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Kategorien > Fantasy > Märchen

Der Frühling des roten Mandelblütenbaums

von Sanna


Dieses Märchen beginnt nicht mit „Es war einmal“.

Irgendwo in den Bergen von Japan, lebten vor 200 Jahren in einem kleinen
Dorf friedlich
Japaner und Europäer zusammen. Doch irgendwann gingen die Menschen aus dem
Westen wieder. Allerdings hinterließen sie auch ihre Spuren im Dorf. So kam
es, dass man blauäugige
Kinder auf der Straße antraf, die weiße Haut und manchmal sogar braunes Haar
hatten.
Eines Tages trieb sich ein Drache in der Gegend herum, der gerade aus dem
Winterschlaf erwacht war. Es lag noch ein bisschen Schnee, aber die Sonne
war schon stark genug um den Winter zu vertreiben. Ein junges Mädchen holte
gerade Wasser, als der Drache gerade trinken wollte. Der Drache versteckte
sich schnell in dem kleinen Bambuswald, der hinter dem Bach lag. Neugierig
betrachtete der Drache das Mädchen bei der Arbeit, ihm fiel auf, dass das
Mädchen anders aussah, als Japanische Mädchen. Sie hatte blaue Augen wie
der Himmel in einer kalten Dezembernacht. Sie trug ihr schwarz/braunes Haar
in zwei Zöpfen, ihre Haut war genauso weiß wie der Schnee. Der Drache kam
ab dem Tag immer wieder zur Quelle um
das Mädchen zu sehen. Irgendwann reichte dem Drachen der Anblick des
Mädchen nicht mehr, er hatte das Bedürfnis mit ihr zu sprechen. Eines Tages
kam das Mädchen in der Abenddämmerung zu der Quelle, doch dieses Mal hatte
sie keinen Eimer dabei. Sie setzte sich auf einen Stein und öffnete ihre
Zöpfe und schaute dabei auf die klare Wasseroberfläche.
Sie wollte gerade ihren Kimuno öffnen um sich zu wachen. Plötzlich spürte
sie, dass jemand sie umarmt und ihr die Haare aus dem Gesicht strich. Der
Drache berührte sie sanft, wie der Wind, der Drache hatte sich in einen
Menschen verwandelt um den Mädchen nahe sein zu können.
„Wer bist du?“, fragte das Mädchen.
„Ich bin Daimaju! Hab keine Angst ich werde dir nichts tun.“
„Was willst du von mir?“
„Sag mir deinen Namen!“
„Mein Name ist Seinan!“
„Seinan, was für ein hübscher Name!“
„Was willst du jetzt von mir!“
„Ich will dich Seinen! Lass mich nur …!“
Daimaju nahm einen Lappen und tauchte ihn ins kalte Wasser. Sanft und
vorsichtig wusch er
den Staub von Seinans Haut. Er öffnete die Bandage und fuhr fort. Seinan
werte sich nicht.
In den nächsten Tagen kam Seinan alleine und heimlich zur Quelle um Daimaju
zu sehen.
Oft blieb sie bis die Sonne aufging…
„Ich muss jetzt gehen, mein Großvater macht sich Sorgen um
mich!“
„Bitte bleib nur noch ein Bisschen!“
Seinan setzte sich wieder neben Daimaju.
„Am liebsten würde ich dich gar nicht mehr gehen lassen! Seinan willst
du meinen Frau werden?“
„Ja, aber du bist ein Drache! Wir dürfen nicht heiraten, das Gesetz
verbittet es uns.
Es könnte ein großes Unglück geschehen!“
„Nein, ich liebe dich und ich will, dass wir immer zusammen bleiben!
Kein Gott und kein Mensch kann, dass mir verbitten.“
„Wenn du meinst!“
„Ich werde deinen Großvater fragen ob wir heiraten dürfen!“
„Bitte liebe Feuergöttin mach, dass wir uns niemals trennen
müssen!“
Am nächsten Tag machte sich Daimaju auf den Weg ins Dorf, Seinan war auf dem
Feld!
Daimaju ging in den Schrein des Dorfes, der der Feuergöttin geweiht war.
Als Daimaju den Wintertempel betrat, saß Seinans Großvater vor dem heiligen
Feuer und sprach ein Gebet. Er bemerkte Daimaju sofort.
„Was möchtest du von mir?“, fragte der alte Mann.
„Ich bin Daimaju! Ich bitte dich um die Hand deiner Enkeltochter
Seinan!“
Zu nächst unterhielten sich die beiden freundlich, doch dann kehrten sie zum
eigentlichen
Thema zurück.
„Du willst also Seinan heiraten! Welche Ehegeschenke kannst du mir
machen?“
„Ich gebe dir Seide, Gold, Edelsteine für Seinan. Alles was du
begärst, kann ich dir geben!“
„Zeig mir deine Brust, mein Sohn! Ich will sehen ob du Male
trägst!“
„Nein, ich bin kein Verbrecher! Ich bin nur ein Wächter eines
Schreins!“
„Dann zeig mir deine Brust!“
Daimaju öffnete sein Hemd, und ein rotes Mal in der Form eines Draches gab
zum Vorschein!
