Der Bezwinger von Rom Teil 1
von
blacknight99
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Der Bezwinger der Adler
ARMINIUS
,,Damit Träume Wirklichkeit werden,muss das
Unmögliche Möglich gemacht werden."
Hermann Hesse
Die folgende Geschichte beruht auf historischen Tatsachen.
Trotz der Funde in Kalkriese wird in dieser Geschichte der
Teutoburger Wald aus Austragungsort der Schlacht
angegeben.Es geht hier um das ,,Wie?" und nicht das
,,Wo?".
Juni,5 v.Chr.
Kapitel.1
Lachend vor Wonne und Siegesfreude liefen Arminius und Nantwini über den schmalen Pfad.
Die wütenden Rufe der dicken Küchenmagd waren hinter ihnen zu hören,doch sie machten ihren Sieg nur umso perfekter.
Ihre Beute fest umklammert,tauchten sie in das Zwielicht des Waldes ein.
Im Wald war es lange nicht so heiß wie in der Siedlung und sie spürten die angenehme,kühle Waldluft auf ihrer Haut.
Nur noch wenige Sonnenstrahlen schafften es die Baumkronen zu durchdringen und ihr Licht auf den belaubten Waldboden zu werfen.
Sie bogen von dem kleinen Trampelpfad ab und liefen quer durch den Wald,sprangen mit hohen Sätzen über hervorragende Wurzeln und lachten wenn der Andere strauchelte und beinahe hinfiel.
Als sie meinten,sie hätten genug Abstand zwischen sich und die erboste Küchenmagd gebracht,ließen sie sich ins Laub fallen und entspannten ihre
schmerzenden Lach- und Beinmuskeln.
Dann ließen sie ihre Beute aus den Armen purzeln.
Ein lederner Schlauch Cervitia,Dörrfleisch und Äpfel plumpsten auf den Waldboden.
Sie teilten die Nahrung gerecht auf und tranken abwechselnd aus dem Schlauch.
,,Auch wenn ich Ärger von meinem Vater kriege,für diesen Festschmaus hat es sich alle mal geübt!"meinte Arminius und nahm einen langen Zug aus dem Schlauch.
,,Lass mir auch noch was übrig!"sagte Nantwini erbost,riss seinem freund den weinschlauch aus der Hand und setzte ihn an die Lippen.
Nantwini war der Sohn einer Sklavin aus der cheruskerischen Siedlung am Rande des Waldes.
Wer sein Vater war wusste er nicht,denn jeder der freien Männer aus der Stirps Regia,der cheruskischen Adelsfamilie aus der auch Arminius stammte,konnte sich seine Mutter jederzeit für intime Stunden zu sich nehmen.
Was aus Nantwini wurde war ungewiß,entweder wurde er Sklave wie seine Mutter,oder einer der Männer würde ihn adoptieren.
Zurzeit war er einfach nur der Spielgefährte von Arminius.
Nantwini mochte die Gesellschaft von Arminius.
Arminius war der Sohn des Sigimerus,des Fürsten der Cherusker,einer der höchsten Adligen, hier im freien Germanien.
Doch Arminius bildete sich nicht soviel darauf ein wie sein jüngerer Bruder Flavus,der oft die Sklaven im Dorf malträtierte und verachtend auf sie hinab blickte.
Arminius gab sich mit ihnen ab,fragte sie nach ihren Belangen und versuchte seinen Vater auch auf die kleinen Probleme in seinem Land aufmerksam zu machen.
Doch in den Augen von Arminius lag immer etwas Erhabenes und ein Feuer,das einen gewissen Ehrgeiz deutete.
Arminius vertilgte den Rest seiner Mahlzeit undlegte sich rücklings ins weiche Laub.
Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und seufzte zufrieden.
,,Ich könnt ewig hier liegen bleiben,Nantwini,meine Jugend genießen,die fette Küchenmagd in den Wahnsinn treiben und mit dir auch den noch so gröten Blödsinn aushecken.Doch leider hat auch die schönste Zeit ein Ende."
Nantwini blickte besorgt zu seinem Freund hinab.Arminius sprach selten mit ihm über die Stammespolitik und seine Familie,meistens war er in Nantwinis Anwesenheit Ausgelassen und Heiter.
Doch nun blickte Arminius nachdenklich in den Himmel und das Feuer in seinen Augen schien förmlich zu lodern.
,,Mein Vater hat verkündet das ich und mein Bruder kurz nach Mittsommer nach Rom gehen werden und die Fürstenschule dort besuchen werden."
eröffnete ihm Arminius.
