Der Anfang vom Tod
von
malli
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und die Legenden, die sich um sie scharrten. Nicht viele davon waren wahr.
Die Sonne zum Beispiel tat uns nichts an, wir konnten mittags rausgehen, wie ganz normale Menschen. Sie erinnerte uns nur aufs schmerzlichste an die Kälte, die uns nie verlassen wird und an die Wärme, an die wir uns nicht mehr erinnerten.
Aber das Dasein als Vampir hatte auch Vorteile, ich wurde stärker, hatte Kraft und meine Sinne wurden schärfer. Jedoch war mir das alles egal, denn die Leere fraß sich weiter in mein totes Herz.
Vincent war der einzige, der mich wirklich verstand. Er wurde vor 354 Jahren gebissen, und hatte anfangs auch diese Leere empfunden, er dagegen hatte aus seinem unvergänglichen Dasein das Beste gemacht.
Abends kam er zu mir, ich schlief nicht, keiner in diesem Haus schlief, denn alle hatten vergessen wie es ging. Er mochte mich und ich mochte ihn, er nahm dann meine kalte Hand und legte sie an seine Wange, während ich ihn mit meinen entseelten Augen ansah.
Er erzählte mir von seiner Vergangenheit, ich konnte mir nicht vorstellen, was er schon alles gesehen hatte. Vincent berichtete von Paris, von Walen, von Schauspielern, die schon lange Tod waren. In dem großen, alten Haus war er mein einziger Freund und auch er suchte meine verschwundene Wärme. „Marie, du siehst so schön aus. Wie ein Mensch, deine Augen haben noch Leben in sich und du riechst wie eine Frau, nicht wie eine Tote.“ Seine Nase fuhr über meinen Hals. Die Bissspuren waren noch nicht verheilt, als er sie küsste, zuckte ich zusammen. Ich schüttelte den Kopf: „Ich bin genauso tot wie du. Nichts ist mehr wie es mal war. Und wenn meine Augen noch die Farbe von jungem Leben haben, so ist es nur ein Fehler der ewigen Natur.“ Steif setzte er sich wieder hin. „Ja“ sagte er, „aber deinen Augen sind mehr Leben, als ich irgendwo sonst bei einem Vampir Leben entdeckte.“
Wären wir Menschen, so hätte man uns vielleicht für ein Liebespaar gehalten, aber unter Vampiren glaubte ich nicht Liebe zu erkennen. Ich hatte schon gesehen, wie zwei sich küssten, doch wie können Tote voll Liebe sein?
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Kommentare
Jennifer(steiner.jennifer@t-online) schrieb am 2010-10-15 15:19:35:
echt supper!!°
ich finde du solltest ein buch oder so schreiben. Ich selber schreibe auch so geschichten es ist einfach toll wie du das machst.
Wallner Veronica schrieb am 2008-11-28 20:47:54:
Tolle story, echt gut geschrieben. Mir ist nur aufgefallen, dass sie, Marie, als sie sich in den Spiegel schaute schon schwarze Augen hatte und dann plötzlich nicht mehr...aber egal ist trotzdem voll toll...würd mich freuen wenn du auch meine geschichten mal liest...
Vanessa schrieb am 2008-11-15 09:51:29:
:P Schade, dass sie nur so kurz war.
Hättest Ruhig mehr schreiben können.
Ist gut geworden.
Cassy schrieb am 2008-10-27 14:50:31:
Ich finde deine Geschichte Interessant.
Ich hoffe du schreibst mal wieder so eine tolle Geschichte.
Ich werde demnächst auch eine rein setzen.
hoffe du liest sie mal.
Luna ( Lunichen@hotmail.de) schrieb am 2007-07-11 17:23:34:
IDanke für dein Kommentar. Ich freu mich immer total über sowas !
ch finde das du ein Talent zum schreiben hast... :) Ich fand es spannen zu deine Geschichte zu lesen...
Also auf jeden Fall hast du das toll gemacht...
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