Der Allemacher
von
Michael Speier
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde... so fängt eines der meistgelesensten Bücher aller Zeiten an. DIE BIBEL. Es gibt nur ein Buch das noch erfolgreicher war als diese Sammlung von Geschichten und Sagen der damaligen Zeit, und dieses Buch ist DER HERR DER RINGE. Es fehlt der Bibel einfach an vorbildlichen Helden, Action, Spannung und Humor, zumindest auf den ersten Blick. Denn was nicht in der Bibel steht, das ist es worauf es ankommt. Den mit dem Tode von Gottes erstem Sohn, Jesus, fing die eigentliche Geschichte erst so richtig an. Ja, am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und dann erschuf er mich. Den Erzähler. Ich war vom Anfang an dabei, habe alles mitbekommen und für euch, Ungläubiges und Actionsüchtiges Pack, hier und heute dokumentiert.
Bevor irgendwelche Missverständnisse auftreten, das meiste was in der Bibel niedergeschrieben steht ist einfach nur erlogener Schwachsinn. Aber dafür bin ich ja da, ich erzähl euch mal die Wahrheit. Also, - das war nämlich in Wirklichkeit so: Gott schuf damals diesen Garten, prachtvoll mit allerlei Gemüse und Obst, und weil ein Garten nur dann Sinn macht wenn es jemanden gibt der sich daran erfreut, setzte er Menschen dort hinein. Einen Menschen der äußerlich und innerlich vollkommen perfekt war, und eine Frau. Gott stahl dem Mann, der Sage nach hieß er Adam, aber standesamtlich ist dies nicht genau belegt, also möchte ich ihn lieber Tim nennen. Also, Gott stahl Tim eine Rippe und fertigte daraus ein Weib für ihn und nannte es Eva. Kein schlechter Name, aber ich bin der Meinung Uschi träfe es besser. Ihr werdet bald sehen warum, wenn ihr es nicht schon wisst. Der Diebstahl der Rippe war der erste Beweis dafür das bei Diebstahl nichts Gutes herauskommt. Dieses "nichts Gutes" hieß also Uschi.
Irgendwie hatte auch das Böse es geschafft in den Garten zu gelangen, und das Böse verführte Uschi (nein, auch wenn das nahe liegt, Uschi ist nicht das Böse. Wirklich nicht) dazu von der "verbotenen Frucht" zu probieren, dem Baum der Erkenntnis. Also, wenn ihr mich fragt, es ist doch absolut unverständlich warum Gott diesen Baum in den Garten stellte, wenn er nicht wollte das man davon isst. Warum hat er ihn nicht irgendwo angepflanzt wo niemand... ach, vergesst es einfach. Jedenfalls aß Uschi von der Frucht, und sie überredete auch Tim dazu, was wieder einmal zeigt das der klügere Nachgibt und der Dumme somit immer zum Sieger wird. Irgendwann einmal wurde auch "Der Dümmste Bauer erntet die Dicksten Kartoffeln" daraus abgeleitet, aber ind diesem Fall waren die dicksten Kartoffeln die Verbannung aus dem Paradies.
Das Böse jedoch machte sich dann auch außerhalb des Paradieses breit, und Gott wollte das nicht haben. Also schickte er das Böse in die Hölle. Die Hölle ist ein grauenvoller Ort, heiß, stickig und stinken tut es auch dort. Aber das Böse machte das Beste daraus. Es eröffnete also eine Tankstelle, damit man auch mitten in der Nacht noch ein kaltes Bier bekommen konnte. Allerdings gab es für die Tankstelle ein großes Handycap: Das Rad war noch nicht erfunden, und somit gab es auch noch keine Autos oder Motorräder, und der Sprit verkaufte sich nur äußerst schlecht. Selbst Benzinfeuerzeuge kamen nicht zum tanken, weil es ja ohnehin überall brannte.