Nantwini blickte stumm in die Baumwipfel.
er hatte gerechnet das er nicht ewig unter dem Schutz von Arminius leben konnte.Doch er hatte diese Gedanken immer verworfen und sich eingeredet,bis dahin wäre es noch viel Zeit.
Aber nun sollte er schon in wenigen Tagen von seinem besten Freund getrennt werden.
,,Ich habe eine Abneigung gegen die Römer,sie halten sich für etwas Besseres als wir und mein Vater schimpft immer über sie.
Aber irgendwann wird jemand kommen der sie aus diesem Land jagen wird,der die Stämme unter einem Banner vereint und ihnen ihr dekadentes Maul stopft.
Flavus ist natürlich ganz begeistert."
Mit lustigen Grimassen und verstellter Stimme äffte Arminius seinen Bruder nach:,,Endlich kommen wir aus diesem Loch raus,freu dich Arminius,wir werden die Zivilisation kennen lernen."
Nantwini konnte ein Grinsen nicht verkneifen,wurde dann aber wieder ernst.
,,Du wirst in Rom viel lernen,leider muss ich deinem Bruder beipflichten,es ist besser für dich,du wirst lernen ein echter Krieger und Fürst zu sein."
,,Geh doch direkt zu meinem Bruder du Volksverräter,waren es nicht die Römer die deine Mutter an meinen Vater verschenkt hatten!"brauste Arminius auf und eine Ader pulsierte an seiner Schläfe.
Es war einer seiner Wutausbrüche,die er schlecht beherrschen konnte und in denen er Nantwini immer noch furcht einflößte.
Langsam reagierte sich Arminius wieder ab und lehnte sich gegen einen Baum.
,,Entschuldigung,es kommt immer so plötzlich,wie ein inneres Feuer."
stammelte Arminius.
Nantwini legte ihm kurz die Hand auf die Schulter.
,,Ist schon gut,Freund!"
,,Vielleicht hast du ja auch Recht,man weiß nie was die Schiksalsgöttinnen noch mit mir in Rom vorhaben."
Arminius Miene hellte sich auf und seine Augen leuchteten wieder voller Tatendrang und sein jugendlicher Übermut kehrte in ihn zurück.
,,So gefällst du mir schon besser,Arminius!"sagte Nantwini.
,,Lass uns langsam wieder aufbrechen,die vermissen uns wahrscheinlich schon."
,,Na gut!"seufzte Arminius missmutig und erhob sich vom Boden.
,,Weißt du noch wie wir hierher gekommen sind?"fragte Arminius.
Nantwini kratzte sich am Hinterkopf.,,Ich hab keine Ahnung."
,,Oh,Donar steh uns bei!"flehte Arminius seinen Schutzgott an und breitete die Arme gen Himmel aus,noch belustigte ihn die Situation.
Nantwini wirkte nicht so amüsiert wie er,seine Miene war verschlossen und er lief zwischen den Bäumen umher,betrachtete sie von allen Seiten,schüttelte dann den Kopf und ging zum nächsten Baum.
,,Was machst du da?"fragte Arminius.
Nantwini blickte auf,seine Augen wirkten besorgt.
,,Ich schaue nach Moos an den Bäumen.Ich glaube an der Seite,an der Moos ist ,ist Osten.
Das Dorf liegt im Westen,wenn wir Moos finden kommen wir auch wieder nach Hause."
Arminius fuhr Nantwini kurz durch die rabenschwarzen Haare.
Arminius war einen halben Kopf größer als
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Kommentare
christoph schlueter schrieb am 2006-07-15 09:20:40:
Was ich noch sagen wollte: Ich finde es nicht sehr geschickt in deinen Kommentaren das Ende der Erzählungen bekanntzugeben, also wies es ausgeht, wer stirbt, usw.
Das nimmt Spannung vorweg und schreckt viele potentielle Leser ab, die Geschichte zu lesen. ( "Warum soll ich etwas lesen, von dem ich schon weiß, wie es ausgeht?")
Bitte in Zukunft vermeiden!
christoph schlüter schrieb am 2006-07-14 09:02:54:
Toll! Super erzählt! Abenteuerlich, spannend und voller Details. Auch die Figuren sind hier wesentlich besser gezeichnet, als beim "Chrononauten". Für mich bislang deine beste Erzählung. Unbedingt weiterschreiben!
( Jetzt müssen die Dialoge nur noch ein klein wenig mehr kicken und dann stimmt die Sache! )
blacknight99(Verfasser) schrieb am 2006-07-12 18:16:30:
Die Geschichte wird fortgesetzt und endet mit demTod von Arminius.
Ich werd jede Woche 3-4 Seiten rausbringen
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