„Du bist ein Drache! Dann kann ich der Ehe nicht zustimmen. Drachen
und Menschen dürfen
sich nicht miteinander vereinigen, niemals sonst geschieht ein
Unglück!“
„Das könnt ihr uns nicht antun!“
„So ist nun mal das Gesetz und jetzt geh! Bevor ich dich töten
muss!“
„So kommen sie mir nicht davon! Ich werde zurückkehren und meine Braut
in drei Tagen zu holen!“
„Das lasse ich nicht zu! Ich verfluche dich und deine Sippe, Drache!
Wenn du Seinan entweihst, wird alle 50 Jahre dasselbe Drama deinen
Nachkommen zustoßen. Nur die Flammen der Feuergöttin werden deine Sünden und
das Leid in deiner Nachkommen verbrennen. Und du sollst nie die ewige Ruhe
finden, deine Seele soll immer wieder
geboren, werden um dasselbe Schicksal zu erleiden!“
Daimaju verließ das Dorf. Drei Tage und zwei Nächte vergingen, Daimaju
kehrte zurück um Seinan zu holen. Er ging in den Schrein, er sah eine Meute
von jungen Männern, die bewaffnet waren bis unter die Zähne. Der Seinans
Großvater trat aus der Menge hervor und
sagte:“ Wir werden dir Seinan nicht geben, wir alle hier sind bereit,
sie zu schützen!“
„Gebt sie mir und ich werde euer Dorf verschonen! Ansonsten werde ich
alles niederbrennen
was euch lieb und teuer ist, wenn ihr mir nicht das gebt, was ich
liebe!“
„Verschwinde Drache, wir werden sie dir niemals geben!“
„Gut, ihr habt es so gewollt!“
Daimaju verwandelte sich in einen Drachen und brannte alles nieder! Seinan
wachte im Flammenmeer auf, aber sie konnte nicht fliehen, da sie
eingeschlossen war in ihrer Zelle.
Seinan schrie um Hilfe, Gott sei Dank hörte Daimaju sie. Er brach die Tür
ein und holte Seinan raus. Daimaju entführte Seinan in einen verwunschnen
Schrein, der tief in den Bergen
lag. Daimaju belegte Seinan mit einem Zauber, der sie alles vergessen ließ.
Das Dorf brannte ab, niemand hatte in den Flammen überlebt. Nur das heilige
Feuer brannte weiter um Seinan
eines Tages die Wahrheit zu sagen. 4Jahre vergingen, Seinan und Daimaju
leben glücklich
und friedlich zusammen, wie Mann und Frau. Seinan bekam eine kleine Tochter,
sie nannten
sie Sora. Irgendwann zog es Seinan zurück ins Dorf, obwohl Daimaju Seinan
verboten hatte in das Tal zu gehen, verließ sie an einen schönen
Frühlingsmorgen den Schrein. Sie trug ihre
4 jährige Tochter auf den Schultern. Als sie das Dorf erreichte, erschrak
Seinan! Alles war abgebrannt, überall lagen verbrannte Körper und die Häuser
bestanden nur noch aus dem
Grundmauern. Plötzlich hörte sie eine Stimme, die aus dem Schrein kam!
„Seinan, meine Tochter komm zu mir! Komm, komm zu mir, mein
Kind!“
Seinan folgte der Stimme, das Feuer brannte immer noch an derselben Stelle
wie vor vier Jahren!
„Wieso redest du zu mir?“
„Mein Kind, du musst erfahren, was der Drache getan hat! Erinnere
dich!“
„Wieso ist das Dorf abgebrannt?“
„Weil dein Großvater dich vor Daimaju beschützen wollte, dafür hat
deine ganze Familie und
dein Dorf, sein Leben in den Flammen verloren. Ihre Seelen werden nie Ruhe
finden, nur das Feuer der Feuergöttin kann sie befreien und ihnen ihre ewige
Ruhe geben!“
„Wo ist die Feuergöttin?“
„Sie ist tot! Die Menschen haben sie aus ihrem Reich verbannt, und sie
ins Meer gejagt!
Nur alle 400 Jahre wird ein Mädchen irgendwo auf der Erde geboren, die die
neue Feuergöttin wird! Aber bis dahin vergehen noch 200 Jahre!“
„Was soll ich denn nur tun? Ich habe alle verloren und jetzt finden
sie nicht einmal mehr ihre Ruhe!“
„Töte den Drachen und dein Kind! Dann ist Daimajus Klan ausgerottet
und das Unglück kann
nicht passieren und der Fluch trifft dich nicht!“
„Mein Kind aber es hat doch keine Schuld! Bitte lass mich das nicht
tun!“
„Du musst es tun oder willst du so viel Leid über deine Nachkommen
bringen?“
„Nein, ich werde es tun! Aber ich habe keine Waffe!“
„Hier, nimm diesen Dolch! Nur er ist fähig Daimaju zu töten!“
Seinan nahm den Dolch, sie ging wieder nach Hause! Am Abend brachte sie ihr
Kind ins Bett, danach setzte sie sich in den Innenhof und spielte Flöte.
Daimaju kehrte von der Jagd wieder. Es war Frühling und der Mandelbaum
blühte im Garten des Schreins. Schon vom Weiten hörte Daimaju das Spielen
von Seinan. Als er nach Hause kam, fand er seine Frau unter dem Mandelbaum
vor. Wie immer begrüßte Daimaju seine Frau liebevoll, doch etwas war anders
als sonst.
