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Kategorien > Fantasy > Mystery

Der Abschluss

von Andre Schuchardt

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so groß gewirkt hatte. Nur einmal stieß ich fast mit zwei Sklaven zusammen, die mich aber nur ängstlich anstarrten und bei denen ich geistesgegenwärtig genug war, sie bewusstlos zu schlagen. Nun musste ich sie nur verstecken und öffnete dafür eine der Türen, um sie in den Raum dahinter zu bringen. Es war eine Art Folterkammer mit einer Streckbank in der Mitte, davor ein alter verrosteter Abfluss. So langsam begann ich an meinen Fähigkeiten und der Welt im allgemeinen zu zweifeln.
Gefesselte Sklaven hinterlassend machte ich mich wieder auf den Weg. Also war ich wohl im Kreis gelaufen und sollte mir diesmal früher die anderen Räume angucken. Ich blieb an dem großen Tor stehen, das mir schon zuvor aufgefallen war. Ein Schild daneben wollte mir irgend etwas mitteilen, ich verstand es jedoch nicht. So öffnete ich recht unbekümmert eine kleine Tür in dem großen Tor und schritt hindurch. Ein bestialischer Gestank ließ mich anhalten. Der Raum war dunkel, weshalb ich die Fackel entzündete. Vor Schreck aufgrund des sich bietenden Anblicks sprang ich zurück. Direkt vor mir lag, zum Glück im Moment schlafend, ein gewaltiger roter Flimmermacates. Aber wirklich und wahrhaftig ein Gigant! Ohne Probleme hätte ich in sein riesiges Maul gepasst. Ich bevorzugte es aber, mich nicht mit ihm anzulegen sondern einfach wieder zu gehen. Draußen sah ich mir nun noch einmal das Schild an und erkannte, dass eins der Symbole wohl einen Macates darstellen sollten. Ich beschloss, mir bei den anderen Türen und Toren diese Symbole etwas genauer anzusehen. So konnte ich noch einigen hungrigen Mäulern entgehen, bis nur noch eine Tür für mich in Frage kam. Sie führte in einen kleinen Raum mit Tisch und Stühlen, der mich nicht weiter interessierte. Ich ging weiter in den nächsten. Und fand endlich was ich suchte.
„Ah, da bist du ja endlich“, sprach Kowarra.
Natürlich hatte er mich sofort bemerkt. Das war aber auch nicht schwer. Kowarra saß direkt gegenüber der Tür am anderen Ende dieser kleinen Halle, die ich gerade betreten hatte. In seinem Hochmut hatte er sich selber einen kleinen Thron errichten lassen, zu dessen beiden Seiten bewaffnete Wachen standen. flankiert wurde der Thron von Bannern an den Wänden. Sonst war der Raum eher kärglich eingerichtet und nur dunkel von Fackeln beleuchtet. Meine eigene Fackel ließ ich nun fallen. Zwei Türen führten aus dem Raum, sonst gab es nichts weiter erwähnenswertes.
„Ja, da bin ich. Wie verlangt habe ich es geschafft und hätte nun gerne das Gegenmittel“, sprach ich und sah ihn ernst an.
Kowarra holte die begehrte Flasche aus den Falten seines dunkelblauen Mantels. Der alte Mann hielt sie zwischen zwei Fingern und schwenkte sie lockend hin und her.
„Dann hol es dir!“ sprach er, und die beiden Wachen zogen ihre Schwerter.
Die beiden gingen gemeinsam auf mich los und mir blieb nichts anderes übrig, als mich zu verteidigen. Ich werde hier die Einzelheiten des ganzen Treibens nicht zu genau schildern, aber es sei gesagt, dass die Banner, nachdem ich sie abgeschnitten hatte, eine nicht unwichtige Rolle bei meinem Überleben spielten. Letztlich stand ich leicht verletzt aber siegreich unweit von Kowarra.
„Nun gebe es mir! Ich habe bestanden!“ sprach ich.
„Ja, das hast du. Damit hast du dich als würdig erwiesen, alle Proben und Gefahren bestanden und deine Ausbildung abgeschlossen. Ich heiße dich in unserem Kreis willkommen, Loucca Umergen, meine Tochter! Für Ijenreich!“ sprach er, doch mich interessierte nur das Gegenmittel.
Und so konnte ich weiterleben und dienen. Für Ijenreich bis eines Tages in den Tod. Bis zum Ende der Welt!

ENDE


Nachwort

Dies war der Bericht einer Spionin aus Ijenreich, so sagte man mir. Ijenreich, das eine stete Gefahr für seine Nachbarländer darstellt, ist bekannt für seine grausamen und brutalen, doch ebenso raffinierten Methoden, um nur die Besten überleben zu lassen. Wollen wir alle hoffen, dass sie niemals stark genug werden mehr als nur diese kleinen Länder zu bedrohen. Ihr Ziel könnte sonst die Vernichtung der Welt sein.

Solero y Cyprilla, Toljidarin
Karison, Ojútolnán, 07.06.3994

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Kommentare

Hanna Christine Mazur schrieb am 2008-10-09 17:16:27:
Ich finds geil

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