und rief ihre Mutter zu sich. Als ihre Mutter wieder ins Zimmer gekommen war, reichte ihr Susi einen Zettel, den sie bitte Roman geben soll. Als Susi ihr den Zettel gegeben hatte machte ihre Mutter auf dem Absatz kehrt und ging Richtung Roman, der vor dem Treppenabsatz noch immer auf Susi wartete. "Roman, es tut mir leid. Susi möchte nicht mit dir Eis essen, da es ihr sehr schlecht geht, aber ich soll dir diesen Zetteln von ihr geben." Als Susi´s Mutter Roman den Zettel reicht verabschiedete er sich noch von ihr und verschwand dann Richtung Café. Dort faltete er den Zettel auseinander und begann zu lesen.

Lieber Roman,
entschuldige, dass ich deine Einladung zum Eis essen nicht angenommen habe, aber mir geht es nicht gut. Es ist noch immer wegen Marcus und ich hoffe, dass du es verstehen kannst, wenn ich jetzt einmal meine Ruhe brauche um gründlich darüber nachzudenken.

Susi

Nachdem Roman den Zettel gelesen hatte verließ er das Café. "Marcus, du Arschloch", dachte er "du hast dieses Mädchen gar nicht verdient. Sie liebt dich über alles und du fügst ihr immer nur Wunden zu", und marschierte zur Boxhalle. Er musste jetzt unbedingt seine Wut an einem Sandsack auslassen, denn sonst würde er höchst persönlich zu Marcus gehen und ihm eine verpassen. 1 ½ Stunden später war er nassgeschwitzt und er hatte sich so einigermaßen beruhigt, dass er ohne die Beherrschung zu verlieren nach Hause gehen konnte, ohne, dass er jemanden verprügelte. Zuhause sprang er erstmal unter die Dusche und, danach begann er sich für den Abend fertig zu machen. Er hoffte, dass er Marcus wieder im "HOT ICE" antreffen würde, denn er muss ihm ja noch klarmachen, dass zwischen Susi und ihm nichts von Bedeutung gewesen ist.

So vergingen die Tage und das Wochenende stand vor der Tür. Susi hatte von Marcus noch immer nichts gehört und sie dachte schon, dass es zwischen den beiden vorbei wäre. In ihrer Verzweiflung rief sie Maggie an um nachzufragen, ob sie etwas von Marcus wüsste. Ihre Freundinnen hatten sich während dieser Woche sehr intensiv um Susi gekümmert und hatten natürlich auch versucht Susi so gut es geht in ihrer Not beizustehen. Nach dem ersten Klingeln hob Maggie ab und Susi fragte sofort, ob sie etwas von Marcus wüsste. Zuerst druckte Maggie ein wenig herum und wollte mit der Sprache nicht herausrücken, aber Susi lies nicht locker. "Maggie was ist los mit Marcus? Du verschweigst mir doch etwas!", rief Susi schon mit Ärger in der Stimme. "Susi, bitte sei jetzt nicht böse auf mich, aber ich konnte es dir einfach nicht sagen, da ich dich nicht aufregen wollte." "Was ist los, Maggi? Sag mir schon endlich die Wahrheit! Ist etwas mit Marcus passiert?" "Ja, es ist etwas mit Marcus passiert. Erinnerst du dich noch an euren Streit vorigen Samstag im "HOT ICH"?", sprach Maggi zögernd. "Ja, ich erinnere mich noch daran - wie könnte ich das auch jemals vergessen. So schlimm hatten wir noch niemals gestritten. Aber was hat das mit dem zu tun? Komm auf den Punkt, Maggi, und sprich nicht um den heißen Brei herum!" rief Susi nun schon hysterisch. "Ok, Susi, ich werde es dir sagen, aber ich bitte dich, reg dich bloß nicht auf", versuchte Maggi Susi noch in Schach zu halten, "Marcus hatte am Sonntag einen schweren Autounfall. Er liegt seit Sonntag im Krankenhaus auf der Intensivstation." So jetzt war es raus. Maggi atmete erleichtert auf und plötzlich hörte sie ein Knacken in der Leitung. "Susi, hallo?"

