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Kategorien > Horror > Angst

Der Arrest

von chichi

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Shanes Gesicht war von Tränen überströmt. Sie sah schwarz für das was jetzt kam. Der Muskelmann öffnete die Rostige Stahltür und zerrte sie lachend hinein. Shane konnte kaum etwas erkennen, der Raum war beinahe komplett dunkel, nur ein kleines bisschen Licht kam hinein, sie wusste aber nicht woher. Überall waren Umrisse von großen Geräten, Folterinstrumenten, dachte sie. Aber genau sehen konnte sie es nicht. In der Mitte des Raumes konnte sie einen harten Eisenstuhl erkennen, an seinen Lehnen waren Armfesseln angebracht. Nr. 2 lachte immer noch. In dem Raum wehte eine kalte Brise, doch nicht nur das ließ Shane erschaudern.
„Na, wo wir jetzt so viel Zeit haben…“, sagte er und drückte Shane schlagartig an die Wand. Shane schrie und wand sich unter seinem Griff, doch sie hatte keine Chance. Er drückte seinen Körper an ihren und egal wie sehr sie sich wehrte, es nützte nichts, sie konnte ihn nicht von der Stelle bewegen. „Nein“, schrie sie und weinte, „aufhören“. Doch er hörte nicht auf, ganz im Gegenteil, er lachte. Er schaute ihr mit seinen grausamen aber auch summ wirkenden Augen tief in die Augen. Shane war schlechter denn je. Er konnte das nicht tun, das durfte er nicht mit ihr tun. Bitte, das durfte er nicht tun. Lachend machte er sich an ihrem Pullover zu schaffen. Er riss ihn von unten her auf, während Shane immer noch schrie. Das war die Hölle. „Shhhh“, sagte er, „Das wird echt toll, glaub mir“, sagte er und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. Sie versuchte ihren Kopf abzuwenden, schaffte es aber nicht. Sie wollte sich übergeben, es war so widerlich. Sie wehrte sich weiter, doch langsam war sie entkräftet. Grob fühlte sie seine Zunge in ihren Mund eindringen und mit einer beherzten Bewegung biss sie darauf. „Autsch!“, schrie er wütend und schlug sie heftig mit der Faust ins Gesicht, „du Schlampe hast mich gebissen!“ Er drückte sie nun noch fester an die Wand und begann wie wild an ihrer Hose zu zerren, als plötzlich die Graue den Raum betrat.
„Mike hör auf mit dem Blödsinn! Wir haben nicht viel Zeit. Du kannst dich später noch amüsieren. Mach die Kleine jetzt fertig und komm!“
Mike war verärgert, ließ aber trotzdem von Shane ab, die sofort in sich zusammensackte und somit auf dem kalten Steinboden saß. Sie weinte unaufhörlich und schluchzte so stark, dass sie kaum noch atmen konnte. Doch schon packte Mike sie wieder und schmetterte sie auf den Eisenstuhl. Dort machte er ihre Arme an den Fesseln fest, trotz ihrer heftigen Gegenwehr. Shane versuchte verzweifelt sich zu befreien, doch sie schaffte es nicht. Mit einem hasserfüllten Blick sagte der Mann: „Freu dich bloß nicht zu früh, ich komme wieder und dann kommst du nicht so glimpflich davon. Bis dann Süße.“
Spöttisch lächelnd verließ er den Raum und ein Klicken verriet ihr, dass er die Tür abschloss. „Nein!“, schrie sie, „lasst mich hier raus.“ Sie weinte fürchterlich. Ihr ganzer Körper schmerzte und sie fror, da ihr Oberkörper nur noch von einem zerfetzten Stück Stoff und einem BH bedeckt wurde. Shane zitterte am ganzen Körper, was hatten die vor?
Um sie herum konnte sie nur ein paar unscharfe Formen erkennen und das machte ihr Angst. Was wenn da jemand war? Sie hörte ein Rascheln und drehte sich erschrocken danach um. Sie lauschte angespannt, doch sie konnte nur noch ihren Atem und ihren Herzschlag hören. Shane wimmerte und versuchte wieder, ihre Arme aus den Fesseln herauszubekommen. Die Kälte, die diesen Raum erfüllte, war auf ihrem nassen Gesicht besonders stark zu spüren. Aber sie hatte doch nichts getan, was sollte sie eigentlich hier? Sie wollte raus hier, zu Mary und zu Jack, sie könnten sie bestimmt beruhigen. Obwohl ihr sehr kalt war, schwitzte sie am ganzen Körper und in diesem Moment, wäre sie am liebsten gestorben. Die Zeit schien wieder in ein Schneckentempo gefallen zu sein, jede Sekunde war länger als die andere.