„Wieso hast du das getan Daimaju, du hast alle umgebracht! Ich hasse
dich dafür und ich werde meine Familie rächen!“
„Ich habe es für uns getan, Seinan! Sie wollten nicht, dass wir uns
lieben! Deswegen habe ich dich auch verzaubert, damit du nicht mehr daran
konntest! Aber jetzt kannst du es und du kennst mein wahres Wesen!“
„Du, Mörder! Du bist ein Ungeheuer!“, mit diesen Worten wollte
Seinan zu stechen, aber sie konnte es nicht. Sie liebte ihren Mann und ihr
Kind, sie umarmte Daimaju ein letztes Mal und küsste ihn.
„Daimaju, ich liebe dich, auch wenn du ein Drache bist!“,
flüsterte sie Daimaju ins Ohr und stach sich selbst mit dem Dolch ins Herz!
Daimaju hielt seine geliebte Seinan in den Armen, er klagte und weinte um
sie. Er sah keinen
Sinn mehr in der Welt ohne Seinan und brachte sich selbst um. Der alte
Mandelbaum hatte
Mitleid mit dem Paar! Er nahm das Blut, die Köper und die Seelen in sich
auf. Am anderen Morgen erwachte Sora im Haus, sie lief weinend und ängstlich
durch Haus auf der Suche nach ihren Eltern. Doch weder ihre Mutter noch
ihren Vater konnte sie finden. Plötzlich hörte sie eine Stimme aus dem
Garten.
„Sora, komm zu mir! Ich bin in den Garten! Sora, Sora!“
Sora lief schnell in den Garten, erst dachte sie ihre Mutter würde sie
rufen. Aber sie fand ihre Mutter nicht!
„Wo bist du denn?“
„Ich bin hier mein Kind!“, sagte der Mandelbaum mit einer
sanften Stimme.
„Wo sind meine Eltern?“
„Sie sind nicht mehr da! Sie sind tot!“
„Aber ich will nicht alleine bleiben. Ich will zu meiner Mama und
meinem Papa!“
„Sora, dann komm in mein Herz und schlafe! Ich werde dich beschützen
und lieben!
Bis jemand kommt um dich zu holen!“
Der Mandelbaum öffnete sein Herz und das Kind kletterte hinein. Danach
schloss sich der Mandelbaum und auf einmal färbten sich die Blüte blutrot.
Der Mandelbaum sang ein Schlaflied für Sora, solange bis jemand kommen würde
um sie zu holen. 12 Jahre vergingen,
nichts hatte sich im Schrein verändert. Die Suppe kochte immer noch über dem
Feuer. Der Hund und Katze schliefen immer noch in derselben Ecke wie vor 12
Jahren.
Die Zeit war stehen geblieben! Die Leute, die am Schrein vorbeikamen hörten
das Lied des Mandelbaumes, doch es traute sich niemand in diesen Schrein,
weil er verwunschen war.
An einem Frühlingsabend kehrte ein junger Soldat aus Kyoto zurück. Er hatte
am königlichen Hofe gedient und wollte jetzt in sein Dorf zurück kehren um
zu heiraten. Der Mann hörte die Stimme des Baumes, weil sie sein Herz
berührte, ging Soldat in den Schrein, plötzlich sprach der Baum zu ihm.
„Wieso bist du gekommen, Soldat?“, fragte der Mandelbaum.
„Mit wem rede ich? Sprich!“, bibberte der Soldat.
„Hab keine Angst, ich kann dir nichts tun! Komm in den Garten, dann
kannst du mich sehen!“
Der Soldat ging in den Garten, der Mandelbaum blühte wie jedes Jahr blutrot.
Er schaute sich um, doch er sah niemanden. Dann hörte er die Stimme
wieder…
„Trete näher, ich stehe direkt vor dir, mein Sohn!“
„Ich kann dich aber nicht sehen!“
„Ich bin der Mandelbaum, der direkt vor dir steht!“
„Was du bist ein Mandelbaum, der sprechen kann!“
„Ja, aber ich spreche nur über mein Herz!“
„Singst du dieses Wiegenlied! Für wen singst du es?“
„Für mein Kind, das seit 12 Jahren in mir schläft! Wie nennt man
dich?“
„Mein Name ist Jin Roh! Wieso schläft das Kind in dir?“
„Trete näher und berühre mein Herz, dann zeige ich es dir!“
Jin tat das, was der Mandelbaum von ihm verlangte. Als er ihn berührte sah
Jin das Leben von Daimaju und Seinan von Anfang an bis zum bitteren Ende. Er
sah auch wie Sora in den Baum
kletterte und einschlief. Plötzlich stand er vor einem Mädchen mit blauen
Augen, doch danach
befand sich Jin wieder in der realen Welt.
„ Bitte, gebe mir das Mädchen, ich werde mich um sie kümmern!“
„Wenn du bereit bist sie zu lieben und zu beschützen, dann will ich
dir mein Kind geben!“
„Ja, dass bin ich!“
„Gut, dann berühre noch einmal mein Herz!“
Jin legte seine Hand auf das Herz des Mandelbaumes. Der Mandelbaum öffnete
sich und gab
das Mädchen frei. Doch aus dem Mandelbaum kam kein Kind sondern eine junge
Frau.
Jin nahm das schlafende Mädchen in den Arm, er streichelte ihr über die
Wange.
„Sora, wach auf! Hier ist jemand für dich gekommen!“, sagte der
Mandelbaum mit seiner sanften Stimme.
