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Kategorien > Fantasy > Mystery

Der Abschluss

von Andre Schuchardt

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Architekten. Ich erkannte nichts wieder, fand aber den Weg durch allerlei Gerümpel zurück in die Eingangshalle. Es wirkte auf mich, als hätte mein kurzer Ausflug in den Garten hundert Jahre gedauert. Vorsichtshalber warf ich einen Blick durch die Eingangstür hinaus auf die Straße, die zum Glück noch genauso aussah wie wenige Stunden zuvor. Auch erkannte ich den abgeplatzten Hausputz und die sich die Wände hoch rankenden Kletterpflanzen wieder. Ich beschloss, den ganzen seltsamen Vorgängen so bald es möglich war mal genauer nach zu gehen, momentan stand aber immer noch dringenderes an: ich musste in den Keller, die anderen Ereignisse konnten warten und liefen mir sicherlich nicht davon.
Jetzt, da das Haus offensichtlich frei von jedweden Bewohnern und Besuchern war, wie ich es anfänglich bei meinem Einstieg auch erwartet hatte vorzufinden, konnte ich mich wieder freier bewegen. In der Speisekammer fand fand ich nur noch verrottete Gegenstände, sofern überhaupt noch etwas da war. Einem Einfall folgend überprüfte ich schnell den Inhalt meiner Taschen und stellte fest, dass sämtliche Nahrung noch völlig frisch wie zuvor war, nur teilweise etwas eingedrückt. Ich suchte mir eine Fackel in der Kammer und entzündete sie, um endlich auch einmal mehr in diesem Haus und vor allem auf der Treppe erkennen zu können. Eben diese ging ich dann hinab und passierte einen großen, wohl herab gestürzten Teil der Mauer, hinter der man die blanke Erde sehen konnte. Am Fuß der Treppe angelangt wurde mir die Nutzlosigkeit des so lange gesuchten Schlüssels nun gewahr: die massive Tür war verschwunden, als hätte etwas gewaltiges sie einfach herausgerissen und mit sich fort genommen, lediglich ein hübsches großes Loch in der Mauer hinterlassend.
Gespannt betrat ich den neuen Raum, alles mögliche erwartend. Tatsächlich fand ich aber nichts als einen leeren, verstaubten Raum vor. Ein Schritt dort hinein wirbelte eine große Wolke auf, die mich erstmal husten und niesen ließ. Ich zupfte an meinem Mantel und hielt mir ein Ende vor das Gesicht, bevor ich es wagte weiter zu gehen. Scheinbar führte nur eine Tür direkt neben der Eingangstür weiter aus diesem Raum hinaus. Insgesamt vier weitere große Räume sollte ich durchqueren, alle voll gestellt mit Sachen, welche man nicht mehr oder gerade nicht brauchte – und nun wohl eh niemand mehr – und die sämtlich ohne Wert für mich waren, ohne dass sich irgendwo auch nur eine Spur des Gesuchten zeigte. Schließlich ließ ich mich auf dem Boden eines der Räume nieder, kramte das alte Kartenbuch heraus und guckte mir die Pläne des Hauses einmal im Fackellicht ganz genau an. Alle drei Ebenen des Hauses vergleichend, fiel mir eigentlich nichts weiter besonderes auf, also keine Plätze für irgendwelche versteckten Räume oder ähnliches.
Die nächsten vielen Momente sollte ich damit vergeuden, sämtliche Wände ganz genau abzutasten. Und endlich, als ich irgendwann einfach keine Lust mehr hatte die ganze Zeit die Fackel bei mir zu tragen und sie deshalb in eine Halterung in der Wand steckte, öffnete sich die so lange gesuchte Geheimtür. Sie gab den Blick frei auf einen langen dunklen Gang. Ich nahm mir einen neue Fackel, da die alte mitsamt der Halterung in der Wand verschwunden war, und verbrachte wiederum viel Zeit damit, durch ein verwinkeltes Labyrinth zu irren. Doch irgendwann hörte ich in der Ferne plötzlich Wasser rauschen. Der Gang weitete sich und endete auf einer Plattform. Von dieser aus konnte ich eine riesige, natürliche Höhle überblicken, erschaffen durch die gewaltigen Wassermengen, welche neben mir in die Tiefe stürzten und hier unten einen großen See bildeten. Auch nicht schlecht, einen eigenen See direkt unter dem Haus zu haben? Der Grund dieser Höhle interessierte mich aber nicht weiter, denn gegenüber auf der anderen Seite dieser Schlucht war der Eingang zu einer Fortführung des Ganges, so schien es mir, und dort wollte ich ja hin. Leider befand sich zwischen mir und der anderen Seite aber dieser Abgrund.