Maggie plagte ein fürchterlich schlechtes Gewissen, dass sie Susi es erst jetzt gesagt hatte und machte sich auf den Weg zu Susi´s Haus. Um ihr in dieser Zeit jetzt beizustehen, wie sie es die ganze Woche über gemacht hatte. Nachdem sie bei Susi angekommen war und auf ihr Klingeln nur Susis Mutter öffnete ging sie geradewegs in Susis Zimmer, nachdem sie Monika, Susis Mutter in knappen Worten erzählt hatte, was mit Marcus passiert war. Vor Susi´s Zimmertür hörte sie schon wie Susi heftig weinte. Sie konnte sich vorstellen, wie es Susi jetzt ging. Maggie war ja selber so fertig, als sie die schreckliche Nachricht erfahren hatte. Am liebsten wäre sie selber ins Krankenhaus gefahren, aber das konnte sie nicht. Sie konnte Marcus nicht besuchen, da sie nicht seine Freundin war, obwohl sie es liebend gerne gewesen wäre. Sie hatte sich immer ihre Gefühle für Marcus nicht eingestehen wollen, aber seit die beiden am Samstag gestritten hatten, hatte Maggie ihre Chance kommen sehen, aber das war ein Irrtum. Marcus war zu ihr gekommen um sich bei ihr auszuheulen und, weil er Hilfe bräuchte. Er wollte Susi nicht verlieren, aber nach dieser Aktion von heute hat er sie bestimmt verloren. Maggie legte ihren Arm um Marcus und sagte, dass alles bestimmt wieder gut werden wird. "Nein, das wird es bestimmt nicht. Ich habe mich wie ein eifersüchtiges Arschloch verhalten", sprach Marcus den Tränen nahe. Er wollte Susi einfach nicht verlieren, denn dazu liebte er sie viel zu sehr. Plötzlich erhob sich Marcus und sagte "Danke, für´s zuhören, Maggie" und fuhr davon. Mit einem mulmigen Gefühl schaute sie den davonfahrenden Marcus hinterher. "Ich werde niemals eine Chance bei ihm haben. Er liebt Susi nach wie vor", dachte sich Maggie bei sich, als sie einen lauten Knall hörte. "MARCUS!!!!!!!!!!!!!!!!!!", rief sie, als sie auf die Unfallstelle zu rannte. Ihr bot sich ein schreckliches Bild. Marcus war mit 2 anderen Autos zusammengekracht, die sich sofort ineinander verkeilt hatten. Passanten, die Zeuge dieses schrecklichen Schauspiels wurden riefen sofort den Krankenwagen und mehrere Männer versuchten die Verletzten aus den Autos herauszubringen, bevor diese noch Feuer fingen. Gerade noch rechzeitig konnten sie Marcus aus seinem Autowrack borgen, bevor es explodierte und die einzelnen Autoteile in der Gegend verstreut lagen. Sie konnte nur kurz einen Blick auf den bewusstlosen Marcus werfen bevor sich die Sanitäter über ihn knieten und ihn in den Krankenwagen beförderten.

Sie öffnete leise Susis Zimmertür und sah ihre Freundin weinend auf dem Bett liegen. Schnell eilte sie zu ihr und nahm sie ganz fest in den Arm. Maggies Anwesenheit war eine große Hilfe für Susi, denn somit spürte sie, dass sie nicht allein auf der Welt war und, dass sie Freunde hatte, die sich um sie sorgten. Susi blickte Maggie an und fragte "wie ist das passiert, Mag?" Maggie wiederholte detailgenau was sie beobachtet hatte. "Ich muss sofort zu ihm hin!" rief Susi und sprang augenblicklich vom Bett hoch. "Susi, warte! Nein, du kannst nicht zu ihm ins Krankenhaus. Er liegt auf der Intensivstation und da darfst du nicht hinein!", rief Maggie noch hinterher, aber es war schon zu spät. Susi hatte sich schon die Schlüssel von seinem Roller genommen und sauste los Richtung Krankenhaus.

