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Kategorien > Fast wahr > Alltag

Der Hof von S.Taat

von sadego

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Vater S.Taat Senior

Es war ein schönes Bauerngut was Vater S.Taat Senior sein Eigen nannte. Inovative Ideen und Fleiss von ihm und seinen Angestellten machten daraus einen der wirtschaftlichsten Höfe weit und breit.
Viele Mühen, Anstrengungen und Missstände mussten dafür überwunden werden. Und im gedenken an die harten Zeiten und im Übereifer des Erfolgs, dachte er so bei sich, dass es seinen Kindern einmal besser gehen sollte.
Er begann damit seinen Besitz zu erweitern, indem er Land anderer Höfe zu seinem dazu nahm. Manches mal verlief es mit Einwilligung der Besitzer, denn sie bewunderten seinen Wohlstand und Fortschritt. Andere wehrten sich heftig, denn ihnen gefiel diese Art überhaubt nicht. Mit der Zeit verfiel er dem Grössenwahn. Er wurden blind und taub gegen seine Kritiker und mit immer grösserem Eifer nahm er sich was er wollte. Doch Hochmut kommt vor dem Fall.
Eine Vereinigung umliegender Höfe gelang es irgendwann Vater S.Taat Senior in seinem bestreben nach immer mehr Land zu stoppen. Sie beschlagnahmten seine Ländereien, dazu genommenes Land wurde den alten Besitzern übergeben und der Rest wurde erst einmal durch die Sieger verwaltet.
Einige Zeit zog ins Land, da wurde entschieden das die Ländereien von Vater S.Taat Senior zur Verwaltung an die Kinder zurückgehen sollte. Aber nur ein Teil, den einer der neuen Verwalter wollte seinen Anteil nicht hergeben. So wurde das Gut zerteilt.

Vater S.Taat

Das neue Oberhaubt des Hofes, Vater S.Taat, hatte es nicht leicht. Er sah was aus dem einst grossen Gut geworden war. Maschinen und Geräte waren beschlagnahmt, viele Arbeitskräfte fehlten und zudem musste er auch eine Wiedergutmachung zahlen.
Vater S.Taat war eine Kämpfernatur. Er hatte gute Ideen, arbeitete hart und biss die Zähne zusammen. Neues Arbeitsgerät wurde beschafft und er warb Arbeitskräfte von anderen Höfen an. Durch diesen Eifer und dem Fleiss aller erwirtschaftete er bald wieder so viel wie in den alten Tagen und er zahlte so gut er eben konnte seine Schulden ab. In diesem entstehenden Überfluss errichtete er ein soziales Netzwerk für seine Kinder und seine Angestellten. Zudem unterstützte er auch umliegende Höfe mit weniger Erträgen. Vater S.Taat bekam bald wieder den Respekt und das Ansehen den auch schon der alte Hof genossen hatte. Durch einige geschickte Verhandlungen schaffte er es sogarden das zerteilte Gut wieder zu vereinen.
Troz allem was er tat und so sehr er sich bemühte, die Schuld seines Vaters blieb irgendwie immer an ihm haften und sollte auch an seinen Nachfolger weiter gegeben werden.

Vater S.Taat Junior

Als Vater S.Taat Junior den Hof übernimmt, ist dieser in einem guten Zustand. Die Produktion läuft und die dort lebenden Menschen sind zufrieden mit dem was sie für die Gemeinschaft leisten.
Doch Vater S.Taat Junior steht unter starkem Druck. Er muss sich immer noch die Vorwürfe anhören für das was Vater S.Taat Senior getan hat. Da er diesen Vergleich auszuschliessen versucht, tolleriert er auch, das immer mehr Leute von anderen Höfen kommen um bei ihm zu leben. Es sind mitlerweile so viele, dass er nicht einmal mehr genug Arbeit für alle hat. Diese werden aber durch die Gemeinschaft mit getragen. Es bilden sich kleine Gruppen unterschiedlicher Interessen und Lebensauffassungen. Der Streit und die Gewalt nehmen zu.
Vergessen ist die Zeit in der Gemeinschaft, Zusammenhalt und der Stolz aufgeleistete Arbeit zählten.
Das Auskommen der Einzelnen wird höher bewertet als die Gemeinschaft.
Anstand und Moral werden ausgenutzt und die die arbeiten müssen den gesamten Hof versorgen.
Vater S.Taat Junior verschliesst die Augen und versucht den Vorwürfen zu entkommen. Denn niemand soll jemals Anlass dazu bekommen sagen können:
Er sei wie sein Grossvater Vater S.Taat Senior.

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