Viele Tausend Jahre vergangen, vielleicht auch nur Zwei, aber das ist überhaupt nicht wichtig. Jedenfalls drängte das Böse wieder zurück auf die Erde, Natürlich wollte Gott das nicht, aber die Bösen wären nicht die Bösen wenn sie nicht auf Gottes Wort scheißen würden. Also gab es für Gott nur einen Weg. Er schickte seinen Sohn auf die Erde, auf das er das Böse vertreibt. Allerdings stellt sich sein Sohn leider als unvorstellbarer Rohrkrepierer heraus der sich nicht nur einsperren und prügeln ließ ohne sich zu wehren, er ließ sich auch noch von seinem Eigenen Volk aufs Kreuz legen (im wahrsten Sinne des Wortes). Also vergingen wieder Zweitausend Jahre in denen das Böse gedeihen konnte. Aber langsam hatte Gott die Schnauze voll. Er ernannte einen neuen Erlöser, einen Mann wie ein Baum. DEN ALLEMACHER. Und dies ist seine Geschichte. Wenn ihr euch jetzt fragt was diese lange Vorrede überhaupt mit der Geschichte des Allemachers zu tun hat, die Antwort lautet: Nichts! Aber es war doch trotzdem schön.
Mike und Jörg saßen am Tisch und spielten Karten. Keiner von beiden beherrschte das Spiel, aber das spielte überhaupt keine Rolle, denn es ging nicht um das Spiel, sondern darum sich gegenseitig als Falschspieler beschimpfen zu können, was ja auch weiterhin richtig war, denn beide spielten das Spiel falsch, einfach aus dem Grund das niemand die Regeln kannte. Als Jörg Mike wieder einmal beschimpfte geschummelt zu haben, läutete es an der Tür.
"Du, mach die Tür auf, es hat geläutet" sagte Jörg.
"Ne, ich will nicht schon wieder die Tür aufmachen, ich habe doch eben erst die Tür aufgemacht."
"Ja, du hast mir die Tür aufgemacht, weil ich Bier holen war."
"Das spielt keine Rolle warum. Ich habe als letzter die Tür aufgemacht, und jetzt bist du dran."
Jörg überlegte kurz. Sie befanden sich in Mikes Wohnung, und natürlich wäre es an Mike die Türe zu öffnen, aber Mike war nicht gerade der Cleverste. Dies konnte Jörg ausnutzen.
"Wenn du die Türe aufmachst, dann bekommst du auch eine von deinen Bananen."
Mike überdachte das Angebot. Er mochte Bananen.
"Eine von den Gelben?"
Jörg nickte. Mike stand auf und ging zur Tür um sie zu öffnen, voller Vorfreude auf die schmackhafte, gelbe Banane die ihn als Lohn erwartete wenn er zurückkehrte.
Als Mike die Tür öffnete staunte er nicht schlecht. Vor der Tür stand eine Nonne, allerdings schien sie eindeutig männlichen Geschlechts zu sein, denn ein zarter Bartschatten zeichnete sich auf ihrer Oberlippe ab. Das hätte natürlich auch ein Zeichen von Gottgewollter Armut sein können (immerhin kosten Rasiermesser eine nicht gerade beachtliche Menge Geld), aber Mike entschied sich der Nonne zu trauen und ließ sie ein. Ein schlimmer Fehler, wie ihr euch sicher denken könnt, denn die Nonne war in Wirklichkeit überhaupt keine Nonne.
Kaum war die Nonne im Wohnzimmer angelangt und hatte Jörg gesehen, begann sie sich merkwürdig zu verhalten. Sie bewegte die Arme auf merkwürdige Art und Weise, und begann zu rappen.
"Hallo, ich bin die gute Nonne, jo! Von drauß vom Walde komm ich her, meine Eier tun weh, und sind inzwischen sehr schwer..."
Jörg betrachtete Mike mit einer Art fragendem Wahnsinn in den Augen, als die Nonne Jörg anstarrte und mit Grabesstimme verkündete: "Verfluche den Tag deiner Geburt, verfluche deine Mutter. Denn du bist Verdammt!"
Das war zuviel für Jörg. Er sprang auf und riss seine 45er Magnum hervor.
"Was hast du da über meine Mutter gesagt? Du hast doch gerade etwas über meiner Mutter gesagt?" Eine Antwort konnte die Nonne nicht mehr geben, denn kaum hatte Jörg die Frage ausgesprochen feuerte er 5376 Schuss auf die Nonne ab, die rückwärts über das Sofa kippte, und auf der Stelle tot war. Ihre Beine standen skurril nach oben gerichtet und zeigten die ausgetretenen Adidas-Latschen. Das Böse hatte sein erstes Opfer gefunden, denn der als Nonne verkleidete Transvestit wollte lediglich ein Abo für das neue Fetisch-Herrenmagazin "Geile Nonne mit Pimmel" verkaufen, als es sich seines Geistes bemächtigte.