Vor dem Krankenhaus stellte sie ihren Roller etwas abwärts vom Eingang und marschierte, dann durch die Tür ins Krankenhausinnere. An der Rezeption fragte sie den Portier, wo die Intensivstation sei. "3. Stock, zweite Tür, junge Dame", brummte er, bevor er sich wieder seiner Zeitung widmete. Mit dem Lift fuhr sie in den 3. Stock hinauf und fand auch sofort auf Anhieb die Tür der Intensivstation. Als sie diese öffnete strömte ihr schon ein Duft von Desinfektionsmittel entgegen. Am liebsten hätte sie auf den Absatz kehrt gemacht, aber ihren Wunsch Marcus zu sehen, trieb sie weiter voran. Da kam ihr ein Arzt entgegen, der sie höflich fragte "Suchen Sie jemanden?" "Ja, ich suche meinen Freund. Entschuldigung, ich meinte Marcus von Göhring." Er führte sie zu einem abgedunkelten Zimmer, wo lauter Apparate piepsten. "Er ist ins Koma gefallen und ist seitdem nicht mehr aufgewacht. Sprechen Sie mit ihm. Vielleicht hilft es, dass, wenn er Ihre Stimme hört." Mit diesen Worten drehte er sich um und eilte in ein nächstes Zimmer. Bei genauerem betrachten erkannte sie, dass Marcus sehr viele blaue Flecken im Gesicht und auch auf der Brust hatte. Ein Bein war eingegipst und ansonsten dachte man, dass er schliefe, wenn man nicht wüsste, dass er im Koma liegen würde. Susi war den Tränen nahe. Das letzte Mal wo sie ihn gesund gesehen hatte, war, wie sie einen ordentlichen Streit hatten. Jetzt packte sie das schlechte Gewissen und, sie hätte am liebsten den Kopf auf Marcus Brust gelegt und ihn um Verzeihung gebeten. Stattdessen nahm sie seine Hand, die sie so oft gehalten hatte, aber dieses Mal spürte sie seine Finger und die Handinnenflächen besonders intensiv, denn es könnte sein, dass sie, sie das letzte Mal in den Händen hält, wenn er von seinem tiefen Schlaf nicht erwachen würde.
"Marcus, es tut mir leid, was zwischen uns passiert ist und auch, dass wir einen so schrecklichen Streit hatten! Wir haben schon so viel durchgemacht und immer ist alles gut ausgegangen. Ich möchte dich nicht verlieren!! Bitte wach wieder auf!! Ich liebe dich doch und ich kann mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen!" Die letzten Worte gingen in lautes Schluchzen unter und Tränen liefen ihr über das Gesicht. Dabei fielen auch ein paar auf seine Hand. Plötzlich spürte sie wie er einen Finger bewegt. Ganz aufgeregt rief sie den Arzt, der natürlich sofort herbeigeeilt kam. Auch begannen seine Augenlider zu flattern und von einem Moment auf den anderen schlug er die Augen auf. "Wo bin ich?" fragte Marcus noch ganz erschöpft. "Im Krankenhaus, Herr von Göhring! Sie hatten einen schweren Autounfall und sind nur knapp dem Tod entronnen", sprach der Arzt. "Ich war auch knapp davor auf die andere Seite zu wechseln, aber als ich die Stimme von Susi hörte", dabei blickte er Susi tief in die Augen "wusste ich, dass meine Zeit noch nicht abgelaufen war und ich zurück zu meiner Freundin musste, die auf mich wartete". Die beiden schauten sich verliebt in die Augen, während sich der Arzt diskret verabschiedete. "Susi, es tut mir auch schrecklich leid, dass wir einen so schlimmen Streit hatten und, ich verspreche dir, dass ich meine Eifersucht unter Kontrolle .." Die letzten Worte konnte er nicht mehr aussprechen, denn Susi versiegelte seine Lippen mit einem Kuss.