Plötzlich hörte sie grausige Schreie. Sie zuckte zusammen und schlotterte vor Angst. Die Minuten vergingen mit einer Zähigkeit, die Shane vorher nicht gekannt hatte. Der Umstand, dass sie nichts sehen konnte, machte das ganze noch schlimmer. Ihr Magen knurrte laut, sie hatte nicht die Möglichkeit gehabt, etwas zu essen.
Reiß dich zusammen Shane, so wirst du das nicht durchhalten, dachte sie bei sich und fand, dass sie Recht hatte. Sie musste sich zusammenreißen, musste es zumindest versuchen. Immer wieder hörte sie ein Rascheln und zwischendurch kamen die Schreie wieder. Wie es wohl Jack in den drei Tagen hier ergangen war? Sie wollte gar nicht daran denken. So verletzt wie er gewesen war.
Jetzt konnte sie verstehen, warum alle so viel Angst vor dem Arrest hatten, es kam der Hölle schon sehr nah. Die Zeit verstrich quälend langsam. Erst jetzt bemerkte sie, dass ihre Nase von dem Schlag vorhin blutete. Die warme klebrige Flüssigkeit lief an ihrem Gesicht hinunter bis zum Mund. Das störte sie aber im Moment recht wenig. Sie sang weiter, ein Lied nach dem anderen, doch zwischendurch begann sie immer wieder vor Verzweiflung zu weinen.
Doch plötzlich hörte sie wieder dieses Rascheln, jedoch lauter und näher als je zuvor. Dann spürte sie etwas an ihrem Gesicht vorbeistreifen und schrie aus vollem Hals. Etwas Lebendiges war in diesem Raum, dessen war sie sich ganz sicher, aber was?
Aus den unheimlich langen Minuten wurden Stunden. Stunden, die sie hier allein und verängstigt saß und die Zeit zählte. Sie war erschöpft und beunruhigt. Sie konnte einfach nicht mehr. Sie sehnte sich nach einem Menschen, im Moment war es egal wer.
Nach den ersten drei Stunden hörte sie auf die Sekunden zu zählen und begann zu beten.
Sie hatte Schmerzen in den Nieren und wurde von Schüttelfrost geplagt, doch es sollte noch schlimmer kommen.
„Ich will nicht mehr“, sagte sie leise und wimmernd. Die Tränen begannen schon auf ihrem Gesicht zu trocknen und ihre Haut spannte sich darunter. Ihr monotoner Herzschlag und ihre tiefen lauten Atemzüge waren die einzigen Geräusche, die sie durch den Raum begleiteten. Die verdächtigen Geräusche waren nicht wiedergekehrt und das war auch ganz gut so. Sie war an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr wissen wollte, was es war. Unweigerlich musste sie an die anderen denken. An Jack und an Mary. Wie es ihnen jetzt wohl ging? Ob sie sich Sorgen machten? Wahrscheinlich. Ihr Mund war trocken und ihre Kehle schmerzte. Sie hatte großen Durst, sie war nicht dazu gekommen, etwas zu trinken. Was hatte sie bloß getan? Sie hatte das Essen nicht gestohlen. Aber wie konnte sie das beweisen?
Plötzlich waren auf dem Gang Schritte zu hören. Dumpf. Hallend. Immer lauter. Immer näher. Shane hatte das Gefühl, als bliebe ihr Herz stehen. Ihr ganzer unterkühlter Körper verkrampfte sich. Das Zittern wurde wieder stärker und ein eiskalter Schauer lief ihr über den Rücken. Wie ein nahendes Ungeheuer hörten sich diese Schritte für sie an. Auf einmal hörten sie auf. Shane versuchte ganz still zu sein und hielt den Atem an, um ja kein Geräusch zu verpassen, das gemacht werden

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Kommentare

Veronica Wallner schrieb am 2009-10-28 21:51:14:
super einfach nur geil...
ich schließ mich dexter's frage an: "Gibt es eine Fortsetzung?"

Lg Veronica
dexter.silent@hotmail.com schrieb am 2008-04-17 20:19:40:
wow... jetzt bin sogar ich baff... die is ja echt der wahnsinn, gibts dazu ne fortsetzung oder ne vorgeschichte? will lesen!!
andrea.ssad@ewetel.de schrieb am 2007-05-18 22:06:02:
einfach nur hammergeil, genau das, was ich liebe... echt, ich hätte nie gedacht, das ich hier i-wo so ne geile geschichte finde, ich bin total platt....................................
redma schrieb am 2007-05-10 16:03:40:
die geschicht ist krass einach nur krass man kann es kaum galauben das es jemanden gibt der den mut hat so was zu schreiben doch die geschicht ist gut

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