Der Geist der Schulbücherei (Teil 1)
von
Linda Rottler
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"...Und dann sagt die auch noch, ich solle bis Morgen die Fehler verbessern. Ganz ehrlich die hat sie nicht mehr alle!", erzählte ich. Neben mir lief mein bester Freund Mario und wir waren auf dem Weg zur Schulbücherei. Denn wir waren der Büchereidienst. Darauf waren wir ganz schön stolz. "Ach Gina, reg dich doch nicht gleich so auf. Das ist wirklich das Letzte was ich jetzt gebrauchen kann!" Ich war heute echt genevt. Diese blöden Lehrer, wer brauchte die schon! Wie es aussah, war auch Mario, der in meiner Parallelklasse war, nicht sehr gut gelaunt. Also kamen wir genervt an der Bücherei an. Draußen war herrliches Wetter und deshalb war mir klar, dass wir heute alleine bleiben würden. Ich ließ Mario den Vortritt und schloss die Tür von innen zu. "Und das Letzte das ICH gebrauchen kann sind nervige Fünftklässler die keine Ahnung davon haben, wie man richtig isst und wie man den Boden sauber hält", nörgelte ich. Wir redeten eine Weile, saßen am Schreibtisch und aßen, als ich kurz zu den Tischen hinüber schielte. Was ich da aus dem Augenwinkel sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Ich ließ einen gellenden Schrei von mir und stotterte: "Da drüben sitzt ja jemand!" Mario lachte. "Unmöglich, vor uns war hier niemand!" Plötzlich ging das Licht aus, und da wir ohne Fenster im Keller saßen, war es nun stockfinster. Wieder schrie ich. "Mario, ich hab Angst! Los, mach das Licht wieder an!" "Es geht nicht", meinte er und ich hörte, wie er immer wieder den Lichtschalter drückte. Ich suchte nach meinem Schlüssel, da ich dieser dunklen Hölle entkommen wollte. Doch statt meinem Schlüssel, fand ich nur irgendetwas verschrumpeltes auf dem Tisch. Ich tastete darauf herum und ich merkte nach einiger Zeit, dass es eine Hand sein musste. Eine Hand, ohne dazugehörigen Menschen...? Mir wurde speiübel, ich ließ das schrumpelige etwas los und roch an meinen Händen. Jetzt wurde mir noch übler, es roch schrecklich! Nach Verwesung und... VERWESUNG?! "Mario! Mach die Tür auf, tritt sie ein! Ich will hier raus! LOOOOS!" Im selben Augenblick ging das Licht wieder an. "Hey Gina, was ist denn?", fragte er besorgt. "Sieh doch, da auf dem Tisch... wo ist die Hand hin?" Sie war einfach verschwunden! "Also, nun werd nicht verrückt! Los, am besten wir gehen nach draußen!" "Aber ich weiß nicht wo mein Schlüssel ist!" Mario sah mich ungläubig an. "Ich hab doch genau gesehen, dass du ihn auf den Tisch gelegt hast!" Doch da war er nicht. Plötzlich fielen mehrere Bücher aus den Regalen. "OH GOTT MARIO, HIER SPUKT ES!!", schrie ich. "Gina, es gibt keine Geister, ich weiß zwar nicht wer uns diese Streiche spielt, aber es sind keine Geister!" Ich sah, wie Mario plötzlich leichenblass wurde und nach Luft rang. "Was ist, Mario?", fragte ich ihn etwas beruhigt, denn es konnte ja gut möglich sein, dass es irgendwelche Kinder waren, die uns einen Streich spielen wollten. Mario schien wirklich keine Luft mehr zu bekommen und bekam schreckliche Panik. "Um... Himmels... willen! Hol... HILFE!", rief er mir mit letzter Kraft zu, dann wurde er bewusstlos. Ich schrie, schrie um mein Leben und trat gegen die Tür. "HILFE! HÖRT MICH DENN KEINER! WIR BRAUCHEN HILFE!!" Ich sah auf die Uhr. Es war schon ziemlich viel Zeit vergangen. Merkwürdigerweise begann die Uhr rückwärts zu laufen und sich merkwürdig zu verformen. Ich drehte mich um und sah zu Mario. Er lag noch immer gleich da. Ich begann zu weinen. "Hört mich denn keiner? Mario braucht Hilfe! Ruft einen Krankenwagen, na los!" Nein, es war niemand da. Ich suchte mein Handy. Aber ich hatte es natürlich in meiner Schultasche, und die war im Klassenzimmer. Genau so wie das Handy von Mario. Ich stolperte über ein Buch, das auf dem Boden lag. Als ich es aufhob und den Titel lag, bekam ich so richtig Angst. "Geistererscheinungen". Schnell legte ich es in das Regal zurück und hörte plötzlich Schritte hinter dem Regal. Ich dachte, Mario sei wieder zu sich gekommen und rannte hinter das Regal. Aber da war nicht Mario, sondern ich sah direkt in ein leichenblasses Gesicht mit leeren Augen und einem düsteren Gesichtsausdruck. Ich blinzelte und schon war es weg. Mein Herz schlug heftig und das Blut pochte in meinen Ohren. Ich rannte zum Schreibtisch und - unglaublich - da lag mein Schlüssel auf dem Tisch. Schnell rannte ich zur Tür, zitterte allerdings so sehr, dass ich den Schlüssel erst nach mehreren Versuchen ins Schlüsselloch brachte. Als ich auf dem Flur stand, ließ ich erst mal einen erleichterten Schrei von mir und eilte zum Sekreteriat, wo ich erzählte was passiert war. Frau Hofmann rief einen Notarzt und ging mit mir zurück zur Bücherei, wo ich allerdings nicht mehr hinein ging. Als sie Mario aus der Bücherei trugen, begann ich erneut zu weinen. Was hatte es bloß mit dieser Bücherei auf sich? Würde Mario überhaupt überleben?
Das erfahrt ihr in Teil 2
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Kommentare
Linda Rottler schrieb am 2008-02-22 14:36:09:
Ich bin mir so ziemlich sicher dass es welche gibt. Man hört überall von Geistererscheinungen, viele - besser gesagt, die meisten davon konnte man nie aufklären. Und warum sollte es nicht etwas geben, was man wissenschaftlich nicht erklären kann?
SMG schrieb am 2008-02-19 14:35:47:
Also wie heißt du noch mal...?...Aaa Linda Rottler ehmm ich glaube ziemlich feste an geister und fühl mich sehr,sehr oft beobachtet aber jetzt will ich wissen ob es Geister wirklich gibt bitte antworte mir!
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