Nach ein paar Tagen wurde Marcus auf eine normale Station verlegt. Ihm ging es inzwischen schon viel besser und von einer baldigen Entlassung war auch die Rede gewesen.
Während dieser Tage, die Marcus noch im Krankenhaus verbringen musste, fuhr Susi immer nach Schulschluss zu ihm ins Krankenhaus. Für Marcus waren die paar Stunden, die er mit Susi in seinem Krankenzimmer verbringen durfte. Susi erging es aber nicht anders. Sie fühlte sich ihm viel näher als sie es vor dem Unfall war, und ihre Liebe wuchs von Minute zu Minute. Die Besuchszeit verging immer viel zu schnell und umso größer war der Abschied, als Susi die Tür hinter sich schloss um nach Hause zu fahren.

Nach 1 Woche konnte Marcus entlassen werden, denn seiner Heimreise stand nichts mehr im Weg. Die Prellungen hatten sich gut erholt und von den blauen Flecken sah man schon fast nichts mehr. Das einzige was noch Zeuge des Unfalles war, ist das Gipsbein. Marcus humpelt die Stufen runter ins Auto und wird dabei von Susi gestützt. "Komm, setz dich vorne hin", sagte Susi während sie die Beifahrertür öffnete. "Nein, denn da kann ich nicht neben dir sitzen", sprach Marcus. "Komm, du Spinner", lächelte Susi "setz dich jetzt vorne rein. Ich sitz ja hinter dir" und berührte dabei seinen Arm. Als alle Utensilien verstaut waren startete Marcus Vater den Wagen und sie fuhren los.
Zu Hause angekommen wurde Marcus auf das Sofa verfrachtet, dass extra für ihn gemütlich hergerichtet wurde. "Ok, mein Patient, ich werd jetzt, dann einmal nach Hause gehen. Ich verspreche, dass ich dich morgen besuchen kommen werde, sobald die Schule geendet hat." Mit diesen Worten gab Susi Marcus noch einen Kuss und ging dann.

Total erschöpft kam Susi zu Hause an. Sie lies sich auf ihr Bett sinken und dachte über das Geschen der letzten Zeit nach. Zuerst der Streit mit Marcus .. Roman .. die fast Trennung .. der Unfall. Dies alles hatte sie sehr belastet und nun war sie mit ihren Kräften total am Ende. Ohne es zu wollen bahnten sich Tränen ihren Weg. Sie schluchzte laut auf und bemerkte nicht, wie sich die Zimmertür leise öffnete. Snowly, ihre weiße Katze, kam herein und spazierte zielstrebig auf das Häufchen elend zu, das auf dem Bett saß und sich immer wieder geräuschvoll die Nase putze. Sie sprang auf das Bett und fing an zu schnurren. "Na, Snowly, du hast wohl gespürt, dass es mir nicht gut geht und willst mir wohl Gesellschaft leisten?", sagte sie während sie Snowly am Hals kraulte und die Katze zufrieden zu schnurren begann.

Sie musste wohl eingenickt sein, denn ihre Mutter versuchte Susi vorsichtig zu wecken. Sie wollte nicht, dass ihre Tochter zu spät zur Schule kam. Total gerädert wachte sie auf und stieß einen erschrockenen laut auf. Es war schon halb 8 und in 20 Minuten würde die Schule anfangen. "Mama, warum hast du mich nicht früher geweckt!", meckerte Susi sofort drauf los. "Ich wusste ja nicht, dass du noch zu Hause bist", versuchte sich ihre Mutter zu verteidigen. Susi sprang aus dem Bett, zog ihre Klamotten an und putze sich im Schnelltempo noch ihre Zähne. Ohne ein Frühstück packte sie ihren Rucksack und sprang auf ihren Roller und schon war sie auf den Weg zur Schule. Ein paar Minuten vor dem Klingeln der Schulglocke setzte sie sich neben Maggi auf ihren Platz, die schon nervös auf sie gewartet hatte. "Wo bist du denn bloß so lange gewesen? Ich hab schon gedacht, dass du krank bist, weil du nicht gekommen bist", meinte Maggi. "Nein, nein, nein. Ich hab nur total verschlafen. Die Sache mit Marcus macht mich ziemlich fertig und da geht auch manchmal mein Schlaf drauf.", sagte Susi und gähnte hinter vorgehaltener Hand.
"Würden bitte die beiden Damen in der hinteren Reihe auch die Güte haben und sich jetzt wieder dem Unterricht zuwenden? Privatangelegenheiten gehören in der Pause besprochen und nicht während meines Unterrichts", rief plötzlich Frau Lerch, die Mathematikprofessorin. Susi und Maggi sahen sich betreten an, denn sie hatten gar nicht mitbekommen, dass es schon geläutet hat und die Professorin schon das Klassenzimmer betreten hat.