„Wieso wacht sie, denn nicht auf!“
„Küss, vielleicht muss sie erst deine Liebe spüren!“
Jin küsste Sora auf den Mund, langsam öffneten sich ihre Augen.
„Wer bist du?“, fragte Sora.
„Ich bin Jin Roh! Bitte, komm mit mir mit und werde meine Frau,
Sora!“
„Ja, ich komme mit dir mit, aber verspreche mir, dass wir hier leben
werden!“
„Wenn du das willst!“
Jin und Sora heiraten, doch auch somit brach der Fluch über die Familie Roh
rein. Alle 50 Jahre wurde Daimaju in seiner Sippe wiedergeboren um dasselbe
Schicksal zu erleiden wie damals, genauso wie Seinan. Immer wieder passiert
dasselbe Unglück in der Familie, da die
Seelen dieser zwei unglücklicher Wesen keine Ruhe finden konnte.
Bis in unsere Zeit trat das Unglück bereits dreimal in die Familie. Wir
schreiben jetzt das Jahr 2004. Die Familie Roh ist vor ungefähr 63 Jahren in
die U.S.A ausgewandert. Dort gründeten sie ein kleines Kloster mit einer
Kampfsportschule. Heute leben dort nur noch der Abt und sein Enkel Jin mit
ungefähr 12 Mönchen. Das Kloster vermietet Zimmer an Touristen und
Studenten, die hauptsächlich wegen der Familien Saga kommen. Studenten
bevorzugen dieses
ungewöhnliches Quartier, weil es billig und ruhig ist zum lernen. Jin ist
ungefähr 20 Jahre alt, er studiert an dem Lexfortcollege. Unsere Geschichte
fährt jetzt etwas anders fort als…
Es war der 30 März, als Jin einem neuen und außergewöhnlichen Gast erwartet.
Dieses Mal sollte ein junges Mädchen aus Europa im Alter von 17 Jahren
kommen. Das Mädchen sollte hier ein Jahr im Ausland studieren, da es in der
Schweiz erst im Alter von 19 Jahren an den heimischen Universitäten
studieren konnte. Liebevoll stellte Jin noch Blumen in eine Vase.
Um 4 Uhr fuhren Jins Großvater und ein Mönch um den Gast abzuholen. Eine
Stunde später hielt der Wagen vor dem Klostertor. Ein Hausmädchen ging raus
um den Gast zu empfangen.
Jin ging runter um seinem Großvater zu helfen und da stand sie.
Ein Mädchen mit braun/rotem lockigem Haar, das mit einem Zopf hinten
zusammen gefasst war. Sie hatte braune Augen, die frech Jin beobachten, als
er die Treppe runter kam. Jin rutschte erstmal aus, verlegen fiel in die
Arme des Mädchen.
„Danke, dass du mich schon so umwerfend begrüßt!“
„Endschuldige bitte!“
„Ist schon gut!“
„Jin, bring uns bitte doch eine Tasse Tee!“, befahl der
Großvater!
Der alte Heer bat das Mädchen in einen kleinen Teeraum. Wenige Minuten
später kam Jin mit einem Tablett wieder. Aufgeregt setzte er sich neben das
Mädchen.
„Bitte, sagen sie uns noch mal ihren Namen!“
„Mein Name ist Sanna! Meine Eltern haben ihnen sicherlich schon einen
Brief geschickt!“
„Ja, ihr Vater ist ein alter Freund! Wie ich auch aus dem Brief
schloss, bin ich für die nächsten 3 Monate ihr staatlicher Vormund!“
„Was willst du eigentlich studieren?“, fragte Jin!
„Ich habe Geschichte und Sozialwissenschaften belegt!“
„Unterhalten könnt ihr euch auch noch später! Sanna du willst dich
sicherlich noch ausruhen, aber bevor Jin dir dein Zimmer zeigt, erkläre ich
dir noch ein paar Regeln!
1. Zieh deine Schuhe aus, wenn du von der Straße kommst!
2. Im Kloster wird nur die traditionelle Kleidung getragen, in deinem Fall
der Kimuno!
3. Dusche und wasche dich, bevor du ein Bad nimmst!
4. Schrei und renne nicht in der Gegend herum, während der Gebete und der
Meditation.
5. Versuch immer höflich und freundlich zu sein, auch wenn es dir schwer
fällt!
6. Mithelfen ist Pflicht für dich, du bist kein Tourist, der nur für ein
paar Tage hier ist.
7. Am Tisch wird nicht mit den Stäbchen gespielt und reiche kein Essen mit
Stäbchen weiter.
8. Du hast nur Ausgang bis 11Uhr, wenn du länger weg bleiben willst, wird
dich Jin begleiten.
9. Betritt niemals das Zimmer eines Mönches ohne dessen Erlaubnis und rede
auch nur das Nötigste mit einem Mönch!
10. Bereite dich immer gut auf Test und Arbeiten in der Uni vor.
Ich glaube das wär’s!“
„Gut, aber ich kann und werde mich immer so verhalten wie ihnen passt!
Aber ich versuche mein Bestes!“
„Du widersprichst meinen Großvater, mach das besser nicht! Glaub mir,
er kann dich dafür bestraffen!“
„Genau, also wenn du noch Fragen hast, kann Jin sie dir sicher
beantworten!“
„Wieso muss ich denn einen Kimuno tragen?“
„Meine Liebe, das ist ein Kloster und hier trägt jeder ein Kimuno.
