Der Anfang
von
Basther
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„Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht“
Wecker klingelt. Mit einen beschränkt - sympathischen Gesichtsausdruck fängt mein Tag an. Wir schreiben das Jahr 05:30. Es ist kein gutes Zeitalter.
Es dunkelt noch um mich herum. Doch wie es das Schicksal so will, wurde vor ach so geraumer Zeit Elektrizität erfunden. Durch diese sensationelle Erfindung wurde später noch eine Erfindung geboren. Das Licht.
Somit bemächtige ich mich dieser und siehe da: Hell. Aber eigentlich war mir die Dunkelheit zu diesem Zeitpunkt der Epoche lieber.
Das Gucken war nämlich in diesem Stadium noch nicht ganz so ausgereift. Mit blinzeln und kneifen kämpfe ich gegen dieses brennende Gefühl in meinen Augen an. Nach einer gewissen Zeit habe ich allerdings gesiegt. Oder besser gesagt, die Augäpfel sind sehr schnell mit ihrem Entwicklungsfortschritt unterwegs. Mit spielerischen gucken und schauen bemächtige ich mich meiner Muskelkraft und stehe auf.
Anscheinend ist dieser Schritt der Evolution nicht ganz so fortgeschritten. Doch der Mensch lernt ja nie aus. Nach einem trübseligen Anfang kam der Sprung – wörtlich gemeint, also ich bin nicht gesprungen. Ich wäre auch kaum in der Lage gewesen, aller Wahrscheinlichkeit hätte ich so nur mein Gleichgewicht verloren und den Schmerz gewonnen, schlechter Tausch. Aber ich konnte stehen und mich auch fortbewegen.
Und siehe da, ich stehe auch schon unter der Dusche. In der Zeit, in welcher mein Körper durch dieses prickelnde Nass erfrischt wird, durchlaufe ich ca. 1.000.000 Stadien der Evolution.
Mit neuer Energie und Vitalität begebe ich mich also aus der Dusche.
Dann beginnt eine sich immer wiederholende Prozedur:
1. Die nasse Haut, durch reiben eines Tuches von der Nässe befreien und trocken werden
lassen
2. Stofflacken um den Körper binden, um den Witterungsverhältnissen die draußen
herrschen nicht so ausgeliefert zu sein
3. Ein Gemisch von fester und flüssiger Nahrung (Kelloggs) zu mir nehmen, damit mein
Körper auch genügend Energie hat, um durch die erste Tageshälfte zu kommen.
4. Ein Stock in die Hand nehmen, an welchem Borsten angereiht sind und wie durch
Zauberkraft halten, um sich damit die Zähne zu putzen.
5. Den eigenartigen Flausch, der meinen Kopf bedeckt, in eine wohlgeformte Form bringen,
in die dieser besagte Flausch nicht ganz so grausig ausschaut
Und dann kann es beginnen.
„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut“
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Kommentare
Basther schrieb am 2006-10-30 14:49:28:
Vielen vielen dank für die Kommentare. Freut mich wenn euch diese Geschichte gefällt ich den einen oder anderen helfen konnte morgens aus dem Bett zu "hüpfen". ;o)
alex schrieb am 2006-10-27 02:01:14:
lol, der letzte Satz ist klasse - ich liebe es, wenn am Ende wieder Bezug zum vorher genommen wird, da wirkt die Geschichte wie eine runde Sache. Das Ganze ist wirklich gut gelungen.
andrea-schlierf@web.de schrieb am 2006-09-29 22:56:17:
Klasse ,wirklich Klasse,habe mich morgens schon oft gefragt wer mich überhaupt dazu motiviert aufzustehen!!!!
Jetzt weiß ich es ; ) Vielen Dank!!
Lieben Gruß Andrea
Bather schrieb am 2006-09-28 23:44:50:
Hallo Phoebe Caulfield.
Dann hat die Geschichte ja seinen zweck erfüllt. Freut mich, dass sie dir gefällt!
He he, mit der Schule, dito!! Kann es auch nicht mehr abwarten.
Habe mir mal deine Geschichte mit der ALDI-Currywurst durchgelesen.
Also bitte: Mach auch weiter so!
Viele beste Grüße
Basther
Phoebe Caulfield schrieb am 2006-09-28 18:38:59:
:D hehe echt gut gelungen!!! Ich denke, mir wird morgen im Jahr 5:50 dein Text einfallen und ich werde gleich ein wenig motivierter sein ;-) - obwohl das dann auch daran liegen könnte, dass das der letzte schultag vor den herbstferien ist... *g*
naja trotzdem, dein text gefällt mir seht gut! Mach weiter so!
Ganz liebe Grüße
Phoebe Caulfield =0)
sti schrieb am 2006-09-28 15:20:25:
nett und lustig
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