6 langweilige Stunden neigten sich dem Ende zu und Susi konnte es gar nicht erwarten endlich wieder nach Hause zu kommen und die Schule mal für ein paar Stunden zu vergessen. Als sie sich gerade auf ihren Roller schwang hörte sie hinter sich ein "Hi Susi! Wie geht es dir denn?"
Die Stimme kam ihr sehr bekannt vor. "Hallo Roman! Lange nicht mehr gesehen."
"Ja, ich weiß. Ich komme auch nicht mehr so viel weg und im "HOT ICE" bin ich auch nicht mehr so oft wie früher. Ich hab das von Marcus gehört und es tut mir sehr leid, was passiert ist. Wie geht es ihm denn?"
"Wieder besser. Er ist jetzt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Seine Prellungen und sein Beinbruch erinnern nur noch an den schrecklichen Unfall."
"Oh, das ist gut. Du ... Susi, was ich dich fragen wollte . ähm . würdest du mit mir einen Kaffee trinken gehen?"
"Ja, aber heute geht es nicht. Ich gehe, dann zu Marcus." und wollte schon fast auf ihren Roller steigen, als sie inne hielt. Roman hatte sich schon abgewandt und wollte gehen, als ihn ein "Roman, warte mal bitte" zum stehen zwang. Er drehte sich um und blickte Susi ins Gesicht. "Ich hab mich entschlossen, dass mit dir etwas trinken gehe. Zu Marcus fahre ich, dann einfach später. Also, hast du Lust, dass wir ins "Cappuccino" gehen?"
"Ja"
Wenig später saßen sie im "Cappuccino" und tranken Kaffee. Susi bemerkte, wie Roman sie immer wieder verstohlen anblickte. Nach geraumer Zeit begann Roman zu sprechen "Susi, ich muss dir etwas gestehen. Ich habe mich in dich verliebt. Ich liebe dich schon seit ich dich das erste Mal im "HOT ICE" gesehen habe." Nun, waren die Worte ausgesprochen und Roman wartete auf die Reaktion von Susi.
Leicht errötend sagte Susi und ergriff dabei seine Hand, die er zur Faust gekrallt hatte "Roman, du bist wahnsinnig nett und ich finde dich auch sehr sympathisch, aber ich liebe nun mal Marcus. Bitte versteh das! Ich weiß, dass es für dich schwierig ist, aber mehr als nur Freundschaft empfinde ich nicht für dich."
"Ich werde es akzeptieren", sprach Roman. Er stand auf, bezahlte den Kaffee und verschwand.
"Roman, warte bitte", aber er hörte es nicht mehr. Er war schon um die nächste Ecke gebogen und lies seinen Tränen freien Lauf. `Ich Idiot!! Wie konnte ich nur glauben, dass Susi auch etwas für mich empfinden würde.`
Susi war Roman nachgerannt, aber mit ihren hohen Absätzen hatte sie keine Chance ihn einzuholen. Also stieg sie auf ihren Roller und fuhr ihm hinterher. "Roman, warte!!!!" Es hatte keinen Sinn. Roman wollte sie einfach nicht hören. Erst als sie ihm den Weg abschnitt bemerkte sie, dass er wie ein Schlosshund heulte. "Lass mich bitte allein", rief er. "Nein, Roman. Ich kann dich in diesem Zustand nicht alleine heimgehen lassen, das wäre total unverantwortlich von mir!", sprach Susi mit ernstem Gesichtsausdruck weiter. Sie stellte ihren Roller neben dem Bürgersteg ab und kam auf Roman zu. Er sah aus wie ein Häufchen elend. Susi schloss ihn kurzerhand in die Arme und drückte ihn fest an sich. "Nur, weil du in mich verliebt bist, braucht das doch nicht zu heißen, dass wir uns ab jetzt aus dem Weg gehen. Du wirst sehen, du wirst jemanden anderen finden.", sprach Susi beruhigend auf den schluchzenden Roman ein. Er tat ihr außerordentlich leid, aber sie konnte mit ihm einfach keine Beziehung eingehen, denn ihr Herz gehörte Marcus.
Nachdem sie ausführlich darüber geredet hatten und Roman sich wieder beruhigt hatte, trennten sie sich und jeder ging seine eigenen Wege.