Tradition ist hier Regel und Pflicht, jeder hat sich daran zu halten.“
„Also, gut!“
„Jin, bitte gib ihr die neun Kimunos! Akane wird gleich kommen um ihr
das Bad zu zeigen und wie sie den Kimuno zu tragen hat!“
„Ja, Großvater!“
Hisaki stand auf und verließ den Raum. Wenige Minuten später kam eine junge
Frau in dem
Raum. Sie war genauso alt wie Jin.
„Sanna, bitte komm jetzt mit, ich zeige dir alles!“
„Na toll, kaum ist man da, hat man schon wieder Pflichten!“
„Sanna, jetzt komm schon! Ich muss auch noch das Abendessen
vorbereiten!“
Sanna folgte Akane ins Bad!
„Kleide dich ab! Na los mach schon!“
„Was ich soll mich ausziehen vor dir?“
„Na, los! Wir sind unter uns und die Männer haben ihr eignes
Bad!“
„Na gut!“
Sanna zog sich aus, erst jetzt sah man ihre schneeweiße Haut!
„Setz dich auf den Hocker! Hier ist eine Schüssel mit Seife und
Schwämmen!“
„Sag mal, möchtest vielleicht auch ein Bad nehmen!“
„Wenn du dich nicht gestört fühlst!“
„Nein!“
Akane öffnete ihren Kimuno, dabei kam eine Art Bandage zu Tage!
„Wieso trägst du eine Bandage um deine Brust?“
„Ganz einfach, früher hatte man keine BH, deswegen haben die Frauen in
Japan früher diese
Bandage genommen! Außerdem ist sie besser als ein BH, sie verbessert deine
Haltung und entlastet deinen Rücken! Du wirst auch so eine tragen
müssen!“
„Gibt es noch irgendwelche Absonderheiten?“
Plötzlich fiel Akane ein feuerrotes Mal auf Sannas Schulter auf! Und auf
Sannas Stirn erschien dasselbe Zeichen nur viel kleiner.
„Woher hast du dieses Zeichen?“
„Ich trage es seit meiner Geburt, es sieht aus wie eine Flamme,
dasselbe Zeichen trage ich auch auf meiner Stirn, allerdings überdecke ich
es seit meiner Kindheit mit Makeup.
Wieso stimmt etwas nicht damit?“
„Das ist unmöglich, du bist Europäerin! Du sollst die neue Feuergöttin
sein!“
„Feuergöttin, ich und eine Göttin?“
„Zeig das niemanden Sanna, es ist sehr wichtig und schon gar nicht
Hisaki oder Jin!
Es könnte dein Leben davon abhängen!“
„Gut!“
Sanna war kein Mensch, sondern ein Wesen, das zwischen Menschen und Göttin
existierte.
Die Feuergöttin ist nur ein Wessen von vielen, die die Menschen verdrängt
hatten. Oft wurden
Drachen, Götter, Baumgeister in Japan verfolgt und getötet, oder sie wurden
in den Westen verbannt. Dort vermischten sich diese mit ganznormalen
Menschen, das in Japan strengsten verboten war. Sanna schlief ein auf ihrem
Zimmer. Irgendwie fühlte sie sich hier im Kloster nicht wohl.
Plötzlich fand sie sich an einer Quelle wieder, sie stand in der Mitte des
Bambus. Plötzlich sah sie einen Mann und ein Mädchen die an der Quelle saß.
Sie sah wie der Mann das Mädchen anfasste, das Mädchen schien sich nicht zu
wehren. Plötzlich stand sie in einen Schrein, ein alter Mann saß vor dem
Feuer und bete. Sanna fiel auf, das sie mitten in einem Feuer stand, doch
ihr war nicht warm.
„ Wo bin hier?“
„Ich habe euch so lange gerufen Feuergöttin! Ihr seit nun fast
erwachsen, Sanna! Ihr seid die
Wiedergeburt von der Feuergöttin die vor 400 Jahren von den Menschen ins
Meer verbannt worden ist!“
„Was wollt ihr von mir?“
„Ich möchte das ihr etwas wisst, in euch Schlummern zwei Seelen, die
meiner Enkeltochter Seinan und die der Göttin! Seid vorsichtig Hisaki darf
nicht erfahren wer ihr seid, er wird euch sonst versuchen zu töten.“
„Wieso denn?“
„Geht zum Mandelbaum, der wird euch helfen! Seid aber vorsichtig,
Hisaki und auch Jin dürfen nicht erfahren wer ihr seid! Ihr dürft euch nicht
zu erkennen geben!“
„Großvater, aber was habe ich damit zu tun?“
„Bitte, versuch nur durch zu halten, mein Kind!“
Sanna umarmte den Mann und verschwant wieder. Sanna wachte in ihrem Zimmer
auf, schnell lief sie runter in den Garten und tatsächlich stand da ein
Mandelbaum mit blutroten
Blühten da. Doch plötzlich kam Jin und störte sie…
„Sanna, du siehst süß aus in deinen Kimuno!“
„Danke, was für ein wunderschöner Baum! Aber sind Mandelbäume nicht
eigentlich weiß!
