Der Kreis schließt sich
von
The Last Wanderer
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Der Kreis schließt sich
Wieder zurück im Kloster, an der Stätte seiner Herkunft fand er die benötigte Ruhe nach der langen Zeit der Wanderung. Er genoss das Miteinander mit seinen Brüdern und die friedvolle Stille dieses Ortes, doch dennoch die innere Unruhe und Aufgewühltheit wollte nicht weichen. Wieder und wieder fragte er sich was der Anlass dafür sein, aber er konnte sich darauf keine Antwort geben. Bei seinen täglichen Wanderungen durch die Gärten begleitete ihn meist stumm der Älteste des Klosters. Er war bekannt dafür nur zuzuhören und äußerst selten zu sprechen. Selbst er hatte ihn in seiner Zeit im Kloster nur 1 oder 2 mal reden hören und auch das schon vor Äonen. Als sie beide sich schon auf dem Rückweg ins Kloster befanden, vernahm er plötzlich eine Stimme die fast so leise wie der Wind war „ Ist sie wirklich tot ? „ Abrupt blieb er stehen und drehte sich zu dem Alten um, doch der war bereits hinter den Klostermauern verschwunden. Alles um ihn herum drehte sich und es schien als ob die Dämonen der Vergangenheit wieder Besitz von ihm ergriffen. „Sie ist tot, schrie alles in ihm, ich habe ihr Grab gesehen“, doch er erinnerte sich auch an die Geschichte eines anderen Wanderers der vor ihm auf die Suche nach einem Grab geschickt wurde und der dennoch nur die Existenz des Grabes bestätigen konnte. Es war genau wie sein Grab, namenlos und an einem unbekannten Ort gefunden worden. „Nichts ist so wie es erscheint“ schoß es ihm durch den Kopf und die alten Sätze seines Abtes kamen ihm in den Sinn „ Lasse die Dinge zu Dir kommen und suche nicht nach ihnen „ Die ganze Wahrheit lag so lange vor ihm und er hatte sie nicht bemerkt. Trotz seines Wissens wußte er nicht wie er sich verhalten sollte. Wieder in Untätigkeit verharren und das studieren der Texte weiterführen, oder die Suche erneut von vorne beginnen ? Die letzten beiden Male hatte er gesucht und fast nichts erreicht. Ein unbekanntes Grab hatte er gesehen und einen sterbenden Mann, doch nichts davon war für ihn wichtig .Diesmal würde er den anderen Weg gehen und warten, warten auf was auch immer.
Es war fast Winter und die Kälte kroch in die Zimmer des Klosters, als ein dumpfes Klopfen an der Klostertür die nächtliche Ruhe störte. Seid den Vorfällen von damals hatte er freiwillig die Nachtwache an der Pforte übernommen, da er ansonsten von Schlaflosigkeit die Ruhe seiner Brüder störte. Hier in dieser kleinen Kammer nahe am Tor war er ungestört und so brannte jede Nacht seine Kerze als einzigste weithin sichtbar im Kloster.
Es war äußerst selten das überhaupt jemand an das Kloster kam und jetzt zu dieser Stunde war es noch nie geschehen. Als er die kleine Pforte am Eingang öffnete, sah er sich einer kleinen Gestalt gegenüber die einen schweren dunklen Umhang trug. Das Gesicht war nicht zu erkennen da die Kapuze tief ins Gesicht gezogen war. Erst als er die Kerze näher heranführte , sah er die beiden Augen die von einem solchen klaren Eisblau waren, wie er es zuvor nur bei einem Menschen gesehen hatte. 2 schmale Hände glitten aus dem Umhang und schoben die Kapuze nach hinten. Ihr einstmals schwarzes Haar war nun fast weiß und hatte viel von seiner ursprünglichen Länge verloren, doch das alles war unwichtig. Einzig diese Augen waren es, die alles andere in den Schatten stellten. Unfähig seine Lippen zu bewegen stand er ihr gegenüber und das einzigste was er hörte war das Atmen von ihr. „ Aye zu jeder Zeit an jedem Ort“ sprach es aus ihrem Mund und jetzt wusste er es. Sie war es die ihn gelenkt und dorthin führte wo er jetzt war.
Als der Morgen im Kloster erwachte schritt der Älteste vorbei an der Pforte am Tor hinüber zu den Gärten. Es verwunderte ihn in keinster Weise, das er den Wanderer nicht antraf, denn der nächtliche Besuch war ihm nicht entgangen. Mehr zu sich selbst und zu den Bäumen murmelte er seine letzten Sätze „ Lebe in Frieden Wanderer, mit dem Menschen den Du zur Königin deines Herzens erkoren hast.
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Kommentare
Tatum schrieb am 2006-11-06 00:37:52:
Oh fiedvoller Anfang.
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