Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Vampire > Fantasy

Der Anfang vom Tod

von malli

1 2

Der Anfang vom Tod – Eine Vampirgeschichte

Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich das bin, was ich zu sein scheine.
Ich habe andere getroffen, die wie ich sind….nein, die mir ähneln…ich kann nicht das sein, was sie sind, denn was ist die Nacht ohne Sterne, der Fisch ohne Wasser oder der Frühling ohne Blumen? Ja, so ist es auch bei mir. Ich bin ein Blutsauger ohne das Verlangen nach Blut. Ich bin mir nicht sicher ob es geht, aber ich weiß eines: Mein Herz schlägt nicht und in meinen Adern fließt kein Blut…so kann ich doch auch kein Mensch sein.

Als ich aufwachte, nach einem langen, traumlosen Schlaf, lag ich in einem weißen Federbett. So hatte alles begonnen…ich kann mich an die acht schwarzen Augen erinnern, an die grinsenden Fratzen, den sauren Geruch meines Blutes…Das erste was sie mir zeigten war ein Spiegel, doch darin fand ich nur das Abbild eines Mädchens, das früher einmal gelebt hatte. Mein Gesicht war weiß wie Schnee und die Lippen rot wie Blut, und doch fand ich kein Leben in meinen Augen, die mir schwarz, dunkel und schrecklich entgegenblickten. Dies konnte nicht ich sein, langsam drehte ich mich um und blickte in ihre bedrohlichen Augen. Erwartungsvoll warteten sie, doch nach kurzer Zeit, in der die verhoffte Reaktion nicht stattfand, wurden sie ungeduldig. Einer nach dem anderen blickte sich unwohl im Zimmer um, betrachtete mich dann wieder um sich dann gegenseitig fragend anzusehen. Der ältere Mann, ich schätzte ihn so auf Mitte dreißig, begann als erstes zu sprechen. „Hast du Durst?“, fragte er gespannt und doch unsicher. Ich schüttete den Kopf und sah auf das Bett, mein Blut bildete einen starken Kontrast zu dem Weiß der Bettwäsche. Ich hatte kein Gefühl, weder Angst noch Wut stiegen in mir auf, ich wusste sie würden mir nichts tun.
„Hier...“, einer der vier Männer, er hatte blonde Haare und ein markantes Gesicht, reichte mir ein Glas mit einer roten Flüssigkeit darin. „Trinke trotzdem was.“, und zu dem Ältesten gewannt: „Vielleicht setzt es erst später ein…“
Ich schnupperte an dem Glas, der Geruch kam mir bekannt vor und doch viel mir nicht ein was es war. Mit einem kurzen Blick auf das Bett, wurde es mir schlagartig bewusst. Angewidert stellte ich das Glas ab und fing an Fragen zu stellen: „Wer seid ihr? Wo bin ich? Warum sehe ich so … schrecklich aus?“ Ich berührte zaghaft die violetten Ringe unter meinen Augen und warf noch einmal einen kurzen Blick zum Spiegel.
Der jüngste von ihnen fühlte sich sichtbar unwohl in seiner Haut. Er verließ den Raum kopfschüttelnd, bevor ein dunkelhaariger Mann, der sich bis jetzt im Hintergrund gehalten hatte, sprach: „Wir sind unhöflich, Miss. Darf ich mich vorstellen? – Jean. Einfach nur Jean. Und das sind…“ Der Blonde fiel ihm nun eifrig ins Wort: „Ich bin Vincent.“ Er verbeugte sich geschmeidig. Der Ältere räusperte sich: „ Mein Name ist Julius. Ich hoffe sehr, dass du angenehm geschlafen hast? Da du anscheinend keinen Durst hast, werden wir sofort dazu übergehen dich ein wenig über uns aufzuklären.“ Ich nickte gehorsam. Mir war es gleich, er hätte alles tun können, in mir machte sich nur diese gleichgültige Leere breit.
Der Blonde nickte höflich und ich wurde zu einem langen Tisch geführt, der in einem Nebenzimmer stand. Alle setzten sich, während ich am Tischende saß und alle mich beobachteten. Doch wieder blieb meine Reaktion aus. Der Blonde wirkte nun zunehmend beleidigt. Der Schwarzhaarige fing an: „ Es tut mir leid, Marie, aber wir haben dich zu einigen Forschungen benutzt. Du wurdest vor drei Tagen von uns geholt und wir haben dich…nun ja…gebissen.“ Ich stockte nicht, als er meinen Namen nannte. Ich wunderte mich nicht, ich kannte ihn kaum noch. Sie hatten mich gebissen, was war schon ungewöhnliches daran?
„Marie, dein Herz schlägt nicht, du atmest nicht und du verspürst weder Schmerz noch Hunger. Du bist kein Mensch, Marie. Du bist eine von uns…für immer…“ Für immer, wie kurz waren die Worte, die so eine Ewigkeit ausdrückten…für immer …ich blickte ihnen nacheinander in die Augen. Blut. Ich dachte an all das Blut, das Blut im Bett, das Blut in dem Glas. Überall sah ich diese Farbe. Ich wollte schreien, ich hätte alles gegeben die Zeit zurück zu drehen, als der Sinn ihrer Worte auf mich einschlug. Wie ein Blitz kam die Erleuchtung, die Erinnerung…ich sah Bilder…meine Eltern…Freunde…zu viele Bilder rasten in meinem Kopf umher. Ich hielt mir die Ohren zu, kniff die Augen zusammen und versuchte zu schreien, doch es drang kein Laut aus meinem weit geöffneten Mund. Ich spürte ihre eisigen Hände, sie hielten mich fest, als es mich schüttelte und ich vom Stuhl fiel. Es war nicht die Angst vor dem was ich jetzt war…es war die Ewigkeit die ich nun hatte…in dieser Gestallt… eine Ewigkeit für immer…