Oder ist das eine spezielle Züchtung!“
„Weder noch gib mir deine Hand!“
Sanna zögerte, doch dann legte sie ihre Hand in Jins. Jin nahm ihre Hand und
legte sie auf den
Baum. Sanna spürte eine Wärme, plötzlich wurde ihr seltsam, sie riss ihre
Hand weg und hielt sich ihren Kopf.
„Sanna stimmt etwas mit dir nicht?“
„Nein, geh schon rein, ich komme gleich!“
Jin nahm Sanna in die Arme, auf ein Mal spürte Sanna etwas anderes in sich
als sie selbst und das fühlte sich zu Jin hingezogen.
„Geht’s wieder!“
„Ja, machst du dich immer so an Mädchen ran?“
„Hey, ich wollte dich nur beruhigen!“
Sanna riss sich los und lief weg…
Zum Abendessen kam sie viel zu spät. Hisaki machte sie darauf aufmerksam.
Still setzte sie sich zwischen Akane und Jin. Jin beobachtete sie die ganze
Zeit beim Essen.
Drei Wochen vergingen, Sanna fiel es schwer sich im Kloster ein zu leben.
Außer Akane hatte sie niemanden mit den sie reden konnte. Jin versuchte sie
so gut wie möglich aus dem Weg zu
gehen. Eines Abends bereiteten beide das Abendessen vor…
„Sag mal kommst du jetzt besser klar!“
„Ja, ich habe mich an Hisaki und den Kimuno gewöhnt!“
„Schön das zu hören! Hilfst du mir bitte bei dem Karotten!“
„Na klar!“
Plötzlich entflammte irgendwie der Herd und in der Küche brach ein Feuer
aus. Jin versuchtes es zu löschen, allerdings verbrannte er sich. Sanna
starte in die Flammen, plötzlich
Fing ihr Zeichen auf der Stirn an zu leuchten. Das Feuer hörte auf zu
brennen.
Jin stand erschrocken vor Sanna, er konnte es nicht fassen.
„Hast du das getan?“
„Nein, wieso! Es hat selber aufgehört! Zeig mir deine
Verletzung!“
Sanna nahm ein Lappen auf dem Schrank und hielt ins kalte Wasser, sie tupfte
Jins Brandtwunde sanft ab.
„Du hast dich an der Stirn verletzt Sanna, gib mir den Lappen!“
Jin nahm dem Lappen, und rieb Sanna ein wenig Blut von der Stirn. Plötzlich
fühlten sich die beiden, als ob sie das schon mal erlebt hätten. Jin legte
den Lappen ab, er streichelte Sanna über die Wange, kurz bevor er sie küssen
wollte platzte zum Glück Hisaki rein.
Sanna drehte sich schnell weg, damit er nichts merkte.
Nach dem Abendessen erzählte Hisaki wie immer seinen Gästen das
Familienmärchen.
Sanna wollte es auch hören, allerdings durfte sie nicht, weil sie in der
Küche helfen musste.
Nach der Arbeit ging Sanna raus, sie hörte auf einmal das Lied des
Mandelbaumes, sie folgte
dieser Melodie in den Garten. Jin saß unter dem Baum und spielte Flöte.
Jin hörte auf zu spielen, als Sanna kam.
„Was spielst du da?“
„Ich weiß nicht genau, aber meine Mutter hat es mir immer vor
gesungen!“
„Wo sind deine Eltern jetzt und wieso siehst du nicht so aus wie ein
Japaner?“
„Meine Eltern kamen bei einem Autounfall ums Leben, meinen Vater war
Europäerischer Abstammung!“
„Tut mir leid, das mit deiner Familie! Sag mal, wieso erzählst du mir
nicht die Geschichte!“
„Kann ich machen!“
Sanna setzte sich neben Jin. Jin fing an zu erzählen…
Als es dunkel wurde machte Jin eine Lampe an, er setzte sich wieder und
stellte die Lampe vor sich hin. Der Mond ging langsam auf, Sanna saß zittern
unter dem Baum.
„Ist dir kalt?“
„Ja und wie!“
„Sollen wir rein gehen?“
„Nein, bloß nicht Hisaki fällt doch immer etwas ein!“
„Wenn mir kalt war, bin ich immer unter den Kimuno meines Vaters
geklettert und habe mich an ihn gekuschelt!“
„Gute Idee, hast du etwas drunter!“
„Ja, wieso!“
„Wirst du schon sehen!“
Sanna öffnete Jins Kimuno und setzte sich einfach in seinen Schoß, mit dem
Rest deckte sie
sich zu!
„Du bist ja ganz schön frech!“
„Nein, ich denke nur praktisch! Mir ist kalt und dir wird es
sicherlich auch noch!
Erzähl jetzt weiter…!“
Jin fuhr fort, allerdings schlief Sanna einfach ein. Jin genoss Sannas Nähe,
er streichelte
ihr durchs Haar. Er beugte sich über sie und wollte sie küssen, Sanna wachte
auf, weil sie
Jins Hand an ihrer Bandage spürte. Sie werte sich aber nicht gegen Jin. Doch
auf einmal tauchte Hisaki auf…
„Jin Roh, lass die Finger von Sanna! Ich habe alles gesehen!“
„Sanna geh bitte rein, ich muss mit meinen Großvater reden!“
„Gut, wenn du meinst!“
Sanna stand auf und ging ins Haus…
„Lass die Finger von ihr, Jin, sie ist noch so jung! Ich habe gesehen
wie du ihr unter den Kimuno gefasst hast. Sie ist nichts für dich! Schäm
dich!“
„Wieso mischt du dich ein! Ich mag sie sehr gerne!“
„Geh jetzt ins Haus und entschuldige dich bei ihr!“
Jin ging ins Haus… Hisaki blieb alleine unter dem Baum.