Jörg setzte sich wieder auf den Sessel und griff nach seinen Karten. Mike jedoch war viel zu verwundert über das gerade stattgefundene Schauspiel.
"Wie meinte sie das, du bist Verdammt?"
"Ach, blödes Gerede, weiter nichts."
"Nicht das nachher noch der Teufel kommt und uns vernichten will."
"Ach, der Teufel. Ich scheiß auf den Teufel."
Nun war das Wort "Teufel" dreimal in rascher Folge ausgesprochen worden. Das bedeutet in der Regel nichts, doch hier bedeutete es eine Menge. Dampf stieg auf und der Himmel verfärbte sich blutrot (was innerhalb des Hauses jedoch niemand sah, und draußen bemerkte es niemand, weil die Engelchen wieder einmal Plätzchen am backen waren)
Da stand er nun, der Teufel. Und er sah genauso aus wie man sich den Teufel vorstellte. Er trug eine vollverspiegelte Sonnenbrille, eine Bundfaltenhose, einen grünen Strickpollunder, und eine rote Zipfelmütze auf dem Kopf. Dasoll doch noch mal jemand sagen der Teufel wäre ein Eichhörnchen. Viel passender wäre: Der Teufel ist ein dümmlich aussehender Klassenprimus. Jörg und Mike bemerkten ihn zuerst gar nicht, ein Los das der Klassenprimus meist hat, es sei den er steckt wieder einmal Kopfüber in der Mülltonne. Der Teufel räusperte sich. Doch noch immer hatten die Beiden keine Notiz von ihm genommen. Schließlich sagte er mit leicht lisspelnder und leicht nuscheliger Stimme: "Hallo, ich bin der Teufel, und ich bin gekommen um euch zu vernichten."
Jörg sah den Teufel an. Mike sah den Teufel an. Der Teufel sah Mike und Jörg an. Mike sah Jörg an. Jörg sah Mike an. Beide schreiten aus Leibeskräften auf, niemand wusste warum. Dann sprangen sie von ihren Plätzen und rannten aus dem Wohnzimmer hinaus. Der Teufel grinste hämisch. "Wartet ab, ich werde euch schon kriegen. Ha, ha, ha." Dass sollte diabolisch klingen, tat es auch, aber nun weil der Teufel (Diabolo) es sagte. Ja, er sagte es, er lachte nicht, er sagte Ha, ha, ha, während er langsam hinter ihnen herschlappte. Dabei stieß er dummerweise gegen den Sessel, denn die totalverspiegelte Sonnenbrille sah zwar oberscharf aus, aber leider gab es sie nicht in der Sehstärke der Teufels (+2500 Dpt.).
Mike und Jörg hatten sich in der Küche versteckt. Sie blieben stehen und atmeten erst einmal durch.
"So", sagte Mike "hier wird er uns nicht kriegen können."
Plötzlich erschien der Teufel am weit geöffneten Küchenfenster, starrte siegessicher hinein und sagte: "Ha! Doch!"
"Verdammt, was machen wir denn jetzt?"
Zum Glück hatte Mike ständig kochendes Wasser im Eisschrank, denn wann weiß ja nie wann man mal kochendes Wasser benötigt. Nun, jetzt benötigte er es. Er riss die Tür des Eisschrankes auf, nahm den Kessel mit dem kochenden Wasser heraus, rannte damit zum Fenster, und schüttete es dem Teufel ins Gesicht. Natürlich war der Teufel große Hitze, und auch kochendes Wasser gewöhnt, aber die anschließenden Schläge mit dem Topf auf seinen Schädel, ließen ihn wanken und letztendlich zu Boden gehen.
Jörg und Mike waren froh dem Teufel entkommen zu sein. Allerdings trauten sie dem (Satans) Braten nicht so recht, also sah Mike (weil Jörg ihm eine weitere Banane in Aussichte gestellt hatte) was mit dem Teufel war, während Jörg selbst es sich vor dem Fernseher gemütlich gemacht hatte. Er sah sich gerade eine Talkshow an, ein weiterer böser Fehler, den Talkshows sind, wie jeder weiß, auch eine Erfindung des Bösen, um Jene die schwachen Geistes sind (eben genau die Menschen die in diesen Shows auftreten, und noch mehr die Menschen welche die Shows freiwillig ansehen) in seinen Bann zu ziehen. Jörg war einer dieser Menschen.