Völlig abgehetzt erreichte sie mit reichlicher Verspätung Marcus Haus. "Hallo Schatz", begrüßte sie ihn mit einem Kuss. "Es tut mir leid, dass ich erst jetzt komme, aber ich habe noch jemanden getroffen mit dem ich mich sehr nett unterhalten habe". Dass es Roman gewesen ist, das verschwieg sie ihm lieber, denn sie konnte sich noch genau daran erinnern was beim letzten Mal passiert ist. Gemeinsam aßen sie das Mittagessen, das Marcus Mutter Susi noch schnell zubereitet hatte und, dann schauten sie sich einen Film an.
Nach 3 Stunden verabschiedete sich Susi von Marcus und machte sich auf den Heimweg.

Nach 4 Wochen war der Beinbruch von Marcus wieder völlig verheilt und er konnte seine täglichen arbeiten wieder verrichten. Nun begann für Susi und Marcus wieder ein ganz normales Leben, nur eines hatte sich verändert, während dieser Zeit. Die Beziehung zu Marcus und Susi war noch tiefer und inniger geworden als sie vorher war.

Kommentare

kuroikuma@hotmail.com schrieb:
Hi Discosternchen,

ich muss schon sagen echt super Geschichte. Wer kennt das nicht? Eifersucht, Liebe, Schmerz *seufz* du hast das leben der Jugend perfekt eingefangen und ausserdem ist es noch super zu lesen.

Mach weiter so!

Mfg Erkan
joony@funama.de schrieb:
hola,
bin grad über deine geschichte gestolpert...
schöne geschichte, aber nur so als tip, das ende zieht sich zu sehr, die geschichte könnte noch besser sein wenn du einen höhepunkt am ende gefunden hättest nachdem du die geschichte abgeschlossen hättest...
sonst ein großes lob, kann mich noch erinnern wie meine geschichten sich in deinem alter angehört haben!;)
lieben gruss
joony
Nina-Alice.Greschitz@gmx.at schrieb:
Hallo EVE!!!!

Ich finde deine Geschichte wirklich toll!!! Aber du konntest schon immer gut Geschichten schreiben!!!

Mach weiter so!!

HDFIUEGGGGTL

Nina
Kady@web. schrieb:
Ich finde die storry nicht so prickelnd. Sie ist ir ein wenig zu lang und zu fade. Da gehört mehr pep und mehr liebe rein. Wenn das vorhanden wäre wäre es eine super geschichte. !!!!!
SEXY GIRL schrieb:
Gratuliere!!Egal ob Fehler,das is eine von den besten die ich gelesen habe.Mach weiter so, ist voll geil.
cherry!!!! sweetyhonne@yahoo.de schrieb:
oh gott ist das lang!!!~~
also echt mal ein tip es vergeht einem mimmer mehr die lust den text zu lesen der ist echt voll langweilich geschrieben sorry wen ich das mal so sagen darf das ist wie ne geschichte aus einem tieni buch immer die selbs geschichte und immer gleich langweilich wen man sich das 1 durchgelessen hat will man das in ne ecke schmeissen und nie weider anfassen!!
Also ich muste mich fast schon zwingen weiter zu lessen.sorry ich will die nicht beleidigen odet ferletzen aber ich finde du solltest das alles etwas spannender machen und nicht so ne ausgeleierte geschichte benutzen ich habe mir am schluss nur noch stichpunk artich den test durchgelessen.
tut mir leid aber der war echt nicht gut.
Ich glaube du kannst das viel besser^^
viel glück jedenfalls ich hoffe der nägste wird besser ich bin gespand^^

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