In der Nacht stand Sanna auf, sie wollte nun endlich mit dem Mandelbaum
reden. Sie schlich raus in den Garten…
„Wieso bist du gekommen, Feuergöttin!“
„Zeig mir Seinan Vergangenheit und meine!“
„Trete näher mein Kind! Ich will dir alles zeigen!“
Sanna berührte den Baum, sie erlebte alles noch mal, nur das Daimaju Jin
war. Sanna brach unter den Baum zusammen.
„Das erwartet mich also! Ich muss …!“
„Ja, es bleibt dir keine andere Wahl! Sobald er dich entweiht hat,
werden deine Male sichtbar und die Geister der Ahnen und die lebendigen
werden dich jagen!“
„Ich will das aber nicht tun, wieso muss er Daimaju sein! Jin, bitte
lass das nicht zu!“
„Feuergöttin gebt niemals auf!“
Sanna ging wieder schlafen, in den nächsten Tagen ging sie Hisaki und Jin
aus dem Weg.
Doch leider fiel das ihr immer schwerer!
Eines Tages bekam Hisaki eine Tagung in das Kloster, er bestellte alle zu
einer Besprechung!
„Kinder wir brauchen alle Zimmer! Jeder Mönch wird heute einmal bei
seinen Nachbar schlafen müssen. Akane, du wirst bei mir schlafen! Sanna du
wirst bei Jin schlafen!“
„Wieso?“
„Keine Widerrede! Akane steht in der Nacht auf und stört dich dann
nur! Sie muss mehr Mals des Feuer versorgen!“
„Also, gut!“
Am Abend kam Sanna in Jins Zimmer! Beide sprachen kein Wort miteinander.
Sanna schlief schnell ein, doch bald schreckte sie ungewollt auf. Jin lag
weinend in seinem Bett, ein Gewitter zog auf. Sanna stand auf, Jin sah sie
mit verheulten Augen an.
„Kannst du auch nicht schlafen?“
„Ja, soll ich bei dir schlafen?“
Jin nickte nur, er nahm Sanna sofort in den Arm als sie unter der Decke lag.
Sanna spürte das er die gleichen Albträume hatte wie sie.
„Sanna, es tut mir leid!“
„Ist schon O.k! Mir ist heiß dreh dich kurz um ich will den Kimuno
ausziehen!“
Sanna stand auf, sie zog ihren Kimuno aus und legte sich wieder ins Bett.
„Was würdest du jetzt gern tun?“
„Ich würde dich berühren, aber ich weiß, dass das falsch wäre!“
„Wieso tut du es dann nicht?“
Jin richtete sich auf!
„Du weißt es?“
„Ja, schon seid dem ersten Tag!“
Jin küsste Sanna auf den Mund, er fing an die Bandagen zu lösen und somit
nahm das Schicksal seinen Lauf. Beide wollten es und sie taten es auch. Eine
Zeitlang verstrich, Sanna
Stand auf und wischte sich ihr Blut ab. Jin wurde wach, er spürte dass etwas
nicht stimmte.
„Schlaf weiter! Ich gehe nur ins Bad!“
Sanna verließ den Raum, im Bad wusch Sanna sich. Danach ging sie in den
Tempel, sie setzte
sich mit einer Schere vor das Feuer und schnitt sich die Haare ab. Sie warf
die Haare ins Feuer, danach ging sie in die Strafzelle und legte sich dort
schlafen. Sanna verließ den ganzen
nächsten Tag die Zelle nicht. Ihre Male ließen sich nicht mehr
verbergen…
Am Abend kam Jin in die Zelle, Sanna saß auf den Boden, ihr Kimuno war
vollkommen durch geblutet.
„Sanna, was ist mit dir? Du warst den ganzen Tag hier drinnen!“
„Geh weg, Jin! Oder sollte ich besser sagen Daimaju!“
Jin machte das Licht an und da sah er die Feuergöttin!
„Nein, Sanna, du bist die Feuergöttin und Seinan!“
„Ja, und ich werde dich töten müssen, ob ich will oder nicht!“
„Sanna, bitte, das Unglück vor 200 Jahren muss sich doch jetzt nicht
wiederholen!“
„Wieso glaubst du, warum wir immer wieder geboren werden!“
„Ich habe dreimal dich verloren, wieso muss ich büssen für das, was
Daimaju getan hat! Ich bin auch nur Jin Roh!“
„Nein, du bist mehr als das, mein Sohn! Zum ersten Mal existieren zwei
Daimajus neben einander! Wir verlieren zwar unsere Frauen, aber dieses Mal,
wirst du dich nicht umbringen!“
Hisaki trat ein…
„Großvater!“
„Ich lasse es nicht zu Feuergöttin, dass du meinen Enkel mit in den
Tot reist! Jetzt werde ich mich dafür rächen was du mir vor 200Jahren
angetan hast!“, mit diesen Worten stürzte sich
Hisaki auf Sanna und erstach sie mit einem Dolch. Jin versuchte ihn davon
abzuhalten, aber er schaffte es nicht. Sannas Blut floss in Strömen. Jin
nahm Sanna in die Arme.