Der Bildschirm flackerte auf einmal in einem grellen, grünlichen Licht auf, und die Ausgeburt des Bösen, Pfarrer Fliege persönlich, sah Jörg durch die Mattscheibe hindurch direkt in seinen Geist. Mit einer Stimme die aus den Tiefsten Abgründen der Hölle zu kommen schien sagte sie zu Jörg: "Wuuuaaahh, ich bin der Dämon, und ich nehme dich jetzt in Besitz. Du wirst tun was ich dir sage. Bringe deinen Freund um. Wuuuuaaahhh!" Das Wuuuuaaaahh klang wie das grauenvolle Stöhnen tausender von gequälten Seelen. Es hätten aber auch nur Achtzig gequälte Seelen sein können, niemand weiß wie viele Zuschauer in Pfarrer Flieges Studio passen. Jörg jedenfalls erwiderte: "Wen meinst du?"
"Wuuuuaaaahhh...- Was?"
"Wen meinst du mit deinen Freund?"
"Naja, deinen Freund eben."
"Meinst du ich bin schwul?"
"Nein, ich..."
".... der ist überhaupt nicht mein Freund."
"Naja, dann, ähhm, dann... nun... dann bring eben den Typen um der eben bei dir war. Sofort!"
Bei dem letzten Wort wurde Jörgs Blick starr, seine Bewegungen wurden irgendwie mechanisch und er erhob sich steif vom Sofa, und torkelte wie ein willenloser Zombie in die Küche, dem Platz wo er Mike zuletzt gesehen hatte. Zum Glück war Mike nicht mehr dort. Er war gerade damit beschäftigt den Teufel im Garten zu verbuddeln.
Als Jörg in der Küche angekommen war erschien wieder das grüne Licht. Die Stimme des Bösen sagte: "Jörg, nimm das Messer."
Jörg erwiderte: "Ich hab doch meine Pistole."
"Nimm - das - Messer."
"Aber ich hab schon eins." Wie zur Demonstration griff Jörg in seine Hosentasche und förderte sein Messer zu Tage. Ein original Schweizer Offiziersmesser mit Zwei Klingen, einer Säge, Schraubendreher, Feile, Korkenzieher, Flaschenöffner, Büchsenöffner, Lineal, Lupe, Taschenuhr, Gabel, Kettensäge, Schneidbrenner und Tortenheber - kurz, alles was der original Schweizer Offizier in der Ausübung seiner Pflicht braucht.
"Nein, nimm das Küchenmesser."
Jörg zog das Besteckschubfach auf und holte ein Brötchenmesser heraus.
"Idiot, nimm das Große."
Jörg legte das Brötchenmesser wieder zurück und nahm sich das neue Fleischermesser, verchromt, rostfrei, schneidet auch Leder, Glas, Eis, Stein, und anschließend immer noch so leicht durch eine Tomate als wäre nichts gewesen (Tele-Shop, Bestellnummer 0815-4711, nur 59 ?, wenn sie sofort bestellen gibt es noch ein tolles Rezeptbuch umsonst dazu.) Und damit ging er auf die Suche nach Mike, der nicht sein Freund war.
Mike befand sich in der Garage, denn er stellte gerade den Spaten zurück, als Jörg zu ihm hereinkam. Er ging irgendwie steif, sein Blick verhieß auch nichts gutes, und in seiner linken Hand, die er angewinkelt über seine Schulter gehoben hatte, hielt er das neue Fleischermesser, verchromt, rostfrei ... ach, ihr wisst schon. Jörg war von einem merkwürdigen grünen Licht umgeben, und das fand Mike merkwürdig, denn er hatte nur Hagebuttentee getrunken, und keinen Absinth, wie so oft. Jörg stammelte irgendetwas vor sich hin, es klang ein wenig so wie "Toten. Ich werde dich töten."
Nun war Mike sauer. Er hatte Jörg in sein Haus gelassen, er hatte mit Jörg Karten gespielt, er hatte Jörg von seinen Bananen (jetzt fiel es ihm auf. SEINE Bananen!) essen lassen, und hatte ihm immer und immer wieder Tee angeboten, immerhin hatte er ja immer kochendes Wasser im Haus, und der Dank war das Jörg ihn mit seinem eigenen Messer umbringen wollte. Dieser Kerl schien total verstrahlt zu sein - was auch das grüne Licht erklären würde. Mike rastete aus. Er griff in seine Hosentasche und holte die abgesägte, doppelläufige Schrotflinte heraus, die er aus Sicherheitsgründen immer bei sich trug.