Während ich nun einen Weg hinüber suchte, vernahm ich plötzlich ein weiteres Rauschen: das von schlagenden Flügeln. Irgendwo in einer Ecke der Höhle in der Nähe des Grundes tauchte plötzlich eine große, geflügelte Bestie auf – wie auch immer die hier wohl je hinein gekommen war – und hielt direkt auf mich zu. Ich war nicht unbedingt darauf erpicht mit ihr Bekanntschaft zu schließen, also suchte ich hektisch weiter. Einen Bolzen mit Seil konnte ich wohl nicht hinüber schießen, im Felsgestein gab es nichts wo der hätte stecken bleiben können. Es führte auch kein anderer Weg den Wasserfall entlang, zum Springen war es zu weit, es gab keine Anzeichen, dass hier je eine Brücke existiert hätte – warum gab es dann zwei Tunneleingänge? Der einzige Weg von dieser Plattform runter führte abwärts, an spitzen Felsen vorbei bis zum Ufer des Sees. Auch wenn ich keinen Weg auf der anderen Seite hoch sah, was blieb mir anderes übrig? Runter springen kam für mich eigentlich nicht in Frage. Ein Blick zu dem nahenden Monster versicherte mir, dass es noch recht weit weg war, mich aber eindeutig bemerkt hatte. Ich ging schnell meiner letzten Idee nach, legte mich auf den Bauch an den Rand, zog mich vorwärts und blickte unter den Vorsprung.
Doch auch dort sah ich nichts hilfreiches und plötzlich brüllte es unter mir. Das fliegende Ding war überraschenderweise schon ziemlich nahe bei mir, jetzt war ich auch in der Lage die gesamte Hässlichkeit dieses Ungetüms zu erkennen. Schaudernd beschloss ich ihm einen Denkzettel für meine Störung zu verpassen. Zusammen mit meiner kleinen Armbrust holte ich eine kleine Kugel aus dem Beutel an meinem Gürtel. Ich spannte die Armbrust, ein Bolzen fiel aus dem Magazin in den Schaft, und befestigte an dessen Spitze die dafür vorgesehene Kugel. Schnell legte ich auf meinen Angreifer an, doch nahm mir Zeit halbwegs gut zu zielen, dass ich noch lag gab mir einen weiteren Vorteil. Ich zielte in Richtung des hervorstehenden Stirnauges und drückte ab. Das Geschoss traf das Ziel wie erwünscht. Die Kugel zerbarst sofort in einer Wolke aus spitzen Schrapnellsplittern. Diese von meinen Reisen mitgebrachten Kügelchen waren ihr Geld – hätte ich sie denn gekauft – wirklich mehr als wert. Das Unvieh brüllte in tiefem Schmerz auf, als die Metallstücke sein Auge und Gesicht zerfetzten und der Aufprall es aus der Bahn warf. Mit einem lauten Schrei und gewaltiger Geschwindigkeit schoss es aufwärts und knallte hart gegen die Decke der Höhle, knapp oberhalt des gegenüberliegenden Ausganges. Durch den Aufprall verlor es wohl das Bewusstsein und fiel wie ein Stein abwärts. Mit so einem durchschlagenden Erfolg hätte ich niemals gerechnet, als der Bestie auch noch ein Teil der Höhlendecke hinunter zum See folgte. Ich konnte mich noch gerade so wieder zurück in den Gang hinter mir retten und konnte dort dem Steinregen lauschen. Mehrere besonders große Felsbrocken verhakten sich so ineinander und zwischen die Vorsprünge, dass sie eine natürliche Brücke über den

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Kommentare

Hanna Christine Mazur schrieb am 2008-10-09 17:16:27:
Ich finds geil

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