Vampir. Es war ein Wort aus Fantasieromanen. Dracula und wie sie alle hießen. Ich traf hier nicht einen Dracula. Niemand trug lange schwarze Kutten und keiner hatte zu lange Eckzähne. Nein, sie waren eigentlich normal, bin auf ihren feinen Gaumen, der nur eins bevorzugten: Blut.
Alle dürsteten nach Blut, alle außer mir. Ich verspürte keinen Durst.

Ich lebte einige Zeit bei ihnen, in dem alten aber großen Haus. Die vier waren nicht die einzigen Vampire dort. Es gab anscheinend viele, jedenfalls traf ich jeden Tag neue Gesichter. Ich durfte das Haus nicht verlassen, bis die Welt da draußen vergessen hatte, dass ich verschwunden war.
Anfangs diente ich ihnen noch zu Forschungszwecken, aber bald verloren sie das Interesse an mir und meinem Schicksal. Vincent, Julius und Jean waren Forscher, jedenfalls nannten sie sich so. Vincent sagte immer, dass man das Beste aus der Ewigkeit machen müsste, und dass hier in Green Forrest das „Weltgrößte Forschungsinstitut für Vampirkunde“ war. Ich war mir darüber nicht sicher, nur einmal durfte ich tief in den dunklen Keller, in dem alte Bücher und Geräte standen. Ich sah Zeichnungen und Schriften, doch über ihre Arbeit konnte ich nicht viel erfahren. Jean entschuldigte sich jeden Tag, wenn er mich traf, dafür, dass ich nun wie alle Vampire in der endlosen Ewigkeit gefangen war. Doch das war mir egal, die Leere benebelte meine Sinne und die Gleichgültigkeit ließ meinen Verstand trüb werden.
Sie hatten mich gebissen, sagten sie, um das Wunder der Verwandlung in einen Vampir besser zu verstehen. Ich war jedoch anders. Meine Augen wurden nicht schwarz, sondern hatten immer noch die blaue Farbe des Himmels im Sommer; außerdem verspürte ich den Durst nach Blut nicht. Zuerst war ich eine Attraktion, wie kann ein Blutsauger kein Blut mögen?
Drei Monate nach meiner Verwandlung hatte ich immer noch nicht alle Rätsel gelöst, darüber was ich jetzt war. Doch es kamen andere Opfer, die gebissen wurden. Manche starben, andere wachten nie wieder aus dem Koma auf, doch zwei überlebten den ewigen Biss. An ihnen wurde experimentiert und geforscht und ich war froh, dass ich diese Tortur nicht hatte mitmachen müssen.
Im Laufe der Monate erfuhr ich mehr über Vampire

1 2

Kommentare

Jennifer(steiner.jennifer@t-online) schrieb am 2010-10-15 15:19:35:
echt supper!!°
ich finde du solltest ein buch oder so schreiben. Ich selber schreibe auch so geschichten es ist einfach toll wie du das machst.

Wallner Veronica schrieb am 2008-11-28 20:47:54:
Tolle story, echt gut geschrieben. Mir ist nur aufgefallen, dass sie, Marie, als sie sich in den Spiegel schaute schon schwarze Augen hatte und dann plötzlich nicht mehr...aber egal ist trotzdem voll toll...würd mich freuen wenn du auch meine geschichten mal liest...
Vanessa schrieb am 2008-11-15 09:51:29:
:P Schade, dass sie nur so kurz war.
Hättest Ruhig mehr schreiben können.
Ist gut geworden.
Cassy schrieb am 2008-10-27 14:50:31:
Ich finde deine Geschichte Interessant.
Ich hoffe du schreibst mal wieder so eine tolle Geschichte.
Ich werde demnächst auch eine rein setzen.
hoffe du liest sie mal.
Luna ( Lunichen@hotmail.de) schrieb am 2007-07-11 17:23:34:
IDanke für dein Kommentar. Ich freu mich immer total über sowas !
ch finde das du ein Talent zum schreiben hast... :) Ich fand es spannen zu deine Geschichte zu lesen...
Also auf jeden Fall hast du das toll gemacht...

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.