"So, du willst mich also töten, ja. Weißt du was? Vergiss es! Ich habe da etwas besseres vor."
Mit diesen Worten riss Mike die Flinte hoch und hielt Jörg die beiden Läufe unter die Nase.
"Ach was, du willst mich erschießen. Das traust du dich ja doch nicht. Na los, schieß doch, du Penner. Schieß doch."
Mike drückte ab und verteilte Jörgs Schädelmasse über die weißverputzte Wand der Garage.
Nun musste Mike überlegen. Natürlich, er hatte bereits eine Leiche verschwinden lassen, aber wenn der Teufel nicht mehr da, dann fiel das vorerst auf der Erde niemandem auf. Aber Jörg war ein Mensch. Was sollte er mit ihm tun? Während er überlegte vernahm er eine göttliche Stimme, das erste Zeichen dafür das er auserwählt war, doch er dachte sich nichts weiter dabei das er Stimmen hörte. Die Stimme sagte: "Verbuddeln." Mike erschien dies recht einleuchtend, und außerdem tat er immer was die Stimmen sagten. Also nahm er eine alte, mottenzerfressene Decke und warf sie über Jörgs Kadaver, nur für den Fall das irgendjemand in die Garage kam und sich fragte warum der Mann auf dem Boden keinen Kopf mehr hatte, griff sich erneut den Spaten und ging zurück in den Garten um ein neues Loch auszuheben.
Während Mike im Garten fleißig am buddeln war erschien der Geist des Bösen wieder in der Garage und hauchte Jörgs kopflosem Körper wieder Leben ein. Das Böse war - böse. "Du Versager! Du solltest ihn töten!"
Jörg, ziemlich angefressen über den Umstand das er einen Kopf kürzer war, streckte dem Bösen nur den Mittelfinger entgegen und blieb ansonsten auf dem Boden liegen.
"Na los, bring zuende was du angefangen hast."
"Boooaahh, noch nicht mal ausruhen kann man sich hier. Scheiß Laden."
Der leblose Körper erhob sich wieder, angetrieben von der Macht des Bösen, und nahm das Fleischmesser wieder an sich. In diesem Moment kam Mike, ein fröhliches Lied auf den Lippen und einen schmutzigen Spaten auf der Schulter, wieder in die Garage. Er beachtete Jörg überhaupt nicht, immerhin war dieser ja tot. Jörg nutzte die Gunst des Augenblicks, schlitzte Mike die Bauchhöhle auf, griff hinein, und riss ihm die Gedärme heraus. Daraufhin löste Jörg sich in Luft auf, seine Arbeit war getan, und Jürgen Flieges Talkshow war zuende. Ob es da einen Zusammenhang gab, wir werden es wohl niemals erfahren.
Doch Mike war nicht tot. Er war, wie bereits erwähnt, auserwählt. Ich wette das habt ihr überlesen, oder zumindest für einen dummen Spruch gehalten. Aber es stimmte. Er war auserwählt, er wusste es nur noch nicht. Stark blutend (natürlich, man hatte ihm die Bauchhöhle aufgeschlitzt und die Gedärme herausgerissen, und das Blutet wie Sau) schleppte er sich in das Badezimmer. Allerdings fehlte es an geeignetem Verbandsmaterial, und so nahm er auf dem Toilettensitz platz und umwickelte sich mit Toilettenpapier. Immerhin, Charming Toilettenpapier ist extrem saugfähig und noch extrem reißfester. Wenn sogar ein übergewichtiger Bär das Zeug als Hängematte benutzen kann, dann kann man damit nahezu alles machen. Während Mike sich noch am Verbinden war gab es plötzlich einen grellen Lichtblitz. Mike hörte Paukenschläge, und vor ihm stand ein großer Mann mit einem gelben Bademantel, einem braunen Hut, und Tüchern vor dem Gesicht, damit man es nicht erkannte. Wer jedoch die Genesis gelesen hat (und zwar die ECHTE, so wie sie WIKRLICH stattgefunden hat, nicht dieses selbstverliebte Bibelgeschwafel), wird wissen wer dort vor Mike stand. Diese merkwürdige Erscheinung sprach zu ihm: "Ich bin der liebe Gott. Alle deine Wunden sollen geheilt werden, denn du bist auserwählt."