„Wieso hast du das getan? Sie konnte doch nichts dafür!“
„Ich habe es für dich getan! Mein Sohn! Sie hätte uns beide
umgebracht!“
Jin schleppte Sannas Leiche unter den Mandelbaum, wieder nahm der Baum
Sannas Blut auf.
Jin wachte über Sanna drei Tage! Der Mandelbaum summte immer das Wiegenlied.
In der dritten Nacht! Plötzlich wachte Sanna unter den Mandelbaum auf. Alles
war seelenruhig, Sanna hörte aus dem Haus ein Flötenspiel. Schnell rannte
sie in das Haus. Im Haus saß Hisaki
als junger Mann und spielte Flöte!
„Bist du es Jin?“
„Nein, ich bin Hisaki!“
Sanna entdeckte eine Frau, die schlief in der Ecke. Sie hielt einen Säugling
in den Arm.
Plötzlich fing der Säugling an zu schreien. Sanna ging auf die Frau
zu…
„Gib mir das Baby! Ich werde es beruhigen!“
„Es hat Hunger, aber ich habe keine Milch für den Säugling!“
Hisaki stand auf und öffnete den Kimuno von Sanna, er legte den Kopf des
Säuglings an Sannas Brust!
„Wieso tut du das!“
„Du hast Milch, es hat Hunger!“
„Aber ich habe kein Baby!“
„Du bekommst aber eins!“
Wenige Minuten später nahm Liesa Sanna das Baby ab. Sanna war auf einmal
von oben bis unten voller Blut!
„Komm ich helfe dir Sanna! Gehen wir ins Bad!“
Liesa zog Sanna ins Bad, dort kleidete sie Sanna ab und wusch sie!
„ Du bist Seinan! Nicht war!“
„Ja, eine von vielen Vorgängerinnen! Gefangen wie du in der Welt von
Hisaki! Ich werde nie meine Ruhe finden!“
„Ist Jin genauso wie sein Großvater?“
„Er hat ein gutes Herz! Sei ihm nicht böse! Das eigentliche Ungeheuer
ist Hisaki! Bitte
Sanna brenne dieses Kloster und den Mandelbaum ab, nur so finden viele
Seelen ihre ewige
Ruhe! Dein Feuer vermag die Sünden und das Leid zu verbrennen! Ich habe
solange auf diesen Tag gewartet! Tu es auch für Jin! Für euch beide, nur so
könnt ihr eine gemeinsame
Zukunft haben!“
„Ich weiß, aber ich bin tot! Was kann ich schon ausrichten!“
Plötzlich kam Hisaki rein…
„Sanna, du kommst jetzt mit mir mit!“
„Nein, hör auf! Lass sie gehen! Lass ihr und Jin eine Chance auf das
Leben!“
„Ich tue es für uns, Seinan! Wir wollten doch immer zusammen
bleiben!“
„Nein, hört endlich auf. Hört auf, alles muss mal ein Ende
haben!“, schrie Sanna!
In diesen Augenblick fing alles an zu brennen. Seinan riss Sanna aus dem
Armen von Daimaju und schmiss sie aus dem Fenster. Seinan schrie nur
noch:“ Danke und Lebwohl! Kleine Feuergöttin!“
Sanna fand sich in den Armen von Jin wieder. Alles brannte, Sanna rüttelte
Jin wach!
„Sanna, du lebst!“
„Ja, aber jetzt komm wir müssen hier raus!“
„Wo ist Großvater?“
„Daimaju ist tot!“
Sanna und Jin konnten sich noch aus den Flammen retten, genauso wie die
Gäste und die Mönche. Das Kloster und der Mandelbaum brannten ab, endlich
fanden Seinan und Daimaju
frieden in den Flammen der Feuergöttin. Ein paar Tage später gingen Sanna
und Jin in das Kloster. Plötzlich hörte Sanna das Wiegenlied, sie rannte zu
dem Mandelbaum. Auf einmal
war auch das Schreien zweier Babys zu hören! Sanna und Jin fanden in den
abgebrannten
Baumstuff zwei Babys vor.
„Sieh mal, das Herz des Mandelbaums hat sich in die Kinder
verwandelt!“
„Sie sind aber keine Menschen, sieh her das Mädchen hat das Mal der
Wassergöttin.“
„Der Junge hat das Mal des Feuergottes! Was machen mit ihnen?“
„Was denn wohl, es sind unsere Kinder, wir nehmen sie mit und ziehen
sie groß!“
„Lasst uns gehen!“
Jin und Sanna gingen nach Neuseeland, dort konnten sie in Ruhe mit Fuu und
Kai leben.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden sie immer noch leben!


„Hi, ich hoffe euch hat dieses Märchen gefallen! Hier endet nun meine
Story, aber denkt immer daran, wenn ihr das nächstes Mal eine Blume oder ein
Zweig abbrecht, es könnte Folgen haben!“

Kommentare

m.schwarzer@gmx.de schrieb:
An manchen Stellen ist die Geschichte unklar. Außerdem strotzt sie nur so von Fehlern. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.
13tekali@gmx.at schrieb:
Danke für die schöne Geschichte, sie hat mir sehr gut gefallen. Und das die Geschicht in Japan spielt ist ein großer Pluspunkt (ich liebe Japan) und die Schreibfehler sind auch nicht schlimm.

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