Mike bemerkte wie sich seine Wunden schlossen, und auch der Schmerz verschwand in der Sekunde in der die Gestalt zu ihm gesprochen hatte.
"Oh, Lieber Gott, meine Wunden sind geheilt!"
"Ja, das sagte ich doch bereits. Denn du, Mike, du bist auserwählt. Obi Wan hat dir nicht die ganze Wahrheit über deinen Vater erzählt."
"Wer ist Obi Wan?"
"Das spielt keine Rolle. Ich bin dein Vater, Mike."
"Ach..."
Mike dachte an Zwanzig Jahre Weihnachts- Geburtstags- und sonstige Geschenke, und ausserdem, Gott als Vater zu haben ist nicht von schlechten...- Eltern. Er wusste nur nicht warum seine Mutter ihm das verheimlicht hatte. Und er überlegte wer zum Teufel Obi Wan sein sollte. Gott hingegen sprach: "Du bist mein Sohn, Mike. Nicht so wie all die anderen Menschen, nein. Du bist mein leiblicher - obwohl, so kann man das ja auch nicht sagen, aber - na ja, also, mein Sohn eben. Und du bist auserwählt."
"Auserwählt wozu, Vater?"
"Auserwählt all das Böse von der Welt zu ertilgen und dem Guten wieder zu seiner Vorherrschaft zu verhelfen."
"So wie Jesus?"
"Vergiss Jesus. Verdammter, langhaariger Hippie. Nur Weiber und Suff im Kopp. Ja, du hast richtig gehört. Maria Magdalena hier, Maria Magdalena da. Ich hatte so gehofft das er anständiges Mädchen kennenlernt, und wen schleppt er an? Eine Dorfmatratze die es für Geld macht. Und dann wie er rumgelaufen ist. Der letzte Öko, und diese Zwölf Kumpels mit denen er die ganze Zeit rumgezogen ist, von einer Kneipe zur anderen. Und was hat er gemacht? Wasser in Wein verwandelt, nur ans Saufen gedacht. Habe ich ihm dafür göttliche Kräfte gegeben, NEIN das habe ich nicht. Der einzige von seinen Kumpels den man zu etwas gebrauchen konnte war dieser Judas. Der erkannte zumindest ein gutes Geschäft wenn er eins sah. Also, hör mir bitte auf mit Jesus."
"Ist ja schon gut, ist ja schon gut. Ich verstehe. Also, das böse tilgen. Und wie?"
"Du bist es, mein Junge. Du bist es. Du wirst alle allemachen, alle die Böse sind. Dann werden die Menschen wieder lieb zueinander sein, und das Böse hat keine Chance mehr. Du bist - Der Allemacher."
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Dies war die Geburtsstunde eines neuen Helden. Eines Helden, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte. Er brachte Tod und Verdereben auf die Erde, machte alles alle was böse war. Nur die Guten blieben von seinem Hass verschont. Er ging in die Geschichte der Welt ein als Gottes Sohn Nummer 2, doch für seinen Vater war er die Nummer 1. Der Rächer der Armen und Hilflosen, der Beschützer des Guten und Reinen. Denn der Allemacher macht alles alle, alles was böse ist. Daher - Seid lieb zueinander.
Und wenn Ihr Euch jetzt fragt was das alles soll, dann habt ihr den Sinn nicht verstanden. Denkt darüber nach, aber erst wenn Ihr herausgefunden habt wie der Schwan aus der Flasche kommt.
Kommentare
vera schrieb am 2009-05-13 17:14:45:
jaaaa bitte einen 2.teil!!!!!!!!
die pupsigsten abenteuer von ALLEMACHER! ;)
cryptic misery schrieb am 2006-12-09 15:19:31:
Oha...so viel schwachsinn auf einem Haufen hab ich noch nie gelesen...am anfang hab ich mich nie weiter als bis zum Ende von de´m bibelteil getraut...(der text sah so lang aus :P ) aber dann schon :P und ich muss sagen...joa hat sich schon gelohnt....
lg
cryptic misery
david_vhahn@yahoo.de schrieb:
oh, mein gott, was für ein totaler geiler, super schwachsinn. so viel geilen müll auf einmal habe ich schon lange nicht mehr gelesen, aber er war gut, weil du eben so verdammt aus dem rahmen fällst. du hast ja alles, alles erdenklich durch den dreck gezogen. MACH WEITER!!! gibt es bald "Der Allemacher 2" ?! David
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